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Vegetarismus - 2.Version - Referat



Wortursprung
Das Wort „vegan“ geht auf den Engländer Donald Watson zurück, der 1944 die „Vegan Society“ als Abspaltung der englischen „Vegetarian Society“ gründete. Ihn und eine Gruppe von Mitstreitern störte, dass der Begriff vegetarisch zunehmend als Abkürzung für ovo-lacto-vegetarische Ernährung gebräuchlich war. So erfand er aus dem Anfang und Ende von „vegetarian“ (engl. Vegetarier) ein neues Wort, welches symbolisch dafür steht, dass Veganismus mit Vegetarismus beginnt und ihn zu seinem logischen Schluss führt.

Nach der Lebensmittelauswahl werden drei Grundformen der vegetarischen Ernährungsweise unterschieden:
 Vegane Kost oder strenger Vegetarismus: Es werden nur pflanzliche Lebensmittel gegessen. Auch der Honig wird abgelehnt.
 Laktovegetarische Kost: Neben pflanzlichen Lebensmitteln werden auch Milch und Milchprodukte gegessen.
 Ovolaktovegetarische Kost: Die Nahrund enthält darüber hinaus auch Eier. Der größte Teil der Vegetarier ernährt sich ovolaktovegetarisch.

Gründe für den Vegetarismus
 Töten als Unrecht. Tiere haben ein Recht auf Leben.
 Fleischverzehr aus religiösem Tabu.
 Der Anblick toter Tiere ist Ekel erregend.
 Mitgefühl mit hungernden Menschen. Zur Fleischproduktion werden an Tiere große Mengen pflanzlicher Nahrung verfüttert, die nicht mehr für die Ernährung der Menschen zur Verfügung stehen.
 Ökologische Motive: Verminderung der durch Massentierhaltung bedingten Umweltbelastungen.
 Ernährungsphysiologische Motive: Durch das Weglassen von tierischem Eiweiß und Fett in der Nahrung wird den ernährungsabhängigen Krankheiten vorgebeugt.

Bewertung des Vegetarismus:
 Vegetarier haben seltener Übergewicht, normale Blutzuckerwerte, geringere Triglytzerid- und Cholesterinwerte.
 Eine abwechslungsreiche (ovo)laktovegetarische Ernährung ist dazu geeignet, alle Nährstoffe in ausreichender Menge zu liefern. Diese Kostform ist daher als Dauerkost geeignet.
 Bei Veganern kann es zu einer Unterversorgung mit Eiweiß, Eisen, Kalzium, Vitamin B2, Vitamin D, Zink und Jod kommen, falls die Kost nicht sehr genau überlegt zusammengestellt wird. Für Säuglinge und Kleinkinder muss aus Sicherheitsgründen von der veganen Ernährung abgeraten werden. Bei Personengruppen mit besonderen Anforderungen an die Nährstoffversorgung, wie bei Schwangeren und Stillenden und bei alten Menschen, ist besondere Sorgfalt geboten.
 Wird nur das Fleisch aus der Nahrung gestrichen, ist diese Ernährung minderwertiger als die herkömmliche Kost, da als Ersatz meist vermehrt zu Süßigkeiten und Mehlspeisen gegriffen wird. Man spricht dann vom Puddingvegetarismus.

Vegetarierstudie
Die Vegetarierstudie (Langzeitstudie seit 1978) des Deutschen Krebsforschungszentrums kommt 2003 zu dem Ergebnis, dass „Vegetarier ein drastisch verringertes Sterblichkeitsrisiko“ haben. Innerhalb der untersuchten Gruppen der Vegetarier (Veganer, Ovo-Lakto-Vegetarier, moderate Vegetarier) scheinen „sich die gelegentlichen Fleischkonsumenten [moderate Vegetarier] für die gesündeste Ernährungsweise [hinsichtlich des Sterberisikos] entschieden haben“. Wurde die Sterbewahrscheinlichkeit der strengen Veganer als „1“ eingestuft, so lag sie bei Ovo-Lakto-Vegetariern bei 0,66 und bei den moderaten Vegetariern bei 0,60. Eine mögliche Erklärung dafür haben die Forscher bei einer Untersuchung zu kardiovaskulären Risikofaktoren bei 154 Veganern gefunden, nämlich die bei veganer Ernährung relativ hohen Spiegel für Homocystein, einem Risikofaktor für koronare Herzkrankheit. Der Grund ist die verringerte Aufnahme von Vitamin B12 (Cobalamin) bei veganer Kost. Das Vitamin ist zur Remethylierung von Homocystein zur essentiellen Aminosäure Methionin notwendig und ist hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln enthalten.


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