Das Luft- und Raumfahrttechnik Studium

1. Allgemeine Informationen zum Studiengang Luft- und Raumfahrttechnik

Der Studiengang Luft- und Raumfahrttechnik kann in Deutschland nur an wenigen Hochschulen studiert werden. Er existiert als eigenständiger Studiengang oder als Vertiefung des Studiengangs Maschinenbau (hier wird im Folgenden der eigenständige Studiengang beschrieben). Das Studium soll die Fähigkeiten vermitteln, im Fachbereich Luft und Raumfahrt Probleme zu erkennen und zu lösen. Dazu werden die normalen Inhalte eines ingenieurswissenschaftlichen Studiengangs genauso gelehrt, wie spezielle Inhalte, die sich auf den Betrieb, sowie den Entwurf von Luft- und Raumfahrzeugen beziehen.

2. Voraussetzungen und Studienort

Grundsätzlich ist, um Luft- und Raumfahrttechnik studieren zu können die allgemeine Hochschulreife, Fachhochschulreife oder die Fachhochschulreife notwendig. Der Studiengang Luft- und Raumfahrttechnik wird in Deutschland nur an sehr wenigen Universitäten und Fachhochschulen angeboten und an noch weniger Hochschulen als eigenständiger Studiengang. Das heißt auch, dass es durch die technische Richtung und den Mangel an Angeboten sehr viele Bewerber für eine begrenzte Anzahl an Studienplätzen gibt. Die Universitäten müssen dadurch bedingt einen Numerus Clausus, also eine bestimmte Abitur-Durchschnittsnote, verlangen, um dem Bewerberansturm Herr zu werden. Dieser NC liegt meist im höheren 1,…- Bereich. Außerdem wird meist ein mehrwöchiges Praktikum verlangt, das bis zum ersten Vorlesungstag des ersten Semesters abzuleisten ist. Nun zu den praktischen Voraussetzungen: Da es sich um einen ingenieurswissenschaftlichen Studiengang handelt, sind gute Kenntnisse in den naturwissenschaftlichen Fächern (v.a. Physik und Mathe) absolut notwendig, um in diesem Studiengang bestehen zu können. Außerdem ist Interesse an Technik und technischen Neuheiten unbedingt erforderlich, genauso wie gute Kenntnis der englischen Sprache, ersten, da viele der Lehrbücher in Englisch verfasst sind, zweitens weil sich die Arbeit eines Luft- und Raumfahrtingenieurs auch im Berufsleben nicht auf ein Land bzw. eine Sprache beschränken wird. Luft- und Raumfahrttechnik wird in Deutschland folgendermaßen angeboten:
Als eigenständiger Studiengang:
Fachhochschule Aachen, Universität Stuttgart, Hochschule Bremen, Universität der Bundeswehr München, Hochschule München, Technische Universität München, Technische Universität Berlin.
Des Weiteren kann Luft- und Raumfahrttechnik an wenigen anderen Universitäten als Vertiefungsrichtung von Maschinenbau oder Verkehrswesen studiert werden.

3. Ablauf des Studiums

Der Studiengang ist als Bachelor- mit konsekutivem Masterstudium angelegt. Der Bachelor hat eine Regelstudienzeit von sechs Semestern, wobei die ersten vier Semester als Grundstudium und die letzten zwei als Hauptstudium bezeichnet werden. Während des Grundstudiums sind die Unterschiede zu einem normalen Maschinenbaustudium noch unverkennbar, aber auch schon mit Bezug auf die technischen Besonderheiten des Bereichs Luft- und Raumfahrttechnik. In dieser Phase hat man Fächer wie Mathematik, Physik, Werkstoffkunde, Technische Mechanik, Thermodynamik und Strömungsmechanik. In den letzten beiden Semestern folgt dann das Hauptstudium, in dem es dann sehr speziell um Luft- und Raumfahrt geht. Dazu hat man zum Beispiel folgende Fächer: Aerodynamik, Flugmechanik, Flug- und Raumfahrtsysteme und Antriebe. Im sechsten Semester ist zudem eine Bachelorarbeit anzufertigen. Außerdem muss ein mehrwöchiges Fachpraktikum in einem Industrieunternehmen der Luft- und Raumfahrtbranche abgeleistet werden (meist in der Vorlesungsfreien Zeit).

4. Nach dem Studium

Absolventen dieses Studiengangs können in der Luft- und Raumfahrtbranche vielfältig eingesetzt werden. Die meisten landen bei Industriellen Firmen oder Betreibern von Flug- und Raumfahrtgeräten. Außerdem finden sie Arbeitsplätze in verschiedenen Forschungseinrichtungen, Behörden und in der Flugsicherung. Das Luft- und Raumfahrttechnik Studium Bei diesem Studiengang befasst man sich mit der Entwicklung von Flugzeugen, Hubschraubern, Raumfahrzeugen, Raketen und Satelliten, sowie mit deren Bau und ihrer Ausrüstung. Wichtig sind sowohl technische und wirtschaftliche, als auch ökologische Aspekte, die bei der Herstellung leichter und zuverlässiger Systeme eine Rolle spielen.

Berufsmöglichkeiten

Überwiegend findet man Arbeit bei Luftfahrzeugbaubetrieben, Fluggesellschaften und Flughäfen, aber auch in der Elektrotechnik und Metallindustrie und natürlich an Hochschulen.

Regelstudienzeit: 9-10 Semester (Bachelor 7 Semester)

Abschlüsse: Diplom, Bachelor

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