Das Philosophie Studium

1. Worum geht es im Studiengang Philosophie?

Das Studienfach Philosophie, bekannt als das Fach der großen Grübler analysiert und abstrahiert die Welt als großes Ganzes. Dabei betrachtet man unter anderem das Individuum und seine Beziehung zur Gesellschaft, die Definition des Glücks, die Metaphysik und den Menschen im Allgemeinen. Besonders wichtig ist es hierbei gewissen Richtlinien der Logik zu folgen, wie sie Aristoteles geprägt hat. So entsteht ein kontrolliertes und sehr systematisches Nachdenken über bestimmte Sachverhalte. Die Philosophie, wird gerne als Antrieb für gesellschaftliche Neuerung gesehen, da sie neue Anreize und Ideen hervorbringt, die zum politischen und sozialen Umschwung führen können. Ein Beispiel hierfür ist Rousseau und seine Auswirkung auf die französische Bevölkerung während der Französischen Revolution.

2. Berufsaussichten

Die Berufsaussichten fallen leider etwas karg aus für Abgänger des Studienfachs Philosophie. Deshalb ist es sehr empfehlenswert ein weiteres Fach zu belegen, um nicht später als Taxi-Fahrer arbeiten zu müssen. Wer darauf behart sich ausschließlich der Philosophie zu widmen, kann eine Laufbahn als Schriftsteller oder auch als Dozent an der Uni einschlagen. Ein weiterer Bereich der bei Philosophen sehr beliebt ist, ist die Medienbranche und das Museumswesen. Hier kann der Philosoph mit seiner Fähigkeit zur systematischen Informationsaufbereitung besonders punkten. Personen, die lieber auf Nummer sicher gehen, haben die Möglichkeit Philosophie und Ethik auf Lehramt studieren.

3. Statistiken

  • Die erste philosophische Akademie wurde ca. 387 v.Chr. vom griechischen Philosophen Platon in Athen gegründet
  • Nach Angaben des statistischen Bundesamts machen nur etwa 10% der Philosophiestudenten einen Abschluss, die restlichen 90% entscheiden sich zum größten Teil bereits nach einem Semester, das Studium abzubrechen.
  • Die Zahl der Studenten, die sich für das Fach Philosophie einschreiben ist von 24.000 im Jahre 1996 auf heute ca. 15.000 gesunken.

4. Allgemeiner Studienablauf für den Bachelor "Philosophie"

  1. Semester:
    • Grundlagen und Einführung in die Philosophie
  2. Semester:
    • Einführung in die Theoretische Philosophie
    • Einführung in die Praktische Philosophie
    • EInführung in die Geschichte der Philosophie
  3. Semester:
    • Vertiefung in die Praktische Philosophie
    • Schwerpunktbildung in der Praktischen Philosophie
  4. Semester:
    • Vertiefung in die Theoretische Philosophie
    • Schwerpunktbildung in der Theoretischen Philosophie
  5. Semester:
    • Vertiefung in die Geschichte der Philosophie
    • Schwerpunktbildung in der Geschichte der Philosophie
  6. Semester:
    • Wissenschaftliche Profilbildung in einer der drei Teilgebiete:
      Praktische Philosophie, Theoretische Philosophie, Geschichte der Philosophie
    • Abschlussmodul

5. Vorraussetzungen

Vorraussetzungen für das Fach Philosophie sind das Interesse für Philosophen der Geschichte und der Gegenwart, und die absolute Gewissheit, dass man etwas ausschließlich akademisches studieren möchten. Letzteres ist besonders deshalb wichtig, weil Philosophie einer der wenigen Fächer ist, bei denen man sich ausschließlich mit Theorie beschäftigt. Die meisten Menschen, die Philosophie studieren behaupten von sich selbst "geborene Philosophen" zu sein, d.h. schon von Anfang an ein großes Interesse für die Beantwortung der zu behandelnden Fragen gehabt zu haben. Der NC für das Philosophiestudium reicht von 1,2 bis 2,7. Ratsam ist es, sich an der jeweiligen Hochschule zu informieren.

6. Wo wird das Philosophiestudium angeboten?

Das Fach Philosophie wird an folgenden Universitäten angeboten:
Universität Hamburg, Universität Köln, Universität Leipzig, Universität Regensburg, Universität Siegen, Universität Marburg, Universität Düsseldorf, Universität Erlangen-Nürnberg, Universität Freiburg, Universität Gießen, Universität Jena, Universität Münster, Universität Trier, Universität Wuppertal, Universität Kiel, Universität München, Universität Bochum, Universität Bonn, Universität des Saarlandes, Universität Duisburg-Essen