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Tod - Referat



Tod

Medizinisch:
• Ausfall oder unzureichende Funktion eines lebenswichtigen Organ führt zum Stillstand des Lebensprozesses
• Übergang vom Leben zum Tod fließend
• Moderne Medizin ermöglicht Wiederbelebung und Lebenserhaltung ,aber auch Todesursachen sind nun bekannt und erforscht
• großer Fortschritt ist die Transplantationschirurgie (löste große Diskussion aus, Organe werden von frisch Verstorbenen entnommen und auf noch lebende übertragen)
• drei Unterschiedliche Arten von Tod
1. sozialem Tod = Verlust von höheren physischen Funktionen (Gedächtnis, Sprache usw.) oder durch ein vegetatives Dasein
2. klinischem Tod = Herz und Atmung stehen still (Wiederbelebung), Gehirn ist nicht aktiv
3. biologischer Tod = folgt auf klinischem Tod endgültiger Ausfall der Hirnaktivität, Hirntod
• objektive Todesanzeichen treten erst später auf (Leichenstarre, Totenflecken)

Juristisch
• früher durch endgültiges Aufhören der Herztätigkeit, heute im Zeitalter von Transplantationen nicht mehr
• Rechtsfähigkeit hört mit dem Tod auf
• Sach- und Kapitalvermögen geht an die Erben
• Familienverhältnisse und höchstpersönliche Rechte enden mit dem Tod
• Todeserklärung wird auch wegen Verschollenheit erlassen (nach bestimmten Fristen)

Philosophisch:
• "Der Tod als Ende des irdischen Lebens gilt als Schrecken; über das Grauen des Todes soll niemand hinwegreden (Homer »Odyssee« 11, 487)
• Tod unausweichliches Menschenschicksal (Götter unsterblich)
• repräsentative Philosophen des Griechentums in der Frage nach den Tod:
- Euripides in "Alkestis": Sind Tod und Leben Werte, die den Sinn menschlichen Verhaltens bestimmen?
- Plato in "Apologie":  verneint Frage: Mensch kann Tod als Recht oder Unrecht werten
- Leben ist nicht gegeben, sonder aufgegeben, es ist ein "Sich-frei-Machen" der Seele vom Leib
- für Aristoteles ist der Tod nur ein Naturphänomen oder Tat
- Stoa wertet Materielles und Leib ab  Rechtfertigung des Selbstmordes
- Epiktet: Tod hat den positiven Sinn, dem Leben eine Richtung zu geben  Selbstprüfung
• Vier philosophische Grundhaltungen zu den Konsequenzen des toten Individuums:
1. Der Tod ist das endgültige Ende der körperlich-organischen und der aktiven, physisch feststellbaren geistigen Existenz eines Lebewesens (z.B. Ganztodtheorie)
2. Der Tod ist nur eine Phase, die schließlich zu einem neuen individuellen Leben führt (Wiederverkörperung durch Reinkarnation)
3. Der Tod ist der unumkehrbare Übergang in einen anderen Seinszustand (Weiterleben in einem Totenreich, Auferstehung, Unsterblichkeit)
4. Leben und Tod sind indifferent (in einigen mystischen Richtungen, z.B. im Zen).

Mythologisch:
• schriftlosen Völker heben meist die Unnatürlichkeit des Todes hervor  interpretieren böse Mächte
 Tod bzw. Tote oft Gegenstand einer mit Angst gemischten Verehrung  Riten, Opfer
• Vorstellungen über das (meist höherwertige) Leben nach dem Tod
• Jenseits und Diesseits sind gleich, nur das Jenseits ohne die Mängel des Diesseits
• Jenseits völlig verschieden
• Gericht über die Toten (Belohnung  "Paradies", Bestrafung  "Hölle")
• Vorstellung vom Seelenschlaf
• Todesart kann auch entscheidend sein: Krieger der Azteken, Germanen und des Islam sofort im Paradies
• Altes Testament sieht den Tod als Folge des Ungehorsams gegenüber Gottes Geboten "Der Mensch hat den Tod selbst verschuldet" (Zitat aus 1. Mose 3)
• Neues Testament fasst den Tod als Folge und Strafe der Sünde, aber durch Jesus Christus wird der Glaubende den Tod überwinden und ewig leben

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: Joe-handsome



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