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Tierversuche - 2.Version - Referat






TIERVERSUCHE



Was sind Tierversuche?

Es sind Eingriffe oder Behandlungen an Tieren oder deren Erbgut zu Versuchszwecken, die mit Schmerzen, Leiden, bleibenden Schäden für die Tiere und schließlich deren schmerzvoller Tod verbunden sind.


Wofür werden Tierversuche durchgeführt?

Die Tierversuche finden zu unterschiedlichen Zwecken statt:
Versuchstiere werden im Labor vor allem für die Entwicklung von Arzneimitteln und zur Erforschung von Krankheiten, aber auch für die Untersuchung von Chemikalien sowie von Kosmetik- und Haushaltsprodukten eingesetzt. Es werden neue Medikamente und Behandlungen erprobt. Kein lebender gesunder Mensch würde sich freiwillig für solche Tests zur Verfügung stellen. Trotzdem gibt es in Amerika auch schon Studien, wo sich Freiwillige gegen Bezahlung für solche Tests melden. Allerdings sind das eher harmlose Medikamententests, wo eher die Nebenwirkungen ausgetestet werden, da beim Menschen genauere Ergebnisse erzielt werden.
Oft werden Medizinstudenten auch Lebewesen zum Üben überlassen, sei es in der Tiermedizin oder in der Forschung.



Gibt es auch in Österreich Tierversuche?

Auch bei uns werden zahlreiche Tierversuche durchgeführt. Diese werden immer mehr. 1999 waren es noch ca.130.000 Tiere. Mittlerweile sind es weit über 200.000. Die tatsächliche Anzahl der verwendeten Tiere ist aber noch viel höher, da die Tests an ungeborenen Tieren noch hinzukommen. Außerdem gibt es viele illegale Labors, die gar nicht gemeldet sind und die Tiere daher auch nicht registriert sind, wie einige Tierschutzorganisationen behaupten.












Mit welchen Tieren werden Tierversuche durchgeführt?

Über 90 Prozent der Labortiere in Österreich sind Mäuse, Ratten und Kaninchen.
Es werden aber auch Tests an Meerschweinchen, Hamster, Katzen, Hunde, Pferde, Esel, Schweine, Ziegen, Schafe, Rinder, Affen, Vögel, Amphibien und Fischen durchgeführt.

Tests an Kaninchen: - für die Antikörperherstellung von Impfstoffen
- für die Arterioskleroseforschung
Rind/Pferd: - für die Entwicklung und Gewinnung von Impfstoffen
Hund: - für die Herz-Kreislaufforschung
- Urologische Forschung
Katze: - für neurophysiologische Studien
Ratte/Maus: - Krebsforschung
- Stoffwechselerkrankungen
- Wirksamkeitsprüfung von Arzneimitteln
- Genforschung
Schwein: - Herz-Kreislaufforschung
- Diabetesforschung
- Osteoporoseforschung
Affen: - Pharmakokinetik
- Pharmakologie
- AIDS/HIV


Welche Tests werden durchgeführt?

Immer noch werden Tiere mit Krankheitserregern infiziert. Oft werden innere Organe gewaltsam verändert und die Körper der Tiere verstümmelt, um die Folgen zu beobachten und für die Wissenschaft zu verwerten.
Andererseits werden aber eben durch diese Tierversuche Menschenleben gerettet und Krankheiten geheilt. Viele Erkenntnisse könnten auf keine andere Weise gewonnen werden.


LD50-TEST: L bedeutet lethal, das heißt tödlich, D bedeutet Dosis und 50 ist die Hälfte von
100. Dieser Test ermittelt die Menge eines Mittels, bei der die Hälfte der
Versuchstiere stirbt. So wird die Giftigkeit eines Mittels bestimmt.
Dieser grausame Test ist bei uns verboten.

DRAIZE-TEST: ist ein Schleimhautverträglichkeitstest. Dem Kaninchen zum Beispiel wird
ein Präparat in ein Auge getropft und eingerieben. Dann werden die Tiere
21 Tage lang beobachtet. Das zweite Auge dient zur Kontrolle. Während des
Tests werden keine Schmerzmittel verabreicht.
Folgen für das Kaninchen: Bindehautreizungen, Verätzungen , völlige
Zerstörung des Auges, Blindheit, Augengeschwüre,……







HAUTTEST: Die Kaninchen werden am Rücken rasiert. Dann wird eine Testsubstanz auf die
Haut aufgetragen. 24 Stunden dauert der Hautkontakt. Dann wird das Tier 14
Tage lang beobachtet.
Folgen: Rötung, Entzündung, Schwellung
Trotz enormer Qualen überleben die Tiere normalerweise den Versuch und
werden anschließend getötet und seziert.


ORALE TESTS: Die giftigen Stoffe werden den Tieren entweder mit der Nahrung zugeführt
oder direkt in den Magen gepumpt. Auch hier wird 14 Tage beobachtet.
Folgen für das Tier: Krämpfe, Bauchschmerzen, Durchfall, Zittern,
Blutungen, Erbrechen, Lähmungserscheinungen, Koma, Tod.
Erst nach dem Versuch werden die restlichen überlebenden Tiere (meist
ca. 50 % = LD 50 Test) getötet.


INHALATION: Ratten werden gezwungen, chemischen, giftigen Dampf einzuatmen. Dies
geschieht oft mit einer Maske.
Folgen: Nasen- und Rachentumore, Blutungen aus der Nase, schweres
Atmen, Krämpfe, Koma, Tod.
Auch hier werden nach dem Test alle Tiere getötet.

GENTESTS: Auch in Österreich gibt es gentechnisch veränderte Labortiere. Mäuse werden
zum Beispiel ohne Immunsystem gezüchtet, um an ihnen verschiedene
Krankheitserreger oder UV- Licht- Bestrahlung auszuprobieren. Auch diese
Tiere erleiden dann einen qualvollen Tod.


Alternativen:

Tierversuche sollten durch andere Forschungswege ersetzt werden, doch manche Wissenschaftler halten starr an ihren Arbeitsweisen fest.
Es gäbe ethisch vertretbarere Methoden, die sogar genauere Ergebnisse hervorbringen als die Tierversuche.
Tierversuche könnten durch gezüchtete Zell- und Gewebekulturen, künstliche Organmodelle oder durch Computersimulationen ersetzt werden. Auch Tests an Bakterien und Einzellern wären eine Möglichkeit. Außerdem sollten bereits vorhanden Ergebnisse für alle zugänglich gemacht werden, um nicht immer dieselben Tests wiederholt durchführen zu müssen.
Leider scheitert dies jedoch am Konkurrenzdenken der Großkonzerne. Außerdem würden diese Tests ein Vielfaches der herkömmlichen Tierversuche kosten.

Trotzdem wird die UV-Licht-Bestrahlung mittlerweile schon an Zellkulturen getestet. Auch die Ätzwirkung der Haut wird immer öfter mit menschenähnlichen Hautmodellen aus dem Labor getestet.
In Österreich gibt es seit 1999 ein Verbot der Tierversuche für Kosmetikendprodukte. Doch die EU erlaubt diese grausamen Versuche weiterhin. Erst 2009 sollen die meisten Tests für Kosmetika verboten werden. Auch dürfen dann keine Kosmetikprodukte wie Lippenstifte und Haarshampoos in der EU mehr verkauft werden, wenn sie an Tieren getestet wurden.






WAS können wir tun?


Hase mit schützender Hand
ist eine international eingetragene Marke des Herstellerverbandes gegen Tierversuche in der Kosmetik. Dieses Warenzeichen kennzeichnet Produkte, die ohne Tierversuche entwickelt und hergestellt worden sind.
Produkte: Hand- und Gesichtscremes, Lippenstifte, Badezusätze, Seifen, Shampoos, Puder, Sonnenschutzmittel, Gesichtswasser, Wimperntusche, Haarfärbemitteln, Lidschatten usw.
Das heißt, wenn dieses Zeichen auf einem Produkt zu sehen ist, hält sich der Hersteller an die vorgegebenen Richtlinien und es wurde keinem Tier Leid zugefügt.

Besonders vielen Tierschutzvereinen ist es zu verdanken, dass sich die Menschen mittlerweile mehr Gedanken um die Herkunft der einzelnen Produkte machen. Erst durch den Hinweis einzelner Vereine auf die vielen Missstände ist es möglich, für die Tiere etwas zu ändern.

Jeder Einzelne kann zum Beispiel die Tierschutzvereine unterstützen, die sich gegen das Tierleid einsetzen oder auch beim Einkauf genau darauf achten, was man kauft.

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: Verena13



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