Elternratgeber 8: Pausen gestalten

Egal in welchem Alter, Lernen ist wichtig. Lernpausen sind allerdings ebenso wichtig. Sorgen Sie bitte dafür, dass Ihr Kind diese Pausen auch bekommt. Kleine Pausen, um neue Kraft zu tanken, braucht der Körper den ganzen Tag über. Dies gilt aber ganz besonders beim Lernen. Lernpausen in regelmäßigen Abständen ermöglichen, dass Ihr Kind danach wieder frisch und vor allem ausgeruht weiter lernen kann.

Wann und wie oft sollte Ihr Kind eine Pause einlegen?
Achten Sie auf die Signale, welche Ihr Kind klar aussendet:

  1. Es hat das Verlangen, sich zu recken und die Muskeln zu entspannen.
  2. Es seufzt vor sich hin.
  3. Die Konzentration lässt nach, Ihr Kind beginnt, abzuschweifen und sich abzulenken.
Bitte ignorieren Sie als Eltern diese Hinweise nicht und spornen Sie dann nicht auch noch zum weitermachen an. Denn, wenn Sie diese Hinweise ignorieren, schüttet der Körper des Kindes automatisch Botenstoffe aus, welche es zwar zum weitermachen animieren, aber, der Stress und Druck wird sich nun sehr schnell einstellen. Folglich: Gewonnen ist wenig, da das Gehirn einfach nicht mehr richtig aufnahmefähig ist.

Natürlich ist die Dauer der Pause auch entscheidend. Wenn sie zu kurz ist, sind Kopf und Körper nicht wirklich erholt. Ist sie allerdings zu lang, kommt Ihr Kind aus dem Rhythmus und muss komplett von vorne beginnen. Diese Einteilung wird empfohlen: Nach ca. 30 min. für 5 Minuten Pause machen. Und wieder nach ca. 30 min. Nach dem klassischen Schulpausen System empfiehlt es sich dann, nach ca. eineinhalb bis zwei Stunden eine Pause von ca 15 min. einzulegen. Sollte Ihr Kind keine Lust auf Zwischenpausen haben, dann bitte spätestens nach 3 Stunden eine Erholungspause von mindestens 1 Stunde einlegen. Die Gestaltung der Pause ist natürlich das Wichtigste. Absolut tabu ist Fernsehen, bitte auch keine PC Spiele oder überhaupt Befassung mit elektronischen Medien. Dies empfiehlt sich nicht aus dem Grund, um das Kind zu nerven oder zu ärgern, sondern weil erwiesenermaßen die wirkliche Erholung komplett ausbleibt, der Geist bleibt ja voll auf Touren. Daher ist richtiges Abschalten angesagt.

Folgende Tätigkeiten sind für die Pausen sinnvoll:

  1. körperliche Bewegung Aufstehen, ordentlich strecken, ruhig auch kurze Gymnastikübungen, durch das Zimmer gehen und so weiter. Während der längeren Pause raus an die Luft, eventuell einfach einen kurzen Spaziergang machen, oder einfach eine Runde locker joggen, einfach danach gehen, worauf Ihr Kind am meisten Lust hat.
  2. Wichtig ist generell, frische Luft zu tanken. Auch während der kurzen Pausen mindestens das Zimmer lüften, tief durchatmen am offenen Fenster bewirkt Wunder und macht den Kopf wieder frei für neues und effektives Schaffen.
  3. Kurze Unterhaltungen: Reden Sie mit Ihrem Kind, wie es sich fühlt, wie es vorankommt. Hören Sie zu! So kann es auch mal Dampf ablassen und den Druck im Geist abbauen. Danach geht es mit neuer Kraft ans Werk.
Unterstützen Sie also auch Ihr Kind mit Motivation und Unterstützung. Wenn Sie für Pausen sorgen, bzw. Ihr Kind dazu anhalten, wird es immer genug Power zum weitermachen haben und so wirklich viel und vor allem effektiv lernen. Das ist das, was im Endeffekt zählt. Lernen mit Freude ist schliesslich das Ziel.