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Viroide - Referat



Viroide



Viroide sind virusähnliche Moleküle, die Anfang der 1970er Jahre entdeckt wurden. Sie gelten als die kleinsten infektiösen Einheiten und sind Krankheitserreger von Pflanzen.
Viroide sind sozusagen „reduzierte Viren“. Der Hauptunterschied ist die Proteinhülle, die bei den Viren vorhanden ist, bei den Viroiden jedoch fehlt.
Viroide bestehen aus einer einzelsträngigen, zirkulär geschlossenen, relativ kurzen RNA, die dem Molekül seine stäbchenförmige Struktur gibt.
Sie sind ca. 240-380 Nucleotide lang, tragen keine Gene und vermehren sich durch Replikation. Bei ihrer Replikation sind sie ausschließlich auf Enzyme der Wirtspflanzen angewiesen, da sie selbst keine Enzyme synthetisieren können. Sie können sich bei Temperaturen von bis zu 35°C vermehren, indem sie sich an die Wirtspflanze adaptieren. Dort sind sie dann in den Chromatinfraktionen des Kerns lokalisiert.
Der Infektionsmechanismus durch Viroide ist noch unklar. Ein Anhaltspunkt ist aber z.b., dass Nukleotidsequenzen in der Wirts-DNA gefunden wurden, welche komplementär zu den Sequenzen der Viroide sind.
Die Übertragung des Erregers funktioniert z.b. durch Blattberührungen oder arbeiten mit Kulturgeräten.
Es gibt verschiedene Klassen der Viroide, z.b. Pospiviroide (Potato Spindle Viroid) und Avsunviroide (Avocado Sun Blotch Viroid). Das Pospiviroid verursacht die Krankheit Kartoffel-Spindelknollensucht, die beispielsweise Kartoffeln und Tomatenpflanzen befällt. Außerdem gibt es noch die Eichelfrüchtigkeit in Zitrusfrüchten, die Cadang-Cadang Erkrankung der Kokospalme und viele andere.
Die Erscheinungsform dieser Krankheit ist unter anderem bzw. vor allem Zwergwuchs.
Erkrankungen von Pflanzen können zum Beispiel durch Gelelektrophorese nachgewiesen werden.


Quellen:

Wikipedia
BiOkular – Digital Text von Detlef Wilkens
Internetseite der Biologie-Uni Hamburg
Biologieduden


Dieses Referat wurde eingesandt vom User: Dorothee



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