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strauß - Referat



Der Strauß

Allgemeines: Straußenvogel sind in Afrika, Australien, Südamerika beheimatet. Sie sind flugunfähige Laufvögel deren Haltungsansprüche sich vielmals gleichen. Obwohl sie in der Regel bei Gefahr flüchten, wehren sie sich in ausweglosen Situationen mit ihren kräftigen Beinen durch Fußtritte.
Männliche Strauße werden über 2m groß und wiegen zwischen 100 und 150kg.
Weibliche Strauße werden etwa 2m groß und wiegen zwischen 90 und 110kg.
Erwachsene männliche Strauße können in der Fortpflanzungsperiode so aggressiv werden dass der Umgang mit ihnen gefährlich ist. Strauße sind in Gehegen und in Gruppen zu halten.

Die Haltung
Die Straußenzucht hat ihren Ursprung in Südafrika. Dort begannen die ersten Farmer um 1860, Strauße zu halten. Bis zum ersten Weltkrieg wurden große Mengen Straußenfedern nach Europa exportiert. Nach dem Krieg verloren die Federn ihre Bedeutung. Stattdessen war Straußenleder gefragt. Das Straußenfleisch war lange Zeit für die Straußenzucht und Haltung uninteressant.
Straußenfarmen gibt es außer in Südafrika auch in Kenia und Israel sowie in Deutschland und Österreich (zB Steiermark).

Da Strauße Reviertiere sind, wird das Umtreiben auf eine andere Weide in der Praxis vermieden. Es ist für die Tiere ein großer Stressfaktor, da sie ihre alte Weide (Ihr "Revier") verlassen müssen. In freier Wildbahn bleiben die Strauße ihrem Revier treu, solange es das Nahrungsangebot zulässt.
Der Weideboden muss durchlässig sein, damit sich keine Staunässe bildet.

Gehege: Reine Stallhaltung ist für Strauße nicht geeignet. Der Stall dient den Tieren nur als Wetterschutz und auf Wunsch zur Übernachtung. Er muss so bemessen sein, dass ihn alle Tiere gleichzeitig nutzen können. Die Öffnung muss in jedem Fall so groß sein, dass sie von allen Tieren zügig passiert werden kann. Der Stall sollte so groß sein, dass die Tiere genügend Platz zum Stehen und Liegen haben .Diese sind so einzurichten, dass sie die artgemäße Bewegung von Straußen nicht einschränken. Das Gehege muss die Möglichkeit für einen schnellen Lauf bieten, darf aber nicht zu schmal sein. Ein laufender Strauß erreicht Geschwindigkeiten von 60-70 km/h.
Die Gehege müssen in ihren Abmessungen so angelegt werden, dass sie in Fluchtsituationen einen schnellen Lauf ermöglichen. Deshalb sind sie meist rechteckig. Außerdem sind spitze Winkel in den Ecken zu vermeiden, da sie eine erhöhte Verletzungsgefahr in sich bergen.
von Schatten zu Hitzetress führen, in dessen Folge es zu gesundheitlichen Schäden bis hin zum Kreislaufkollaps kommen kann
Einfriedung: Strauße können relativ hohe Einfriedungen überwinden. Die Höhe der Einfriedung muss deshalb ab 9. Lebensmonat mindestens 1,80 m betragen.
Für die Einfriedung können z.B. Massivzäune, sehr enges Drahtgeflecht verwendet werden. Das Anlegen von Wasser- und Trockengräben, die nicht überwunden werden können, ist ebenfalls möglich, wenn die Strauße unter ständiger Aufsicht stehen. Elektrozäune als alleinige Einfriedung dürfen nicht verwendet werden.


Bodenbeschaffenheit und sonstige Gehegeeinrichtungen: Gehege sind auf natürlichen Boden anzulegen. Ein Sandbad muss den Straußen ständig zur Verfügung stehen. Der Weideboden muss durchlässig sein, damit sich keine Staunässe bildet. Sandbad und Nistplatz sind trocken und hygienisch einwandfrei zu halten und ggf. zu überdachen. Es müssen ausreichend Futterplätze und Tränken zur Verfügung stehen, die so bemessen sind, dass alle Tiere gleichzeitig fressen können. Die Umgebung von Futterplatz und Tränke sind einwandfrei hygienisch zu halten. Der Boden muss trittsicher und rutschfest sein. Die Luftfeuchtigkeit soll in geschlossenen Räumen 60% nicht überschreiten. Der Stall muss ausreichend belüftet sein, Zugluft darf jedoch nicht entstehen. Strauße sind bei Glatteis, Dauerregen und sehr starken Frost im Stall zu halten.

Fütterung: Straußenküken und Jungsträuße sind so zu füttern, dass eine Skelettwachstum angepasste Gewichtsentwicklung gesichert wird. Es wird empfohlen, nur ein speziell für die verschiedenen Altersstufen oder für die Zuchtverwendung der zubereitetes Futter zu füttern. Futter finden die Tiere größtenteils auf der Weide (ca. 2 kg pro
Tier pro Tag). Ca. 70% ihres Futters besteht aus Gras. Zusätzlich bekommen die Tiere oftmals noch Getreide, Sojaschrot und Mineralfutter. Dieses Beifutter wird ihnen in Futterkrippen oder -Schalen angeboten. Wasser muss im Sommer ständig zur Verfügung stehen und im Winter zweimal täglich angeboten werden.

Gesundheitsvorsorge: Medizinische Behandlungen sind schonend durchzuführen. Als Hilfsmittel eignen sich Fangeinrichtungen, Behandlungsboxen und Fangkappen. Bei Krankheitsanseichen oder Verletzungen ist sofort ein Tierarzt aufzusuchen. Durch Fütterungsfehler können Beinschäden, die zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen.
Kot, Harn und Futterreste sind täglich zu entfernen.

Aufzucht: Straußenküken dürfen in den ersten fünf Tagen nach dem Schlüpfen nur im Stall gehalten werden. Die Küken werden die ersten 3-5 Tage unter Wärmelampen oder –Strahlen gehalten.
Bei einer Raumtemperatur um 20 °C sollen ihre Schlafplätze unter diesen eine
Temperatur von 35 °C aufweisen, die allmählich gesenkt wird, jedoch in den ersten vier Lebenswochen nicht unter 20 °C fallen sollte. Futter soll den Küken ständig angeboten werden und die Futteraufnahme muss kontrolliert werden.
Einstreu ist in den ersten Lebenstagen nicht angebracht, weil die Küken Stroh, Sand und auch Stofffasern aufnehmen, was zu Verstopfungen führt. Sie werden stattdessen auf Gummimatten und Tüchern gehalten, die täglich gewechselt werden müssen.
Nach 3-5 Tagen kommen die Küken in den eigentlichen Aufzuchtstall, der trocken und zugfrei sein muss. Wärmestrahler in Kombination mit Wasserbetten sorgen für attraktive Schlafplätze, die allen Tieren ein gleichzeitiges Liegen ermöglichen. Bereits vom 5. Lebenstag an erhalten sie tagsüber unter Aufsicht Auslauf im Freien. In den ersten drei Lebenstagen erhalten die Küken weder Futter noch Wasser, sie verwerten in dieser Zeit den Inhalt des Dottersacks. Sauberkeit auf dem Boden sowie in den Futter- und Tränkvorrichtungen sind oberstes Gebot. Haben die Küken ein Alter von 3 Monaten erreicht, sind sie zu Jungstraußen geworden.

Umgang mit Strauße: Ausgewachsene Strauße sind für Menschen zu den gefährlichen Tierarten zu rechnen. Bei der Eiablage und beim Brüten kann das Revier heftig verteidigt werden. Es müssen also Vorkehrungen getroffen werden, dass der Mensch durch ausgewachsene Strauße nicht gefährdet wird zB Strauße bei Arbeiten im Stall absperren.

Transport von Straußen: Strauße sollen nur transportiert werden, wenn dies unerlässlich ist, da jeder Transport mit einer Belastung verbunden ist. Im Bedarfsfall kann eine Betäubung durchgeführt werden.
Ab dem 6.Lebensmonat ist jeder Strauß einzeln in einer Transportkiste oder Pferdetransporter zu transportieren. Bis zum 6. Lebensmonat können Jungstraße in kleinen Gruppen transportiert werden. Beim Transport sind die Temperaturansprüche zu beachten, Kisten müssen beheizbar sein, und für ausreichende Belüftung ist zu sorgen. Die Bodenbeschaffenheit muss einen sicheren Stand gewährleisten. Zu empfehlen sind Gruppetransporte anstatt Einzeltransporte.

Eingriffe an Straußen: Nur aus veterinärmedizinischen Gründen dürfen Eingriffe durchgeführt werden. Lebenden Straußen dürfen keine Federn herausgezogen werden.
Die Tötung darf nur nach Betäubung erfolgen zB Einschläferung.





Dieses Referat wurde eingesandt vom User: spatzii_01




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