Das Innenarchitektur Studium

1. Der Innenarchitekt

Nicht zu verwechseln ist der Innenarchitekt mit dem Designer, der sich nur um die Optik kümmert. Das Berufsbild des Innenarchitekten ist zwischen Gebäudetechnik und Design einzuordnen. Das heißt er ist sowohl für die wirtschaftliche und ökologische Planung von Innenräumen (z.B.: Wärmedämmung oder Haustechnik), aber auch für die Gestaltung verantwortlich, diese kann sich auf die Räume selbst, aber auch auf Möbel beziehen. Doch nicht nur die Gestaltung von Wohnräumen, sondern auch funktionalen Räumen wie Büros, oder auch Bahnwagons und Innenräumen von Yachten fällt in das Tätigkeitsfeld des Innenarchitekten.

2. Voraussetzungen

Um Innenarchitektur studieren zu können, muss man entweder das Abitur oder das Fachabitur verfügen, außerdem ist oft ein mehrwöchiges Werkstatt- oder Baupraktikum nötig. Der Studiengang erfordert nicht nur Kreativität und künstlerische Begabung, sondern auch mathematische, physikalische und technische Fähigkeiten.

3. Wo kann man Innenarchitektur studieren?

Dieser Studiengang wird ausschließlich an Kunsthochschulen und Fachhochschulen angeboten. FH Coburg, HS Wismar, HS Darmstadt, FH Trier, FH Düsseldorf, HFT Stuttgart, HfKuD Halle, FH Rosenheim, AMD Hamburg, HS RheinMain, HS Hannover, HS Ostwestfalen-Lippe, FH Kaiserslautern, AkdBK München, KH Kiel, FH Mainz.

4. Studium

Das Studium vermittelt in den Fächern Darstellende Geometrie, Baurecht und Projektabwicklung, Raumtheorie, Architekturtheorie, Grundlagen des Entwerfens und Gestaltens, Bautechnologie, Bauphysik und vielen weiteren, die von Hochschule zu Hochschule variieren können, die Theorie der Innenarchitektur. Der praktische Teil der Ausbildung findet in verschieden langen Phasen statt. Das Studium dauert ca. 8-10 Semester und kann entweder als 3-jähriger Bachelor- mit konsekutivem 2-jährigem Master-, oder als 4-jähriger Bachelorstudiengang abgeschlossen werden. Den Eintrag in die Architektenliste erhält man aber erst nach einem 2-jährigen Praktikum nach dem Studium.

5. Danach

Nach dem Praktikum startet man in das richtige Berufsleben, Innenarchitekten arbeiten meist freiberuflich oder angestellt in Architekturbüros, Ingenieurbüros, oder Betrieben, die Bauvorhaben ausführen, aber sie finden auch in der Möbelindustrie oder der Werbebranche Arbeit. Allgemein muss man aber sagen, dass Innenarchitekten es zur Zeit schwer haben, Arbeit zu finden, da viele junge Menschen Innenarchitektur aufgrund des fehlenden NC studieren. Außerdem wird in Deutschland wegen der hohen Dichte moderner Gebäude und des Bevölkerungsrückgangs weniger neu gebaut.