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Vietnam und ihre Bevölkerung - Referat



Über 85 Prozent der Gesamtbevölkerung gehören zum Staatsvolk der früher Annamiten genannten Vietnamesen (Kinh). Neben dieser vietnamesischen Bevölkerungsmehrheit gibt es etwa 55 ethnische Minderheiten, von denen die meisten über eine eigene Sprache und Kultur verfügen.

Das Hauptnahrungsmittel der vietnamesischen Bevölkerung ist Reis. Auch sind in Vietnam typisch asiatische Freizeitbeschäftigungen wie Schattenboxen oder Yoga vorzufinden.

Lebensräume:
Ihre auf dem Nassreisanbau beruhende Lebensweise machte die Vietnamesen zu ausgesprochenen Tieflandbewohnern. So stehen den übervölkerten Haupt-lebensräumen des Tongking- und Mekongdeltas die relativ menschenarmen Bergregionen entgegen. Die Bergregionen, abseits der "Ballungsgebiete", werden vor allem von den nichtvietnamesischen Minderheiten bewohnt.
Die meisten Menschen leben in den fruchtbareren Delta- und Küstenregionen und sind in ländlichen Gebieten ansässig.
Die Bevölkerung zentriert sich besonders um Hanoi beim nördlichen Tongkingdelta und um Ho-Chi-Minh-Stadt beim südlichen Mekongdelta.

Gesundheitswesen:
Infolge der hohen Geburtenrate in Vietnam sind rund 40% der Bevölkerung unter 15 Jahre alt. Die durchschnittliche Lebenserwatung ist mit 67 Jahren deutlich niedriger als in Deutschland (77 Jahre).
Sowohl die verhältnismäßig niedrige Lebenserwartung als auch die hohe Säuglingssterblichkeit (3,2%) lassen sich durchaus als Folge der mangelnde medizinischen Versorgung und den größtenteils harten Arbeitsbedingungen deuten.
Auch wenn das staatliche Sozialleistungssystem Vietnams allen Bürgern kostenlose oder sehr günstige medizinische Versorgung bietet, ist die Ausstattung von Kliniken und Praxen häufig unzureichend. Insbesondere auf dem Land ist häufig keine fachgerechte Betreuung der Patienten möglich. Viele Kinder sind, wie für Entwicklungsländer typisch, unterernährt.

Religion:
Der Buddhismus ist die am weitesten verbreitete Religion, was auf den chinesischen Einfluss zurückzuführen ist. Traditionell waren vor allem der Mahayana-Buddhismus, außerdem die philosophischen Weltanschauungen Konfuzianismus und Taoismus von Bedeutung. Auch der Katholizismus sowie der Caodaismus wurden vor allem in Südvietnam einflussreich.
Unabhängig von der Religionszugehörigkeit hat fast jede vietnamesische Familie einen Altar zur Verehrung ihrer Vorfahren.

Sprache:
Die Amtssprache ist Vietnamesisch. Sie wird von der Mehrheit der Bevölkerung gesprochen. Das Vietnamesische weist im Nord-, Mittel- und Südteil des Landes verschiedene Dialekte auf.
Einige ethnische Minderheiten pflegen zudem ihre eigenen Sprachen. Sie sind meist im abgelegenen Landesinneren anzutreffen. Bevorzugte Fremdsprachen sind Englisch, Russisch und Französisch.
Bis ins 20 Jahrhundert wurde neben der vietnamesischen Sprache auch die chinesische verwendet. Chinesisch war in erster Linie Schriftsprache in Literatur und Wissenschaft.

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: chiqa_sis



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