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Tollwut - Referat



Tollwut
Ist eine Viruskrankheit
Andere Namen: Hundswut (weil es meistens Hunde haben), Lyssa, Rabies, Wutkrankheit
Weltweit verbreitet
Übertragung durch Biss (auch Schleimhautkontakt), in Europa Füchse
Erreger: Tollwutvirus (Rabiesvirus) -> gehört zu den Rhabdoviren
Infektion führt immer zum Ausbruch der Krankheit
Ist anzeigepflichtig (man muss es melden) und man sollte sich impfen
Inkubationszeit (Zeit bis zum Eintreten der Symptome): zwischen 3 Wochen und 3 Monaten bis zu einem Jahr; am kürzesten im Kopf und Nacken -> am gefährlichsten
Die Erreger erreichen von der Eintrittsstelle aus über die peripheren Nerven das Gehirn und verbreiten sich von dort zentrifugal zu den Speicheldrüsen.
Symptome:
anfangs: Juckreiz und Brennen an der Bissstelle , Kopfschmerzen, Fieber, starke innere Unruhe, Steigerung der Muskelreflexe
Erregungsphase: hochgradige motorische Unruhe (Schreien, Toben), starker Speichelfluss, zunehmende Verkrampfung der Muskulatur mit spastischen Kontraktionen der Schluckmuskulatur beim Essen und Trinken, die bereits beim Anblick von Flüssigkeit einsetzen (Hydrophobie)
Symptome:
Bei Menschen verläuft die Krankheit in drei Stadien.
Padromalstadium:
- Fieber, untypische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit
- Brennen, Juckreiz und verstärkte Schmerzempfindlichkeit im Bereich der Bisswunde
Exzitationsstadium ("rasende Wut"):
- Angstgefühle, Unruhe
- Schluckbeschwerden dadurch
- Angst zu trinken und
- Speichelfluss aus dem Mund (um ihn nicht schlucken zu müssen)
Abwechselnd aggressiver und depressiver Gemütszustand
- Wasserscheu: die optische oder akustische Wahrnehmung von Wasser führt zu Unruhe und Krämpfen, die sich auf die gesamte Muskulatur erstrecken können.
Paralyse ("stille Wut"):
- Nachlassen der Krämpfe und der Unruhe
- Fortschreitende Lähmungen
- Tod
Sofern Tollwut nicht behandelt wird, liegen zwischen dem Auftreten der ersten Symptome und dem Tod maximal 7 Tage. Unbehandelt liegt die Todesrate bei 100%.

Die Entwicklung des ersten Tollwutimpfstoffes durch Louis Pasteur
1885 gelang es dem Wissenschaftler Louis Pasteur, aus dem Rückenmark eines infizierten Kaninchens abgeschwächte Tollwutviren zu erzeugen. Mit diesem Impfstoff behandelte er am 6. Juli 1885 den 14-jährigen Joseph Meister, der kurz zuvor von einem tollwütigen Hund gebissen worden war, und rettete ihm damit das Leben.
Die Nachricht von dieser erfolgreichen Impfung verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Dieser Impferfolg leistete nicht nur dem Schutz vor der Tollwut, sondern der Erforschung der gesamten Impfmedizin einen großen Vorschub und war der Anlass zur Gründung des Instituts Pasteur im Jahr 1887. Dieses Institut gehört bis heute zu den führenden Zentren für medizinische Grundlagenforschung.

Die Tollwut ist schon sehr lange bekannt, ihre wahren Ursachen dagegen nicht. So gaben die "Tobsuchtsanfälle" Betroffener den Menschen früher Rätsel auf. Tollwut galt als gottverhängte Strafe




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