Elternratgeber 4: Kontakt zur Schule

Für Sie als Eltern gilt in besonderem Maße, pflegen Sie den Kontakt zur Schule Ihres Kindes, egal in welchem Alter. Wenn Elternabende regelmäßig besucht werden und auch an wichtigen Informationsabenden teilgenommen wird, sind Eltern einfach immer bestens informiert. Die Kinder neigen nun mal zu dem Verhalten "Aus den Augen, aus dem Sinn". Es werden gerne wichtige Termine verschwiegen, auftauchende Probleme natürlich ebenso. Das macht es dem Kind und dadurch der ganzen Familie unnötig schwer. Das muss nicht sein.

Wenn frühzeitig der Kontakt zur Schule und natürlich zu den jeweiligen Lehrkräften hergestellt ist, ist man immer auf dem Laufenden. Vor allem, Sie erfahren aus erster Hand, wo es eventuell hakt bei Ihrem Kind, mit welchen Fächern es nicht so gut zu recht kommt oder aber auch, wenn es Probleme mit der Klassengemeinschaft gibt. Auch das wird ja gerne verschwiegen, ist es doch auch oft für das Kind peinlich. Reden Sie mit Ihrem Kind, stellen Sie klar, dass Sie nicht vorhaben, sich mit den Lehrern gegen es zu "verbünden", sondern dass ein regelmäßiger Austausch wichtig und auch richtig ist, damit es optimal gefördert wird und bei Problemen schnell reagiert werden kann.

Oftmals reagieren Kinder leider erstmal geradezu beleidigt, wenn Sie als Eltern Kontakt pflegen mit der Schule. So nach dem Motto: "Ich erzähle Dir doch alles." Daher sind Gespräche über die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit der Schule wirklich wichtig, damit sich das Kind nicht ausgeschlossen oder gar missverstanden fühlt. Wir haben es zum Beispiel immer so gehandhabt: Bei Elternabenden nahmen wir unsere Kinder immer mit. So kann man mit der Lehrkraft gemeinsam reden und das Kind kann sich auch bei Problemen selbst gleich nochmal äußern. Das ist fair, das wird auch von den Kindern so akzeptiert, da sie dabei sind und nicht zu Hause grübeln müssen, was denn da über sie gesprochen wird.

Ein weiterer Vorteil ist, wenn das Kind merkt, dass Sie eh immer informiert sind, wird es von sich aus mehr erzählen und nicht mehr so viel verschweigen. Es lernt so auch früh, richtig zu kommunizieren, auch mal Probleme zuzugeben. So ist allen wirklich geholfen. Oft hat man ja das Gefühl, dass das zwei Welten sind. Zuhause sind die Kinder lammfromm und in der Schule lassen sie gerne mal den Kasper raushängen oder neigen zu unhöflichem Benehmen. Auch das wird es sich doppelt überlegen, wenn Sie immer am Puls der Schule sind. So lernt es frühzeitig, dass Sie Bescheid wissen, dass es sich auch zu beherrschen hat und die Lehrer sind auch ein wenig entlastet. Das größte Problem ist wirklich, wir hörten es oft von Lehrern, dass die meisten Eltern sich offensichtlich gar nicht für die Schule interessieren. Das kann fatale Folgen haben. Charakter Bildung fällt flach, Benehmen ist oft unter aller Kanone und die Noten sind es dementsprechend auch. Es geht eben nicht um absolute Kontrolle, sondern darum, aus Kindern höfliche, fähige und kommunikative Menschen zu machen. Das erreicht man am besten, wenn man den Kontakt zur Schule immer hält und sich auch mit den Kindern gut darüber austauscht. Schule ist nicht eine Welt, welche Eltern nichts angeht, sondern die Zukunft Ihres Kindes.