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Suchtgefährdung - Referat



Was können Eltern bei Suchtgefährdung ihrer Kinder tun?


1. Ist Suchtgehfährdung erkennbar?

Bevor ich euch zu diesem Kapitel was sage fange ich mit einem kleinen Bericht einer besorgten Mutter an: „ Mein Sohn ist ständig schglecht gelaunt und brüllt mich an ich solle ihn endlich in Ruhe lassen und mit seinen Freunden ist er auch nicht mehr zusammen. Dafür zieht er mit dieser Clique rum die habe ich schon mal mit einem Joint gesehen. Er entfernt sich immer mehr von mir. Was soll ich tun?

So oder ähnlich beginnt oft der Bericht, wenn Eltern in einer Beratungsstelle Hilfe suchen. Sie stellen Veränderungen im Verhalten ihrer Kinder fest und machen sich sorgen. Manchmal gibt es auch konkrete Verdachtsmomente dafür, dass Medikamente, Alkohol oder Drogen im Spiel sein könnten.
Viele Merkmale einer ganz normalen Pubertären Entwicklung könnten auch ein Hinweis auf eine Suchtgefährdung sein z.B: plötzlich abfallende Schulleistungen, Kinder ziehen sich zurück, Stimmungsschwankungen, Aggressionen etc..
Suchtgefährdung ist daher nicht eindeutig erkennbar. Es gibt aber Verhaltensweisen die, die Aufmerksamkeit der Eltern erregen sollten: wenn das Kind über Jahre keine Freunde findet, Freundschaften brechen, sich einsam fühlt, permanent klagt: ich kann das nicht, ich geb´s auf.
Dies können Hinweise sein, dass der Jugendliche mit den Anforderungen des Lebens nicht mehr klarkommt. Diese Symptome sollten ernst genommen werden und Anlass sein, sich gründlich mit dem Kind und der eigenen Beziehung zu ihm zu beschäftigen.

2. Erster Verdacht- was nun?

Wenn sich der Verdacht festigt, dass der Sohn oder die Tochter Alkohol im Übermaß konsumiert, unkontrolliert Medikamente einnimmt oder illegale Drogen gebraucht, heißt die erste Verhaltensregel: keine Panik! Gerade jetzt gilt es den Kontakt zum Jugendlichen aufrecht zu erhalten und sein Vertrauen zu gewinnen.
Die folgenden Anregungen können diese Situation erleichtern:

- Sprechen Sie mit Bezugspersonen ihres Kindes. Vieles erscheint dann unter Umständen in einem anderen Licht.

- Suchen sie das direkte Gespräch mit ihrem Kind.

- Gesprächsbereitschaft signalisieren

- Sprechen sie über ihre Sorgen und verschweigen sie nicht sich schon erkundigt zu haben.

- Verharmlosen sie die Situation nicht, spielen Sie das Problem nicht herunter

- Informieren sie sich. Wenn Eltern über Sucht reden sollten sie informiert sein.


3. Was können Eltern tun wenn ihr Kind süchtig ist?

Schnelles Handeln ist angesagt, wenn typische Anzeichen nicht nur des Konsums, sondern einer Abhängigkeit von Alkohol, Medikamenten oder illegalen Drogen vorliegen. Sie können sich in körperlichen und psychischen Symptomen zeigen, die anders nicht zu erklären sind, wie
zum Beispiel: permanenter Schweißausbruch, Händezittern, Unruhe und Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen. Welche Suchtmittel der Jugendliche benutzt, können Eltern erkennen , wenn in der Umgebung des Jugendlichen bestimmte „ Utensilien“ auftauchen. Wenn sich die Verdachtsmomente erhärten kann nur eines gelten. Kinder und Jugendliche die abhängig sind gehören in qualifizierte Hände. Die Kontaktaufnahme mit einer Drogenberatungsstelle ist der beste und oft einzigste Weg. Eltern die denken sie könnten mit eigenen Mitteln ihrem Kind den Drogenkonsum abgewöhnen scheitern oft. Wichtig ist aber das der Süchtige aus eigener Überzeugung an einer Therapie teilnimmt. Drogenberatungsstellen beraten die Eltern und zeigen ihnen Möglichkeiten auf wie sie zur Heilung des Kindes beitragen können. Aber wichtig ist: Bei aller Sorge um das Kind dürfen Eltern ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse nicht aus den Augen verlieren.



- Gedicht

Deine Kinder sind nicht Deine Kinder.
Sie sind die Söhne der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch Dich, aber nicht von Dir.
Und obwohl sie bei Dir sind, gehören sie Dir nicht.
Du kannst Ihnen Deine Liebe geben- aber nicht deine Gedanken.
Du kannst ihrem Körper ein Heim geben – aber nicht ihrer Seele.
Denn ihre Seele wohnt im Haus von morgen, das du nicht besuchen kannst, nicht einmal in deinen Träumen.
Du kannst versuchen, ihnen gleich zu sein, aber versuche nicht, sie dir gleich zu machen.
Denn das Leben geht nicht rückwärts und verweilt nicht beim Gestern.
Du bist der Bogen, von dem Deine Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Lass Deine Bogenrundung in der Hand des Schützen Freude bedeuten.





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