Das Marketing Studium

  • 1. Tätigkeitsfeld eines Marketing-Absolventen
  • 2. Studiengang Marketing
  • 2.1. Voraussetzungen für das Studium
  • 2.2. Welche Hochschule ist die Beste?
  • 2.3. Allgemeiner Ablauf des Studiengangs Marketing
  • 2.3.1. Themenbereiche des Grundstudiums
  • 2.3.2. Themenbereiche des Hauptstudiums
  • 2.4. Weitere Möglichkeiten für ein Masterstudium
  • 2.5. Staatliche oder Private Hochschule?
  • 2.6. Wie bewerbe ich mich für einen Studienplatz
  • 3. Berufsaussichten
Der Studiengang Marketing wird in reiner Form so gut wie gar nicht als reiner Studiengang an staatlichen Universitäten oder Fachhochschulen angeboten. Es bieten jedoch die meisten Betriebswirtschafts-Studiengänge die Möglichkeit, sich auf Marketing zu spezialisieren. Wenn dir das lieber ist, schaue doch auf unserer Seite nach dem Studiengang BWL, denn Marketing kann man meist erst ab dem 4. oder 5. Semester als Schwerpunkt setzen. In diesem Thema wird es vor allem um den Studiengang Marketing gehen, der auf privaten Akademien angeboten wird. Was der Unterschied zu einer staatlichen Uni ist, wird später noch geklärt, genauso wie die Frage „Was ist Marketing eigentlich?“.

1. Tätigkeitsfeld eines Marketing-Absolventen

Um zu wissen, was ein Absolvent dieses Studienganges überhaupt macht, wäre es interessant zu wissen, was Marketing eigentlich sein soll. Marketing ist ein Teil der Betriebswirtschaft, nur, dass man sich hier auf den Kunden konzentriert. Viele denken, Marketing sei reine Werbung, doch für die Arbeit eines Marketing-Absolventen stimmt dies absolut nicht, denn es ist häufig das Marketing, das entscheidet, ob ein Unternehmen erfolgreich ist.
Ein Absolvent dieses Studienganges hat unter anderem die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass das Unternehmen nach außen hin ein Image bekommt. Wichtig hierbei ist vor allem, sehr psychologisch zu handeln. Jeder kennt das selbst, manche Werbungen fallen einem ins Auge und bleiben im Hirn hängen, hinterlassen einen positiven Eindruck, andere hat man schon zig Male gesehen und vergisst sie schnell wieder. Grob gesagt geht es immer darum, die Bedürfnisse des Marktes zu erkennen und zu stillen. Marktforschung spielt dabei eine genauso zentrale Rolle, da man auch wissen muss, was der Markt überhaupt benötigt.

2. Studiengang Marketing

Der Studiengang Marketing wird ein immer wichtigerer Studiengang, da man heutzutage immer weniger neue Produkte herstellen kann, aber trotzdem genauso viel vertreiben will. Demnach soll ein Marketingstudium darauf vorbereiten, Güter zu vertreiben, die sonst nicht denselben Absatz bringen würden.

2.1. Voraussetzungen für das Studium

Solltest du dir überlegen, Marketing zu studieren, so solltest du folgende Dinge mitbringen:
  • Numerus Clausus: Marketing wird nur an sehr wenigen Fachhochschulen bzw. Universitäten direkt gelehrt, doch wenn dies der Fall ist, pendelt sich der NC bei etwa 2,4 bis 2,8 ein, so zum Beispiel an der FH Ludwigshafen. Entschließt man sich, ein normales BWL Studium zu absolvieren mit dem Schwerpunkt Marketing, so ist der NC noch sehr viel unterschiedlicher. Mehr Informationen dazu gibt es auf unserer Seite unter der Kategorie „BWL Studium“. Möchte man jedoch auf einer privaten Akademie studieren, so ist dort meist kein bestimmter Notenschnitt notwendig, diese Einrichtungen suchen sich ihre Studenten nach anderen Kriterien aus.
  • Aufnahmeprüfung: Bei den privaten Hochschulen und Akademien zählen Noten nicht so viel, wie die Aufnahmeprüfung. Meistens bewirbt man sich schriftlich bei der jeweiligen Akademie und wird dann zu einer Aufnahmeprüfung eingeladen. Diese Prüfung besteht meistens aus einem schriftlichen Test, in dem allgemeine Fragen zum Bildungsstand, sowie zur Intelligenz abgefragt werden. Außerdem gibt es häufig eine Diskussionsrunde, bei der innerhalb der Bewerbergruppe ein Problem geschildert wird und man dieses gemeinsam lösen muss. Dabei wird viel Wert darauf gelegt, dass man im Team arbeiten kann und es wird auch geschaut, ob man Führungspositionen einnehmen kann. Zum Schluss gibt es meist noch persönliche Gespräche mit den Mitarbeitern der jeweiligen Hochschule, in denen meist ein Psychologe mitentscheidet, ob man ein geeigneter Kandidat für diese Akademie ist.
  • Interesse für ökonomisches Arbeiten sollte von Haus aus mitgebracht werden. Ein typischer Student in wirtschaftlichen Fächern sollte stets bedenken, ob sein Handeln etwas Positives bringt und ob der Aufwand im Verhältnis zum Ertrag steht.
  • Auf privaten Akademien ist ein (Fach-) Hochschulabschluss nicht zwingend notwendig. Private Akademien nehmen ebenfalls Leute auf, die die mittlere Reife und eine Berufsausbildung abgeschlossen haben. Besonders bei diesen Bewerbern spielt dann das Auswahlverfahren eine wichtige Rolle. Ob die gewünschte Akademie diesen Weg unterstützt, sollte man am besten direkt im Internet rausfinden.

2.2. Welche Hochschule/ Akademie ist die Beste?

Eine Einstufung der Akademien ist in diesem Studiengang leider nur sehr schwer möglich, da es viele private Akademien gibt, die unter Lobbyverdacht stehen. Fakt ist jedoch, dass es sehr viele sehr gute Akademien gibt. Diese sind so gut, da sie mit den Studenten ihr Geld verdienen und es sich nicht leisten können, schlechte Leistungen bzw. schlechte Absolventen auf den Markt zu bringen. Auch in Akademien arbeiten Ökonomen!
Bevor man sich jedoch für eine Akademie entscheidet, sollte man sich gründlich informieren, welchen Bildungsabschluss diese einem bietet, denn auch hier gibt es Unterschiede: Es gibt Akademien, bei denen man den ganz normalen staatlichen Bachelor-Abschluss erwerben kann. Zusätzlich kann man auf manchen Akademien noch den Master drauflegen, jedoch ist dies nicht besonders häufig der Fall. Ferner gibt es Akademien, auf denen man einen Abschluss erreicht, der als gleichwertig angesehen wird, wie die der Bachelor-Abschluss, jedoch keiner ist. Dies bringt eigentlich nur einen Nachteil mit sich, und zwar, dass man kein Masterstudium weiter machen kann. Ebenfalls gibt es Akademien, die keinen staatlich anerkannten Abschluss bieten (dies sind meist Akademien, die auch Studenten mittlerer Reife aufnehmen). Dies muss jedoch nicht unbedingt ein Nachteil sein, da viele dieser speziellen Akademien einen guten Ruf besitzen, der den Absolventen wahrscheinlich mehr bringen wird, als ein Bachelor-Abschluss. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, frage bei den Akademien bzw. Hochschulen direkt nach! Um einige private Akademien aufzuzählen: Academy for Management Assistants, accadis Hochschule Bad Homburg, design akademie berlin, EMBA Europäische Medien- und Business-Akademie, FOM Hochschule für Oekonomie & Management, Heidelberg International Business Academy, International University of Cooperative Education (IUCE), Leuphana Universität Lüneburg, MHMK Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation, School of Management and Innovation, Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Essen, International School of Management (ISM).
Viele Unis bzw. Fachhochschulen bieten den Bachelorstudiengang BWL mit Schwerpunkt Marketing an, das sind u.a.: Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel, Fachhochschule Eberswalde, Fachhochschule Gießen-Friedberg, Fachhochschule Hamburg, Fachhochschule Ludwigshafen, Fachhochschule Schmalkalden, Hochschule Augsburg, Hochschule Hof, Hochschule Furtwangen, Universität Erlangen, Universität Göttingen u.v.m..

2.3. Allgemeiner Ablauf des Studiengangs Marketing

Normalerweise dauert das Marketing-Studium 6 Semester, bis man den Bachelorabschluss bzw. etwas Vergleichbares erreicht hat. Private Akademien legen recht viel Wert darauf, dass ihre Schüler auch in der Praxis erste Erfahrungen sammeln können, und so macht man schon im Studium erste praktische Erfahrungen. Der Studiengang teilt sich auf in das Grundstudium, welches meist 4 Semester dauert und Hauptstudium, welches nach 2 Semestern abgeschlossen sein sollte.

2.3.1. Themenbereiche des Grundstudiums

Das Grundstudium besteht aus 4 Semestern und ist recht betriebswirtschaftlich gehalten; hier werden die Grundlagen gelegt, für eine Arbeit in der wirtschaftlichen Branche. Man wird unterrichtet in Fächern wie z.B. Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen, Bilanzanalyse, Volkswirtschaft, Statistik, Nationales und Internationales Recht, Arbeitsrecht, Mathematik, Buchführung, sowie mindestens einer weiteren Fremdsprache (meistens Englisch, Französisch oder Spanisch). Man merkt also, dass dieses Grundstudium noch wenig mit dem normalen Marketing zu tun hat, jedoch sind diese Grundlagen unverzichtbar. Das ist auch der Grund, warum staatliche Universitäten bzw. Fachhochschulen den Studiengang Marketing als reines Studium nicht anbieten, da die Studenten im Grundstudium sowieso das gleiche lernen, wie ein BWL Student.

2.3.2. Themenbereiche des Hauptstudiums

Im Hauptstudium geht es schon sehr viel mehr um das reine Marketing, hier werden Fächer unterrichtet wie z.B. Investitionspolitik und Finanzierungsprojekte, Internationales Marketing, Controlling internationaler Unternehmen, Organisation und Produktion von internationalen Unternehmungen, Führungslehre/Management, Außenwirtschaft und internationale Verkehrswirtschaft, Marktforschung, mindestens eine weitere Fremdsprache. Hieran erkennt man, dass die Studiengänge meist sehr international ausgerichtet sind, um den Absolventen auf einen Beruf innerhalb Europas bzw. weltweit vorzubereiten.

2.4. Weitere Möglichkeiten für ein Masterstudium

Um einen weiteren Werdegang im Bereich Marketing fortzuführen, empfiehlt es sich, einen Masterabschluss weiter zu machen. Dieser dauert in der Regel 4 Semester, wird aber nur von sehr wenigen privaten Akademien angeboten. Informiere dich am besten vorher, ob deine Wunschakademie dir bieten kann, den Master auch noch dranzuhängen. Nach einem Masterabschluss hat man in der Regel den höchsten, erreichbaren Abschluss und damit noch mehr Chancen am Arbeitsmarkt, als mit dem bloßen Bachelor. Die Voraussetzungen dafür sind jedoch nicht ganz leicht, gute Noten im Bachelor-Studiengang werden vorausgesetzt sowie der Wille, noch einmal ganze 2 Jahre zu studieren.
Auf staatlichen Unis und FHs gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, sich in Richtung Marketing zu spezialisieren. Die meisten dieser Anwärter haben ein BWL Studium mit Schwerpunkt Marketing absolviert und nun den Bachelorabschluss, können sich dann auf Marketing spezialisieren, wie dies z.B. in der Uni Erlangen-Nürnberg möglich ist. Die Studieninhalte sind dann meist Marketingtheorien, Marktforschung, Produkt- und Preismanagement, Kommunikation und Distribution, Marketing-Seminare, ein betriebswirtschaftliches Planspiel, Dienstleistungsmarketing, Internationales Marketing, sowie Kundenmanagement.
Man sieht also ganz deutlich, dass der Masterstudiengang sich wirklich nur mit dem Thema Marketing beschäftigt, und nicht wie das Bachelorstudium, mit der Unternehmensführung bzw. der Betriebswirtschaft.

2.5. Staatliche oder Private Hochschule?

Viele Abiturienten fragen sich, ob sie lieber eine staatliche Uni bzw. FH aufsuchen sollen, oder auf eine private Akademie gehen sollen. Dabei sollte man grundsätzlich folgendes im Hinterkopf haben: Die staatlichen (Fach-)Hochschulen bieten einem meist die Möglichkeit, sich betriebswirtschaftliche Grundlagen anzueignen und sich dann verstärkt auf das Marketing zu konzentrieren. Für einen selbst bedeutet das, dass man sich erst einmal das Studium anschauen kann und dann entscheiden kann, ob man wirklich in dieser Branche weiter lernen und arbeiten möchte, oder sich doch lieber auf ein anderes Themengebiet spezialisieren sollte. Für Unternehmen ist ein Absolvent eines staatlichen Studienganges in Richtung Marketing ein Absolvent, der sich mit Marketing auskennt, aber auch für andere betriebswirtschaftliche Bereiche eingesetzt werden kann, sozusagen ein „Allrounder“.
Bei einer privaten Akademie wird meist von Anfang verstärkt Marketing gelehrt, weniger die betriebswirtschaftlichen Grundlagen. Das bedeutet für einen selbst, dass man für einen unwichtige Sachen, wie z.B. Steuerrecht oder Volkswirtschaftslehre, ausblenden kann und sich voll auf das konzentrieren kann, was man eigentlich machen möchte. Für Unternehmen ist ein Absolvent eines privaten Studienganges Marketing ein Mitarbeiter, der ein Spezialist auf seinem Fachgebiet ist. Er kann meist keine anderen Aufgaben im Unternehmen übernehmen, ist in Richtung Marketing dafür viel besser ausgebildet, als ein Absolvent eines staatlichen Studienganges. Ob dies nun ein Vor- oder Nachteil ist, ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Große Unternehmen bevorzugen es, sich einen Spezialisten für Marketing zu holen, da sie für andere Bereiche genug andere Mitarbeiter haben. Kleinere Unternehmen dagegen brauchen ihren Marketing-Angestellten auch für normale betriebswirtschaftliche Aufgaben, weswegen sie den Allrounder bevorzugen. In der Praxis kann sich das natürlich auch ganz anders verhalten, darum sollte man sich keine Gedanken machen, wie die zukünftigen beruflichen Chancen sind, sondern was einem selbst gefällt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Wahl einer privaten Akademie ist natürlich der Faktor Geld. Ein Studium an einer privaten Akademie kostet in der Regel monatlich zwischen 300 und 700€. Das bedeutet also im Schnitt, dass man 500€ pro Monat für dieses Studium zahlt, hochgerechnet auf 6 Semester sind das 18.000€. Möchte man dann den Master weiter studieren kommen weitere 12.000€ auf einen zu, also kostet es, bis man den Master machen kann, 30.000€. Hinzu kommen meist noch Geld für Bücher und Lebenskosten.
Vergleicht man dies mit einer staatlichen Uni bzw. Fachhochschule, ist diese natürlich sehr viel billiger. Viele Bundesländer haben zwar mittlerweile Studiengebühren, jedoch sind diese nicht so hoch, wie die, einer privaten Akademie. Studiert man z.B. in Bayern, so zahlt man 500€ im Semester an Studiengebühren. Bis zum Bachelor zahlt man also 3.000€, möchte man den Master noch oben drauf legen, sind es 5.000€, also nur 16% dessen, was man an einer privaten Akademie bezahlen würde. In manchen Bundesländern, wie zum Beispiel Nordrheinwestfalen, zahlt man sogar gar keine Studiengebühren. Ob man sich jetzt also für einen privaten Studiengang einträgt, oder den staatlichen bevorzugt, hängt von mehreren Faktoren ab. Bedenken sollte man ebenfalls, dass in staatlichen Unis in einer BWL Vorlesung teilweise bis zu 1.000 Studenten im Hörsaal sitzen, da ist es unmöglich, dass der Professor auf die Bedürfnisse eines Individuums eingeht. In privaten Akademien besteht eine Lerngruppe aus maximal 20 Studenten, was einen viel familiäreren Umgang bietet und einem auch die Chance bietet, dass sich der Professor um einen kümmern kann.

2.6. Wie bewerbe ich mich für einen Studienplatz

Um einen Studienplatz im Bereich Marketing zu erhalten, bewirbt man sich bei den Universitäten bzw. Fachhochschulen direkt. Auch an privaten Akademien kann man sich direkt bewerben, meist gibt es im Internetauftritt der jeweiligen Wunschhochschule genug Informationen für Studieninteressenten. Viele Fakultäten bieten eine Online-Bewerbung an, bei der man im Internet ein Formular ausfüllt und dieses ganz unkompliziert abschickt. Wird man dann aufgenommen, muss man eine beglaubigte Kopie des Abiturzeugnisses einreichen. Die beglaubigte Kopie bekommst du in deiner alten Schule, oder einfach im stattlichen Rathaus.
Die Bewerbungsfristen sind meist für das Sommersemester der 15. Januar, für das Wintersemester der 15. Juli. Ob der jeweilige Wunschstudiengang überhaupt zum Sommersemester angeboten werden kann, kannst du meist auf der Homepage der Fakultät nachlesen.

3. Berufsaussichten

Die Berufsaussichten für Marketing-Absolventen werden immer besser. Die FOM-Hochschule für Ökonomie hat in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Marketing-Verband eine Studie unternommen, die die Berufsaussichten für Marketingabsolventen darstellt. Dabei kam heraus, dass zwei Drittel der Befragten eine gute bzw. sogar sehr gute Geschäftsentwicklung erwarten und damit auch Arbeitsplätze für Absolventen. Diese Jobs sind dann beispielsweise in der Marktforschung oder im Produktmanagement. Insgesamt ist zu sagen, dass immer mehr Marketing-Absolventen benötigt werden, da die wirtschaftliche Entwicklung dahin geht, dass Produkte immer aufwendiger umworben werden, als dies früher noch der Fall war.