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Seifen/ Tenside - Referat



Seifen/ Tenside

1.Geschichte

ca. 5000 Jahre v. Chr. benutzte man Soda (= Natriumcarbonat, enthärtet Wasser) und Pottasche (Caliumcarbonat, reagiert stark alkalisch in Wasser) zum Reinigen
erstes Seifenrezept stammt aus der Zeit um 2500 v. Chr.
In den meisten Haushalten stellte man Schmierseife her (weiche Seifen mit weicher Konsistenz)
Wäsche wurde z. B. auf Steine geschlagen, gerieben oder gestampft. Dadurch löste sich der Schmutz leichter von den Fasern
Später benutzte man das Waschbrett, dann Waschmaschinen

2.Was sind Tenside?

Tenside sind Substanzen, die die Oberflächenspannung des Wassers herabsetzen. Eine besondere Gruppe der Tenside stellen die Seifen dar. Aufgrund der gleichzeitig im Molekül vorhandenen stark hydrophilen und lipophilen Gruppen sind Seifen nicht nur wasser- sondern auch fettlöslich, erniedrigen die Oberflächenspannung des Wassers und bilden Schäume.

3. Herstellung von Seife

Seife wird hauptsächlich aus pflanzlichen oder tierischen Fetten hergestellt
als Rohstoffe dienen hauptsächlich Rindertalg, Schweinefett, Kokosfett und minderwertige Ölsorten

a) Carbonatverfahren
beim Carbonatverfahren gibt man Fettsäuren in eine genau berechnete Menge einer siedenden Lösung von Natriumcarbonat
das Reaktionsgemisch wird so lange erhitzt, bis unter Schäumen das Kohlenstoffdioxid vollständig austritt
gewonnenes Produkt = Kernseife (schwimmt als dicke, zähflüssige Masse auf übriger Flüssigkeit und enthält etwa 30 % Wasser)

b) Laugenverfahren
beim Laugenverfahren werden die Fettsäuren nicht durch eine Natriumcarbonatlösung, sondern durch Natronlauge neutralisiert

4. Eigenschaften von Seife

Bau eines Seifenanions:

Annordnung der Seifenanionen im Wasser:


Wird Seife zum Wasser gegeben, ordnen sich die Moleküle an der Wasseroberfläche so an,
dass jedes Seifenmolekül mit seinem hydrophilen Ende ins Wasser eintaucht und mit seinem hydrophoben Rest aus dem Wasser heraus ragt.
Deniz Çelik, Chemie-GFS, 13 IV, 17.01.2006 Seite 2/2


Micellenbildung

Es finden nicht alle Seifenmoleküle an der Oberfläche Platz, weswegen sich überschüssige Moleküle im Wasser zu sogenannten Micellen zusammenlagern. Die hydrophilen Enden der Moleküle weisen nach außen und die hydrophoben Reste nach innen, wodurch sich eine Kugel bildet. Die nach Innen weisenden Alkylreste werden durch van der Waals Kräfte zusammengehalten.


Gibt man ein Tensid in Wasser, so reichert es sich an der Wasseroberfläche
/> (Grenzfläche zur Luft oder zum Fett) an (1)
Sind alle Grenzflächen besetzt, bilden die Tensidmoleküle Verbände mit sich selbst, die Micellen (2)

5. Waschvorgang

Grenzflächenaktivität

Als Grenzfläche bezeichnet man die Berührungszone verschiedener Stoffe in heterogenen
Gemischen. Grenzflächenaktive Stoffe wie Tenside reichern sich an den Grenzflächen an.
Das Tensid besetzt die Grenzfläche zwischen Wasser und Luft. Dabei bilden sich
Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den Carboxylat-Gruppen und den Wassermolekülen.
Die unpolaren Alkylreste ragen aus der Wasseroberfläche raus.

Oberflächenspannung

Wasser neigt dazu, eine möglichst kleine Oberfläche einzunehmen. Während im Innern des
Wassers Wasserstoffbrückenbindungen in alle Richtungen zu den umliegenden Molekülen
möglich sind, können an der Wasseroberfläche die Wassermoleküle keine H-Brücken zur Luft
ausbilden. Die zwischenmolekularen Kräfte sind hier stärker.
Diese Anziehungskraft zeigt senkrecht zur Oberfläche ins Innere des Wassers. Wasser bildet
auf wasserabweisenden Oberflächen Tropfen, um die Oberfläche möglicht gering zu halten.
Oberflächenspannung ist die Energie, die aufgewendet werden muss, um 1cm Oberfläche zu
bilden.

Emulgiervermögen und Dispergiervermögen

Unter dem Emulgiervermögen von Seifen versteht man, dass unpolarer Schmutz in Wasser
gelöst wird, da die lipophile Seite des Tensids in das Schmutzteilchen eindringt, während die
polare für die Löslichkeit sorgt. Unter dem Dispergiervermögen versteht man die
Stabilisierung dieses Gemisches. Da sich die polaren Reste gegenseitig abstoßen, wird der
Schmutz in immer kleinere Teilchen zerteilt und kann sich nicht mehr zusammenlagern
sondern wird in kleinen Tröpfchen in Lösung gehalten.

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: Goldie




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