Alternativen zu BAföG - Infos und Tipps

  1. BAföG Ratgeber im Überblick
  2. BAföG-Reform 2016/2017
  3. Was ist BAföG?
  4. Wie, wo und wann kann man BAföG beantragen?
  5. Wer bekommt BAföG?
  6. Wie viel BAföG bekommt man?
  7. BAföG mit Kind
  8. BAföG im Ausland
  9. Wann wird BAföG eingestellt?
  10. Wie lange bekommt man BAföG?
  11. Was ist elternunabhängiges BAföG?
  12. Wann, wie und wie viel BAföG muss man zurückzahlen?
  13. Alternativen zum BAföG
  14. BAföG und Job
  15. BAföG und Sozialleistungen
  16. Kreditkarten für Studenten

Bildung lohnt sich! Ein Meilenstein auf dem Weg zur Chancengleichheit im Bildungswesen stellt das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) dar. BAföG ist eine staatliche Förderung an Studierende die ein Studium in Vollzeit absolvieren. In dem großen Paragraphendickicht des BAföG wird aber schnell klar, dass nicht jeder Studierende förderungsberechtigt ist. Aber deswegen musst du deinen Wunsch zu studieren nicht gleich aufgeben. Es gibt Alternativen zum BAföG.

Studieren ohne BAföG

Studieren fällt sicher leichter, wenn deine Eltern dich finanziell unterstützen. Solltest du aus der BAföG-Förderung herausgefallen sein, sind deine Eltern aber nicht automatisch in der Pflicht dich zu unterstützen.

Die Eigenverantwortung die dir vom Gesetzgeber auferlegt wird beinhaltet ganz klar die Pflicht, deine Eltern nicht unnötig zu belasten. Was bleibt, ist die Eigeninitiative das Studium finanziert zu bekommen. Oder anders gesagt, du musst dich bemühen, andere Geldquellen aufzutun, die Vor-, aber auch Nachteile gegenüber BAföG haben. Und es gibt sie, die Geldquellen.

Stipendien

In Deutschland gibt es 13 große Begabtenförderungswerke, unterstützt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Sie alle orientieren sich aber weitestgehend an den BAföG-Förderrichtlinien die du nicht erfüllst. Dagegen bietet das Deutschland-Stipendium eine gute Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung. Leider nicht mehr lange, da es aus Gründen des Budgets vor einem zeitnahen Aus steht. Gute Förderadressen sind die Stipendien der Stiftung "Begabtenförderung berufliche Bildung". Sie unterstützen mit einem "Aufstiegsstipendium" Berufserfahrene die ihr erstes akademisches Hochschulstudium absolvieren.

Weitere Geldgeber

Vermögende, die Studierende unterstützen wollen, legen ihre Förder-Priorität nicht generell auf herausragende Leistungen. Vielen kommt es dabei mehr auf die besondere Begabung der Studierenden an, auf das Studienfach oder spezielle Gruppen von Studierenden. Die Stipendiendatenbank des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird dir dabei helfen, passende Anbieter und Angebote zu finden.

Wohngeld

Wohngeldanspruch haben gerade Studierende, die nach dem BAföG-Gesetz zu den Ausnahmefällen zählen. Die Höhe der Förderleistung ist abhängig von

  1. der Anzahl der Haushaltsmitglieder
  2. 2. der Höhe der Miete
  3. 3. dem Einkommen der Haushaltsmitglieder

Wohngeld beantragen kannst du bei der Wohngeldstelle der Gemeinde-, der Stadt- oder der Kreisverwaltung. Mehr Informationen zum Thema Wohngeld und weiteren Sozialleistungen wie Kindergeld, Arbeitslosengeld und (Halb-)Waisenrente findest du hier: BAföG und Sozialleistungen.

Studienkredite

Eine weitere Option zur Finanzierung deines Studiums ist die Aufnahme eines Kredites. Bist du als "kreditwürdig" eingestuft, könnten folgende Kreditangebote für dich interessant sein.

  • Ein verzinsliches Darlehen der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) das maximal auf 12 Monate begrenzt, und ausschließlich für die Abschlussphase deines Studiums gedacht ist.
  • Ein Bildungskredit des Bundes bietet einen besonders günstigen Zinssatz. Er greift frühestens ab dem 3. Semester, läuft 24 Monate und bietet maximal 7.200€. Die Höhe der monatlichen Auszahlung, ob 100€, 200€ oder 300€ kannst du individuell bestimmen. Die Auszahlung endet mit deinem 36. Geburtstag. Weiter Informationen hierzu findest du auf den Seiten des Bundesverwaltungsamts.
  • Beim KfW- Studienkredit liegen die Zinsen ein wenig höher als beim Bildungskredit. Dafür fördert er auch Teilzeitstudiengänge und bietet eine monatliche Auszahlung von bis zu 650€. Die Altersgrenze liegt bei 44 Jahren.
  • Neben den drei genannten Kreditmodellen gibt es noch den so genannten Bildungsfonds. Bei der Variante kaufen Anleger Anteile an Fonds aus denen deine Förderung finanziert wird. Die Finanzierung des Fonds basiert auf deiner Verpflichtung, mit dem Berufseinstieg über einen bestimmten Zeitraum einen prozentualen Anteil deines Bruttoeinkommens zurückzuzahlen.

Jobben

Es ist wahrlich keine Seltenheit, wenn Studierende sich mit typischen Studentenjobs wie Kellnern, Büroarbeiten oder Kuriertätigkeiten das Studium finanzieren. Meistens sind es 450-Euro-Jobs beziehungsweise kurzfristige Beschäftigungen, die maximal auf drei Monate oder 70 Tage innerhalb eines Kalenderjahres begrenzt sind. Und dabei ist es unerheblich, wie viel Geld du in diesem Zeitraum verdienst. Wir haben einen ausführlicheren Artikel darüber, was du beachten musst, wenn du BAföG beziehst und nebenbei jobbst: BAföG und Job.

Fazit

Die Möglichkeiten sein Studium ohne BAföG zu finanzieren sind vielfältig. Die Vor- und Nachteile - ob kurzfristig oder langfristig, mit BAföG oder ohne BAföG - können im Prinzip nur individuell und von jedem Studierenden persönlich beurteilt werden. Fest steht, es geht auch ohne BAföG!