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Der kaukasische Kreidekreis - Referat



"Der kaukasische Kreidekreis"
von B. Brecht:


Über den Autor:

Berthold Brecht(eigtl. Berthold Eugen Friedrich Brecht) wurde am 10.Feb.1898 in Augsburg geboren.
von 1924-1933 wohnhaft in Berlin,bis zum Reichstagsbrand===>Flucht über Prag und Wien nach Zürich
8 Jahre,von 1940-1948 hält er sich in Skandinavien/USA auf.
von 1948 an ist er bis zu seinem Tod(14.August.1956)in Berlin.

Der kaukasische Kreidekreis,der erst im Jahre 1944 erschien,hatte einen-wie vielleicht nur wenige wissen-nicht so berühmten Vorgänger,nämlich den "Augsburger Kreidekreis",der bereits 1941 erschien und ebenfalls aus B.Brechts Feder stammte.
B. Brecht wollte mit seinen Dramen Eines erreichen:Eine politisch-ästhetische Entwicklung zum Besseren.
Brechts Dramen beschäftigen sich stets intensiv mit den gesellschaftlichen Fragen der Zeit.
Brechts Sorge galt den Menschen,die in der Zeit nach dem 1.Weltkrieg durch Hunger,Entwurzelung und Orientierungslosigkeit,angesichts zunehmender Verstädterung und Arbeitslosigkeit keinen anderen Ausweg mehr hatten als auszuwandern. Dass seine Sorgen nicht ganz unbegründet waren erfuhr er am eigenem Leib,als ihm selbst-da er verfolgt wurde-nur die Emigration blieb.
In der amerikanischen Emigration entstand dann auch dieses Drama.

Inhalt:

Im Drama "Der kaukasische Kreidekreis" von Berthold Brecht,geht es um die Gegenüberstellung von Egoismus und Nächstenliebe.
Das Buch besteht aus 6 Szenen. Viele anerkannte Kritiker streiten sich um die Bedeutung des ersten Bildes. Die meisten Kritiker halten es für weitgehend unwichtig im Vergleich zu den letzten 5 Bildern.
Das 1.Bild handelt von 2 Kolchosen,dem Ziegenkolchos und dem Kolchos"Rosa Luxemburg", in der Sowjetunion,nach der Vertreibung der dt. Wehrmacht. Diese streiten sich um das Eigentumsrecht eines Tals,das ehemals dem Ziegenkolchos gehört hat. Trotz dieses Streits durchzieht eine angenehme,heitere Atmosphäre die gesamte erste Szene.
Der Ziegenkolchos versucht den regierungsamtlichen Sachverständigen zu überzeugen,dass sie ihr altes Land wieder dringend benötigen,indem sie ihm ein Stück Ziegenkäse probieren lassen. Sie erwarten dass der Qualitätsunterschied deutlich genug sei,um klarzumachen,wie wichtig dieses Tal für ihren Käse-Verkauf ist.Der Sachverständige schmeckt aber keinen Unterschied.
Der Kolchos von Rosa Luxemburg legt einen detailierten Plan vor,der eine Produktionsausweitung herbeiführen würde. Nach einer gründlichen Studie befürwortet der Spezialist diesen Plan und der Ziegenkolchos muss ebenfalls zustimmen.
Zur allgemeinen Aufheiterung wird ein Stück aus dem chinesischen Raum aufgeführt,mit dem Namen "Der kaukasische Kreidekreis".

Das Theatherstück handelt von einer Governeursfamilie aus Georgien.Als ebendiese an einem Ostersonntag in die Messe ging und Bettler,die um Almosen baten,einfach zurückgepeitscht wurden,spürt man als Leser bereits erstmals die Gefühlskälte;also eine deutliche Umwandlung der im 1.Bild noch so angenhmen Atmosphäre.Denn jeder Mensch ist sich selbst der Nächste.
In der Kirche angekommen,begegnen der Governeur,Georgie Abaschwilli,und seine Frau mit Kind einem fetten Fürsten,Arsen Kazbeki,der die drohende Niederlage im persischen Krieg,als sie mit ihm ins Gespräch kommen,gekonnt runterspielt.Nach der Messe muss der Governeur erkennen,dass die Fürsten schon bereits am Vortag,angesichts der unausweichlichen Niederlage,beschlossen hatten,den Großfürsten nicht mehr weiter zu unterstützen und stattdessen auszuliefern.Als Georgie Abschwilli verhaftet abgeführt wird,organisiert bereits seine Frau ihre eigene Flucht mit all ihren Habseeligkeiten und kümmert sich erst garnicht um ihr kleines Kind.Als Grusche,das Dienstmädchen,das Kind ohne die Mutter sieht und man ihr noch verdeutlicht,sie solle das Kind zurücklassen,man trachte ihm sowieso schon nach dem Leben,nimmt sie das Kind selbstlos an sich,um es zu retten.

Zunächst sucht Grusche Sicherheit in einer Unterkunft und gibt sich als feine Dame aus um eingelassen zu werden.Anfangs geht der Plan auf,doch dann verraten Grusche ihre rissigen Hände und sie muss auf dem schnellsten Wege die Unterkunft verlassen.
Da sie mit ihren Kräften am Ende ist,beschließt sie das Kind-nachdem sie sich versichert hat,dass es auch angenommen
wird-bei einer Bäuerin ablegt.Kurze Zeit später jedoch läuft sie einem Suchtrupp in die Arme.Sie läuft in panischer Angst zurück und fragt die Bäuerin,ob sie es als ihr Kind ausgeben würde.Nachdem sich diese aber weigerte,entriss sie ihr das Kind und lief davon.

Ihre nächste Unterschlupfmöglichkeit und gleichzeitig auch letzte Hoffnung ist der Hof ihres Bruders,Lavrenti.Dessen Frau ist jedoch bigotisch,streng und herrisch.Als Grusche bei Lavrenti angekommen war,gab sie das Kind der Governeursfrau als ihr eigenes aus und behauptete,dass sie auf den Hof ihres Mannes gehen wolle,um auf ihn zu warten,bis er vom Krieg heimkehre.Aufgrund ihrer Erschöpfung, welche als Krankheit gedeutet wurde,brach sie nun endgültig zusammen.Lavrenti riet ihr eine Scheinehe mit einem todkranken Bauern aus dem Nachbardorf einzugehen.
Die zukünftige Schwiegermutter ließ sich diesen Dienst teuer bezahlen und erhöhte sogar den gefordeten Betrag kurz vor der Eheschließung. Unter Anderem hoffte sie innigst,dass der Bräutigam noch vor dem Hochzeitsmahl sterbe,denn so könne sie eine Portion sparen.Nachdem die Heirat vollzogen war und bekannt wurde,dass der Krieg vorbei sei,war der todkranke schlagartig wieder gesund und forderte nun die ehelichen Pflichten von Grusche ein.
Eines Tages als Grusche Wäsche wusch,kehrte ihr richtger Verlobter,Simon, zurück.Sie versicherte ihm,dass das Kind auf der Wiese,das mit den anderen Kindern spielte,nicht ihres sei.Diese Aussage musste sie widerrufen,weil zwei Soldaten erschienen,die das Kind mit sich nahmen,da die leibliche Mutter es beanspruchte.

Nachdem die Verhandlungen um das Kind im Gerrichtssaal begonnen und die Rechtsanwälte ihre Plädoyes gehalten hatten,musste der Richter zu anderen Maßnahmen greifen,um festzustellen wer die wahre Mutter ist.Er ließ kurzerhand einen Kreidekreis auf den Boden malen,in das sich das Kind zu stellen hatte.Jeweils ein Ärmchen sollten die Mütter greifen und so fest ziehen wie sie konnten,denn die wahre Mutter habe die Kraft es als Erstes aus dem Kreis zu ziehen,so der Richter.Doch Grusche ließ jedes Mal das Ärmchen sofort los,aus Angst das Kind verletzen zu können.Auch beim zweiten Mal ließ sie los,während die leibliche Mutter es auch in Kauf genommen hätte das Kind zu zerreissen.Als der Richter sie fragte,warum sie immer losliesse erwiderte sie sie könne dem Kind nichts antun.
Da erkennt der Richter die wahre Mutter.Er spricht Grusche das Kind zu.


Wie dieses Stück entstand:
Brecht war ein Visionär und wäre es bestimmt immer noch.Er musste die Grausamkeit der Emigration und die Orientieungslosigkeit in Amerika selbst miterleben.Er schrieb dieses Stück,um vielen Menschem klarzumachen,wie sie sich fühlen würden wenn sie dauernd auf der Flucht und ohne eine feste Heimat wären.

14P.




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