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Wald - Referat



Der Wald

Einen Lebensraum wie den Wald, in dem Pflanzen und Tiere eine Lebensgemeinschaft bilden, nennen wir ÖKOSYSTEM. Heftige Stürme und Brände können große Waldflächen zerstören, Jedoch bietet der Wald Lebensräume für Tiere und Pflanzen, Wir gefährden ihr Leben durch „SAUREN REGEN“. Wenn der Wald stirbt, hat das auch für die Menschen schwerwiegende Folgen. Berghänge wären nicht mehr von Muren oder Lawinen geschützt. Noch so aufwendige Lawinenschutzanlagen könnten einen gesunden Bannwald nicht ersetzen.
Wälder haben verschiedene „GESICHTER“! In Urwälder sind Pflanzen sich selber überlassen. Dort stehen junge, alte, kranke, gesunde und morsche Bäume nebeneinander. Altersschwache Bäume liegen umgestürzt auf dem Boden. Sie vermodern langsam. Bei uns gibt es kaum noch Urwälder. Nur in abgelegenen Hochlagen oder in Naturschutzgebieten können wir noch auf solche Urwälder stoßen. In all den anderen Wäldern hat bereits der Mensch eingegriffen. Er rodet zu Großteil ganze Waldflächen. Fallweise legt er neue Wälder mit solchen Baumarten an, mit denen er in kürzester Zeit viel Geld verdienen kann. Dadurch erhalten Wälder ihr Gesicht. Ein Forst besteht meist aus nur einer Baumart. Dabei fallen gleich Wuchshöhen und planmäßige Anordnungen der Bäume auf. Solch ein Forst ist ein Beispiel für eine MONOKULTUR. In Mischwäldern stehen verschiedene Baumarten und unterschiedliche alte Bäume. Solchen Wäldern merkt man oft nicht an, dass auch sie in den meisten Fällen künstlich angelegt und vom Menschen gepflegt werden.

Nun zu den STOCKWERKEN EINES MISCHWALDES
Auf den ersten Blick ist ein Mischwald ein „Grünes Durcheinander“. Erst bei genauem hinsehe erkenn wir eine gewisse Ordnung: Die Pflanzen bilden verschiedene „Stockwerke“ oder „Schichten“. Die oberste Schicht ist die Baumschicht. Die Kronen von Eichen, Buchen, Birken, Eschen, Ahorn, Fichten und Föhren bilden diese Schicht. Ihre Kronen wirken wie ein Dach. Starke Regengülle gelangen nur langsam auf den Walsboden und Können keine Schäden anrichten.
Darunter liegt die Strauchschicht. Herunterfallende Früchte und Samen entwickeln sich zu Jungpflanzen. Diese Jungpflanzen bilden zusammen mit Hasselnusssträuchern, Schwarzem Holunder und anderen Sträuchern die Strauchschicht.
Die darunter liegende Schicht ist die Krautschicht. Sie setzt sich aus einer Vielzahl von Pflanzen zusammen. Farne, Schachtelhalme, verschiedene Gräser, Buschwindröschen, Maiglöckchen und Waldmeister können unter den Sträuchern wachsen.
Die Moosschicht kommt nach der Krautschicht. Sie kann sich nur dort ausbreiten, wo die Nadelstreu nicht all zu hoch liegt. Moose, Flechten und Pilze gedeihen in dieser Schicht.
Die letzte Schicht ist die Bodenschicht. In ihr finden wir die Wurzeln der Bäume, Sträucher und Kräuter. Sie reichen in ganz unterschiedliche Tiefen hinab, um Wasser und Nährsalze aufzunehmen.
Nun zu der Frage: Warum hat ein Fichtenforst keine Stockwerke?
Das hat mehrere Ursachen. Alle Bäume wurden gleichzeitig angepflanzt und besitzen daher auch gleiche Wuchshöhe. Weil die Baumschicht sehr dicht ist, dringt auch weniger Licht auf den Boden, Außerdem wird der Boden durch die zersetzende Nadelstreu angesäuert. Bei Lichtmangel und saurem Boden gedeihen nur wenige Pflanzenarten.

VIELFÄLTIGE PFLANZENWELT IM MISCHWALD:
Heute werden gerodete Waldstücke so aufgeforstet, dass Bäume mit dichten und mit weniger dichten Kronen nebeneinander wachsen. Daher kann ausreichend Licht auf den Waldboden gelangen. Die hier aufliegende Laub- und Nadelstreu wird zersetzt und es bildet sich HUMUS. Dabei werden Nährstoffe frei, die als „Dünger“ den Pflanzen zur Verfügung stehen.

ERZEUGER und VERBRAUCHER
Die Tiere sind auf die Erzeugnisse der Pflanzen angewiesen. Sie sind die Verbraucher oder die Konsumenten. Viele Tiere ernähren sich von den Pflanzen. Diese Tiere nennt man PFLANZENFRESSER. Andere Tiere fressen Pflanzenfresser. Diese Tiere nennt man FLEISCHFRESSER. Einige Endverbraucher schließlich sind sowohl Pflanzen- als auch Fleischfresser. Sie heißen ALLESFRESSER.

Nun zu den WALDTYPEN:
Österreichs Landschaft ist sehr vielgestaltig: Hohe Gebirge, Hügellandschaften und Ebenen wechseln einander ab. Im Bereich großer Flüsse gibt es Landstriche, die von Hochwässern überschwemmt werden. Da der Wald, der dort wächst, unterschiedlichen Lebensbedingungen standhalten muss, haben sich mit de rZeit sieben verschiedene Waldlandschaften geformt.

DER AUWALD – ein Leben mit dem Hochwasser

Das Leben im Auwald entwickelt sich im Überschwemmungsgebiet der Flüsse. Daher können dort nur solche Pflanzen gedeihen, die auch Über längere Zeit hinweg
hohen Wasserstand ertragen.
Der Auwald ist ein artenreicher Lebensraum. Die urtümliche Landschaft bietet Tieren Nahrung und Unterschlupf.
In Österreich sind viele Aulandschaften verschwunden, Sie mussten Flussbegradigungen und Kraftwerksbauten weichen. In der Ehemaligen Au wurden die Böden nutzbar gemacht. Heute gibt es nur mehr wenige Aulandschaften, die großteils geschützt sind, wie z.B. der Nationalpark Donau-Marchauen.

WÄLDER IM GEBIRGE

In den Wäldern der höheren Lagen herrscht die Fichte vor. Auch Lärche und Zirbelkiefer sind verbreitet. Diese Bäume kommen auch noch über der Waldgrenze vor. Sie sind als Einzelbäume extremen Wetterbedingungen ausgesetzt. Ihre „zersausten“ Formen werden von Stürmen, Eis und Schnee geprägt.
Oberhalb der Baumgrenze wachsen nur mehr nieder liegende Sträucher, wie die Legfähre in den Kalkalpen oder die Grünerle in den Zentralalpen. Weiter oben gedeihen nur noch Zwergsträucher wie Alpenrosen und Spalierweiden.
Auch die Tiere dieser Wälder müssen den rauen Lebensbedingungen angepasst sein. Manche halten einen Winterschlaf, wie z.B. das Murmeltier. Andere sind sehr genügsam und kommen mit einem geringen Nahrungsangebot aus. Hirsche, die auch in diesen Wäldern leben, wandern im Winter in die Täler, um dort Futter zu suchen.

Vom URWALD zum FORST

Ein Großteil der Fläche Österreichs wäre mit Wald bedeckt, hätte der Mensch nicht in die Entwicklung eingegriffen. Nur Moore, natürliche Steppen und die Landschaften oberhalb der Baumgrenze wäre nicht bewaldet.
Schon in der Steinzeit begannen die Menschen die Wälder zu roden und den Boden in Weide- und Ackerland umzuwandeln. Das planlose Abbrennen und Schlägern der Wälder führte mit der Zeit in manchen Gebieten zu einem Mangel an Holz. Die Menschen versuchten nun die Vernichtung der Wälder aufzuhalten. Sie fällten überaltete Bäume, lichteten die Bestände aus und pflanzten an Kahlschlägen junge Bäumchen, Das nennt man Aufforstung. So entstand bereits vor mehr als 400 Jahren die Forstwirtschaft.

NUTZUNG DES WALDES

Nahezu die Hälfte der Gesamtfläche Österreichs ist von Wald bedeckt. Holz ist ein wichtiger Rohstoff, der vielfach genützt wird.
Gerade in Österreich ist der Wald ein wichtiger Erholungsraum. Dort können die Menschen sich vom Stress des Alltags ausruhen und im Schatten der Bäume Rast machen. Die Blätter spenden aber nicht nur Schatten. Durch Verdunsten von Wasser halten sie die Luft feucht und kühl. Auf diese Weise reguliert der Wald das Klima. Außerdem wird bei der Fotosynthese der für alle Lebewesen notwendige Sauerstoff frei.
Der Waldboden speichert mit seinen Moosen und Wurzeln das Regenwasser lange Zeit und sorgt für ausreichendes Grundwasser. Die Quellen fließen regelmäßig.
Der Wald schützt aber auch den Boden, auf der er wächst. Unkontrollierter Kahlschlag gefährdet deshalb den Wasserhaushalt. Außerdem ist der Boden der Witterung schutzlos ausgesetzt. Vor allem im Berg- und Hügelland spülen heftige Regenfälle den fruchtbaren Boden fort. An der Oberfläche fließt das Wasser rasch ab, bald trocknet der Boden aus. Viele Quellen versiegen. Die abgeholzten Landstriche veröden so immer mehr, Im Sommer weht der Wind das verbliebene Erdreich weg. Lawinen im Winter und Muren bei Regen richten im Gebirge große Schäden an. In diesen Gegenden ist er Bannwald, der vor solchen Katastrophen schützen soll. Besonders bedeutend.

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: FunnyMilkaMausi



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