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Vorfahren des Menschen, die Hominiden - Referat



Dryopithecus

Fossilien des Dryopithecus („Baumaffe") wurden in Europa, Ostafrika, Indien, Pakistan und im Osten bis nach China gefunden. Die Basis für alle Informationen über den Dryopithecus bilden einige Kieferfragmente und Zähne. Allerdings wurde auch ein vollständig erhaltener Schädel auf der Insel Rusinga im Viktoriasee freigelegt. Zusammen mit den gefundenen Extremitätenknochen kann ein einigermaßen geformtes Bild über das Leben und die Eigenschaften des Dryopithecus gezeichnet werden. Allerdings wird nicht davon ausgegangen, dass der Dryopithecus ein Vorfahre des Menschen war. Wissenschaftler zählen ihn zu einer Großaffenart.


„Die Eigenschaften des Dryopithecus:
• gehört zur Primatengruppe
• lebte im Miozän- und Pliozänzeitalter (vor ca. 16 Mio. bis 4 Mio. Jahren)
• Lebensräume: Europa, Asien, Afrika
• Boden- oder Baumleben: nicht eindeutig geklärt
• Größe: wie die heute lebenden Menschenaffen
• beachtliche Größenunterschiede untereinander (Der Eine war so groß wie der kleine Gibbon [bis zu 90 cm], andere wie der Gorilla [bis zu 175 cm])
• Zahnmuster:
• Fünfhöckermuster mit einer Furche gleich einem liegenden „Y"
• Hauptsächlich für pflanzliche Kost, wie Früchte, vorgesehen
• Gehirn: ziemlich klein; affenähnlich
• Kiefer, Gesicht, Bezahnung: menschenähnlich
• Schulter: läßt armschwingende Aktivitäten zu „

Ramapithecus

Es wird angenommen, dass sich der Ramapithecus während der Entwicklung des Dryopithecus abspaltete. Er gilt heute als Vorläufer des Menschen (Homidae aus der Miozän-Pliozän-Epoche (8-14. Mio. Jahre). Festgestellt wurde dieses Alter mit der Kalium/Argon-Datierung. Benannt wurde er aufgrund seines ersten Fundortes, Indien. Hier wurde er nach einer Heldengestalt „rama“ aus der Hindu-Mythologie benannt. Weiter Funde wurden in der Türkei, Griechenland und in Ostafrika freigelegt Diese bestehen zwar nur aus wenigen Zähnen und Schädelbruchstücken, aber diese sind außerordentlich menschenähnlich.

Unterschiede zum Dryopithecus bestehen vor allem in der Bezahnung und der Zahngestalt. Diese ist beim Ramapithecus größer und haben eine andere Abnutzungserscheinung als beim Dryopithecus. Des weiteren zeugen Funde von Oberkieferknochen davon, dass die Schnauze viel kürzer gewesen sein muss als bei Menschenaffen.
Wegen seiner kurzen Schnauze, den kleinen Eckzähnen und den parallel verlaufenden Zahnbögen wir der Ramapithecus als direkte Vorfahr des modernen Menschen und als Missing Link betrachtet. Lange klaffte ine Lücke zwischen dem Übergang vom Affen zum ältesten Vorfahren des Menschen. Mit Analyse der Erbsubstanz lässt sich allerdings vermuten, dass die Aufspaltung zwischen dem Menschen und dem ihm nächsten verwandten Schimpansen vor ca. 5-7 Mio. Jahren erfolgt sein müsste.

„Jüngere Untersuchungen zeigen jedoch, dass die dürftigen Funde zum Teil falsch rekonstruiert wurden und die Gattung keineswegs der direkte Menschenvorfahr war. Der Status von Ramapithecus ist heute umstritten, vielleicht ist die Gattung sogar ident mit Sivapithecus. Ebenfalls umstritten ist die Stellung dieser Gattung im Stammbaum der Menschenaffen: manche Forscher betrachten sie als Vorfahr der
heute lebenden Menschenaffen, andere als deren Schwestertaxon, wieder andere stellen sie in ein Naheverhältnis zum Orang-Utan, demnach wäre sie erst nach der Aufteilung der Menschenaffen in eine asiatische (Orang-Utan) und eine afrikanische Linie (Gorilla, Schimpansen und Menschen) anzusiedeln. Klarheit über Ramapithecus werden wohl erst neue Funde bringen.“










Homo rudolfensis

Die neusten Erkenntnisse belegen, dass der Homo rudolfensis ein unmittelbarer Vorfahre des Homo erectus ist. Somit ist er ein Urahn des modernen Menschen und gehört zu den Hominiden. Er lebte vor ungefähr vor 2,5 bis 1,8 Mio. Jahren.
Der erste Fund, ein vollständiger Schädel, wurde 1972 in Koobi Fora am Turkanasee in Kenia gemacht. Der Name „rudolfesnsis“ rührt von seinem ersten Fundort und bedeutet „Mensch vom Rudolfsee“, dies war der frühere Name des Turkanasees einmal.
Einige Knochensplitter wurden von dem Kenianer Bernard Ngeneo, einem Mitarbeiter aus Leakeys Team, am 29. Juli 1972 in den Sedimenten eines ausgetrockneten Bachlaufs gefunden. Die Gehirnschale des gefundenen Schädels ist wesentlich größer, allerdings nicht so robust wie die der bekannten Australopithecus- Schädel. Andererseits fehlen die Überaugenwülste, was wiederum typisch für den Homo erectus ist. Daraus lässt sich schließen, dass sein Gesicht sehr gro0ß und robust gewesen sein dürfte.


Eigenschaften des Homo rudolfensis

• Körpergröße: bis zu 1,55 Meter
• Hirnvolumen: 600 bis 800 Kubikzentimeter
• Werkzeuge: scharfkantige Steinabschläge zum Zerlegen von Kadavern
• Nahrung: durch entstandene Werkzeugkultur neue Nahrungsquelle, er entwickelte sich zum Allesfresser
• Überaugenwulst fehlend
• Obere Vorbackenzähne: 3 Wurzeln
• Untere Vorbackenwurzeln
• Untere Backenzähne breite Knochen
• Weißheitszahn verkleinert
• Oberschenkel: Homo ähnlich
• Fuß: Homo ähnlich

Der Homo rudolfesnsis war möglicher Weise eine der ersten Menschenarten, die Afrika verlassen hat. Von ihm spalteten sich zwei weitere Arten der Gattung Homo ab. Zum einen der Homo habilis und zum anderen der erectus.

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: Maverik




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