Das Eventmanagement Studium

  • 1. Tätigkeitsfeld eines Eventmanagers
  • 2. Studiengang Eventmanagement
  • 2.1. Voraussetzungen für das Studium
  • 2.2. Welche Hochschule/Akademie ist die Beste?
  • 2.3. Allgemeiner Ablauf des Studiengangs Eventmanagement
  • 2.3.1. Staatliche oder Private Hochschule?
  • 2.3.2. Themenbereiche des Grundstudiums
  • 2.4. Weitere Möglichkeiten für ein aufbauendes Studium
  • 2.5. Wie bewerbe ich mich für einen Studienplatz
Eventmanagement ist ein Studiengang, der vor allem in den letzten Jahren an Popularität enorm gewonnen hat. Die Vorstellung, Veranstaltungen von vorne bis hinten zu planen, sorgt bei jungen Leuten für Begeisterung. Mit einem Abschluss in diesem Studiengang kannst du sowohl bei einem Unternehmen angestellt werden, dass regelmäßig Veranstaltungen plant, vor allem aber auch freiberuflich bzw. selbstständig tätig sein. Wichtig in diesem Beruf ist nicht nur die berufliche Qualifikation, sondern vielmehr das Organisationstalent zu haben und zudem noch dem Kunden das Gefühl geben zu können, gut aufgehoben zu sein.
Eventmanagement kann man noch meist nur an privaten Akademien studieren, welche 300-700€ monatlich für das Studium verlangen. Es gibt vereinzelt auch staatliche Universitäten und Fachhochschulen, welche diesen Studiengang anbieten, doch dazu später noch mehr.

1. Tätigkeitsfeld eines Eventmanagers

Ein Eventmanager ist, wie es der Name bereits verrät, für die Organisation von Veranstaltungen zuständig. Dies kann eine private Geburtstagsfeier, eine größere Firmenfeier, oder sogar ein kompletten Konzert sein. Je nach Spezialisierung und Kundenkreis, kann man seinen eigenen Weg in diesem Beruf suchen, egal ob man nun selbstständig tätig ist oder bei einer Eventfirma angestellt ist. Ein Eventmanager achtet darauf, dass alles so funktioniert, wie es sich der Kunde vorstellt. Dazu gehören nicht nur einfache Dinge wie z.B. vorhandene Technik, sondern sehr viel komplexere Aufgaben, wie die Planung der Veranstaltung, mögliche Räumlichkeiten, Rahmenprogramme, Dekorationen und vieles mehr, an das man alles gar nicht denkt. Auch deswegen, weil man immer im Kundenkontakt steht, ist das persönliche Auftreten bei diesem Beruf besonders wichtig. Hier sollte man als Privatperson genauso kompetent sein, wie als beruflicher Geschäftspartner.

2. Studiengang Eventmanagement

Der Studiengang Eventmanagement wird meist nur an privaten Hochschulen angeboten. Diese haben den klaren Vorteil, dass sie in viel kleineren Gruppen lernen können und sich auch die Professoren mehr Zeit nehmen können, um den Studenten zu helfen. Der Nachteil dabei ist jedoch, dass die Studenten monatlich meist zwischen 300 und 700€ zahlen müssen, was ohne Studienkredit bzw. finanzielle Hilfe der Eltern nicht möglich ist. Staatliche Hochschulen haben diesen Studiengang nur sehr selten im Angebot, und wenn es ihn gibt, so ist er meist hoffnungslos überfüllt.

2.1. Voraussetzungen für das Studium

Um den Studiengang Eventmanagement beginnen zu können, sollte man zunächst überhaupt wissen, ob einem diese Tätigkeit liegt. Viele Studenten haben schon vor ihrem Studium erste Erfahrungen im privaten Kreis gesammelt, auch wenn dies nur eine Organisation von Geburtstagsfeiern, Ausflügen oder Schulveranstaltungen war. Außerdem gibt es noch einige Hürden, die zu nehmen sind:
Numerus Clausus: Die meisten staatlichen Universitäten bzw. Fachhochschulen haben einen lokalen NC auf dem Studiengang, der von Jahr zu Jahr variiert, je nachdem, wie viele Bewerber auf einen Studienplatz kommen. Sollte man diese private Variante bevorzugen, sollte man schon mit einem guten bis sehr gutem Abitur dastehen, da die Masse an Bewerber pro Studienplatz größer ist, als bei vielen anderen Studiengängen.
Aufnahmeprüfung: Bei den privaten Akademien und Hochschulen zählen Noten nicht so viel, hier gibt es eine Aufnahmeprüfung. Man bewirbt sich schriftlich bei der gewünschten Einrichtung und wird dann in der Regel zu einem Auswahlverfahren eingeladen. Dieser besteht häufig aus einem schriftlichen Test, in dem die allgemeine Intelligenz sowie das Allgemeinwissen abgefragt werden. Es folgt meist eine Diskussionsrunde mit mehreren anderen Bewerbern, später ein persönliches Gespräch mit einem Mitarbeiter der Hochschule.
Zeitliche Flexibilität spielt in diesem Beruf eine große Rolle, da man mit vielen verschiedenen Einflüssen zu kämpfen hat, wenn man eine Veranstaltung plant. Wenn die Veranstaltung an einem Samstagabend stattfindet, kann man sich nicht einfach frei nehmen, sondern sollte den Beruf seinem Privatleben vorziehen.
Abitur bzw. Fachabitur ist in diesem Studiengang nicht zwingend nötig, da private Akademien auch Leute aufnehmen, die mittlere Reife und eine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Besonders bei diesen spielt jedoch das Auswahlverfahren eine besondere Rolle. Ob die jeweilige Wunschakademie diese Voraussetzungen hat, sollte man im Internet leicht rausfinden können.

2.2. Welche Hochschule/Akademie ist die Beste?

Eine genaue Einstufung der Qualität der Studenten ist in diesem Studiengang leider nur sehr schwer möglich, da vor allem die privaten Akademien unter Lobbyverdacht stehen. Insgesamt ist aber zu sagen, dass die privaten Akademien alle recht gut sind, da sie damit wiederum auch Werbung für sich selbst machen und mit den Studenten ihr Geld verdienen. Man sollte sich jedoch vorher gründlich informieren, welchen Abschluss einem eine Akademie bietet, denn auch hier gibt es Unterschiede: Manche Akademien bieten einem den ganz normalen Bachelor-Studiengang an, auf den man noch einen Master drauflegen kann. Manche Akademien haben einen gleichwertigen, staatlich anerkannten, Abschluss, der jedoch nicht Bachelor heißt und damit auch keine Befähigung dazu ist, ein weiteres Masterstudium zu beginnen. Manchmal kommt es auch vor, dass eine Akademie keinen staatlich anerkannten Abschluss bietet (dies sind meist Akademien, die ungeachtet der Schulbildung Leute aufnehmen). Dies muss jedoch nicht zwingend schlecht sein, denn manche Akademien haben einen sehr guten Ruf und wenn man Absolvent dieses Instituts ist, hat man bessere Jobchancen, als nach einem Bachelorstudiengang. Wenn du dazu mehr Informationen benötigst, frage bei den Hochschulen direkt nach. Meist findet man auf der Homepage nur sehr wenige brauchbare Informationen, da keiner damit prahlen möchte, dass sein Abschluss nicht staatlich anerkannt ist.
Um nur einige private Akademien aufzuzählen, die sich in den letzten Jahren einen guten Namen gemacht haben: Heidelberg International Business Academy, International Business School, Europa Akademie München, ebam, Ascenso, Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation, Campus M21, International School of Management, Karlshochschule International University, European Management School.
Bei den staatlichen Fachhochschulen und Universitäten gibt es nicht besonders viel Auswahl. Meistens ist das Hauptstudium sogar ein anderes, man kann sich nur im Studium (z.B. BWL Studium) für Eventmarketing und Eventmanagement spezialisieren. Der Vorteil dieses Weges ist, dass man nicht so viel für die Weiterbildung zahlen muss und einen staatlichen Abschluss hat, dafür jedoch in großen Gruppen arbeitet. In der Universität kommt noch dazu, dass dieses praktische Thema sehr theoretisch und wissenschaftlich behandelt wird, weswegen es eher eine Wissenschaft, als praktische Tätigkeit ist. Um einige Universitäten und Fachhochschulen zu nennen, die Eventmanagement anbieten: FH Bad Honnef, BBW Berlin, Staatliche Studienakademie Breitenbrunn, BA Ravensburg, Hochschule Osnabrück, FH Gelsenkirchen.

2.3. Allgemeiner Ablauf des Studiengangs Eventmanagement

In der Regel dauert das Eventmanagement-Studium, egal ob privat oder staatlich, 6 Semester, bis man einen Bachelor-Abschluss bzw. etwas Vergleichbares hat. Das erste Jahr wird dabei meistens mit normaler Wirtschaft, wie sie auch im BWL Studium zu finden ist, durchgebracht. Ab dem 2. Jahr spezialisiert man sich dann auf die Veranstaltungsbranche, doch auch dies schwankt von Akademie zu Akademie. Viele dieser Schulen bieten auch automatische Auslandssemester und Auslandspraktika an. Nach diesem Grundstudium entschließen sich viele in das Berufsleben einzusteigen, theoretisch ist manchmal noch ein Masterabschluss möglich.

2.3.1. Staatliche oder Private Hochschule?

Viele Interessenten dieses Studienganges fragen sich, ob sie besser auf einer privaten Akademie studieren sollen, oder den staatlichen Hörsaal aufsuchen sollen. Die eigentlich zentralste Frage dabei ist meist, ob man es sich überhaupt leisten kann, auf einer privaten Akademie zu studieren. Dabei ist zu beachten, dass dieses Studium ca. 300-700€ im Monat kostet, geht man also vom Durchschnitt 500€ aus, so zahlt man für den Bachelorabschluss 18.000€ in 3 Jahren. Dazu kommen meist noch Materialkosten für Bücher und Skripte, außerdem kommt es meist noch dazu, dass man während des Studiums umziehen muss und dafür extra mieten zahlen muss. Im Vergleich dazu ein staatlicher Studiengang an der FH Gelsenkirchen z.B.: Da die Studiengebühren aktuell abgeschafft wurden zahlt man praktisch nur Materialkosten und evtl. Miete.
Ob sich die Akademie trotzdem lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Man kommt dort mit einem schlechten Abitur sicherlich besser hinein, als bei einer FH oder Uni. Außerdem bietet die Akademie kleine Lerngruppen an, in denen man den Stoff vertiefen kann und auch mit dem Professor Rücksprache halten kann. In Hörsälen sind meist 100 bis 1.000 Studenten mit einem dort, man bekommt den Stoff trocken vermittelt und muss ihn sich selbst in Eigenarbeit aneignen.
Wenn man es sich also leisten kann, 18.000€ für ein „familiäres“, angenehmes Studium zu zahlen, von dem man evtl. nach dem Abschluss sogar mehr hat, als von einem normalen Studium, der sollte eine Akademie aufsuchen.
Zu guter Letzt sollte man noch überdenken, ob man nicht doch lieber wissenschaftlich arbeiten möchte, denn dann ist die Universität der einzige Ansprechpartner.

2.3.2. Themenbereiche des Grundstudiums

Das Grundstudium ist zunächst sehr Betriebswirtschaftslastig aufgebaut. Fächer wie Allgemeine Betriebswirtschaft, Rechnungswesen, Recht sowie Business-Englisch sind simultan zum BWL Studium zu lernen. Hinzu kommt bei diesem Studiengang ein besonderes Fach „Social Skills“, bei dem man sowohl rhetorische Stile, als auch interaktive Merkmale behandelt. Später kommen in diesem Studium noch Fächer wie Marktforschung und Marketing dazu, um die Grundkenntnisse über den Kundenstamm kennen zu lernen.
Am Ende dieses Grundstudiums lernt man immer speziellere Sachen wie z.B. Unternehmensführung, Marketing und Management, die einem den Einstieg in die Selbstständigkeit erleichtern.
Während des ganzen Studiums wird man permanent geschult im Umgang mit anderen Menschen und vor allem dem Umgang mit Kunden. Private Akademien nehmen sich für diese Themen mehr Zeit, staatliche Unis und FHs behandeln das nur ganz am Rande.
Viele private Akademien unterstützen ebenfalls ein Auslandsaufenthalt, bei dem man Praxiserfahrungen sammeln kann, aber auch weiter studiert. Diese werden häufig in englischsprachigem Ausland absolviert: England, USA, Neuseeland und Australien zählen zu den Spitzenreitern.

2.4. Weitere Möglichkeiten für ein aufbauendes Studium

Nach dem Grundstudium, das meist einen Bachelorabschluss hat, kann man manchmal noch einen Masterstudiengang dranhängen. Dabei sollte man sich jedoch auf jeden Fall vor dem Studienbeginn informieren, denn wenn man 6 Semester auf einen Abschluss hin studiert, der einem den Master nicht ermöglicht, ist das nicht besonders sinnvoll. Manche privaten Akademien haben einen staatlichen Bachelorabschluss, bieten danach jedoch keinen Master mehr an, weswegen man die Akademie wechseln muss oder sogar in die Universität gehen muss.
Man muss nicht zwingend in der Eventmanagement-Sparte bleiben, viele Masterstudenten entscheiden sich später für die Teilbereiche Tourismusmanagement, Hotelmanagement oder Sportmanagement. Dafür stehen einem die Toren noch offen, darum sollte man sich gut überlegen, in welche Richtung man sich spezialisieren möchte.
Ob ein Masterstudiengang sinnvoll ist, hängt von der jeweiligen Situation ab. Ein Master an einer Universität z.B. vertieft die Wissenschaft des Managements, nicht unbedingt die Praxis. Möchte man also lieber in diesem Beruf arbeiten, so lohnt es sich, nach dem Bachelorabschluss aufzuhören und ins Berufsleben einzusteigen.

2.5. Wie bewerbe ich mich für einen Studienplatz

Um einen Studienplatz im Bereich Eventmanagement zu erhalten, bewirbt man sich bei den Universitäten, Fachhochschulen bzw. Akademien direkt. Die meisten staatlichen Fakultäten bieten ein Online-Bewerbungsverfahren an, bei dem man einfach ein Formular ausfüllt und abschickt. Sollte man genommen werden, muss man im Nachhinein eine beglaubigte Kopie des Abiturzeugnisses nachreichen.
Bei den Akademien kann man sich meistens auch Online bewerben, dies ist noch unkomplizierter als bei den staatlichen Fakultäten. Man bekommt per Post bzw. Mail den Bescheid und wird zu einem Auswahlverfahren eingeladen.
Die Fristen für staatliche Einrichtungen ist meist der 15. Januar für das Sommersemester, der 15. Juli für das Wintersemester. Bei den privaten Akademien gibt es unterschiedliche Anmeldefristen, meistens orientieren sich diese jedoch auch an den staatlichen. Um genaueres herauszufinden, solltest du am besten erst einmal wissen, welche Akademie du besuchen möchtest und dich dann auf deren Homepage nach dem Anmeldedatum zu informieren.