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Wasserverschmutzung - Referat



Wasserverschmutzung


Was ist Wasserverschmutzung?
Wasserverschmutzung verschlechtert die Qualität des Wassers und kann es für menschliche Zwecke unbrauchbar machen. Hauptschadstoffe im Wasser sind organische und anorganische Chemikalien (einschließlich Pestizide), Abwässer, infektiöse Erreger, pflanzliche Nährstoffe, Erdöl und radioaktive Substanzen. Die Hauptverursacher der Wasserverschmutzung sind Privathaushalte, Gewerbebetriebe, Industrie und Landwirtschaft.

In welche Gruppen kann man wassverschmutzende Stoffe einteilen?
Es gibt verschiedene Gruppen von wasserverschmutzenden Stoffen. Die erste sind krankheitserregende Stoffe wie Bakterien, Viren und Parasiten, die in Abwassersystemen vorkommen.
Die zweite Kategorie sind sauerstoffverbrauchende Abfälle, diese werden von sauerstoffverbrauchenden Bakterien abgebaut. Wenn große Menge dieser Bakterien aktiv sind, kann der Sauerstoffgehalt in einem Gewässer beträchtlich gesenkt werden, mit negativen Folgen für die Wasserlebewesen.
Eine dritte Kategorie sind wasserlösliche anorganische Verschmutzter, wie Säuren, Salze und giftige Metalle wie zum Beispiel Schwermetalle. Wasser kann durch diese Inhaltstoffe ungeeignet zum Trinken werden und sogar den Tod von Wasserlebewesen hervorrufen.
Eine weitere Kategorie sind Nährstoffe wie zum Beispiel wasserlösliche Nitrate und Phosphate, die das Wachstum von Algen und anderen Wasserpflanzen beschleunigen, die wiederum Sauerstoffmangel im Wasser hervorrufen. Dies kann auf verschiedene Arten stattfinden: Die Algen verbrauchen mehr Sauerstoff als sie produzieren oder Algen werden von Bakterien unter Sauerstoffverbrauch verstoffwechselt. Dieser Prozess wird als Eutrophierung bezeichnet. Fischsterben ist die Folge dieses Vorgangs.
Organische Inhaltstoffe wie Öle, Plastik und Pestizide, die schädlich für Menschen oder im Allgemeinen auch für Wasserlebewesen sind, stellen eine weitere Gruppe dar.
Ebenfalls zu nennen sind die so genannten Schwebstoffe (nicht absetzbare suspendierte Stoffe). Durch diese können gefährliche Wasserinhaltsstoffe wie zum Beispiel Pestizide im Wasser vereilt werden.
Schließlich können wasserlösliche radioaktive Stoffe Krebs, Geburtsfehler und genetische Veränderungen hervorrufen.

Woher kommt die Wasserverschmutzung?
Üblicherweise wird Wasserverschmutzung durch menschliche Tätigkeiten hervorgerufen.
Generell kann man diese in punktuelle Wasserverschmutzungen und in großflächige Wasserverschmutzungen einteilen. Punktuelle Verschmutzungen sind auf einen konkreten Verschmutzer lokalisiert, hierzu sind als Beispiel industrielle Einleitungen einer Fabrik, Öltanker oder Klärwerkseinleitungen in das Wasser zu nennen. Großflächige Wasserverschmutzungen können nicht auf einen direkten Verschmutzer zurückgeführt werden, zum Beispiel Verschmutzungen die durch das Grundwasser in das Wasser gelangen oder auch giftige Einleitungen aus der Luft wie den sauren Regen. Diese Flächenverschmutzungen sind folglicherweise schwerer kontrollierbar.



Wie wird Wasserverschmutzung nachgewiesen?
Dies geschieht in Labors, wo eine Wasserprobe auf unterschiedliche Verschmutzungen hin untersucht wird. Lebende Organismen wie Fische oder Wasserpflanzen können ebenso für den Nachweis von Verschmutzungen verwendet werden: Hierbei werden etwaige Veränderungen in ihrem Verhalten oder Wachstum untersucht und Rückschlüsse auf die Wasserqualität gezogen.


Gewässergüte:
4 Klassen von kaum verunreinigt bis außergewöhnlich verunreinigt.

Grenzwert: Nitrat: 50 mg/l  Diese Menge darf nach der Verordnung über Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (QWMG = Trinkwasserverordnung) nicht überschritten werden.

Erhöhte Nitrat-, Sulfat- u. Phosphatwerte führen zu Überdüngung (Eutrophierung) in Fließgewässern, stehenden Gewässern und im Meer und können zum Umkippen eines Gewässers führen.
Nach wie vor aktuell in der Adria → Algenpest.
Das Ausmaß der Algenpest ist abhängig von: Grad der Überdüngung, Witterung (viel Sonne → höhere Algenproduktion; viel Wind → starke Durchmischung des Wasserkörpers), Wassertiefe,
Anzahl der Kläranlagen, Strömung

Kläranlage:

Vorteile sauberer Gewässer:
• Verbesserte Lebensqualität
• Hygiene
• Ästhetik
• Fischereibiologie: Je nach Gewässerstruktur  mehr und gesündere Fische
• Weniger Fischkrankheiten
• Arbeitsplätze (Bau von Kläranlagen, Klärwärter,...)
• Tourismus (Rafting, baden, Camping, Murradweg)  sanfter Tourismus (Bioregion Murau)

Abbaubare, organische Stoffe kommen aus Haushalten, aus Betrieben, die Waren aus organischen Stoffen herstellen (Brauerei-, Zucker-, Papier-, Zellstoffindustrie z.B. PÖLS)
Organische Stoffe kommen aber auch aus landwirtschaftlichen Betrieben. Mist darf z.B. nur zu bestimmten Zeiten ausgebracht werden.
Chemische Wasseraufbereitung in z.B. in Norddeutschland (Gebiete um den Rhein) und in Ländern der Dritten Welt wichtig!
Flüsse habe eine Selbstreinigungskraft.
Diese hängt von der Menge der organischen Stoffe ab, weiters von der Fließgeschwindigkeit, dem Gefälle, der Wassertemperatur und dem Sauerstoffgehalt. Organische Stoffe werden von Mikroorganismen abgebaut und mineralisiert.





Tropfkörperverfahren:
entspricht einer Pflanzenkläranlage.
Belebtschlammverfahren:


1. Stufe: Mechanische Reinigung
2. Stufe: Biologische Reinigung
(3. Stufe: Chemische Reinigung)

Mechanische Reinigung:

Siebe/ Rechen
Feststoffe werden zurückgehalten und entfernt
Fettabscheider
Öl und Fett wird abgeschöpft.
Sandfang
Sand- und Erdteilchen setzen sich ab
Pumpe saugt Sand ab → Sandwäscher (Sand wird gereinigt; früher musste man diesen Sand
entsorgen)
Vorklärbecken
Ungelöste Schwebstoffe setzen sich als Schlamm ab


Biologische Reinigung:

Belebungsbecken (Belüftungsbecken)
Mikroorganismen (aerobe Bakterien und Einzeller) haften an Schlammpartikeln, werden ständig herumgewirbelt (Rührwerke), zusätzlich werden die Becken von Luft durchströmt (O2 Zufuhr). Bei diesem Vorgang erfolgt der Abbau der organischen Stoffe.

Nach diesem Verfahren gelangt das Abwasser in ein Nachklärbecken; dort setzen sich lebende und tote Mikroorganismen als feiner Klärschlamm ab.



Chemische Reinigung:
Bei großen Kläranlagen wird eine 3. Stufe nachgeschaltet, jedoch nur wenn die Grenzwerte überschritten werden.
Wenn der Schlamm mit Mineralstoffen angereichert ist, benötigt man noch eine 3. Reinigungsstufe. Man gibt unterschiedliche Chemikalien dazu und bindet diese Mineralstoffe mit Chemikalien (Magnesium-, Aluminium-, Eisensalze) ab.

Nitrate: In einer anaeroben dem Belebtschlammverfahren nachgeschalteten Stufe findet die Denitrifikation statt. Die im Überschuss vorhandenen Nitrate werden in einem Becken ohne Belüftung durch Bakterientätigkeit zu freiem Stickstoff (N2) reduziert. Dieser entweicht in die Atmosphäre.
Das gereinigt Abwasser kann schließlich über Rieselfelder abgeleitet werden.

Wenn in Fabriken Säuren, Laugen und andere Problemstoffe wie z.B. Zink, Blei, Quecksilber anfallen, müssen eigene Anlagen installiert werden, die diese Stoffe entweder neutralisieren oder in geschlossenen Kreisläufen führen. Diese dürfen nicht mehr ins Wasser kommen.

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: stonely1




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