Das Management Studium

  • 1. Tätigkeitsfeld eines Managers
  • 2. Studiengang Management
  • 2.1. Voraussetzungen für das Studium
  • 2.2. Welche Hochschule/Akademie ist die Beste?
  • 2.3. Allgemeiner Ablauf des Studiengangs Management
  • 2.4. Staatliche oder private Hochschule?
  • 2.5. Wie bewerbe ich mich für einen Studienplatz?
  • 3. Berufsaussichten
Der Bereich Management wird ein immer beliebteres Tätigkeitsfeld für junge Leute. Viele können sich voll damit identifizieren, den Ton angeben zu können und ein Unternehmen leiten zu können. Was viele jedoch nicht wissen ist, dass der Weg dorthin sehr schwer ist und es nur die wenigsten auch schaffen, ein erfolgreicher Manager zu werden. Wenn man nämlich bedenkt, dass ein großes Unternehmen ca. 1.000 Mitarbeiter hat und es nur einen einzigen Manager für dieses Unternehmen gibt, so sieht man deutlich, dass der Markt gar nicht viele dieser Art benötigt. Auch der Traum vom Fußball Manager, wie man ihn in Computerspielen leben kann, ist sehr schwer; es gibt 18 Bundesligavereine in Deutschland, für die jeweils 1-2 Manager pro Verein tätig sind. Einer von diesen 30-40 Top-Managern zu werden ist sehr schwer, aber kein Ding der Unmöglichkeit

1. Tätigkeitsfeld eines Managers

Ein Manager hat sehr abwechslungsreiche Aufgaben, die alle insgesamt ein und dasselbe Ziel haben: Ein Unternehmen ökonomisch führen. Manager haben ganz klare Führungspositionen und müssen dafür sorgen, dass ihr jeweiliges Unternehmen positive Zahlen schreibt. Das geht zum Beispiel dadurch, dass der Manager ein strategisches Ziel anpeilt und versucht, dieses durchzusetzen. Dabei muss er die Ressourcen sowie Mitarbeiter organisieren und Aufgaben zuweisen, muss neue Mitarbeiter engagieren und dafür sorgen, dass diese auch qualifiziert sind, er muss die Leistung der Mitarbeiter optimieren und die Ressourcen effizient nutzen, das ganze per Berichte noch festhalten und die Finanzen stets im Auge behalten. Dieses Aufgabenfeld an sich ist riesig, weswegen man von vornherein ein Mensch sein sollte, der etwas gerne in die Hand nimmt und organisiert. Auch die Arbeitszeiten eines Managers kann man nicht mit einem typischen 8 Stunden Tag vergleichen. Ein Manager ist immer Manager, selbst wenn er im Urlaub ist, auf einer Familienfeier oder einfach nur Feierabend hat.

2. Studiengang Management

Der Studiengang Management wird an staatlichen Hochschulen nur in Form eines Master-Studienganges angeboten, auf welchem wir in diesem Artikel näher eingehen möchten. Interessierst du dich dafür, wie das Managementstudium an einer privaten Akademie ist, so kannst du dir ergänzend den Bericht zum Thema Eventmanagement durchlesen. Diesen findest du ebenfalls auf dieser Seite.

2.1. Voraussetzungen für das Studium

Das Studium in Richtung Management ist so facettenreich, wie kaum ein anderer Studiengang. Insgesamt 842 Studiengänge in Deutschland bieten irgendeine Form des Managements an. Dabei muss man jedoch wissen, dass viele dieser Studiengänge das Thema Management nur nebenbei erwähnen und eigentlich Ausbildungen in wirtschaftliche Berufe sind. In diesem Bericht kümmern wir uns daher um den gängigsten Studiengang, der einen auf ein wirkliches Managerdasein vorbereitet, nämlich der Masterstudiengang Management. Es gibt einige Voraussetzungen, die du erfüllt haben solltest, um diesen Studiengang anfangen zu können:
  • Um in Deutschland ein Masterstudium beginnen zu können, musst du vorher ein Bachelorabschluss erworben haben. Beim Management-Master wird meist ein Studiengang in Richtung BWL vorausgesetzt. Informiere dich auf unserer Seite zum Studiengang BWL, wenn du noch keinen Bachelorabschluss besitzt. Dieser ist nämlich das Vorstudium, bei dem du die Grundlagen wirtschaftlicher Arbeit kennen lernst und auch schon erste Spezialisierungen treffen kannst, beispielsweise in Richtung Management.
  • Du solltest relativ gute Noten in deinem Bachelorstudium gehabt haben, denn um in einen Masterstudiengang aufgenommen zu werden, benötigst du recht gute Zensuren. Noch dazu kommt, dass der Management-Master sehr viele Bewerber hat, jedoch nur sehr wenige auch aufgenommen werden, weswegen es vor allem in diesem Bereich wichtig ist, gute Noten gesammelt zu haben.
  • Deine Englischkenntnisse sollten überdurchschnittlich gut sein. Meist wird bei der Bewerbung ein Englischtest durchgeführt, der ziemlich anspruchsvoll ist.
  • Allgemeines Interesse an der Organisation von Projekten solltest du sowieso mitbringen, wenn du dich für einen Studiengang in diese Richtung entscheidest. Viele Management-Bewerber haben schon im Bachelorstudiengang Ämter übernommen, in denen sie ihre Führungsqualitäten ausbauen konnten.

2.2. Welche Hochschule/Akademie ist die Beste?

In Deutschland gibt es sehr viele verschiedene Formen des Manager-Studienganges, weswegen ein Vergleich schwer fällt. Trotzdem haben wir einmal versucht, gute Universitäten und Fachhochschulen zu betiteln, um dir die Auswahl wenigstens etwas zu erleichtern: Uni Witten-Herdecke, FH Reutlingen, Uni Mannheim, Uni Köln, Uni Münster, Uni Erlangen-Nürnberg, Uni Frankfurt, Uni Ingolstadt, Uni Bayreuth, LMU München, FH Aachen, FH Furtwangen, FH Münster, FH Pforzheim, FH Nürtingen-Geislingen, FH München, BA Mannheim. Dies sind wirklich nur einige wenige staatliche Einrichtungen, welche den Studiengang Management in irgendeiner Form anbieten. Entscheidest du dich dafür, auf einer privaten Akademie zu studieren, so haben sich folgende bereits einen guten Namen gemacht: Heidelberg International Business Academy, International Business School, Europa Akademie München, ebam, Ascenso, Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation, Campus M21, International School of Management, Karlshochschule International University, European Management School.
Ob du dich für einen privaten Studiengang oder den normalen staatlichen entscheidest, ist natürlich dir überlassen, wir haben jedoch weiter unten im Text einige Vor- und Nachteile der jeweiligen Einrichtungen aufgezählt.

2.3. Allgemeiner Ablauf des Studiengangs Management

Der Masterstudiengang Management beschäftigt sich fast nur noch mit der Spezialisierung des Studenten. Dieser hat bereits im BWL Studium alle wirtschaftlichen Grundlagen erlangt und kann jetzt auf die Unternehmensführung vorbereitet werden. Dabei werden unter anderem Fächer gelehrt wie Methoden der empirischen Forschung, Marketing, Organisation und Führung, Personalpolitik, Strategisches Management, Unternehmenskooperation, Wissensmanagement, Wirtschaftliche Sprachkompetenz, sowie eine der Spezialisierungen aus Strategischem Management, Marketingforschung, Quantitative Modelle und Methoden bzw. Service Engineering.
Man merkt also recht deutlich, dass dieser Studiengang wirklich nur noch auf die Spezialisierung für einen Manager abzielt.

2.4. Staatliche oder private Hochschule?

Es stellen sich viele Abiturienten die Frage, ob sie nach der Schule ein Managementstudium auf einer privaten Akademie anfangen sollen, oder doch erst den normalen staatlichen Weg auf Uni oder FH gehen sollen, nämlich erst BWL zu lernen und sich dann auf Management zu spezialisieren. Eine wichtige Entscheidungsfrage dabei ist selbstverständlich, ob man es sich überhaupt leisten kann, auf einer privaten Akademie zu studieren. Eine private Akademie verlangt pro Monat rund 500€, was hochgerechnet aufs Bachelorstudium 18.000€ sind. In einer staatlichen Einrichtung dagegen zahlt man höchstens Studiengebühren, dabei ist eins der teuersten Bundesländer Bayern mit 500€ im Semester, was 3.000€ für das Bachelorstudium ausmacht. Möchte man dann noch den Master oben drauf legen, so zahlt man an einer privaten Akademie weiter 12.000€, womit man auf 30.000€ Studiengebühren in 5 Jahren kommt. Ein staatlicher Studiengang dagegen hat mit 5.000€ einen vergleichsweise günstigen Wert, in manchen Bundesländern gibt es sogar keine Studiengebühren und das Studium ist komplett umsonst.
Die Vorteile der privaten Akademie sind sicherlich, dass man auch mit einem sehr schlechten Abitur dort aufgenommen wird. Die Professoren suchen sich ihre Schüler nicht anhand Noten heraus, sondern laden alle Bewerber zu Einstellungstests ein, die dann entscheiden, ob man dort studieren darf. Außerdem bietet eine Akademie viel kleinere Lerngruppen an, in denen man problemlos Fragen an den Professor stellen kann und dieser sich auch die Zeit nehmen kann, einem zu helfen. Schaut man sich dagegen die Hörsäle mancher BWL Vorlesungen an, so sitzen dort teilweise 1.000 Studenten in einem Hörsaal, womit das persönliche Fragen nicht mehr möglich ist. Außerdem ist bei diesem Studiengang speziell zu bedenken, dass das Grundstudium auf einer Akademie genau das gleiche ist, wie auf einer staatlichen Einrichtung. Die Akademien werben gerne damit, dass die Manager ausbilden und diesen Studiengang für Abiturienten anbieten, dabei ist es ein ganz normaler BWL Grundstudiengang, der sich später erst zum Management hin spezialisiert. Auf einer staatlichen Schule lernt man also das gleiche und hat dann noch die Chance, sich einem anderen Themengebiet zu widmen, wenn man es sich im Laufe der Jahre doch anders überlegt.

2.5. Wie bewerbe ich mich für einen Studienplatz?

Um einen Studienplatz in Richtung Management (Master) zu erhalten, bewirbst du dich am besten rechtzeitig bei deiner Wunscheinrichtung. Viele Universitäten und Fachhochschulen haben besondere Auswahltests, bevor sie einen Studenten aufnehmen. Informiere dich dazu am besten auf der jeweiligen Homepage im Internet

3. Berufsaussichten

Hat man einmal den Studiengang Management mit einem Master abgeschlossen, so stehen einem die Tore der Wirtschaftswelt offen. Viele Absolventen (über 30%) verschlägt es ins Ausland, wo sie direkt nach dem Studium Spitzenpositionen einnehmen können und auch überdurchschnittlich gut bezahlt werden. Doch auch die Absolventen, die in Deutschland verweilen, haben gute Chancen am Arbeitsmarkt. Man bekommt nicht zwingend direkt den Chefmanagerposten, einem normalen Akademiker mit wirtschaftlicher Ausbildung wird man jedoch meist vorgezogen, da man später in diesem Unternehmen den Manager-Posten einmal übernehmen könnte. Es sieht also gut aus für die jungen Manager dieses Studienganges.