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Transgene Tiere als Krankheitsmodelle - Referat



Transgene Tiere als Krankheitsmodelle

Was sind transgene Tiermodelle?
Die tierexperimentelle medizinische Forschung versucht bei Tieren menschliche Krankheiten hervorzurufen, um Ergebnisse und Untersuchungen zu machen. Wenn menschliche Krankheiten genetisch in Tiere eingebaut werden können, nennt man diese „Krankheitsmodelle oder transgene Tiermodelle“. Die Ursachen für die Krankheiten bei Menschen werden auf der Ebene der Genetik untersucht ohne dass man die Einflüsse der Ernährung und des psychosozialen Umfeldes (Lebensgewohnheiten) mit einbezieht.

Die Vorgehensweise zum Herstellen von transgenen Tiermodellen:
Das Erbgut der Tiere für die Krankheitsversuche wird verändert, indem man ihnen die kranken Gene der Menschen in das Erbgut injiziert. Die Effizienz der Injektionen ist nur gering und liegt etwa bei den Mäusen um 10-15%, bei den Schweinen bei 2% und beim Rind nur etwa 1%. Daher suchen Wissenschaftler nach neuen Methoden um dies zu verwirklichen.
Bei den Mäusen zB. können gezielte Gene ausgeschaltet werden, was zum sogenannten Knockout führt. Knockout-Mäuse werden auch für Kenntnisse hergestellt, um die Funktionsweise einzelner Gene herauszubekommen. Die Mäuse können jedoch nicht sehr lange am Leben bleiben, weil deren Gene blockiert sind.

Verschiedene Beispiele für Knockout-Verfahren an Tieren:
• Krebsmaus
Bei der Krebsmaus wird ein sogenanntes Onkogen in das Erbgut eingeschleust. Die Folge dieser Einschleusung ist, dass die Mäuse nach mehreren Wochen an Krebs erkranken. Aber später stellte sich fest, dass die Krebsmaus ein Flop war, da Krebs ein multifaktorielles Geschehen ist, bei dem außer den Erbanlagen auch die Lebensweise, Ernährung und die psychische Situation eine Rolle spielen.
• Lesch-Nyhan-Maus
Bei dem sogenannten Lesch-Nyhan-Syndrom des Menschen handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung, bei der eine Mutation in einem einzigen Gen vorliegt. Menschen, die an unter dieser Krankheit leiden, zeigen Störungen in der Verhaltensweise. Wenn man jedoch die entsprechenden defekten Gene bei den Mäusen blockiert, erkennt man keine Krankheitssymptome.
• Cystische Fibrose-Maus
Bei der CF=Mukoviszidose handelt es sich wiederum um einen Gendefekt. Jedoch sind inzwischen mehrere Mutationsarten der Mukoviszidose bekannt. Bei der Knockout-Maus wurde das mutierte Gen ausgeschaltet. Die Tiere zeigen aber nicht dieselben Symptome, die die Menschen vorzeigen, denn die Menschen leiden darunter, dass das Sekret, das in den Bronchien gebildet wird nicht abgehustet werden kann und somit zähflüssig wird. Bei den Mäusen jedoch treten Verdauungsschäden auf, sodass die Tiere dann sterben. Die an diesen Tieren entwickelte Gentherapie wiederum hatte bei den Tieren eine Wirkung, verlief beim Menschen jedoch enttäuschend und hielt nicht die Versprechungen.





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