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Zukunft der Rente - Referat



Definition der Rente:
Die Rente lässt sich auch durch „Altersruhegeld“ beschreiben.
Monatlich zahlt jeder Erwerbstätige Sozialversicherungen in den Staat ein. Zu den Sozialversicherungen zählen die Kranken-, Renten- ,Unfall-, Pflege- und Arbeitslosenversicherungen. Durch Einzahlung in die Sozialversicherung ist der Bürger abgesichert; im Falle einer Krankheit, eines Unfalls und all diese Dinge die zur Arbeitslosigkeit führen können, kann der Betroffene durch die Gelder der Sozialversicherung finanziert werden. Genauso läuft es mit der Rentenversicherung ab; der Erwerbstätige zahlt monatlich seine Beiträge und bekommt im hohen Alter mit der monatlichen Rente sein Geld zurück. Demzufolge zahlt der Erwerbstätige heute schon für sein Leben nach der Arbeit ein.
Bei der Altersvorsorge lassen sich zwei Verfahren unterscheiden, das Umlageverfahren und das Kapitaldeckungsverfahren. Beim Umlageverfahren finanzieren die Erwerbstätigen direkt die Renten der älteren Generation. Beim Kapitaldeckungsverfahren ergibt sich die spätere Rente aus der privaten Ersparnis während des Berufslebens.

Historie und Entstehung der Rente:
Bereits im Mittelalter entwickelten sich Selbsthilfeeinrichtungen auf gemeinschaftlicher Basis. Am 10.April 1854 wurde zum ersten Mal die Gemeinschaft der Bergleute eingeführt. Zur Unterstützung im Falle von Not und Krankheiten wurden Umlagen erhoben. Im Jahre 1889 wurde die gesetzliche Rentenversicherung unter dem Reichskanzler Otto von Bismarck und Kaiser Wilhelm I. zusammen mit anderen Sozialversicherungen eingeführt. Sie sah eine Altersrente ab dem 70.Lebensjahr vor, sowie eine Invalidenrente bei Erwerbsunfähigkeit. Als vorausgesetzt galt eine mindestens 30-jährige Beitragszahlung (mit der damals üblichen 60-Stunden-Woche). Der Beitragssatz betrug 1,7%, finanziert zu einem Drittel von den Arbeitnehmern, den Arbeitgebern und den Steuergeldern. Am 1.Januar 1891 wurde dann durch Verabschiedung der Sozialgesetze die Rentenversicherung eingeführt.1911 wurde die Hinterbliebenenrente beschlossen und auch Angestellte wurden in die Rentenversicherung einbezogen. Fünf Jahre später (1916) wurde das Renteneintrittsalter für alle Arbeitnehmer auf einheitlich 65 Jahre gesenkt. Demnach verdoppelte sich auf einen Schlag die Zahl der Rentenempfänger.
Eine weitere Verschärfung der finanziellen Lage der Rentenversicherung entstand durch den ersten Weltkrieg, da die Reserven durch die darauf folgende Hyperinflation weitgehend entwertet wurden. So war das Reinvermögen der Deutschen Rentenbank von 2,12 Mrd. RM (im Jahre 1914) innerhalb eines Jahrzehnts auf einen Rest von nur noch 14,6% der Summer geschrumpft. Bereits damals begann man, in gewissem Masse Rentenzahlungen aus eingehenden Beiträgen zu finanzieren (Steuermittel).
Nach dem ersten Weltkrieg gab es keinen finanziellen Spielraum für zusätzliche Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung.
Stark zurückgegangene Beitragseinnahmen und enorm gestiegene Ausgaben für Invaliden- und Witwenrenten waren die Auswirkungen des Krieges auf die Rentenversicherung.
Auch das NS-Regime behielt nach der Machtergreifung das wesentliche Prinzip der Rentenversicherung bei. Tiefgreifende Veränderungen gab es erst in der Nachkriegszeit.
Auch nach dem zweiten Weltkrieg wurde das System zunächst beibehalten. Die Rente hatte damals weitgehend Unterstützungsfunktion und wurde –mangels Rücklagen- bis zu 50% aus Steuermitteln finanziert.
Ab dem Jahre 1957 wurde die Höhe der Rente dynamisch der Lohnentwicklung angepasst, um einen gleichbleibenden Lebensstandard im Alter zu ermöglichen („dynamische Rente“).
Außerdem wurde die Finanzierung radikal verändert, in dem eine frühe Version des Umlageverfahrens eingeführt wurde.
Im Jahre 1968 wurde das heutige Umlageverfahren zur Finanzierung eingeführt. Die Beiträge der arbeitenden Bevölkerung werden sofort an die Rentner ausgezahlt, somit werden keine Rücklagen angespart.
Die letzte und aktuellste Reform verabschiedete der Bundesrat am 11.Mai 2001 die sogenannte „Riesterrente“, die mit Hilfe staatlicher Förderung und Zulagen privates Sparen für die Rente fördern soll.
Seit den Anfängen der gesetzlichen Rentenversicherung vor mehr als 110 Jahren haben sich die Renten von einem bloßen Zuschuss zum Lebensunterhalt zu einer Leistung entwickelt, die heute für die meisten Versicherten die wesentliche Grundlage ihrer Altersvorsorge bildet.
Während dieser Entwicklung musste die Rentenversicherung immer wieder an die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen angepasst werden.

Problem: Das eigentliche Problem das die Politiker und uns Jugendliche, zwar nicht heute, aber umso mehr später interessiert ist, dass sich die Zahl der arbeitenden Bevölkerung verringert und die Anzahl der alternden Bevölkerung die Anspruch auf diese Leistung haben erhöht (Demographischer Wandel). Die Waagschale des Einzahlens und Auszahlens (Umlageverfahren) von Arbeitnehmern und Rentnern lässt sich nicht halten. Also lässt sich nicht allein durch Einzahlen der jungen Bevölkerung die ältere ausreichend Versorgen und sie muss aus anderen Steuergeldern versorgt werden.

Problemkonkretisierung:
Eine Antwort auf diese Frage lässt sich leider nur spekulativ geben. Der wichtigste Grund dafür, dass die Waagschale nicht im Gleichgewicht gehalten werden kann ist der Rückgang der Geburtenrate in Deutschland. Zur Zeit bekommt jede Frau durchschnittlich nur noch 1,35 Kinder – um die Bevölkerung konstant zu halten, wären allerdings 2,1 Kinder pro Frau nötig. Schon seit 1971 sterben in Deutschland pro Jahr mehr Menschen als Kinder geboren werden. Die Geburtenrate muss wieder steigen um die Altersvorsorge sichern zu können. Nur: Auch ein Anstieg der Geburtenrate reicht nicht wirklich aus, da die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter stark abgenommen hat. Denn die in den letzten drei Jahrzehnten nicht-geborenen Kinder fehlen jetzt als potenzielle Eltern.
Dadurch schrumpft somit auch die Anzahl der Rentenbeitragszahler und die Vorsorge kann nicht mehr nur durch Beiträge gesichert werden. Das Statistische Bundesamt geht davon aus, dass die deutsche Bevölkerung bei gleichbleibender Geburtenrate bis 2030 auf etwa 75 Millionen Einwohner schrumpfen würde (weitere Information Zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland bis 2050: http://www.destatis.de/presse/deutsch/pm2003/p2300022.htm ) . Das entspricht dem Niveau von 1963.
Gleichzeitig zu dem Mangel an Rentenbeitragszahler wird Deutschland immer älter. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt kontinuierlich. Heute geborene Mädchen werden im Durchschnitt 90 Jahre alt werden. Länger leben heißt natürlich auch: länger Rente beziehen! Während Rentner in Deutschland im Jahre 1960 im Durchschnitt etwa 10 Jahre ihre Rente bezogen, sind es heute bereits 17 Jahre, Tendenz steigend. Im Jahr 2030 wird die Hälfte der Bevölkerung älter als 50 Jahre alt sein.
Für die Jugendlichen heute heißt dies im konkreten länger zu Arbeiten. Beispiel ist die Anhebung des Rentenalters auf 67 das bis 2029 durchgesetzt sein soll. Anfangs ging man immer davon aus, dass die Einzahler
etwa 45 Jahre lang ein durchschnittliches Gehalt beziehen und entsprechend lange ihre Beiträge zahlen würden. Aber durch immer länger werdende Schul-, Ausbildungs- und Studienzeiten verkürzt sich die Zeit und die Deutschen gehen immer später in den Beruf und gehen immer früher in die Rente. Obwohl das gesetzliche Renteneintrittsalter für Männer 65 Jahre beträgt, arbeiten nur wenige Arbeitnehmer tatsächlich bis zum Erreichen dieses Alters. Durch Frühverrentung und Vorruhestand sind in Deutschland lediglich 22 Prozent der 60-64jährigen berufstätig – verglichen mit 47 Prozent in den USA und 65 Prozent in der Schweiz. Die relativ kurze Arbeitszeit führt also auch hier zu Einnahmeausfällen.
Folgen für das Rentensystem sind, dass sich irgendwann, wenn es bei dieser Ordnung bleibt die Rentenversicherungen die Renteneinnahmen bei weitem übersteigen und dies ist auf lange Sicht auch nicht finanzierbar. Wenn man die Einnahmen nicht erhöhen kann muss an Ausgaben gespart werden. Die Rentenversicherten würden dann in Zukunft immer weniger Rente erhalten und irgendwann würde sich der Rentenbetrag der Sozialhilfe nähern. Um den Rentner auch in Zukunft und uns später ein gerechtes Alterseinkommen garantieren zu können, müssen die Einnahmen erhöht werden.
Wie sieht nun die Zukunft aus für die Altersversorgung? Wenn man den oben genannten Punkten nun freien Lauf lässt und keine Änderungen im Rentensystem vornimmt sähe die Zukunft für uns wohl so aus, dass uns Jugendlichen eine schwere Zukunft bevor stehe. Die dann zu Arbeitnehmern gewordenen Jugendlichen müssten sich dann der Vorsorge einer immer größer werdenden Gruppe von Rentner stellen. Das heißt konkret früher in den Beruf gehen und länger Arbeiten, aber wer weiß ob das noch genügt, wenn die Zahl der Rentner sich auch erhöht?

Lösungsvorschläge:
„Deutschland in 30 Jahren. Deutschland ist ein überaltetes Land. Die Geburtsstarken Jahrgänge die in den Rentepott eingezahlt haben zählen heute selber zu den Rentner. Der Nachwuchs fehlt und das Rentensystem steht kurz vor dem Zusammenbruch!“, so ein Bild wünscht sich keiner. Aber wie soll man dem entgegenwirken? Da man das Problem schon erkannt hat und versucht hat was zu unternehmen, zeigt sich daran, dass man die Jahre in denen ein Beitragszahler einzahlt zu verlängern. Am Hümmling-Gymnasium wird das Abitur in absehbarer Zeit nur noch in 12 Jahren gemacht. Der Grund ist das man sich dadurch erhofft einen früheren Eintritt in das Berufleben zu bewirken, also früher in den Rentenpott einzahlen zu können. Außerdem wird das Renteneintrittsalter auf 67 angehoben. Also länger in den Pott einzahlen. Die Entwicklung langsam andere Lösungen zu finden um die Menschen sozial im Alter abzusichern zu können beginnt.
Einen Alternativen Zweig zum Rentensystem hat sich Walter Riester ausgedacht, mit der sogenannten „Riester-Rente“. Sie bezeichnet eine vom Staat unterstütze freiwillige Altersvorsorge. Jeder Verdiener kann sich damit dieser Form der Rente ein eigenes Rentenkonto anlegen und auf ihn einzahlen. Außerdem werden die Beiträge auf förderfähigen Sparformen eingezahlt, damit die Möglichkeit besteht seine Angesparte Rente auf Antrag vom Staat subventionieren zu lassen (Dauerzulagenantrag). Vorteile der Riester-Rente sind, dass nach Gemäß den Zertifizierungsvoraussetzungen der Anbieter zum Beginn des Auszahlungszeitpunktes mindestens die Summe der eingezahlten Beiträge garantiert. Außerdem können unter bestimmten Vorraussetzungen zum Beispiel mehrere Tausend €uro der Rente entnommen werden, um so sein selbstgenutztem Wohneigentum zu sichern (,jedoch muss die entnommene Summer nach 2 Jahren bis zum Auszahlungsbeginn wieder zurück gezahlt werden). Nachteile sind, dass die Rente nur als Leibrente (= eine Zahlung (Rente) die bis zu einem bestimmten Ereignis [meist Tod] gezahlt wird) gewährt wird. Weiterhin sind bei der Auszahlung oder den Teilauszahlungen die Summen voll steuerpflichtig.
Weitere Möglichkeiten einem solchen Szenario aus dem Wege zu gehen ist die Anzahl an Beitragszahlern zu erhöhen. Zuwanderer wären die eine Möglichkeit. Sie würden für die dringend nötig Erhöhung der Beitragszahler bewirken und somit auch die Einnahmen. Außerdem könnten die Zuwanderer den Ausfall von qualifizierten Arbeitskräften entgegenwirken, denn auf kurz oder lang werden mehr qualifizierte Arbeitnehmer in Rente gehen als welche nachkommen könnten. Die Zuwanderer würden das Problem der Rentenfinanzierung mildern, aber ob sie dadurch die Lage Deutschlands zu verbessern helfen ( zum Beispiel hinsichtlich der Länge des Zeitraums, inder sie einzahlen können und der Arbeitslosigkeit).
Als letzteres und radikalste Veränderung um sich besser absichern zu können, auch hinsichtlich aller Sozialversicherungen wäre die Veränderung unseres Model über die Finanzierung. Deutschland hat zwei Pötte in denen eingezahlt wird, den Steuerpott und den Sozialversichrungspott. Wenn man dieses Modell den Skandinavischen angleichen würde, hätte man nur noch ein Pott für beides. Dadurch gäbe es keine Sozialversicherungsbeitragszahler mehr, sondern nur noch Steuerzahler. Aus diesem Einheitlichen Pott bekommt dann jeder eine einheitliche Rente und andere Soziale Leistungen (Arbeitslosen-, Pflege-, Unfall-, Krankenversicherung)
Ob nun die Jugendlichen in eine Zukunft blicken können, die mit nicht vielen Ängsten verbunden bezüglich des „Opa“ seins, ist fraglich. Es muss noch viel geschehen damit sich die Version des alten und am zusammenbrechenden Deutschland nicht bewahrheitet.


Dieses Referat wurde eingesandt vom User: Umi



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