Das Wirtschaftspsychologie Studium

1. Was ist Wirtschaftspsychologie?

Die Wirtschaftspsychologie ist ein relativ neuer, sogenannter interdisziplinarer Studiengang. In ihm werden Teile des Studiengangs Wirtschaftswissenschaften und der Psychologie vereint. Sie beschäftigt sich also mit den Zusammenhängen und Abläufen in der Wirtschaft unter den Gesichtspunkten und Bedingungen der Psychologie beschäftigt.

Die Wirtschaftspsychologie besteht aus vier Teilbereichen, der Personalpsychologie, die sich mit dem Verhalten von Menschen im Beruf beschäftigt, der Marktpsychologie, die das Konsumverhalten von Menschen erforscht.

Außerdem gibt es die Finanzpsychologie, die das Verhalten von Menschen an den verschiedenen Geldmärkten (z.B.: Aktienmarkt) beobachtet und erforscht und die Führungspsychologie, welche das Verhalten von Menschen unter dem Einfluss von Führungspersönlichkeiten begutachtet. Weitere Informationen zur Wirtschaftspsychologie findest du auf wirtschaftspsychologie.com.

2. Voraussetzungen

Um Wirtschaftspsychologie studieren zu können brauchst du entweder die Fachhochschulreife, die Fachgebundene Hochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife. Die meisten Universitäten verlangen für diesen Studiengang einen bestimmten Notendurchschnitt, um aufgenommen zu werden, den Numerus Clausus (NC). Meist liegt dieser bei etwa 2,0 oder sogar noch darunter.

3. Wo kann man Wirtschaftspsychologie studieren?

Der Bachelor-Studiengang Wirtschaftspsychologie wird sowohl an Universitäten, als auch Fachhochschulen angeboten.

  • Fachhochschule Westküste
  • EBC Hochschule
  • Europäische Fernhochschule Hamburg (Euro-FH)
  • European Management School (EMS) Mainz
  • International Business School Nürnberg (IBS)
  • Leuphana Universität Lüneburg
  • Business and Information Technology School (BiTS)
  • Fachhochschule für Angewandtes Management
  • HMKW – Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft
  • Hochschule Harz
  • Hochschule Osnabrück
  • International School of Management (ISM)
  • Ruhr-Universität Bochum
  • SRH Hochschule Berlin
  • SRH Hochschule Heidelberg
  • Technische Universität Chemnitz
  • Universität Bremen
  • Universität Köln
  • International Business School Lippstadt (IBS)
  • SRH FernHochschuleRiedlingen
  • Hochschule Rhein-Waal
  • Fachhochschule Bielefeld
  • Rheinische Fachhochschule Köln
  • BSP Business School Potsdam – Hochschule für Management (FH)
  • Hochschule Fresenius

4. Inhalte

4.1 Bachelorphase

Das Bachelorstudium besteht oftmals aus einer Grundlagenphase und einer Vertiefungsphase. Im ersten Abschnitt werden die Grundlagen der Persönlichkeits-, Wirtschafts-, Organisations-, Sozial-, und Marktpsychologie gelehrt. (Psychologischer Teil). Außerdem wird einem ein betriebswirtschaftliches Grundwissen vermittelt.

Danach erfolgt eine erste Spezialisierung, in dem man in den Bereichen „Personal und Organisation“ und „Markt“ seinen Modulunterricht selbst auswählt. Der BWL-Unterricht sorgt weiter für solides Basiswissen in diesem Bereich. Hinzu kommen nun die Sparten Marketing und Rechnungswesen. In der Regel bildet den Abschluss des 6. Semesters ein Praxisprojekt mit darauf aufbauender Bachelorarbeit.

4.2. Master Abschluss

Wer nach seinem Bachelor-Abschluss weiter studieren möchte, der muss auf einen anderen Studiengang zurückgreifen, da es noch keinen Master-Studiengang Wirtschaftspsychologie gibt. Master-Studiengänge, die das in der Bachelorphase jedoch vertiefen und erweitern sind:

Psychologie mit Schwerpunkt Wirtschaftspsychologie, Management & Marketing, oder Angewandte Psychologie mit Schwerpunkt „ Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie“

5. Danach

Wirtschaftspsychologen sind vielfältig einsetzbar, zum Beispiel können sie in Unternehmen in den Personalabteilungen arbeiten, da sie auf wissenschaftlicher Grundlage begründen können, wer für welchen Job geeignet ist. In diesen Bereich fällt auch die Aufgabe des Coaching, hierbei werden Angestellte der Firma in speziellen Bereichen durch den Wirtschaftspsychologen weitergebildet. Außerdem können sie in der Werbebranche arbeiten (Welche Werbung für welche Zielgruppe; Welche Farbe passt zu dem Produkt usw.).

Eine weitere Beschäftigungsmöglichkeit ist die Unternehmensberatung, hier berät der Wirtschaftspsychologe größere Unternehmen wie sie effizienter, gewinnbringender, oder auch angestelltenfreundlicher arbeiten können, meist sind Unternehmensberater selbstständig oder in Büros zusammengeschlossen.