Das Informatik Studium

  • 1. Tätigkeitsfeld eines Informatik-Absolventen
  • 2. Studiengang Informatik
  • 2.1. Voraussetzungen für das Studium
  • 2.2. Welche Hochschule ist die Beste?
  • 2.3. Allgemeiner Ablauf des Bachelorstudiengangs Informatik
  • 2.3.1. Themenbereiche des Grundstudiums
  • 2.3.2. Themenbereich des Hauptstudiums
  • 2.4. Weitere Möglichkeiten für ein Masterstudium
  • 2.5. Wie bewerbe ich mich für einen Studienplatz
  • 3. Berufliche Perspektiven

Informatik ist eine Wissenschaft, die von der systematischen Verarbeitung von Informationen lebt, insbesondere der automatischen Verarbeitung mit Hilfe von Rechenanlagen. Dieses Fach ist sehr mathematisch geprägt, besitzt aber auch Elemente aus der Elektrotechnik. Der Studiengang hat die klassischen Teildisziplinen theoretische Informatik, praktische Informatik, technische Informatik und auch angewandte Informatik. Meist sind Informatiker in Unternehmen angestellt in der Datenverarbeitung bzw. IT.

1. Tätigkeitsfeld eines Informatik-Absolventen

Die Tätigkeit eines Informatikers lässt sich pauschal so nicht sagen, da dieses Feld einfach viel zu groß ist. Generell kann man jedoch sagen, dass ein Informatiker mit Computer und Programmierungen zu tun haben wird, dies kann z.B. in technischen Berufen an Maschinen sein, aber auch als Dienstleister in Privathaushalten. Man kann sich im Studium auch spezialisieren auf wirtschaftliche Felder, auf technische Berufe oder zum Beispiel auch auf umweltorientierte Themen.

2. Studiengang Informatik

Es gibt ca. 150 verschiedene Informatik-Studiengänge in Deutschland, und so ziemlich jede Uni bzw. FH bietet ein IT Studium an. Dabei sollte man sich genau überlegen, welchen Studiengang man genau wählt. Wir haben einmal, nur um einen ungefähren Überblick zu bekommen, einige Studiengänge herausgefiltert: Angewandte Informatik, Bioinformatik, Elektroinformatik, Energie- und Umweltinformatik, Fahrzeugmechatronik- und Informatik, Geoinformatik, Informatik, Ingenieur-Informatik, Luft- und Raumfahrtinformatik, Maschinenbauinformatik, Medieninformatik, Medizinische Informatik, Physik mit Informatik, Sportwissenschaft mit Informatik, Telekommunikationsinformatik, Verwaltungsinformatik, Wirtschaftsinformatik.
Dies ist nur ein Auszug aller Studiengänge, die in Richtung IT gehen, da heutzutage wirklich überall Computer im Einsatz sind und damit auch Informatiker dringend benötigt werden.

2.1. Voraussetzungen für das Studium

Wenn du dich generell für Computer und die Technik, die dahinter steckt, interessierst, dann ist Informatik vielleicht genau das richtige für dich. Du musst eigentlich keine Vorkenntnisse mitbringen, dir wird alles Wichtige im Studium beigebracht. Viele Abiturienten vermuten immer, dass Informatikstudenten bereits zig Spiele programmiert haben, dies stimmt jedoch absolut nicht; jeder kann diesen Studiengang schaffen, wenn er Freude an Computer und Technik hat.
Trotzdem gibt es einige wichtige Voraussetzungen, die du erfüllen solltest:
  • Numerus Clausus: Beim Informatikstudium gibt es in manchen Universitäten gar keinen NC, andere wiederum haben einen sehr anspruchsvollen. Im Schnitt reicht aber das einfache Abitur, um diesen Studiengang auch studieren zu können. Vereinzelt gibt es Unis und FHs, die einen NC von 1,9 ansetzen, diese sind dafür auch die so genannten „Elite-Unis“. Informiere dich am besten bei deiner jeweiligen Wunschhochschule, ob es einen Numerus Clausus für deinen Wunschstudiengang gibt, dies geht am leichtesten über die jeweilige Homepage.
  • Mathematisches Verständnis solltest du ebenfalls haben, denn dieser Studiengang besteht nun mal aus Algorithmen und deren Optimierungen, sowie weiteren vielen mathematischen Inhalten. Man sagt pauschal, dass du eine gute 3 im letzten Zeugnis gehabt haben solltest, damit du den Studiengang mit Fleiß bestehen kannst, besser wäre natürlich ein Leistungskurs oder eine gute Note in diesem Fach.
  • Interesse an Konfliktlösungen solltest du ebenfalls mitbringen. Meistens wird dir nämlich eine Aufgabe gestellt und du musst das Gerüst erst einmal aufbauen, um dann die Aufgabe lösen zu können. Heißt also im Klartext, dass du damit umgehen können solltest, etwas Neues zu konzipieren und auch die Lust am Werkeln nicht verlieren darfst.

2.2. Welche Hochschule ist die Beste?

Da es viele Hochschulen gibt, die Informatik anbieten, ist die Wahl einer guten natürlich gar nicht mal so dumm. Eine Auswahl guter Universitäten haben wir hier für dich aufgelistet: RWTH Aachen, TU Ilmenau, TU Kaiserslautern, Karlsruher Institut f. Technologie KIT, Uni Konstanz, Uni Lübeck, Uni Magdeburg, Uni Paderborn, Uni Passau, Uni Saarbrücken. Bei den Fachhochschulen gibt es folgende, die sich von der Menge abheben: HS Bonn, FH Brandenburg, HS Darmstadt, FH Dortmund, HS Furtwangen, HAW Hamburg, HS Ingolstadt, HS Karlsruhe, DHBW Mosbach, HS Ravensburg-Weingarten, FH Trier, TH Wildau.
Bewerbe dich am besten bei mehreren Hochschulen, damit die Chance groß ist, dass du irgendwo genommen wirst!

2.3. Allgemeiner Ablauf des Bachelorstudiengangs Informatik

Der Bachelorstudiengang Informatik gliedert sich in insgesamt 6 Semester, von denen die ersten 4 dem Grundstudium dienen und die letzten 2 das Hauptstudium sind, in dem es zur Spezialisierung kommt.

2.3.1. Themenbereiche des Grundstudiums

Das Grundstudium in Informatik besteht aus den Fächern Programmieren, Algorithmen und Datenstrukturen, Einführung in die Logik, Elektrotechnische Grundlagen der Technischen Informatik, Lineare Algebra, Diskrete Mathematik, Analysis, ab dem dritten Semester folgt dann noch Software Engineering, Technische Informatik, Theoretische Informatik, Betriebssysteme, Computernetze.

2.3.2. Themenbereich des Hauptstudiums

Das Hauptstudium beginnt im 5. Semester und beinhaltet Themen wie Teamorientierte Gruppenarbeiten, Informatik, Betriebssysteme, Rechnernetze, Informationssysteme und zuletzt das Bachelor-Abschluss-Modul.

2.4. Weitere Möglichkeiten für ein Masterstudium

So groß die Auswahl an Bachelorstudiengängen in diesem Bereich ist, so groß ist ebenfalls die Auswahl für einen Masterstudiengang. Hier kommt es vor allem darauf an, sich zu spezialisieren und sich auf ein bestimmtes Fachbereich, das einen interessiert, zu stürzen. Da es so viele Informatik-Absolventen gibt, kommt es darauf an, sich von der Masse abzuheben, weswegen man unbedingt einen Masterabschluss anpeilen sollte und noch dazu mit einem möglichst speziellen Schwerpunkt, sodass man einzigartig ausgebildet ist.

2.5. Wie bewerbe ich mich für einen Studienplatz

Um einen Studienplatz im Bereich der Informatik zu bekommen, bewirb dich am besten bei den Universitäten bzw. Fachhochschulen direkt. Viele Fakultäten unterstützen eine Online-Bewerbung, bei der du deinen Aufnahmeantrag im Internet ausfüllst und diesen so abschickst. Solltest du genommen werden, musst du nur noch im Nachhinein eine beglaubigte Kopie deines Abi Zeugnisses hinterlegen und bist damit eingeschrieben.
Die Bewerbungsfristen sind für das Sommersemester meist der 15. Januar, für das Wintersemester ist es der 15. Juli. Ob dein Studiengang im Sommer überhaupt angeboten wird, erfährst du am leichtesten von deiner Wunschuni bzw. Wunschfachhochschule direkt. Die meisten FHs verlangen allerdings ein Vorpraktikum, weswegen du dich rechtzeitig um die Formalien kümmern solltest.

3. Berufliche Perspektiven

Informatiker haben mit die besten Chancen, einen Beruf zu ergattern. Heutzutage funktioniert alles nur noch per Computer, und genau dafür sind die Absolventen dieses Studienganges notwendig. Überlege dir, in welche Richtung du gehen möchtest und bilde dich dementsprechend auch weiter, die Chance, in diesem Berufsfeld einen Job zu bekommen, ist relativ hoch.