Das Sport-Studium

  • 1. Tätigkeitsfeld eines Sport-Absolventen
  • 2. Studiengang Sport
  • 2.1. Voraussetzungen für das Studium
  • 2.2. Welche Hochschule ist die Beste?
  • 2.3. Allgemeiner Ablauf des Bachelorstudiengangs Sport
  • 2.3.1. Themenbereiche des Grundstudiums
  • 2.3.2. Themenbereiche des Hauptstudiums
  • 2.4. Weitere Möglichkeiten für ein Masterstudium
  • 2.5. Allgemeiner Ablauf des Lehramtsstudiums Sport
  • 2.6. Wie bewerbe ich mich für einen Studienplatz
  • 3. Berufliche Chancen nach dem Studium
Sport als Studiengang wird aktuell immer beliebter. Viele Abiturienten mögen gerne Sport und möchten dies auch noch in ihrer beruflichen Laufbahn weiter verfolgen. Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten, ein Studium in Richtung Sport zu beginnen. Möchte man selbst sportlich aktiv bleiben, so empfiehlt es sich, einen Studiengang wie Sportpädagogik oder Sport-Lehramt zu studieren. Geht es einem eher darum, Sportveranstaltungen bzw. einen –Verein zu betreuen, so empfiehlt es sich eher, Sportmanagement oder Sportökonomie zu studieren. Dieser Unterschied sollte einem bei der Wahl des Studienfaches bewusst sein, denn viele interessieren sich dafür, selbst sportlich aktiv zu sein, studieren dann Sportmanagement und sind im Endeffekt nie wieder in ihrem Beruf sportlich aktiv.

1. Tätigkeitsfeld eines Sport-Absolventen

Wie bereits zu Beginn erwähnt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, nach einem Sportstudium zu arbeiten. Möchte man direkt am Sportgeschehen beteiligt sein und hat Spaß daran, Kindern etwas beizubringen, so empfiehlt es sich, ein Sportstudium auf Lehramt abzuschließen. Dieses kann man sowohl für Haupt- und Realschule, Gymnasium, aber auch Berufsschule studieren, was sich dann auch Sportpädagogik nennt. Sportökonomie dagegen versucht ein wenig einen Spagat herzustellen zwischen einem wirtschaftlichen Sportstudium und einem praxisorientierten Sportstudium, wobei es doch eher wirtschaftslastig ist. Sportmanagement und –Kommunikation dagegen sind reine Wirtschaftsfächer, die auf die Sportbranche zugeschnitten sind. So kommt es also, dass man später einmal Manager eines Vereins oder Betreuer eines Teams sein kann, bei Sportartikelherstellern arbeiten kann oder aber auch in sportlich geprägten Institutionen in der Verwaltung ist. Das Studium an sich ist, ähnlich wie BWL, recht breit gefächert, weswegen eine Spezialisierung auf einen bestimmten Branchenbereich erst sehr spät erfolgen muss.
Im folgenden Text wird es darum manchmal zu Untergliederungen zwischen praktischen Sportstudiengängen und theoretischen Sportstudiengängen geben, was eben daher kommt, dass die Basis eines Sportpädagogen und eines Sportmanagers gleich ist, sich jedoch bereits im Studium stark unterscheidet.

2. Studiengang Sport

Vor Beginn deines Studiums solltest du dir Gedanken machen, ob du selbst sportlich aktiv werden willst, oder mit Sport nur zu tun haben möchtest. Insgesamt ist zu sagen, dass der Traum von den meisten Sportstudenten, ein bisschen Sport zu machen und damit ordentlich Kohle scheffeln zu können, ein Irrglaube ist. Wer als Sportler Geld verdienen möchte, braucht dazu kein Studium. Wer ein Sportstudium möchte, sollte sich bewusst sein, dass seine Aufgabe fast nur daraus bestehen wird, es anderen zu ermöglichen, möglichst erfolgreich seinen Sport zu betreiben. Studiert man nämlich ein praxisorientiertes Fach, wie z.B. Lehramt Sport, so bringt man später Kindern bei, wie man die Übungen und Spiele richtig ausführt. Du selbst stehst dabei meist nur am Rand und beobachtest die Kinder, um sie zu verbessern. Ein wirtschaftliches Sportstudium dagegen hat mit dem aktiven Sport nur noch selten etwas zu tun: Man kann auch sagen, dass dies ein auf die Sportbranche spezialisiertes BWL Studium ist.
Sportlich Orientierte Studiengänge haben auch praktische Prüfungen in den jeweiligen Disziplinen, doch sind diese mit rund 1/5 der gesamten Studienzeit eher sperrlich.

2.1. Voraussetzungen für das Studium

Ein Sportstudium hat sehr viel mehr Anforderungen an einen Bewerber, als die meisten anderen Studiengänge. Die meisten Universitäten und Fachhochschulen setzen nicht nur ein (Fach-) Abitur voraus, sondern nehmen nur Studenten auf, die sich einer sportlichen Prüfung erfolgreich unterzogen haben. Private Akademien, auf denen man Sportmanagement studieren kann, verzichten meist auf solch ein kompliziertes Auswahlverfahren. Hier ein paar Fakten zu den Voraussetzungen im Überblick:
  • Numerus Clausus: Es gibt Fachhochschulen und Unis, bei denen ein NC erforderlich ist. Dieser ist jedoch meistens nicht besonders streng, da die Fakultäten ihre Bewerber lieber nach sportlicher Eignung, anstatt nur durch Noten aussuchen. Die meisten Einrichtungen jedoch verzichten komplett auf einen NC, weswegen dieser Studiengang recht beliebt bei eher schwächeren Schülern ist. Nimmt man sich explizit die bekannte Sporthochschule Köln, so war der NC für praktische Sportstudiengänge wie Sportpädagogik und Sportlehramt eher niedrig angesiedelt mit rund 3,0. Für Bachelorstudiengänge wie Sportmanagement oder Sport und Leistung lag dieser jedoch in den letzten Jahren bei rund 2,2 bis 2,5. Informiere dich am besten bei deiner Wunschhochschule bzw. Wunschuni direkt, um den Numerus Clausus zu erfahren.
  • Sporteignungsprüfung: Die sportliche Eignungsprüfung wird von vielen Bewerbern unterschätzt, da sie denken, diese Prüfung ist auf dem Niveau des Schulsports von früher. Das stimmt jedoch absolut nicht! Wer ein sportliches Fach studieren möchte, der sollte vielseitig begabt sein und zudem gut trainiert sein, denn wer nur Fußball spielen kann, der wird bei dieser Prüfung versagen. Die Inhalte dieses Tests sind von Bundesland zu Bundesland sehr verschieden, in der Regel setzen sich diese aber aus folgenden Elementen zusammen: Konditionelle Anforderungen (Bankdrücken, Sprungkraft-Test, Sprinttests, Langstreckenlauf), Sportspiele (Basketball, Fußball, Handball, Volleyball und einige mehr), Geräteturnen und Schwimmen. Der durchschnittliche Sportler kann die ersten zwei Tests evtl. auch ohne Übung bestehen, Geräteturnen und Schwimmen jedoch bedürfen viel Übung. Dementsprechend sollte man rechtzeitig damit beginnen, sich auf diesen Test vorzubereiten, um die Übungen technisch korrekt ausführen zu können. Beim Schwimmen z.B. kann man seine Zeiten über 100 Meter allein durch Techniktraining um rund 50% steigern binnen eines Jahres, da die Aerodynamik eine große Rolle spielt und der Körper nicht gewohnt ist, solche Bewegungen im Wasser zu vollziehen. Informiere dich bei deiner jeweiligen Wunsch-Uni bzw. Wunsch-FH, denn viele dieser Einrichtungen bieten Vorbereitungskurse an, bei denen du kostenlos eine Halle nutzen darfst, in der dir erklärt wird, wie du z.B. im Geräteturnen richtig agierst. Ob deine Schule überhaupt eine Sporteignungsprüfung verlangt, kannst du auf deren Homepage nachlesen. Viele private Akademien nehmen ihre Studenten auch ohne Prüfung auf, da sie meistens Sportmanagement als Studiengang anbieten und ein Absolvent in seiner späteren beruflichen Laufbahn eher selten aktiv Sport betreiben wird. Beachten solltest du noch, dass es Fristen gibt, bis die du die Sporteignungsprüfung abgelegt haben musst. Anmelden muss man sich dafür meist schon vor dem 15. Januar bzw. 15. Juli, die Prüfung findet in der Regel 2 Wochen nach diesem Termin statt.
  • Interesse am menschlichen Körper, chemische Grundlagen und Interesse an Bewegungen solltest du außerdem auch mitbringen, um ein sportlich aktiv ausgerichtetes Studium zu beginnen. Im diesem Sportstudium lernst du vor allem Dinge wie Trainingswissenschaften, also der richtige Aufbau eines Trainings auf dem Hintergrund körperlicher Anpassungsmaßnahmen, ebenso eine zentrale Rolle spielt die Bewegungslehre, in der sportliche Bewegungen (z.B. ein Weitsprung) in einzelne Phasen untergliedert und analysiert werden, um diese zu optimieren. Bei einem Lehramtsstudium kommt natürlich noch viel Pädagogik auf dem Hintergrund der sportlichen Bewegung hinzu sowie etwas Sportpsychologie, um die späteren Schüler für Sport begeistern zu können. Nebenbei werden noch allgemein wichtige Dinge gelernt wie z.B. die Anatomie des Körpers und einige chemische Reaktionen, die beispielsweise im Muskel stattfinden.
  • Für ein sportliches Studium in Richtung Wirtschaft solltest du auf jeden Fall Interesse an wirtschaftlichen Themen mitbringen, natürlich kombiniert mit dem sportlichen Interesse. Ein späterer Sportmanager sollte nämlich sowohl wissen, um was es überhaupt inhaltlich geht, sollte sich aber vor allem damit auskennen, ökonomisch das Produkt bzw. die Dienstleistung zu vermarkten und weiter heranzutreiben.

2.2. Welche Hochschule ist die Beste?

Es gibt einzelne Fachhochschulen bzw. Universitäten, die einem den Einstieg ins Berufsleben enorm erleichtern können, dort jedoch aufgenommen zu werden, ist äußerst schwierig. Für ein Studium in Richtung Lehramt bzw. Pädagogik reicht es vollkommen aus, wenn man die nächstgelegene Uni oder FH aufsucht, da man später meist beim Staat angestellt ist und dieser keinen Wert darauf legt, von welcher Fakultät man nun kommt. Bei einem wirtschaftlichen Studium bietet es sich natürlich an, sich bei den großen berühmten FHs und Unis zu bewerben. Die berühmteste dabei wird wohl die DSHS Köln (Deutsche Sporthochschule Köln) sein, es gibt jedoch noch weitere gute, die im Folgenden aufgelistet werden (übrigens ist es ein Irrglaube, dass die Uni Köln eine sportlich orientierte Fakultät ist!): Ruhr Universität Bochum, Uni Heidelberg, Uni Tübingen, Uni Potsdam, Uni Münster, TU München, Uni Leipzig, Uni Kiel, Uni Jena, Uni Freiburg, Uni Kassel, Uni Saarbrücken, Uni Bayreuth, FH Potsdam.
Diese Uni bzw. FHs sind bei Rankings, die von Personalmanagern erstellt werden, sehr weit oben. Wenn du dazu noch mehr erfahren willst, schaue dich doch ein bisschen im Internet nach diesen Rankings um und entscheide dich dann, für eine dieser FHs oder Unis. Zu empfehlen ist übrigens, sich in einem Bundesland auf mehrere Fakultäten zu bewerben, da der Test für das ganze Bundesland gilt und bei Bestehen dein NC entscheidet, welche Einrichtung dich nimmt.

2.3. Allgemeiner Ablauf des Bachelorstudiengangs Sport

Der Bachelorstudiengang Sport unterscheidet sich vom Lehramtsstudiengang dahingehend, dass man eher den wirtschaftlichen Aspekt des Sportes betrachtet. Es gibt viele Namen verschiedener Studiengänge, die den Bachelorabschluss in Richtung Sport anstreben, insgesamt 49 verschiedene Sport-Studiengänge gibt es. Hier einmal die am häufigsten gewählten Studiengänge zur Übersicht: Sport Management, Sport & Event Management, Sport und Leistung, Sport und Bewegungspädagogik, Sport Gesundheit und Prävention, Sportwissenschaft, Sportökonomie, Sporttherapie.
In dem Bereich Sport ist auch eine hohe Nachfrage an dualen Studiengängen. Das Angebot wächst mittlerweile von Jahr zu Jahr, sodass mittlerweile z.B. der duale Studiengang Sport Management immer mehr Studenten hat.
Unter so vielen Studiengängen allein in Richtung Sport den richtigen zu wählen, ist schwierig. Sei dir im Klaren darüber, welche Richtung du grob einschlagen möchtest und bewerbe dich am besten für 3-4 verschiedene Studiengänge. Um spezifische Informationen zu erhalten, solltest du einfach bei der jeweiligen Uni direkt nachfragen.
Das Bachelorprogramm für sportliche Studiengänge umfasst meist 6 Semester, wobei sich diese Studiengänge in Grund- und Hauptstudium unterteilen.

2.3.1. Themenbereiche des Grundstudiums

Sport hat, wie bereits erwähnt, eine große Fülle an Studiengängen. Dieser Punkt wird sich nun mit dem Grundstudium der Sportökonomie befassen, einem Studiengang, der auf staatlichen Hochschulen der beliebteste Sportstudiengang mit wirtschaftlichem Hauptfach ist. Das so oft gehörte Sport Management ist eigentlich recht simultan zur Sportökonomie, hat jedoch eine andere, modernere Bezeichnung und wird meist nur an privaten Akademien gelehrt.
Bei diesem Fach werden zunächst Grundlagen in Richtung Buchführung, Kostenrechnung, Statistik, Forschungsmethoden in der Sportwissenschaft und Einführung in die Sportwissenschaft gebildet. Es zeigt sich also deutlich, dass man dieselben Fächer lernt, die man auch in einem BWL Studium lernen würde, mit der Ausnahme, dass hier das Hauptaugenmerk auf den sport-wirtschaftlichen Bereich gelegt wird. Im zweiten Semester lernt man meist bereits Grundlagen der Sportökonomie, dazu zählen z.B. Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, Sport Management Grundlagen, Controlling, Vermarktung und auch Rechtswissenschaften.

2.3.2. Themenbereiche des Hauptstudiums

Das Hauptstudium im Bereich Sportökonomie befasst sich mit eher sportlichen Inhalten, den wirtschaftlichen Teil hat man bereits im Grundstudium kennen gelernt. Jetzt kommen Fächer wie Trainings- und Bewegungswissenschaften hinzu, Sportpädagogik und Sportpsychologie, Organisationen des Sports, Sportmedizin und Sportphysiologie, allgemeine Fitnessgrundlagen, sowie verschiedene Sportarten und Bewegungsbereiche. Jetzt hat man sozusagen das Studium, dass man sich als Sportler so wünscht: Etwas über den Körper, Bewegungen und Anpassungserscheinungen lernen, außerdem deren Optimierung anstreben.
Zum Ende des Hauptstudiums zum Bachelor gibt es berufsorientierte Module, die einem helfen sollen, zu erkennen, ob man beispielsweise in Richtung Leistungssport, Gesundheits- und Fitnesssport, oder Sportökologie und Umweltmanagement gehen möchte. Die meisten Unis verlangen zusätzlich noch ein Pflichtpraktikum, um erste Erfahrung in dem Beruf des Sportökonomen sammeln zu können. Nach drei Jahren sollte man seine Bachelorarbeit abgeschlossen haben.

2.4. Weitere Möglichkeiten für ein Masterstudium

Da ein Bachelorabschluss nicht die beste Qualifikation eines Sportökonoms ist, empfiehlt es sich, bei geeigneten Zensuren, einen Masterstudiengang zu besuchen. Dabei gibt es sehr viele verschiedene Möglichkeiten, sich für eine Richtung zu entscheiden und zu spezialisieren. Das ist auch enorm wichtig, da man sich von der Masse abheben muss und da dies nur die allerbesten durch ihre Zensuren können, sollte man etwas Spezielles studiert haben, um in Lückenberufen arbeiten zu können. Die Liste an Studiengängen ist sehr lang, so kann man nach diesem Studium z.B. Sportwissenschaft in die Richtungen Prävention/Rehabilitation studieren, außerdem in Richtung Diagnostik, Bewegung, Organisation und Management, Leistungssport, Sport Medizin, Sportpsychologie, Sportphysiologie, Sport und Ernährung, sowie Sport und Gesundheit.
Entscheidet man sich weiterhin Sportökonomie als Masterstudiengang anzustreben, so spezialisiert man sich hierbei entweder auf Betriebswirtschaftslehre (Marketing, Management, Unternehmensrechnung, Internationales Personalmanagement im Dienstleistungsbereich) oder auf Sportwissenschaft (Health- & Fitnessmanagement, Organisation des Sports, Eventmanagement, Training – Leistung – Wettkampf, Sportökologie und Umweltmanagement). Auch eine Kombination aus beidem ist möglich, dabei sollte man jedoch nicht vergessen, dass man Ergänzungsmodule belegen muss, die sich aus allen Fächern, die man bereits hatte, zusammensetzen. Nach 4 weiteren Semestern sollte man dann seine Masterarbeit schreiben können und so seinen höchsten Abschluss zu erhalten.

2.5. Allgemeiner Ablauf des Lehramtsstudiums Sport

Das Studium für Lehramt Sport ist für verschiedene Schulformen möglich. Grundschullehrer studieren meist nicht nur zwei Fächer, wie dies bei Realschul- und Gymnasiallehrern der Fall ist, sondern gleich eine ganze Menge (z.B. Sport, Mathe, Deutsch, Religion). Berufsschullehrer müssen kein Lehramtsstudium abgelegt haben, sondern meistens reicht auch ein Sportpädagogik-Studienabschluss. Im Folgenden werden wir auf die am häufigsten gewählte Form eines Sportlehrers eingehen: Der Gymnasiallehrer.
Dieser Studiengang dauert in der Regel 10 Semester und schließt mit einem Staatsexamen ab. In den meisten Bundesländern ist mindestens ein weiteres Schulfach zu wählen, da man meist nur mehrere Fächer unterrichten darf. Um mehr Informationen darüber sammeln zu können, informiere dich am besten im Internet bzw. an deiner Wunschhochschule. Zu den Studieninhalten gehören u.a. Sport und Erziehung (Sportpädagogik, Sportdidaktik), Sport, Individuum und Gesellschaft (Sportpsychologie, Sportsoziologie, Sportgeschichte), Bewegung und Training (Bewegungswissenschaft, Trainingswissenschaft), sowie Körper, Leistung und Gesundheit (Sportorthopädie, Sportphysiologie). All diese Studieninhalte sind an praktische Prüfungen gekoppelt, die man in verschiedenen Sportarten ablegen muss.
Im Lehramtsstudium gibt es nicht nur theoretische Semester in der Uni, es werden auch Praktika in den Schulen benötigt. Zum Ende des Grundstudiums nach dem 4. Semester muss man ein ganzes Semester Praktika in Schulen machen, am Ende des Hauptstudienganges reiht sich noch ein zweijähriges Referendariat an, nach dem man dann Lehrer werden darf.

2.6. Wie bewerbe ich mich für einen Studienplatz

Um einen Studienplatz für einen Bachelor-Studiengang zu erhalten, bewirbt man sich direkt bei den Universitäten bzw. Fachhochschulen. Viele Einrichtungen bieten eine Online Bewerbung an, bei der man ein Formular im Internet ausfüllen muss und damit Anwärter für einen Studienplatz ist. Hat es dann geklappt, muss man eine beglaubigte Kopie des Abiturzeugnisses nachreichen, um für diese Uni bzw. FH zugelassen zu werden. So eine Kopie bekommst du in deiner alten Schule bzw. im städtischen Rathaus gegen eine Gebühr. Die Bewerbungsfristen für das Sommersemester ist meist der 15. Januar, für das Wintersemester der 15. Juli. Zu beachten ist dabei jedoch, dass die meisten Sportstudienfächer eine sportliche Eignungsprüfung benötigen, für die man sich bereits vor diesem Termin angemeldet haben muss. Informiere dich dazu am besten direkt bei deiner Wunschuni bzw. beim übergeordneten Kultusministerium deines Bundeslandes.
Beim Lehramtsstudium gelten dieselben Daten wie beim Bachelorstudiengang, nur das bei diesen Studiengängen mittlerweile Vorpraktika in den Schulen verlangt werden. In diesen sammelt man bereits erste Erfahrungen als Lehrer und soll noch vor Studienbeginn merken, ob man es sich selbst zutraut, vor einer Klasse zu stehen und zu unterrichten.

3. Berufliche Chancen nach dem Studium

Die beruflichen Chancen im Bereich der Sportökonomie bzw. Sportmanagement sind derzeit recht gut. Die sportliche Branche hat in Europa einen sehr großen Anteil, weswegen man gute Chancen auf einen Job in wirtschaftlich-sportlichen Bereichen hat. Ein neuer Trend geht dahin, Sportökonome bei Sportartikelherstellern und –Zulieferern zu engagieren, da sich diese sowohl mit dem wirtschaftlichen Teil der Produktion auskennen (dank dem BWL Studium), aber auch genau wissen, um was es beim Sport eigentlich geht. Die Arbeitslosenquote bei allen Hochschulabsolventen liegt bei 3%, bei Sportökonomen dürfte diese noch sehr viel geringer sein.
Hat man Sport auf Lehramt studiert, so kommt es meist auf das Zweitfach an, dass man studiert hat. Von Bundesland zu Bundesland ist es verschieden, welche Fachkräfte benötigt werden, doch der Trend geht dahin, dass Mathematik- und Physiklehrer gefragter denn je sind und eine fast 100% Einstellchance haben, Englischlehrer aber zum Beispiel sehr viele am Markt sind, weswegen die berufliche Zukunft hier nicht so rosig aussieht. Wenn du noch weitere Informationen dazu benötigst, so informiere dich für dein jeweiliges Bundesland, welche Lehrer besonders gefragt sind.