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Schlaf - Referat



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Schlaf








Inhalt



Seite

Funktion des Schlafes 3

Die einzelnen Schlafstadien 4
Der REM-Schlaf 6

Die Schlafeinleitung 7

Schlafbedarf und Dauer eines Menschen 7

Quellen 8
























Funktion des Schlafes

Trotz der heutigen Möglichkeiten der Wissenschaft, ist es noch nicht gelungen die Funktion des Schlafes eindeutig zu bestimmen, doch es gibt verschiedene Hypothesen, welche versuchen, sie zu erklären.

Evolutionshypothese

Nach dieser Hypothese hat sich der Wechsel zwischen Schlaf und Wachsein durch den Rhythmus von Tag und Nacht in unseren Genen verankert hat. So kann man auch bei weniger weit entwickelten Organismen eine Ausrichtung ihrer Aktivitäten nach dem Stand der Sonne beobachten, was nahe legt, das bei der komplexen Entwicklung des menschlichen Gehirns diese Rhythmik übernommen wurde.

Regenerative Hypothese

Die regenerative Hypothese besagt, dass der Schlaf zur Erholung der Organe dient.
Dies kann man beobachten, wenn der Körper nach dem Schlaf besser funktioniert, als nach einer längeren Zeit des Wachens. Die Körperfunktionen sind zwar nicht ausgeschalten, aber sie laufen nicht mit der gleichen Intensität, wie im Wachzustand, was wohl zweifellos zu einer gewissen Erholung führt. Des Weiteren soll der Schlaf auch zur Energieeinsparung dienen, wobei es auch ausreichen würde, den Körper einfach nur im Ruhezustand zu belassen, das heißt, es gib noch andere Gründe für das Schlafen.

Psychische Hypothese

Der psychischen Hypothese nach, wird der Schlaf dazu genutzt, die Erlebnisse des Tages zu verarbeiten, und dem Gehirn Zeit zu geben, Informationen zu sortieren und gegebenenfalls auch auszusortieren. Daher kommt auch die Vermutung von Psychologen, dass ein Schlafmangel auf Dauer schädlich für die psychische Gesundheit sein kann.

Adaptive Hypothese

Anders als die regenerative Hypothese geht man nicht davon aus, dass der Schlaf der Erholung dient, sondern dem Erhalt des ökologischen Gleichgewichts auf der Erde.
Das soll bedeuten, dass die Lebewesen schlafen, um zum Beispiel nicht so viel Nahrung zu verbrauchen, denn wären Raubtiere die ganze Zeit wach, hätte dies eine Überweidung ihrer Jagdgebiete zur Folge, stattdessen wird den Beutetieren in den Zeiten des relativ langen Schlafes der Raubtiere die Zeit gegeben sich zu vermehren.

Kalibrations Hypothese

Die einzelnen Organe und Körperfunktionen werden am Tag unterschiedlich beansprucht und der Körper fällt so aus seiner Gleichmäßigkeit. Der Schlaf soll also dazu dienen, die Vorgänge im Körper wieder in Einklang zu bringen, sie werden wieder „kalibriert“.


Schlafstadien

Es gibt fünf verschiedene Stadien die ein schlafender Mensch während einer Nacht durchläuft: zwei Leichtschlafphasen, zwei Tiefschlafphasen und den REM-Schlaf.
Man unterscheidet auch einfacher zwischen Rem-Schlaf und Non-REM-Schlaf.
Während des Schlafes kann man mittels eines EEGs (Elektroenzephalogramm) die Hirnströme messen und so die verschiedenen Frequenzen der einzelnen Phasen bestimmen. Diese Hirnströme entstehen dadurch, dass Synapsen Aktionspotentiale im gleichen Takt abgeben.

Stadium I

Dieses Stadium wird auch Einschlafphase genannt, die messbaren Hirnströme nehmen eine niedrigere Frequenz an, sie gehen von so genannten Alphawellen
(8 bis 13 Hz) in die Theta-Wellen (4 bis 7 Hz) über. Außerdem entspannen sich die Muskeln und das bewusste Wahrnehmen der Umgebung lässt langsam nach und es kann zu leichten Augenbewegungen kommen.



Alpha-Wellen Theta-Wellen


Stadium II

In diesem Stadium treten weiterhin Thetawellen auf, es werden auf dem EEG jedoch Abschnitte beobachtet, in denen die Frequenz wieder kurzzeitig ansteigt, diese Abschnitte nennt man auch „Schlafspindeln“. Die Frequenz dieser Spindeln beträgt um die 11-15 Hz und entstehen aus der synchronen Tätigkeit von Synapsen.
Des Weiteren kommt es zu periodisch auftretenden Unregelmäßigkeiten in den Hirnströmen, den so genannten K-Komplexen.


Schlafspindel K-Komplex












Stadium III

Die Frequenz der Hirnströme sinkt weiter und es treten Delta-Wellen auf, bei nur
ca. 4 Hz, aber mit der höchsten Amplitude. In diesem Stadium befindet man sich im Übergang vom Leichtschlaf in den Tiefschlaf. Man wird nur noch durch sehr laute oder ungewohnte Geräusche geweckt. Die Muskulatur entspannt sich, der Herzschlag verlangsamt und der Blutdruck fällt. Das Bewusstsein schaltet sich erstmals völlig aus. Die Augen stehen still, der Schläfer zeigt jedoch noch schnelle Reaktionen auf mögliche Reize.


Delta-Wellen

Stadium IV

In
diesem Stadium des Schlafes herrschen zu über 50% Delta-Wellen vor, man befindet sich nun in der tiefsten Phase des Schlafes Man kann nur schwer geweckt werden. Atmung und Herztätigkeit sind regelmäßig, die Körpertemperatur sinkt noch weiter ab. Aufgrund der schwierigen Differenzierung der Stadien III und IV werden diese bei der Betrachtung oft in ein Stadium zusammengefasst.




























Der REM-Schlaf


REM steht für „Rapid Eye Movement“ und charakterisiert grob, was in dieser Phase im Körper passiert. Die Augen beginnen sich schnell zu bewegen, der Puls erhöht sich und der Blutdruck steigt, dabei bleibt der restliche Körper aber völlig entspannt, fast schon gelähmt. Durch die ruckartigen, schnellen Augenbewegungen wurde diese Schlafphase 1953 von Eugene Aserinsky und seinem Professor Nathaniel Kleitman (1895-1999) an der University of Chicago zufällig entdeckt und benannt.
In diesem Stadium wird auch geträumt und zwar sehr stark und lebendig, wodurch sich Menschen, welche in dieser Zeit geweckt werden, sehr gut an ihren Traum erinnern können. Insgesamt verbringen wir ca. 20% des Schlafes in dieser Phase, wobei die längeren Phasen im letzten Teil der Nacht zunehmen. Der REM-Schlaf wird auch „paradoxer Schlaf“ genannt, da man im EEG viele Beta-Wellen beobachten kann, diese Wellen, mit einer Frequenz zwischen 14 und 30 Hz, kommen eigentlich nur im Wachzustand vor und sind deshalb sehr ungewöhnlich.


Beta-Wellen

Die Bedeutung des REM-Schlafes ist noch nicht völlig geklärt, man nimmt aber an, dass er der Informationsverarbeitung und dem Lernprozess dient, da es in Fällen des Entzugs oft zu Konzentrations- und Lernschwierigkeiten kam.


Der Ablauf

Diese fünf Schlafphasen laufen nacheinander ab, in der Reihenfolge:
1, 2, 3, 4, 3, 2, REM-Schlaf. Dieser Ablauf wird als Schlafzyklus bezeichnet und dauert 90 Minuten, bei einer Dauer von 8 Stunden wird ein solcher Zyklus 5 mal durchlaufen, wobei die Dauer der Tiefschlafphasen 3 und 4 immer weiter abnimmt und zuletzt gar nicht mehr erreicht wird.


Schlafeinleitung


Um überhaupt einschlafen zu können, müssen im Gehirn drei Gruppen von Nervenzellen zusammenwirken: die Formatio Reticularis, und zwei Gruppen jeweils im Thalamus und im Hypothalamus. Die Formatio Reticularis ist nämlich für die Aufmerksamkeit und das Wecken zuständig, außerdem ist es mit den „Raphekernen“ verschaltet, diese Kerne sind in der grauen Hirnsubstanz vorhanden und produzieren das Hormon Serotonin. Diese Verschaltung ermöglicht nun die Freisetzung des Serotonins und hemmt damit den für das Wachsein zuständigen Thalamus und leitet so den Schlaf ein. Das wir des Nachts schlafen liegt daran das der Hypothalamus bei Dunkelheit weniger Orexin ausschüttet, ein Peptid welches großen Einfluss auf das Wach/Schlafverhalten des Menschen hat. Des Weiteren regt der Hypothalamus bei Dunkelheit die Zirbeldrüse zu einer vermehrten Ausschüttung von Melatonin an, dieses Hormon leitet ebenfalls den Schlaf ein.


Schlafbedarf und Dauer eines Menschen


Wie viel Schlaf ein Mensch benötigt hängt vor allem von seinem Alter ab, denn je älter der Mensch, desto weniger Schlaf braucht er. Mit zunehmendem Alter sinkt nämlich der Anteil der Tiefschlafphasen, der Schlaf wird leichter und die Einschlafzeit erhöht sich. Im Ausgleich dazu werden des Tages über mehrere kleine „Nickerchen“ gebraucht um sich optimal in Form zu halten.



Der individuelle Bedarf des Einzelnen bestimmt jedoch die wirkliche Schlafdauer, denn es gibt unterschiedliche Schläfertypen wie zum Beispiel Morgen- und Abendtyp, wobei der Morgentyp schon früh aufsteht und morgens sein Leistungshoch erreicht, während der Abendtyp erst Nachts aktiv wird und dafür länger schläft.
Die Schlafdauer hängt also von mehreren Faktoren, wie den äußeren Zwängen (Schule, Arbeit), Gewohnheiten und dem Menschen selbst abhängig.

Quellen


Internet:

www.wikipedia.de

www.schlaf.de

http://wapedia.mobi/de/Schlaf


Bücher, Zeitschriften:

- Neurobiologie, Shepherd
-
- Spektrum der Wissenschaft Dossier, 5/09
-
- Knaurs Moderne Psychologie




Schlusserklärung:

Ich versichere hiermit, dass ich diese Arbeit selbständig angefertigt und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel verwendet habe. Die den benutzten Werken wörtlich oder inhaltlich entnommenen Stellen sind als solche gekennzeichnet.



Datum Ort Unterschrift

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: guitarero




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