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Schwimmen bereits im Kindesalter - Referat



1. Einleitung
Wasser prägt das gesamte Leben auf der Erde seit Millionen von Jahren. Es dient uns als Getränkemittel, zur Energieherstellung, aber auch als Sport.

Bereits im Kindesalter lernte mein Vater mir das Schwimmen und aus vorerst missglückten, zappeligen Versuchen wurden allmählich immer sicherere und kräftige Züge. Die Angst vor dem Ertrinken schwand bald und so konnte ich mich im Schwimmunterricht der dritten Klasse sogar schon auf die Seite der „erfahrenen“ Schwimmer stellen. Die Schüler, denen das Schwimmen erst noch beigebracht werden musste, hatten erhebliche Probleme bei der Umsetzung der Trockenübungen im Wasser und lernten oftmals sehr langsam. Allgemein ließ sich sagen, dass die Kinder mit Ende des Schwimmunterrichts zwar die grundlegenden Elemente des Schwimmens kannten, diese jedoch oft nicht richtig auszuführen wussten und so das eigentliche „Können“ nicht beherrschten.

Des Weiteren fällt mir in der Gegenwart immer wieder auf, dass bereits Kleinkinder immer öfter übergewichtig, oder auch adipositär sind. Dies lässt auf eine ungesunde Ernährung und unzureichende Bewegung zurückführen. Jedoch wäre die Lösung dieses Problems sehr einfach. Ein erster Schritt ist mehr Bewegung, zu der auch das Schwimmen gehören kann. Die Kinder können sich im Wasser austoben und tun dabei gleichzeitig etwas Gutes für ihre Gesundheit. Daher stellt sich die Frage, ob Kinder nicht schon im frühen Alter das Schwimmen erlernen sollten. Dieses Thema wird in der vorliegenden Facharbeit näher analysiert.

2. Geschichte
Die genauen Anfänge des Schwimmens sind heutzutage schwer zu bestimmen. Fest steht aber, dass Schwimmen vor allem für Menschen an Küstengebieten lebensnotwendig war. Es bot schon damals viele Vorzüge. Schwimmer konnten sich beispielsweise vor Feinden in Sicherheit bringen, ihre Jagdreviere auf das Wasser ausweiten, oder aber Hindernisse, wie Flüsse und Seen überwinden. Daher lässt sich sagen, dass die Entwicklungen wahrscheinlich bis auf die Anfänge der Menschheit zurückführen lassen. Die ältesten Hinweise wurden in der Höhle von Gilf Kebir, in einem Teil der Sahara gefunden. Schätzungen zufolge sind sie ungefähr 8.000 Jahre alt und stellen Menschen in einer Art des Brustschwimmens dar.

Bereits im alten Ägypten war Schwimmen ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft. Adelige hatten Schwimmmeister und selbst die Frauen konnten schwimmen. Überlieferungen zufolge bevorzugten die Ägypter das Kraulen. Eine ähnlich hohe Bedeutung hatte das Schwimmen auch bei den Griechen. Hier wurde der Begriff auch auf das Baden ausgeweitet, d.h. Schwimmbecken und Wasser galt nun auch der Erholung und Entspannung. Dazu wurden beispielsweise Heißluft-, Dampf-, oder Warmbäder in Gymnasien errichtet. Dies waren öffentliche Anlagen in Form großer Höfe, welche umgeben waren von Bädern und Säulen. Sie dienten zur Erziehung der Jugend. In Rom diente das Schwimmen dem Militär. Soldaten mussten selbst mit Rüstung noch schwimmen können. Auf der anderen Seite wurden prachtvolle Bäder errichtet, um den Reichtum des Kaisers widerzuspiegeln. Diese waren für die Oberschicht gedacht. Die Unterschicht musste sich mit öffentlichen Bädern zufriedengeben. Oftmals wurde der ganze Tag in ihnen verbracht und gesellschaftliche, sowie politische Transaktionen durchgeführt. Dieses hohe Ansehen schwindet jedoch mit Untergang des Römischen Reiches und die Bäder wurden nun zu einem Ort der Sittenlosigkeit. Die Badekultur erlitt nun einen herben Rückschlag.
Bereits die Germanen nutzten das Schwimmen, um Wettkämpfe auszutragen und sich gegen Feinde zu verteidigen. Dabei nutzten sie eine Schwimmart, die sich mit der des Kraulen vergleichen lässt. Zudem half das Schwimmen im Kampf gegen verschiedenste Krankheiten.
Während des Mittelalters wurde dem Schwimmen nun eine neue Bedeutung zugeführt. Es galt als Entblößung und wurde so unter Einfluss der Ritterzeit und Philosophie bekämpft. Es wurden Schauergeschichten und Legenden über bösartige Wesen, welche im Meer ihr Unwesen trieben, erfunden. Das Meer geriet immer mehr in Verruf und so nahm die Zahl der Nicht-Schwimmer, verbunden mit der Zahl der Todesopfer, weiter zu. Des Weiteren nahmen Pest und Seuchen in dieser Zeit rasant zu. Die Bäder galten nun als Übertragungsort dieser Krankheiten und wurden so zunehmend vermieden.

Erst der Beginn der Aufklärung führte bei der Gesellschaft zu einem Umdenken. Berühmte Aufklärer, wie John Locke oder Jean Jaques Rousseau stellten die Weichen dazu. Es wurden wieder Badeanstalten errichtet und eröffnet. So entstand zum Beispiel auch das erste deutsche See- und Moorbad 1793 in Heiligendamm bei Doberan. Die Zahl der Nicht-Schwimmer sank rapide.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Schwimmen auch als Sport- und Rehabilitationsmöglichkeit betrachtet. Es entstanden zahlreiche Kurorte und ab Mitte des 20. Jahrhunderts wurde es zu einer Pflichtsportart in deutschen Schulen. Jedoch tritt der erhoffte „Boom“ erst weitaus später ein. Mittlerweile richtet sich der Trend in eine vollkommen andere Richtung. Schwimmen wird oftmals als Freizeitbeschäftigung angesehen. Außerdem wird der Sportbegriff nun auf neue Bewegungsmöglichkeiten, wie Aqua-Jogging oder Aqua-Fitness erweitert.

2.1 Schwimmen für die Gesundheit
Dass Schwimmen gut für die Gesundheit ist, ist kein Geheimnis. Jeder kann es betreiben, egal ob schwanger, übergewichtig, alt oder jung, trainiert oder untrainiert. Es stellt die ideale Kombination von Fettverbrennung, Muskelaufbau und Ausdauer dar. Zudem ist es schonend für die Gelenke und kann so bis ins hohe Alter betrieben werden. Dies kommt daher, dass der Mensch im Wasser praktisch schwebt. Gerade übergewichtige Menschen profitieren davon, da die Bewegungen gleitend und sehr intensiv sind. Da der Widerstand des Wassers weitaus höher ist, als der der Luft, sind die Bewegungen dementsprechend anstrengender. Bei sehr intensiver Betreibung können pro Stunde bis zu 700 Kilokalorien verbrannt werden. Die unterschiedlichen Schwimmstile beanspruchen verschiedenste Körperteile und so kann mit einem Wechsel dieser der optimalste Leistungseffekt erreicht werden. Im Wasser wird die Wirbelsäule zusätzlich entlastet und so wird Haltungsschäden vorgebeugt. Zudem können sich Verspannungen durch sanfte Bewegungen zusätzlich lösen.

Schwimmen trainiert ebenfalls die Ausdauer und wirkt sich so vorteilhaft auf Herz und Kreislauf aus. Jedoch gilt wie bei jeder anderen Sportart auch: einmal Trainieren wirkt keine Wunder. Bei regelmäßigem Training kann auch einem zu hohen Cholesterinspiegel, Diabetes und Arteriosklerose entgegengewirkt werden. Unter dem Begriff Arteriosklerose versteht man die Ablagerung von Fett, Thromben, Bindegewebe und Kalk in Blutgefäßen. So raten Wissenschaftler mindestens zweimal die Woche zu trainieren.

2.2 Zahl der ertrinkenden Kinder
Eine Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2010 zeigt, dass 50 % der zehnjährigen nicht schwimmen können. Hans Hubert Hatje, Präsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) erklärt, dass nur ungefähr 40 % der Grundschulkinder ein Schwimmabzeichen besitzen und somit als sichere Schwimmer bezeichnet werden können. Die Statistik sei, laut ihm, noch immer aktuell. Zwar haben bereits 74 % Prozent der Vorschulkinder ihr Seepferdchen gemacht, jedoch gaben Experten an, dass die Anforderungen an die Kinder zu gering sind, um zu sagen, dass sie nun sichere Schwimmer sind. Aus der Statistik geht des Weiteren hervor, dass lediglich 43 % der befragten Kinder von ihren Eltern Schwimmen lernten und 30 % der befragten Erwachsenen gaben an, vor ihrem sechsten Lebensjahr das Schwimmen gelernt zu haben. Zudem schätzen 64 % der Eltern ihre Kinder als gute Schwimmer ein.

Daraus resultiert das nächste Problem: Eltern überschätzen die Schwimmfähigkeit ihrer Kinder oftmals. Die Eltern gehen davon aus, dass ihre Kinder mit Erhalt des Seepferdchens zu sicheren Schwimmern werden, dies kann aber erst mit dem Bronzeschwimmabzeichen bestätigt werden. Als besonders hohe Risikogruppe gelten Kleinkinder im Alter zwischen 1 bis 3 Jahren, vor allem Jungen aufgrund der hohen Risikobereitschaft. Bei ihnen ist es bereits ausreichend, wenn lediglich der Kopf unter Wasser gerät, da diese eine Art Schockreaktion auslöst, welche dazu führt, dass sich die Stimmritze im Rachenraum schließt und die Kinder so nicht mehr atmen können.

Ein Schwimmunterricht ist ab einem Alter von vier bis fünf Jahren sinnvoll, da die Kinder Arm- und Beinbewegungen koordinieren können und ihre Atemtechnik kontrollieren können. Oft können sich die Kinder in diesem Alter auch schon wenige Meter selbstständig durch Paddelbewegungen fortbewegen. Daher fällt es ihnen auch vorerst einfacher Schwimmarten wie Kraulen, oder Rückenschwimmen zu erlernen. Brustschwimmen ist in der Hinsicht komplizierter, da es eine stärkere Koordinationsfähigkeit von Armen und Beinen erfordert.

Eine Statistik der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft zeigt, dass Ertrinken bei Kindern zur zweithäufigsten Todesursache gehört - 2013 ertranken 34 Kinder. Dieser Wert ist bis heute noch aktuell. Diese Statistik zeigt, dass Eltern die Fähigkeiten ihrer Kinder nicht überschätzen sollten und stets ein wachsames Auge über sie haben müssen, um mögliche Unfälle, selbstverschuldet oder nicht, zu vermeiden.

Das Schwimmverhalten kann aber bereits im Babyalter gefördert werden. Ab einem Alter von vier Monaten können Babyschwimmkurse besucht werden. So wird das Kind von Beginn an mit dem Element Wasser vertraut gemacht und kann ich direkt daran gewöhnen. Der Auftrieb im Wasser sorgt dafür, dass sich das Baby leichter bewegen kann und so die Koordination trainiert werden kann. Der Spaßfaktor sollte natürlich auch nicht außer Acht gelassen werden. Die einfachen Bewegungen im Wasser machen den Kindern oftmals Spaß und die Mütter beziehungsweise Väter können zusätzlich Zeit mit ihren Kindern verbringen.

2.3 Schwimmkurse
Um Kindern das Schwimmen zu erlernen, beziehungsweise die Schwimmfähigkeit zu verbessern wird im Sportunterricht der Grundschule ein Schwimmkurs durchgeführt. Es ist möglich für die Kinder ein Bronze-, Silber-, oder Goldschwimmabzeichen zu erwerben.

Für das Bronzeabzeichen ist dafür ein Sprung vom Beckenrand und Schwimmen von 200 Metern innerhalb von 15 Minuten notwendig. Des Weiteren müssen die Kinder einmal von der Wasseroberfläche 2 Meter tief tauchen und einen Gegenstand heraufholen. Sie müssen einen Startsprung oder einen Sprung aus einem Meter Höhe durchführen und die Baderegeln kennen.

Für das Silberabzeichen müssen die Kinder einen Startsprung und eine Strecke von mindestens 400 Metern in maximal 25 Minuten absolvieren. Dabei müssen 300 Meter in Bauchlage und 100 Meter in Rückenlage geschwommen werden. Sie müssen zweimal 2 Meter von der Oberfläche tauchen und jeweils einen Gegenstand heraufholen. Es gehören ein Streckentauchen von 10 Metern und ein
Sprung aus 3 Metern Höhe dazu. Kenntnisse der Baderegeln und Selbstrettung müssen auch vorhanden sein.

Das Goldabzeichen kann erst ab einem Alter von 9 Jahren erworben werden. Es müssen hier innerhalb von 24 Minuten 600 Meter geschwommen werden. Des Weiteren müssen 50 Meter Brustschwimmen in einer Zeit von 1:10 Minuten absolviert werden, sowie 25 Meter kraulend geschwommen werden. Es gehören auch 50 Meter Rückenschwimmen mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit, oder alternativ 50 Meter Kraulschwimmen dazu. Der Schüler muss 15 Meter Streckentauchen und 50 Meter Transportschwimmen, ziehend oder schiebend, zurücklegen. Innerhalb von drei Minuten und maximal drei Versuchen müssen drei Tauchringe aus einer Tiefe von drei Metern heraufgeholt werden. Außerdem muss ein Sprung aus drei Metern Höhe erfolgen. Kenntnisse über die Baderegeln, sowie Selbst- oder einfache Fremdrettung bei Boots-, Bade-, oder Eisunfällen sind erforderlich.
Mittlerweile erwirbt jedoch nur noch jedes zweite Kind ein Bronzeschwimmabzeichen.

Der Schwimmunterricht in Schulen lässt sehr zu wünschen übrig, oder kann überhaupt nicht mehr stattfinden. Schulschwimmen wird in der Politik nicht sehr hoch gestellt, kostet aber viel Geld und erfordert einen gewissen Zeitaufwand. Zudem wurden in den letzten Jahren immer mehr Frei- und Hallenbäder geschlossen. Dies bedeutet für viele Schulen, dass oft kein Bad in realisierbarer Reichweite ist. Ein langer Anreiseweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln während einer Doppelstunde würde nicht viel Unterrichtszeit übriglassen und ist somit schlichtweg sinnlos. Bei einer durchschnittlichen Klassenstärke müssen in der Regel immer mindestens zwei Lehrer anwesend sein. Des Weiteren müssen Schwimmlehrer heutzutage einen Rettungsschwimmschein vorweisen können. Dass sich Nichtschwimmer im Schwimmunterricht überfordert fühlen ist keine Seltenheit. Daraus resultierende Folgen sind Ängste vor Tauchübungen und Beckensprüngen. Um diesen Ängsten entgegenzuwirken sind einfühlsame Sportlehrer notwendig. Diese Fähigkeit ist allerdings nicht bei jedem Lehrer vorhanden und aufgrund des akuten Lehrermangels gibt es oftmals nicht viele Wahlmöglichkeiten bezüglich der Lehrer.

Die Unbeliebtheit des Schwimmunterrichts steigert sich bei Schülern mit zunehmenden Alter. Mädchen, welche sich gerade in der pubertären Phase befinden, wollen nicht mehr schwimmen, da sie dort zwangsläufig ihren Körper zeigen müssten, mit dem sie oft nicht zufrieden sind. So wird gelegentlich eine Erkältung, oder die eintretende Menstruation als Ausrede genommen, um nicht am Unterricht teilnehmen zu müssen.
Dadurch wird deutlich, dass es vorteilhaft für die Kinder ist das Schwimmen schon vorher zu erlernen. Dies kann durch die Eigeninitiative der Eltern, oder durch einen professionellen Schwimmunterricht erfolgen. Ein solcher Schwimmunterricht verursacht natürlich gewisse Kosten, die sich nicht jede Familie leisten kann. Ein Kostenvergleich verschiedenster Schwimmbäder zeigt, dass ein Kurs mindestens 100 €, wenn nicht sogar mehr kostet.

2.4 Schwimmhilfen
Auch Schwimmhilfen unterstützen Kleinkinder bereits beim ersten Kontakt mit Wasser. Sie sorgen dafür, dass Kinder, welche noch nicht schwimmen können, im Wasser nicht untergehen. Selbstverständlich ist, dass die Erwachsenen trotz der Hilfen ihrer Aufsichtspflicht weiterhin nachgehen müssen, da selbst Schwimmhilfen keine vollständige Sicherheit gewähren.

Schwimmflügel bestehen aus Gummi, oder Kunststoff. Sie besitzen zwei aufblasbare Kammern und Sichtventile. Getragen werden sie an den Oberarmen und sind meist orange, aufgrund der Auffälligkeit dieser Farbe. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass sie keine scharfen Kanten und Ecken besitzen. Auf das GS-Siegel und die Größe sollte ebenfalls geachtet werden. Schwimmflügel können von Jung und Alt getragen werden, wobei zu sagen ist, dass sie vor allem von Kleinkindern getragen werden.

Eine weitere Schwimmhilfe sind Schwimmscheiben. Sie bestehen aus hartem Kunststoff und können so nicht untergehen, da in ihnen keine Luft ist, die entweichen könnte. Pro Arm können drei Schwimmscheiben zusammengesteckt werden. Dies hat zum Vorteil, dass individuell, je nach Schwimmfähigkeit des Kindes, entschieden kann, wie viel Schwimmhilfe genutzt wird. Sie besitzen jeweils ein Armloch, durch das der Arm des Kindes leichter geführt werden kann, als bei Schwimmflügeln. Geeignet sind Schwimmscheiben für Kinder ab einem Jahr.

Aqua Suse besteht aus hochwertigem, beidseitig kaschiertem 6 bis 6,5 Millimeter dickem Neopren. Es schützt den Bereich um Bauch, Brust und Rücken und liefert gleichzeitig den Auftrieb der zum Erlernen des Schwimmens notwendig ist. Dabei bleiben Arme, sowie Beine frei und das Kind kann sich so bestens an das Wasser gewöhnen und leichter das Schwimmen erlernen. Dies zeigten ebenfalls Erfahrungen von begeisterten Käufern.

Schwimmkissen, auch Schloris genannt, bestehen aus weicher, naturbelassener Baumwolle und werden daher vom Ökotest als sehr gut bewertet. Sie werden den Kindern um den Bauch geschnallt und bieten ihnen so viel Bewegungsfreiheit. Dies ist besonders vorteilhaft zum Schwimmen lernen. Anders als bei Schwimmflügeln werden sie über die Naht aufgeblasen und damit kann ein wenig Luft bei geringem Druck, beziehungsweise bei Schwimmübungen entweichen.

Schwimmgürtel werden ebenfalls um den Bauch geschnallt, bestehen aber aus herausnehmbaren Styroporelementen, die sich auf dem Rücken befinden. Wie bei Schwimmkissen bieten auch die Gürtel viel Bewegungsfreiheit und sind so gut geeignet zum Schwimmen lernen. Jedoch muss hier gesagt werden, dass die Schwimmgürtel oft bis zu den Achselhöhlen hochrutschen und deshalb erst für Kinder ab zwei Jahren geeignet sind.
Schwimmwesten, nicht zu verwechseln mit Rettungswesten, besitzen eingenähte Auftriebskörper, oder sind zum Aufblasen. Hier sollte genauestens auf die Größe und Passform geachtet werden, da sonst die Gefahrbesteht, dass die Schwimmweste nach oben über Mund und Nase rutscht. So würde sie keinen Schutz mehr bieten und sich eher in eine Gefährdung für das Kind verwandeln. Geeignet sind sie für Kinder ab zwei Jahren.
Speziell für Kinder entwickelt gibt es Badeanzüge mit eingenähten Auftriebsmitteln. Kinder können sich auch mit diesen Badeanzügen sehr gut bewegen. Ideal ist, dass diese Auftriebsmittel nicht verrutschen können und herausgenommen werden können. So kann die Schwimmhilfe je nach Fähigkeit des Kindes angepasst werden. Um optimale Hilfe und Sicherheit zu gewährleisten müssen sie eng anliegen, weshalb das Ausziehen oft ein wenig unbequem werden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie UV-Schutz bieten. Die Badeanzüge sind für Kinder ab zwei Jahren geeignet.
Schwimmsitze sind zwar eine Schwimmhilfe, können aber schnell zur Gefahr werden. Experten der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft warnen die Eltern, da die Kinder in ihnen nicht zu Schwimmbewegungen animiert werden. So kann eine ideale Wassergewöhnung sowie das Erlernen des Schwimmens nicht gewährleistet werden. Wenn die Schwimmsitze durch Wellengang umgekippt werden, werden sie zu einer akuten Gefahr, da die Kinder noch nicht die Fähigkeit besitzen sich eigenständig aus den Sitzen zu befreien, geschweige denn sich wieder aufzurichten. Allerdings haben die Kinder in ihnen oftmals Spaß und den möchte man als Elternteil nicht verweigern. Deshalb gilt: Die Schwimmsitze können genutzt, aber wirklich nie unbeaufsichtigt gelassen werden.

Schwimmtrainer wurden von Freds Swim Acadamy entwickelt und sind in drei Stufen verfügbar. Damit die Babys nicht durchrutschen können werden sie mit einem Sicherheitsgurt angeschnallt. Des Weiteren können sie laut Herstellerangaben nicht umkippen. Die Babys werden zum Strampeln animiert und können sich so eigenständig fortbewegen. Geeignet ist diese Schwimmhilfe für Kinder von acht Monaten bis acht Jahren.
Schwimmbretter, sowie Poolnudeln eignen sich aufgrund der starken Bewegungsfreiheit gut für Kinder, um Schwimmbewegungen zu erlernen. Sie besitzen allerdings keine Gurte oder ähnliches zum Festschnallen des Kindes und können so zur Gefahr werden, da es leicht vom Brett, oder der Nudel herunterrutschen kann. Daher gilt hier, wie bei den Schwimmsitzen, eine besondere Aufsichtspflicht der Eltern.

3. Schlussbemerkung
Abschließend ist zu sagen, dass Schwimmen die Menschheit schon seit Jahrhunderten begleitet. Es bot schon damals viele Vorzüge, wie Schutz vor Feinden, oder Ausweitung der Jagdgebiete. Heute wird es vor allem als Sportart betrieben, um sich fit zu halten. Dass Schwimmen förderlich für die Gesundheit ist, ist vielen Menschen bekannt. Gelenke werden geschont und Krankheiten wird vorgebeugt, es kann so bis ins hohe Alter betrieben werden. Zudem zeigen aktuelle Forsa-Umfragen, wie wichtig die Fähigkeit des Schwimmens ist. Es sterben immer noch viel zu viele Kinder und auch Erwachsene, nur weil sie nie das Schwimmen lernten. Dies ist eine Todesursache die sich leicht vermeiden lassen würde. Um dem entgegenzuwirken bekommen Kinder in der Grundschule Schwimmunterricht, welcher jedoch aufgrund von Geld-, Zeit- und Lehrermangel oftmals ungenügend ist. Die Eltern sollten also selbst Initiative zeigen, indem sie ihren Kindern bereits im Kleinkindalter das Schwimmen selbst beibringen oder zu Schwimmkursen anmelden. Leider sind Schwimmkurse häufig relativ teuer und so nicht für jeden bezahlbar. Aus diesem Grund bleibt vielen nur das Selbstbeibringen, was aber gleichzeitig den Vorteil mitbringt, dass man Spiel, Sport und Spaß vereint. Als Unterstützung werden sehr viele verschiedene Schwimmhilfen angeboten, die allerdings nicht immer praktikabel sind und durchaus schnell zur Gefahr werden können. Diese Facharbeit belegt, dass Kinder definitiv das Schwimmen lernen sollten. Es kostet kein Geld, wenn es selbst erlernt wird und unterstützt die Kinder in vielerlei Hinsicht. Sie können trotz des mangelnden Schwimmunterrichts schwimmen und trainieren ihre Schwimmfähigkeit weitaus länger, weil sie ihr Erlerntes im Schwimmunterricht vertiefen und ausbauen können. Grundschüler, die das Schwimmen erst im Unterricht erlernen, bleibt nur die Grundkenntnis, es sind keine sicheren Schwimmer. Das Risiko des Ertrinkens kann nur verringert werden, wenn man sich sicher im Wasser bewegen kann.




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