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Sprache im 3. Reich - Referat



LTI – Die Sprache des Dritten Reichs



Begriff: LTI heißt Lingua Tertii Imperii, die Sprache des Dritten Reichs. Doch was verbirg sich eigentlich hinter dieser Sprache? Als Sprache des Nationalsozialismus bezeichnet man ein Vokabular und eine bestimmte öffentliche Rhetorik, die in der Zeit des Nationalsozialismus häufig verwendet wurden und den Sprachgebrauch in Staat und Gesellschaft stark beeinflusst. Sie enthält sowohl Neuschöpfungen von Wörtern als auch veränderte Bedeutungszuschreibungen für bereits vorhandene Wörter. Beide wurden zum Teil willkürlich geschaffen, zum Teil aber auch unreflektiert eingebürgert. Typische Vertreter dieser Sprache sind Adolf Hitler und Joseph Goebbels. Beide verwenden die Medien systematisch für ihre Propaganda, so das ihr Sprachstil und Vokabular weit verbreitet wird und die öffentlichen Bereiche durchsetzt.

Denkende Menschen: In dieser Zeit stand die Ausbildung des Intellekts an der letzten Stelle. „Die LTI will den Einzelnen um seine Individuelles Wesen bringen, ihm als Persönlichkeit betäuben, ihm zum Gedanken- und Willenlosen Stück einer in bestimmter Richtung getriebenen und gehetzten Herde machen“. Das ist die Meinung von Victor Klemperer der sich genau mit der LTI auseinander gesetzt hat. Man wollte keine denkenden Menschen. Deshalb lehnte die LTI auch das System der Philosophie ab, denn durch die Philosophie sollen die Menschen zum denken angeregt werden. Man wollte nämlich körperlich starke, die kampffähig waren. Das Volk sollte sich führen lassen, somit also unterordnen und zwar unter die Herrschaft der Nazis. Joseph Goebbels, Propagandaminister, verschaffte der NSDAP durch bedingungslose Gleichschaltung aller Medienorgane (Rundfunk, Zeitung, Film) einen zentral gelenkten Propagandaapparat mit der Aufgabe die Bevölkerung zu beeinflussen und zu formen. Um dies aber zu erreichen brauchten die Nazis die absolute Macht über jedes gedruckte und gesprochene Wort um keinerlei Kritik und anderer Meinungen ausgesetzt zu sein. Zensur und Abgrenzung waren die Mittel. Es durfte kein jüdischer Bürger oder politisch anderes Gesinnter mehr als Journalist tätig sein, zahlreiche Zeitungen wurden verboten oder unter anderem Vorzeichen übernommen.

Ausbreitung der Sprache: Vorgegebene Richtlinien vom Propagandaminister Goebbels mussten streng eingehalten werden. Diese enthielten „vertrauliche Informationen“ und Anweisungen über Wortwahl, Themen, so wird zum Beispiel 1940 darauf hingewiesen den Begriff „Besatzungsheer“ für die Wehrmacht nicht zu benutzen und statt „Evakuierung“ von Kinderlandsverschickung zu sprechen. Es gelang der NSDAP innerhalb von 12 Jahren die ihr eigene Gruppensprache, die von Abkürzungen, Euphemismen und Herabwürdigungen durchsetzt ist, auf die gesamte deutsche Bevölkerung auszuweiten. Jedes persönliche Gespräch sollte mit „Heil Hitler“ begannen und auch beendet werden.

Sprachaufbau: Schriftsprache und Redeform waren einheitlich, jedes geschriebene Wort war rede, musste Anrede, Anruf, Aufpeitschung sein, wurde es vorgelesen, dann mit lauter Stimme deklamierend, schreiend und beschwörend. Das ganze deutsche Reich war ein „Gesamtkunstwerk“, überall einhämmernde Reden, Fackelumzüge, HJ-Trommelgruppen, lange Sprachbanner, das alles wirkte Tag für Tag auf die Menschenmassen und beraubte ihren verstand.




Arm, warum?: Klemperer bezeichnet die LTI als arm. Einerseits ist sie arm, weil sich jeder zwangsweise nach dem gleichen Vorbild zu richten hatte und zum anderen brachte sie nur 1ne Seite des menschlichen Lebens zum Ausdruck. Die LTI diente nur der Beschwörung. Die Unterschiede zwischen dem Privaten und der Öffentlichkeit wurden aufgehoben „alles ist Rede, und alles ist Öffentlichkeit“.

Einflüsse: Doch wer glaubt das die Sprache rein deutsch ist irrt sich, denn sie bedient sich Elemente anderer Sprachen. Zum Beispiel beinhaltet die LTI viele amerikanische Bestandteile (der Amerikaner: „wie ich meinen tausendsten Elefanten schoss“/der deutsche: „von der Verwendung der Elefanten im zweiten punischen Krieg“).

Wörter und ihre Wirkung: Doch die stärkste Wirkung der LTI wurde nicht durch Einzelreden, Artikel, Flugblätter, Plakate oder Fahnen erreicht, sondern durch die Einzelworte, Redewendungen und Satzform. Zahlreihe Wiederholungen unterstützten die Wirkung. „Artfremd“ ist ein Wort des Dritten Reichs genauso wie der Ausspruch „im Zweifelsfalle entscheidet der Sachverständige für Rassenforschung“. So wurde auch das Wort „kämpferisch“ in den 12 Jahren Naziherrschaft zu einem der Lieblingswörter. Die Nationalsozialisten fanden, das „kriegerisch“ zu stark an Krieg denken lässt und die Menschen sollten ja nicht an Krieg denken, denn dieser Gedanke würde sie nur wieder an den Machtverhältnissen zweifeln lassen. Also sagte man einfach „kämpferisch“. Dieses Wort bezeichnet nämlich eine starke Haltung. Sie sollt die Leute dazu motivieren sich niemals unter kriegen zu lassen. Blindlings ist eines der Pfeilerworte der LTI. Es bezeichnet den Idealzustand. Blindlings drückt aus, das man nicht nachdenken soll. Zum Beispiel „einen Befehl blindlings ausführen“ oder „den Führer blindlings vertrauen“. Das Wort soll alle Zweifel beseitigen.
Auch der Begriff „Volk“ war von großer Bedeutung im Dritten Reich. Man fügte einfach die Zusatzsilbe „Volk“ an verschiedene Wörter heran, schon entstanden zahlreiche Neuschöpfungen. Damit sollte ein Zusammenhalt im „deutschen Volk“ entstehen, der auch in schweren Zeiten anhält. Volksfest, volksnah, volksfern, Volksgenosse… gehörten zum Alltag. Hitlers Geburtstag war ein Volksfeiertag und er Führer war nicht mehr der Reichskanzler, sondern der „Volkskanzler“. Der zweite beabsichtigte Effekt dabei war, dass der Einzelne gegenüber der Volksmasse unwichtig wird und jedes individuelle wesen verliert. Er sollte sich bedingungslos dem Volkswillen, also dem den die NSDAP diktiert, unterwerfen – „Du bist nichts - dein Volk ist alles!“. Es gab den Volksempfänger der Einheitsnachrichten vermittelte und den Volkswagen. Ähnliche Neuschöpfungen traten mit den Wortsilben „Reich“ und „Rasse“ auf. Beispielsweise Reichspartei und Rassenschande.

Religion, Technik, Medizin: Die Hitler-Ideologie sollte als Staatsreligion funktionieren und Hitler als oberster Führer deshalb religiös-kultisch verehrt werden. So wurde er als „Erlöser“, “Heiland“, „besonders ausgewählt“ bezeichnet, Tote starben „im Glauben an den Führer“. Man baute in der LTI parallelen zur kirchlichen Sprache auf. Der Bezug wird auch hier besonders deutlich… Buch 45.
Interessant ist auch der gebrauch technisch-medizinisch-biologischer Fachbegriffe in der Allgemeinsprache, den Behauptungen wurde damit ein scheinbar wissenschaftlicher Anstrich gegeben. Auffällig hier der Übergriff aus der Sprache der Technik auf die Personen selber und ihr Handeln zum Beispiel Ausdrücke wie „etwas groß aufziehen“, „etwas ankurbeln“, „verankern“ und „lenken“.


Superlativ: Ein weiteres beliebtes Mittel der eigenen Aufwertung und zur Abwertung der Gegner war der Superlativ: jede noch so kleine Parteiveranstaltung war „einmalig“, „einzigartig“, jede Begegnung war „historisch“, jede Entscheidung „ewig“ oder „gigantisch“. Die gefeierten Ergebnisse mussten immer mehr gesteigert werden so dass selbst Adjektive die an sich einen Superlativ ausdrückten (wie total und radikal) grammatisch gesteigert wurden zum Beispiel bei Goebbels Rede über den totalen Krieg. „Wollt ihr den totalen Krieg? Wollt ihr ihn wenn nötig totaler und radikaler?“ Fanatisch war in der Zeit des Dritten Reichs auch ein superlativisch anerkanntes Beiwort. Es bedeutet die Übersteigerung der begriffe tapfer, hingebungsvoll, beharrlich, und genauer. Zu besonderen Festtagen z.B. Hitlers Geburtstag hieß es „fanatisches Gelöbnis“ oder „fanatische Bekenntnis“. Vor der Zeit des Dritten Reichs war etwas leidenschaftlich, dann war alles nur noch fanatisch.

Übertreibungen: Auch viele Übertreibungen waren and er Tagesordnung, so die jeweils immer doppelt so hohe eigene Gefangenenzahl oder die überdrehte Vision eines „tausendjährigen Reichs“. Wie in der Werbungssprache versuchten die Nazis ihre Inhalte durch Verschleierungen von Sachverhalten oder deren Ausschmückungen besser zu „verkaufen“.

Abkürzungen: Auch Abkürzungen langer Worte oder Wortgruppen kamen häufig vor. So entstehen kurze, prägnante Schlagwörter für umständlich formulierte Begriffe wie „nationalpolitische Bildungsanstalt“ = Napola oder „Bund deutsche Mädel“ = BDM, gerade bei Gruppen war es beliebt um eingeschworene Zusammengehörigkeit zu demonstrieren (HJ, DAF, SS, SA).

Euphemismus: Die wohl wichtigste Aufgabe der Propaganda ist es oft auch unbeliebte Maßnahmen freundlich zu umschreiben und damit den Protest so klein wie möglich zu halten. Die Nazis wurden richtige meister im erfinden harmloser Umschreibungen wie „abholen“ für deportieren, „sich melden“ für Verhör bei der Gestapo, „abgewandert“ für verschleppt ins Konzentrationslager. Es gab auch kein stehlen oder rauben, sondern es hieß sicherstellen. Und für den Gastod oder die Erschießung der Juden sagte man einfach „Endlösung“. Statt Niederlag sagte man „Rückschlag“ und statt zu fliehen setzt man sich von fein ab. Am Anfang wurde der Euphemismus vorwiegend in der Kriegssprache genutzt, doch dann übertrugen die Nazis ihn immer mehr auf sie Alltagssprache und unterstützten damit die allgemeine Verdrängung grausamer Wahrheiten.

Satzzeichen: Was glaubt ihr was das charakteristische Satzzeichen der LTI war? Nein nicht das Ausrufezeichen, sondern das ironische Anführungszeichen. Dieses beschränkte sich nicht auf neutrales zitieren, sondern es setzt Zweifel in die Wahrheit des Zitierens. Es erklärt sozusagen den mitgeteilten Ausspruch für Lüge. In der Rede kommt das ironische Anführungszeichen „durch einen bloßen Zusatz von Hohn in der Stimme des Sprechers zum Ausdruck“. Churchill und Roosevelt waren immer nur `Staatsmänner`, Einstein ein `Forscher` und Heine ein `deutscher´ Dichter.

Attribute: Auch häufig wurden in der LTI Namen mit Attributen verbunden, Beispielsweise „der Jude Marx, der Jude Heine“.

Namen: Die Namensgebung der Kinder war im Dritten Reich sehr wichtig, denn christliche Vornamen sah man gar nicht gerne. Sie weckten den Verdacht der Opposition
anzugehören, wenn die Menschen ihrem 1. Kind versehentlich einen christlichen Namen gaben versuchten die es mithilfe der Rechtschreibung zu korrigieren.

Aus Christa (mit ch) wurde dank Rechtschreibung Krista. Die Namen aus dem alten Testament waren ganz verboten. Kein deutsches Kind durfte Tea oder Sara heißen. Germanische Namen waren Detlev, Uwe, Margit, Ingrid und Uta. Der Name Einstein wurde verschwiegen und die Maßeinheit „ein Hertz“ ebenso, denn diese waren angeblich jüdische Namen.

Rede: Jetzt zeige ich euch die Manipulation der Sprache an einer Rede von Adolf Hitler. Seine Reden begannen meistens ruhig und gleichförmig im Ton, fast flüsternd, stets Unheil beschwörend, nach und nach steigerte es sich dann bis in hysterisches Geschrei. Die Gestik wirkt dabei unterstreichend.

Rede vom 10.2.1933 im Berliner Sportpalast
[…]
14 Jahre lang haben die Parteien des Verfalls, des Novembers, der Revolution das deutsche Volk geführt und misshandelt, 14 Jahre lang zerstört, zersetzt und aufgelöst. Es ist nicht vermessen, wenn ich heute vor die Nation hintrete und sie beschwöre: Deutsches Volk, gib uns vier Jahre Zeit, dann richte und urteile über uns! Deutsches Volk, gib uns vier Jahre, und ich schwöre dir: So, wie wir und so wie ich in dieses Amt eintrat, so will ich dann gehen. Ich tat es nicht um Gehalt und nicht um Lohn, ich tat es um deiner selbst wegen. (Bravo) [Jubelnder Beifall]
Es ist der schwerste Entschluss meines eigenen Lebens gewesen. Ich habe ihn gewagt, weil ich glaubte, dass es sein muss. Ich habe ihn gewagt, weil ich überzeugt bin, dass nun nicht mehr länger gezögert werden darf. Ich habe es gewagt, weil ich der Überzeugung bin, dass endlich unser Volk doch wieder zur Besinnung kommen wird. Und dass, wenn es auch heute uns ungerecht beurteilt und wenn Millionen uns verfluchen mögen, einmal die Stunde kommt, da sie doch hinter uns marschieren werden, da sie einsehen werden: Sie haben wirklich nur das Beste gewollt, (Bravo!) [Beifall] und wenn es schwer war, kein anderes Ziel im Auge gehabt, als dem zu dienen, was uns das Höchste auf Erden ist. Denn ich kann mich nicht lossagen von dem Glauben an mein Volk, kann mich nicht lossagen von der Überzeugung, dass diese Nation wieder einst auferstehen wird, kann mich nicht entfernen von der Liebe zu diesem, meinem Volk, und hege felsenfest die Überzeugung, dass eben doch dann einmal die Stunde kommt, in der die Millionen, die uns heute verfluchen, hinter uns stehen und mit uns begrüßen werden dann das gemeinsam geschaffene, mühsam erkämpfte, bitter erworbene neue Deutsche Reich (Bravo!) der Größe und der Ehre und der Kraft und der Herrlichkeit und der Gerechtigkeit. - Amen! (Heil!) [Jubelnder Beifall]

Analyse: Die Rede ist vom 10.2.1933, also kurz nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler. Hitler ist zu diesem Zeitpunkt zwar schon Reichskanzler, aber seine Macht ist noch nicht absolut. Er hat keine Mehrheit im Reichstag und die konkurrierenden Gewalten hat er auch noch nicht ausgeschalten. Am Anfang begrüßt er das Volk „Deutsche Volksgenossen und – genossinen!“ Damit geling es ihm seine Volksideologie zum Ausdruck zu bringen und auch ein Gefühl der Gemeinschaft herzustellen. Dann folgt die Schilderung der Aufgaben die auf die neue Regierung zukommen. Er wirf Behauptungen in die Menschenmassen die wie Leerformeln sind. Auch der Weg zur Bewältigung der Aufgaben wird nur sehr allgemein beschreiben. Ich habe mich mit dem Ende der Rede näher auseinandergesetzt. Es sind zahlreiche Wiederholungen vorhanden. Diese wirken beschwörend. Er wiederholt die Zeit von „14 Jahren“ und hebt somit immer wieder hervor wie schlecht es den Menschen ging. Doch richtig schlecht ging es ihnen eigentlich nur zum Ende der Weimarer Republik, doch Hitler lässt keine Gelegenheit aus um all die schlechten Seiten hervor zuheben „die Parteien des Verfalls“, damit sagt er das es schon von Anfang an keine Chance für diese Parteien gab zu bestehen, „Volk geführt und misshandelt“, „zerstört, zersetze und aufgelöst“. Er hebt auch immer wieder hervor, dass er das „deutsche Volk“ meint und nimmt somit schon eine Ausgrenzung der nicht deutschen vor und zum anderen will er damit den Zusammenhalt im Volk fördern. Durch das Wort „Volk“ ist der Einzelne schon von Anfang an unwichtig, für Hitler zählt nur die Masse. Das Wort „Nation“ hat den selben Effekt. „Gib uns vier Jahre“ damit ist die Wahlperiode gemeint. In 4 Jahren sollen die Leute erst urteilen. Aber in diesen vier Jahren darf schon keiner mehr seine eigene Meinung äußern. Wenn die Menschen nach dieser Zeit mit ihm nicht zufrieden sind zu gehen, ist eine leere Versprechung. Mit dieser Versprechung verblendet er dem Volk noch mehr die Augen. Des weiteren wird der Satzanfang „Ich habe ihn gewagt“ ständig wiederholt, die Leute sollten denken das Hitler sehr mutig ist. Denn wenn man etwas wagt, weiß man nicht ob es auch funktioniert und das beweist Mut. In seiner Rede spricht er schon von der Zukunft, dass auch die Gegner bald auf seiner Seite und auf der Seite der NSPAP stehen werden „wenn Millionen uns verfluchen mögen, einmal die Stunde kommt da sie doch hinter uns marschieren werden…“. Das zeigt, dass er mit aller Gewalt dafür sorgen wird. Auch das wiederholt er am Ende noch einmal. In dieser Rede ist das Bezug zum kirchlichen ganz deutlich zu sehen. Hitler redet von „ich tat es um deiner selbst wegen“, „was uns das Höchste auf Erden ist“, „von dem Glauben an mein Volk“. Durch diesen Bezug sollten die Menschen mehr in ihm sehen, als nur den Reichskanzler, er sollte als der Höchste und Glaubwürdigste angesehen werden. Am Ende sagt er „der Größe und der Ehre und der Kraft und der Herrlichkeit und der Gerechtigkeit“. Da wird der Bezug zum Vaterunser deutlich „denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit“. Am Ende Sagt er „Amen“ wie in einem Gebet und stellt somit das Ende der Rede dar. „Ich“ ist auch ein Hauptwort in der Rede, damit will er seine Position als stärkster Mann sichern. Hitler hebt hervor, dass ER schon so viel erreicht hat und was ER noch alles erreichen will. „Das Volk“ bezeichnet er als sein Volk „an mein Volk“, dabei wird deutlich das er es als sein Eigentum ansieht und das er über das Eigentum entscheidet. An dieser Rede kann man sehen, dass Hitler auch schon in der 2. Rede als Reichskanzler seine Ziele genau vor Augen hat und das Volk auch auf seine Interessen auslenkt!
Schuss: Was glaubt ihr nun… hat die Sprache des 3. Reichs zum Teil auch noch im 4. Reich überlebt? Ja… Unsere Sprache ist z.B. immer noch durch Euphemismen gekennzeichnet. In der Kriegssprache ist eine stark euphemistische Sprache zu beanstanden, teilweise ist sie auch mit technisch-medizinischen Begriffen durchsetzt. In der Berliner Zeitung stand eine Reihe von Artikeln mit Verschleierungstaktik. Besonders in Artikeln über den Irak Krieg: „bewegliche Ziele“ für menschliche Opfer, „intelligente Waffen“, „chirurgisch exakte Eingriffe“ für Bombenangriffe, „gefallene Soldaten“ für Getötete, „Operation“ und „Aktion“ statt Angriff. Der Gegner wird kategorisch negativ bezeichnet, Erfolge der Iraker waren „Hinterhalte“ während amerikanische Siege als „faire Kriegsmanöver“ bezeichnet wurden. Die Verben „ausschalten2 und „säubern“ gegenüber Irakern und ihrem Heimatland zeigen wohl die am deutlichsten Parallelen zur LTI, da hier genauso kalt-technisch-entmenschlicht über menschliche Wesen gesprochen wird. Noch immer werden nazistische Wörter benutzt, oft ohne Kenntnis der Wortherkunft, wie Überfremdungen, asozial, abartig, Schwulitäten, die zeugt von der tiefen Verankerung der Nazisprache, dass sie selbst in der 3. Generation danach noch existiert. So kann man abschließend sagen, dass Hitler-Eichen gefällt, Nazi Bücher verboten und Hitlerplätze umbenannt wurden, aber die Sprache weiter lebt!
„Worte können sein wie winzige Arsendosen: sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu haben, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung noch da.“

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: Stoffelchen22




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