Lernspiel 26. Schwarzer Peter

Ein Spiel,in dem es hauptsächlich um geschicktes Vortäuschen und Taktieren geht. Wisst Ihr, das Schwarzer Peter sogar schon in der Biedermeier Zeit bekannt war? So ist es! Aus dieser Zeit um 1830 sind die ersten Spielkarten bekannt. Das Kartenspiel ist weltweit verbreitet und wird vor allem mit kleinen Kindern gespielt, daher sind die Spielregeln auch recht einfach, so dass die Jüngsten schon leicht die Regeln verstehen und nachvollziehen können. Natürlich kann es auch von den Älteren gespielt werden, es ist eine schöne entspannende Form, die dennoch zum Denken anregt.

Wie spielt man nun Schwarzer Peter?
Für das Spiel werden zumeist 31 Karten verwendet. Natürlich bietet der Handel eine breite Auswahl an Karten mit vielen Motiven an. Mit Tieren und Figuren, welche die Kinder bereits kennen und so gut als Paare zusammen setzen können. Es muss aber kein extra gekauftes sein: Ihr könnt es auch mit einem ganz normalen Kartenspiel spielen, aus welchem man die nötigen 15 Paare zieht und zusätzlich den Joker als Schwarzen Peter nimmt. Dieses Lernspiel kann von beliebig vielen Kindern gespielt werden. Sollte allerdings ein Kartenspiel dann nicht mehr ausreichen, um einen sinnvollen Spielverlauf zu gewährleisten, dann könnt Ihr problemlos ein zweites Spiel hinzufügen, also noch einmal 15 Paare, aber natürlich keinen Joker mehr. Es darf nur ein Schwarzer Peter vorhanden sein. Zuerst werden die Karten natürlich gründlich gemischt und im Folgenden an die Mitspieler gleichmäßig verteilt. So lange bis keine Karten mehr vorhanden sind. Hat ein Mitspieler ein Kartenpaar in seinen Karten gefunden, so kann er es vor sich auf den Tisch legen. Dabei ist es egal, ob er es sein Pärchen offen vor sich hinlegt oder verdeckt ablegt. Nun bestimmt Ihr erst mal, wer beginnt, entweder das jüngste oder das älteste Kind. Oder aber Ihr würfelt einfach, der Spieler mit der höchsten Punktzahl beginnt natürlich. Wenn nun klar ist, wer anfängt, beginnt das Kartenziehen. Das erste Kind beginnt.
Nun geht es immer links herum, jedes Kind bzw. jeder Spieler darf eine Karte ziehen. Zieht nun ein Spieler eine Karte, die mit einer schon in auf der Hand liegenden Karte ein Paar bildet, so muss er diese zwei Karten vor sich ablegen. Wenn er kein Paar bilden kann, nimmt er die gezogene Karte einfach mit in sein Blatt auf. Danach ist das Kind bzw. der Mitspieler an der Reihe, aus dessen Blatt gerade die Karte gezogen wurde. Er macht es nun in der gleichen Art und Weise, wie sein Vorgänger. Kann er ein Paar bilden, darf er dieses vor sich ablegen. Wenn nicht, in sein Blatt mit aufnehmen. Wichtig natürlich: Wer im Spiel den schwarzen Peter erwischt, sollte genau seine Mimik kontrollieren. So hat er die besten Chancen, ihn bald wieder an einen anderen Spieler zu verlieren, da nicht so sehr aufgepasst wird!

Das Ziel rückt näher:
Das Spiel geht nun solange weiter, bis alle Paare auf dem Tisch liegen, und nur noch eine Karte übrig ist: Der Schwarze Peter. Wer diesen zuletzt in seiner Hand hat, hat das Spiel verloren. Entweder muss er nun eine kleine Aufgabe meistern, oder Ihr spielt mit Punkten und der Spieler bekommt zum Beispiel 20 Punkte abgezogen. Bei kleineren Spielern empfehlen sich daher mehrere Runden, damit ein Ausgleich erzielt werden kann. Schwarzer Peter ist ein schöner Klassiker, der auch gerne von größeren gespielt wird. Spannend ist es irgendwie immer!