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Sokrates - 4.Version - Referat



Wer war Sokrates?

Sokrates war einer der bedeutendsten Philosophen im antiken Griechenland. Er selbst wurde allerdings viel mehr durch seinen späteren Schüler Platon bekannt, denn dieser war verantwortlich für das weitergeben des hohen Gedankenguts Sokrates.

Sokrates wurde im Jahr 470 v. Chr. Als Sohn der Hebamme Painarete und des Bildhauers Sophronikos in Athen geboren.

Ausbildung und Leben des Sokrates

Seine Eltern sorgten für eine gute Ausbildung in Musik, Gymnastik und Literatur. Er selbst eignete sich sehr gutes Wissen über die Rhetorik und Dialektik der Sophisten an, allerdings um letzt genannte später stark in die Kritik zu nehmen.

Weiter schulte er sich in der Philosophie der damaligen Zeit. Er arbeitete, um Geld zu verdienen, wie sein Vater als Steinmetz und als Bildhauer. Im peloponnesischen Krieg diente er als Soldat. Dieser Zeit wird seine Aktivität in politischen Ämtern zugeteilt.

Verheiratet war Sokrates im übrigen mit der berühmten „Xanthippe“, die bis heute als Urbild der zänkischen Frau gilt.

Wirken des Sokrates

Er wurde nicht müde, den Politikern und hohen Bürgern seine philosophischen Auslegungen darzubringen. Besonders wichtig war ihm die Sittlichkeit und Tugend. Seine ganze Philosophie bestand überwiegend aus diesem Thema. Sittliches Handeln war ihm wichtig. „Tugend ist Wissen“, war sein Motto.

Die Glückseligkeit, so dachte Sokrates, kann nur durch gutes und umsichtiges Handeln herbeigeführt werden. Weises Denken wird bis heute hauptsächlich Sokrates zugeordnet.

Seine Mitbürger waren ihm ebenso wichtig wie die hohen Herren seiner Zeit, also unterrichtete er auch diese, wo immer es ging. Auf jedem wichtigen öffentlichen Platz und jeder großen Straße Athens predigte er seine Thesen und Überzeugungen. Ihm war es wichtig, die Menschen zu erziehen, sie zu vervollkommnen war sein Ziel. Er war sich sicher, jedem Menschen Tugendhaftigkeit beibringen zu können. „Jeder kann Weisheit erlangen“, so seine Meinung.

Das Ende Sokrates

Dem Staat und seinen Vertretern wurde er durch seine flammenden Reden und Thesen mehr und mehr ein Dorn im Auge. Sie waren der Meinung, er verführe das Volk zu „falschem Denken“ und sahen ihre Hoheit in Gefahr. Sokrates war nämlich ebenso der Meinung, dass Menschen „selbst denken“ können. Was die Politik der damaligen Zeit natürlich gar nicht wollte.

Also wurde er verhaftet, es kam zum Prozess, währenddessen man ihn
zum Tode verurteilte. Freunde boten ihm an, ihm die Flucht aus dem Gefängnis zu ermöglichen, was er aber ablehnte. Sein Gehorsam den Gesetzen gegenüber war so groß, dass er brav den „Schierlingbecher“ trank und eines qualvollen Todes im Jahr 399 v. Chr. starb.

Das Erbe Sokrates

Das seine Werke bekannt wurden, ist einzig seinen Schülern Xenophon und Platon zu verdanken. Denn Sokrates selbst hinterließ leider keinerlei Schriften. Platon und Xenophon waren aber sehr gute und merksame Schüler. Also verbreiteten sie seine Lehre und erzählten über Sokrates Wirken und Denken. Hauptsächlich Platon wollte die Erinnerung an Sokrates wach halten, indem er ihn zum Sprecher seiner eigenen Werke machte. Besonders in den Dialogen Apologie, Kriton und Phaidon.

Platon ist es also zu verdanken, dass die Lehren Sokrates unvergänglich geworden sind. Sokrates steht also nur dank Platon bis heute als Sinnbild für Gerechtigkeit, Menschlichkeit, Tugendhaftigkeit und Standhaftigkeit.

Das Leben und auch das Ende Sokrates beeindruckt und inspiriert bis heute viele Menschen. Unter anderem entstand dadurch das Werk „Der verwundete Sokrates“ von Berthold Brecht.




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