Das Biologie Studium

1. Was ist Biologie?

Biologie ist die Naturwissenschaft der belebten Natur, sie befasst sich mit den Lebewesen und deren Wechselwirkungen untereinander. Es gibt vier große Teilbereiche der Biologie:

Anthropologie: Sie setzt sich mit dem Menschen auseinander, dem Bewegungsapparat, den Organen, dem Blut, usw.
Botanik: Befasst sich mit dem Pflanzenreich
Zoologie: Beschäftigt sich mit dem Tierreich
Mikrobiologie: Befasst sich mit Mikroorganismen (z.B.: Bakterien)

Mittlerweile haben sich aber noch weitere Untergruppen gebildet, z.B. die Ökologie (Zusammenspiel von Mensch und Umwelt) oder die Evolution (Entwicklung des Lebens auf der Erde). Biologen erforschen also die belebte Natur und versuchen die Welt so besser zu verstehen. Dieses bessere Verständnis kann dann zum Beispiel für den technischen Fortschritt genutzt werden.

2. Voraussetzungen

Man benötigt für diesen Studiengang entweder die Fachgebundene Hochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife, außerdem verlangen die meisten Universitäten einen Numerus Clausus (NC), also einen bestimmten Notendurchschnitt. Dieser ist je nach Universität verschieden und kann etwa zwischen 1,5 und 2,5 schwanken. Des Weiteren sollte man grundsätzliches Interesse am naturwissenschaftlichen Arbeiten haben und den Biologie-Gymnasialstoff beherrschen. Auch vorhandenes Interesse für Technik ist vorteilhaft.

3. Wo kann man Biologie studieren?

Diesen Studiengang gibt es nur an diesen Universitäten:

TH Aachen, Uni Bochum, Uni Augsburg, Uni Bayreuth, Uni Bielefeld, Charité Berlin, TU Berlin, FU Berlin, HU Berlin, Uni Bonn, Uni Göttingen, HS Bonn-Rhein-Sieg, FH Gießen-Friedberg, TU Braunschweig, Uni Gießen, HS Bremen, FH Gelsenkirchen, Jacobs University Bremen, Uni Freiburg, Uni Bremen, Uni Frankfurt am Main, TU Darmstadt, Uni Flensburg, TU Dortmund, Uni Erlangen-Nürnberg, Uni Duisburg-Essen, Uni Düsseldorf, TU Dresden, Uni Greifswald, Uni Köln, Uni Halle-Wittenberg, Uni Koblenz-Landau, Uni Hamburg, Uni Kiel, MHH Hannover, Uni Kassel, TiHo Hannover, KIT Karlsruhe, Uni Hannover, TU Kaiserslautern, Uni Heidelberg, Uni Jena, Uni Hildesheim, Uni Hohenheim, Uni Konstanz, Uni Oldenburg, Uni Leipzig, Uni Münster, Uni Lübeck, Uni München, Uni Lüneburg, TU München, Uni Magdeburg, Uni Marburg, Uni Mainz, Uni Osnabrück, HS Görlitz/Zittau, Uni Potsdam, Uni Würzburg, Uni Regensburg, Uni Wuppertal, HS Rhein-Waal, Uni Vechta, Uni Rostock, Uni Ulm, Uni Saarbrücken, Uni Tübingen, Uni Stuttgart, Uni Trier.

4. Das Studium

Der Studiengang Biologie besteht aus einem 6-Semester Bachelor mit konsekutivem 4-Semester Master.

4.1 Bachelorphase

In den ersten vier Semestern der Bachelorphase lernt man die Grundlagen der verschiedenen Richtungen der Biologie kennen und sammelt erste Erfahrungen mit dem Wissenschaftlichen Arbeiten. In den letzten 2 Semestern des Bachelorstudiums. Danach wird das vorhandene Wissen vertieft und erweitert. Die Fächer können von Universität zu Universität variieren, man kann grob aus folgenden Bereichen seine Fächer auswählen: Chemie, Physik, Zoologie, Informatik, Physiologie, Mikrobiologie, Ökologie, Verhaltensbiologie, Naturschutz, Informatik, Statistik, Humanbiologie und Genetik, Botanik. In diesen Bereichen werden außerdem Exkursionen für die Studenten veranstaltet und sie absolvieren verschiedene Praktika. Es ist also ein naturwissenschaftliches Studium, das auch viele praktische Inhalte bietet. Am Ende der Bachelorphase folgt die sogenannte Bachelorarbeit, für die man ca. 3-4 Monate Zeit hat.

4.2 Masterphase

Die Zulassung zum eventuellen Masterstudiengang ist Abhängig von der Note (meist unter 2,0) in der Bachelorarbeit. Die Masterphase ist modular aufgebaut und besteht aus vier Schwerpunktbereichen, von denen der Student 3 belegen muss, und ein flexibler Optionsbereich, den die Studenten weitgehend frei wählen können. Oft sind die Schwerpunkte: Biodiversität und Evolution, Genetik, Mikrobiologie sowie Zellbiologie und molekulare Zellphysiologie. Außerdem findet ein 4-wöchiges Forschungspraktikum statt. Während des vierten Semesters wird die Masterarbeit angefertigt, für die man etwa 24 Wochen Zeit hat, hierzu findet auch eine Colloquiumsprüfung statt.

5. Nach dem Studium

Biologen sind sowohl in Unternehmen als auch Behörden und Forschungseinrichtungen vielfältig einsetzbar.

5.1 Forschung

Viele Absolventen gehen nach ihrem Studium wieder an die Universität, allerdings an deren Forschungseinrichtungen oder an selbstständige Forschungseinrichtungen. Hier beschäftigen sie sich hauptsächlich damit, natürliche Gegebenheiten zu untersuchen und zu verstehen, um für den Menschen einen Nutzen daraus zu ziehen (z.B.: Penicillin).

5.2 Umweltbiologie

Ein Arbeitsfeld sind die staatlichen, kommunalen, privaten oder industriellen Untersuchungslabors. Hier ist es die Aufgabe des Biologen bestimmte Proben zu untersuchen und mögliche, für die Umwelt negative Abweichungen zu erkennen.

5.3 Industrie

Vor allem in der pharmazeutischen Industrie kommen Biologen zum Einsatz. Sie sind hier für die Prüfung und Qualitätssicherung von chemischen Arzneimitteln zuständig.

5.4 Behörden

In Bundes- oder Kommunalbehörden befassen sich die Biologen mit Gesundheits- und Umweltgesetzen.

6. Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Die Chancen auf eine dauerhafte Festanstellung sind für Biologen begrenzt. Die meisten Studienabgänger bekommen nur zeitlich befristete Angebote, da die Konkurrenz durch Studienabgänger ähnlicher Studiengänge sehr groß ist. Ein Biologe bekommt im öffentlichen Dienst etwa ein Einstiegsgehalt von 34.000 Euro. In der Industrie hingegen über 50.000 Euro.