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Tierwanderungen - Referat



Viele Tiere halten sich ihr ganzes Leben lang in einem bestimmten Gebiet auf. Sie sind dort heimisch und verlassen es nicht.
Andere hingegen unternehmen Wanderungen. Sie legen große Entfernungen zurück auf der Suche nach Nahrung, wärmerem Klima oder geeigneten Plätzen, an denen sie ihre Jungen zur Welt bringen und aufziehen können.
Solche Tierwanderungen hängen bei manchen Arten von den Jahreszeiten ab.
Büffel etwa machen sich während der Trockenzeit auf, um Wasserstellen oder frische Weiden zu suchen.
Andere Tiere fliehen vor der Kälte des Winters, und wieder andere meiden sengende Hitze des Sommers.
Tierwanderungen können sich über tausende von Kilometern erstrecken.
Vögel wie der Kuckuck und die Schwalbe verbringen den Sommer in Europa und den Winter in Afrika.
Lemminge und Heuschrecken dagegen wandern nur, wenn sie so zahlreich geworden sind, dass sie in ihrem Lebensraum nicht mehr genug Nahrung finden.

Orientierungssinn
Manche Tiere haben einen außergewöhnlichen Orientierungssin. Sie finden ihren Weg, indem sie sich am Stand von Sonne, Mond und Sternen orientieren. Andere scheinen einen eingebauten Kompass zu haben und sich am Erdmagnetfeld oder den elektrischen Feldern der Meeresströmungen zu orientieren.
Die Wissenschaft hat noch nicht endgültig geklärt, woher die Tiere wissen, wohin sie wandern.
Besonders erstaunlich ist dieses Verhalten bei Jungtieren, die zum ersten Mal auf eine solche Reise gehen.

Küstenseeschwalbe
Den Rekord bei Tierwanderungen hält die Küstenseeschwalbe. Dieser Weltmeister unter den Zugvögeln fliegt jedes Jahr vom hohen Norden bis in den tiefen Süden und wieder zurück.
Küstenseeschwalben verbringen den Sommer in der Arktis, wo sie die Jungen aufziehen.
Am Ende des kurzen Arktissommers ziehen sie nach Süden, manche bis in die Antarktis. In der Luftlinie sind das 18.000 km, doch scheuen viele Küstenseeschwalben auch nicht den Umweg über den Nordatlantik und einen Abstecher in westlicher Richtung über den Südatlantik.
Nach dem südpolaren Sommer ziehen sie wieder nordwärts. Die Küstenseeschwalben werden über 30 Jahre alt und legen während ihres Lebens etwa 1 Million km zurück.

Lachse
Lachse legen ihre Eier in Flüssen ab. Wenn die Jungen geschlüpft sind, schwimmen sie flussabwärts ins Meer, wo sie den größten Teil ihres Lebens verbringen.
Als ausgewachsene Tiere wandern sie über tausende von Kilometern zurück in ihre Flussheimat, um sich fortzupflanzen.
Sie haben ein so scharfes Wahrnehmungsvermögen für die Stoffe in diesen Gewässern, dass sie denselben Ort auch noch nach Jahren wieder finden.

Bogong-Eulenfalter
Manche Tier unternehmen ihre Wanderungen im Sommer.
Der Eulenfalter zieht sich während des trocken-heißen Sommers im Südosten Australiens zum Schlaf in die kühlen Höhlen und Felsspalten der Gebirge zurück. Er hält also Sommerschlaf.
Im Herbst fliegen die Falter wieder talwärts. Manche fliegen auf das offene Meer hinaus und finden dort den Tod.

Gnus
In der Trockenzeit brechen riesige Herden afrikanischer Gnus zu ihrer Suche nach neuen Weiden und Wasser auf.
Manchmal müssen sie über 1000 km zurücklegen, bis sie Wasserstellen finden.




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