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Tattoos und Piercings - Referat



Tattoos:

Ich beginne die Geschichte des Tattoos mit dem ältesten, je gefundenen, tätowierten Körper, auch „Ötzi“ genannt. Ötzi besaß, oder besser gesagt besitzt immer noch 15 Tattoogruppen, bestehend aus 47 einzelnen Tattoos. Die Tätowierungen waren Punkte und Striche, sowie andere geometrische Figuren und ein kreuzähnliches Tattoo am rechten Knie.
Die Tätowierungen auf Ötzi sind ca. 5300 Jahre alt und sie hatten wahrscheinlich alle eine therapeutische Funktion, da sie sich alle an klassischen Akkupunkturpunkten befinden und Ötzi

Bekannt sind Tattoos schon seit Uhrzeiten, sie wurden aber erst durch die Einführung des Wortes „Tattoo“, durch Kaptain Cook, richtig greifbar. Das Wort „Tätowierung“ hat seinen Ursprung in Polynesien. Und wurde aufgrund des lebhaften Interesses für die Südsee in den Europäischen Sprachschatz aufgenommen. Ursprünglich hieß Tattoo-„Tatau“, was soviel bedeutet, wie . Die Tätowierung hat sich wahrscheinlich aus der Körperbemalung (Auch Bodypainting genannt) ergeben. So haben sich die Leute angeblich schon zur Zeit der Höhlenmalereien bemalt.

Frühe Belege für Tattoos fand man auch in Afrika, Polynesien und Asien von ca. 500 v. Chr., aber auch in Nord- und Südamerika und in Ägypten, diese sollten damals die
Fortpflanzungsfähigkeit im Jenseits sichern. Man hat dort 1923 die Mumie einer tätowierten Prinzessin gefunden, die um ca. 2000 v. Chr. gelebt haben soll. Ihre Tätowierungen waren einfache geometrische Figuren, z.B., Punkte und Striche.
Früher waren die Bedeutungen der Zeichen unterschiedlich. So war die Bedeutung der Zeichen oft, Schmuck des Körpers; Schutz vor äußeren Einflüssen (wie z.B.
Dämonen und Magie); Schutz vor Insekten; Tarnung; Kriegsbemalung; Kennzeichnung; Medizinisch-hygienische Zwecke und sogar zur Trauer.

Oftmals hatten die Tätowierungen auch einen Therapeutischen Charakter (wie bei ‚Ötzi’ schon Erwähnt). In Afrika oder Samoa hat man Tattoos sogar gegen Rheuma oder Kopfschmerzen benutzt, die Leute dort behaupteten, dass dies besser wirken soll als Aspirin.

Die früheste Form der Farbeinbringung unter die Haut, war wahrscheinlich die
Narbentätowierung, dabei wurden Wunden zum Schutz oder zur Verbesserung des
Heilungsprozesses mit Zusätzen, das heißt, meist mit Ruß oder einer Pflanzenfarbe,
ausgerieben. Um diesen Farbeffekt zu verbessern, wurden die Wunden oftmals wieder aufgerissen und erneut eingerieben.

Die Eskimos wiederum hatten und haben eine ganz andere Form der Farbeinbringung unter die Haut, sie nähen einfach gefärbte Bänder unter die Haut, diese zeigten meist die Zugehörigkeit zu einer Frau oder einem Mann.

In Indien, war die Tätowierung meist eine Form der Trauer, bei der der seelische Schmerz durch den körperlichen Schmerz verdrängt werden sollte.

In Afrika, wiederum brachte man früher Tattoos zum Schutz vor bösen Geistern an, meist wurden aber mit Tattoos Geschichten über das Leben des Tattooträgers und seiner Familie erzählt. Darum haben auch die Maori die Köpfe von Verstorbenen abgetrennt, da sich auf ihnen meist die Geschichten mehrerer Generationen befand.
Tattoos wurden aber auch zum Ausdruck der Überzeugung, da sich an ihnen die ersten Christen erkannten und somit unter sich bleiben konnten.

Auch in der französischen Revolution wurden Tattoos zum Ausdruck der Überzeugungen (<“Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“>).

Von 1870 bis 1880 wurden Tattoos zum Zeichen des „Milieus“, das heißt, Kriminelle oder Prostituierten, aber auch Reiche und Adelige konnten damals an Tätowierungen erkannt werden.

Nachdem das Wort „Tätowierung“ in den allgemeinen Wortschatz aufgenommen worden war, wurden Tattoos auch als Schmuck und nicht nur zur Identifikation angebracht.

Tattoos waren aber auch nicht immer vom Staat erwünscht, was sich darin zeigt, dass bis 1996 im Kanton Bern, in der Schweiz, offiziell verboten war sich zu Tätowieren.
Aber, um ein Gegenteil zu zeigen, Tattoos wurden in Bosnien bis 1890 dazu benutzt, dass christliche Mädchen nicht zum Islam überwechseln konnten.

Aber nicht nur die geschichtliche Entstehung des Tattoos ist interessant, sondern auch, wie so ein Tattoo im allgemeinen entsteht. Deshalb erkläre ich einmal kurz, wie Tattoos entstehen und was dabei zu beachten ist.

Gestochen wird heutzutage nur noch mit elektrischen Maschinen, welche sich Professor O’Riley patentieren lassen hat. Dadurch wird die Farbe immer unter die gleiche Hautschicht gebracht, was die Mediziner nennen. Diese garantiert dann ein relativ Schmerzarmes Tattoo. Außerdem kann die Tattoopistole beinahe wie ein Pinsel geführt werden.

Die Nadeln dieser Maschinen werden vor jedem benutzen unter dem Mikroskop untersucht und dann gebündelt, bei Konturen 3-5 Nadeln mit 0,25-0,40mm Durchmesser, sowie bei Flächen 10-14 Nadeln. Die Nadeln werden in Handarbeit aus medizinisch geeignetem Stahl angefertigt. Nach dem Stechen werden die Nadeln wieder sterilisiert oder ausgewechselt.
Auch die Hygiene darf nicht vergessen werden. Darum muss der Tätowierer einmal Handschuhe anziehen und alle Geräte, die mit der Haut Kontakt haben müssen sterilisiert sein. Außerdem müssen alle Oberflächen glatt und leicht zu Putzen sein.

Es gibt aber verschiedene arten von Tattoos, wie zum Beispiel das Hennatattoo. Dieses wird nicht gestochen, aber dafür wird eine spezielle Farbpaste auf die Haut aufgetragen. Die Paste darf erst wieder entfernt werden, wenn die Paste getrocknet ist. Die Farbe dieses Tattoos hält meist 2-4 Wochen.
Ein wird hingegen wie ein normales Tattoo gestochen, nur nicht so tief wie ein normales Tattoo. Diese Tattooart wird meist für premanent-Make-up verwendet. Es gibt aber keine Garantie dafür, das dieses Tattoo nach einer
weile wieder verschwindet, es kann aber sein, das sich die Farbe des Tattoos ändert, also anstatt braun zu grün wird und wer will schon, z.B., grüne Augenbrauen?

Irgendwann kommt aber für viele der Zeitpunkt, an dem Sie leidige Tätowierungen wieder loswerden wollen. Die verschiedenen Möglichkeiten der Tattooentfernung möchte ich hier einmal kurz aufführen.

Fangen wir mit der an, bei dieser Art der Tattooentfernung wird eine Mischung aus Knoblauchzwiebeln und Kantharidin (Fliegendrüsensekret) auf die Haut aufgetragen.

Bei der wir die Haut abgehobelt oder abgeschliffen.

Bei der wird die betroffene Hautschicht unter Vollnarkose herausgeschnitten, danach wird die offene Stelle mit der Spalthaut abgedeckt und über viele Monate mit Kompressionen bedeckt.

Bei einer Methode, die übrigens nicht zu empfehlen ist, wird die betreffende Stelle ausgestanzt und vernäht. Diese Methode ist das .

Beim wird ein Tattoo, das mit hellen Farben Tätowiert worden ist, mit einem Tattoo, das mit dunklen Farben Tätowiert worden ist, Übertätowiert.

Durch den werden die Pigmente über bestimmte Wellenlängen zerstört, das
Imunsysten beseitigt dann die Reste der Farbe. Bei den Lasern unterscheidet man zwischen einem Rubin-Laser, der blau-schwarze Tattoos entfernt und zwischen dem Nd-Yag-Laser, der für Farben geeignet ist.

Bei der wird durch hochfrequente elektrische Wärme erzeugt, diese führt zum verdampfen der Zellflüssigkeit, die Zellen mit der Farbe sterben ab. Die so getöteten Zellen werden als Schorf abgestoßen und durch neue ersetzt.
Bei einer, sich noch in der Probephase befindlichen Methode der Tattooentfernung, dem wird die obere Hautschicht abgelöst und durch einen feinen Wasserstrahl sollen die Farbpigmente weggespült werden. Dieses soll Stationär behandelt werden, es wurden aber bislang nur Tierversuche gemacht.

Was man beim Tattoo aber auf alle Fälle beachten sollte ist, das es zu Infektionskrankheiten, wie z.B. Aids, Hepatitis oder auch zu Krebs, wenn die Farbe zerfällt, kommen kann. Das Tattoo kann sich aber auch entzünden und dadurch kann es zu einer Blutvergiftung kommen.




Piercings:


Jeder von uns hat bestimmt schon einmal ein Piercing gesehen. Doch die wenigsten wissen wie sie teilweise entstanden sind.
Das Lippenpiercing, z.B. stammt wahrscheinlich von einem Stamm aus den Regenwäldern, diese haben sich Lippenpflöcke eingesetzt, das heißt, das sie Holzstücke in Löcher unter der Unterlippe stecken. Dies zeigt dem Stamm, wer Erwachsen ist und wer nicht.


Es gibt verschiedene Arten von Piercings, z.B. Lippenpiercing, Lippenbändchenpiercing, Zungenpiercing, Bauchnabelpiercing, Augenbrauenpiercing, Nasenpiercing, Ohrenpiercing, Nackenpiercing und Brustwarzenpiercing.

Bei einigen Menschen kann es zu hypertrophes, d.h. überschüssigem Narbengewebe kommen, dieses kann sich ca.4-8 Wochen nach dem Piercen äußerlich um den Stichkanal bilden

Man sollte bei Piercings auf jeden Fall beachten, dass das Studio sauber ist und die
Instrumente Steril sind. Außerdem sollte man die Piercings nicht Schießen lassen, da dabei die Haut reißt, d.h. es entsteht eine größere Wundfläche, wenn aber gestochen wird, entsteht nur ein kleines Loch, d.h. es bleibt eine kleine Wundfläche.
Auch sollte man bei der Wahl des Schmuckes aufpassen, da der Nickelwert nicht über 0,05% steigen sollte. Wenn man z.B. Edelstahl oder Chirurgenstahl als schmuck wählt, kann es zu Allergischen Reaktionen kommen, da bei diesen metallen bis zu 10% Nickel enthalten sein kann. Allergische Reaktionen können aber auch durch die Pflegelösung ausgelöst werden, oft tritt eine solche allergische Reaktion erst nach Monaten ein, da die Oberfläche des verwendeten Edelstahls dann von den Körperflüssigkeiten porös geworden ist und sich Nickel-Ionen lösen können.

Andere Gefahren beim Piercen sind, z.B. wenn man sich ein Gesichtspiercing machen lässt, kann ein Nerv verletzt werde, dadurch kann dann eine oder beide Gesichtshälften gelähmt werden.
Bei einem Zungenpiercing können die Äderchen durchstochen werden, dadurch können dann stärkere Blutungen auftreten.
Gerade bei Augenbrauen-Piercings ist die Gefahr am größten, dass das Piercing herauswächst. Dies ist dadurch begründet, dass die Spannung der Haut an dieser Stelle höher ist als an anderen Stellen. Die Haut verhält sich dann so, wie wenn ein Splitter langsam an die Oberfläche befördert wird. Man sollte dann das Piercing heraus nehmen. In der folge dessen kommt es dann zu einer Narbenbildung, was aber für ein Nachpiercing positiv ist. sollte das Nachpiercing jedoch auch herauswachsen, so sollte man es nicht noch einmal probieren.

Meistens sind die Gründe für Tattoos und Piercings unterschiedlich, doch oft ist der Grund der, das sie im Moment ‚Inn’ sind und sie den Leuten gut gefallen. Manchmal spielt aber auch der Glaube und die Religion eine Rolle.





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