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Scheidung - Referat



»Darum prüfe wer sich ewig bindet ...«

„vor Gottes Angesicht nehme ich dich an als meine Frau.
Ich verspreche dir die Treue
in guten und bösen Tagen,
in Gesundheit und Krankheit,
bis der Tod uns scheidet.
Ich will dich lieben, achten und ehren
alle Tage meines Lebens.“

Doch nicht jede Ehe hält ein Leben lang. Oft sind die „bösen Tage“ nicht auf äußere Einflüsse zurückzuführen – die Gründe dafür liegen in den Partnern selbst, sie selbst machen sich oft das Leben zur Hölle. Die bösen Tage finden meist erst dann ein Ende, wenn sich das Paar trennt. Die Scheidung ist eine formelle, juristische Auflösung einer Ehe.
Im Jahr 2005 wurden 19.453 Ehen rechtskräftig geschieden
Nach einer Studie wird heutzutage jede dritte Ehe geschieden. Am häufigsten tritt die Scheidung im vierten Ehejahr auf.

Kirche und Scheidung

Für manchen Geschiedenen kommen wieder gute Tage, wenn sie eine neue Bindung
eingehen. Die gültigen Regeln der katholischen Kirche aber sagen: Wenn Geschiedene eine
neue Ehe schließen, dann nicht mit dem Segen der Kirche. Sie bleiben von der
heiligen Kommunion im Gottesdienst ausgeschlossen.
Wenn geschiedene Menschen einen neuen Partner finden, mit dem sie
zusammenleben wollen, eine neue Partnerschaft eingehen wollen oder sogar staatlich heiraten wollen, dann leben sie in „schwerer Sünde“, so sagt es die katholische Kirche. Diese Auffassung kommt daher, dass das Kirchenrecht die Ehe als Vertrag zwischen Mann und Frau bis zum Tode vorsieht. Genau dieser Vertrag erlaubt, den beiden die Geschlechtsgemeinschaft miteinander und eben nur mit dem einen Partner.

Wenn die Ehe trotz Treueschwur scheitert bevor der Tod die beiden scheidet, so kann man entweder in Streit zusammenbleiben oder friedlich
auseinander gehen. Eine weitere Möglichkeit wäre die Annullierung, das heißt, dass die Eheschließung durch einen
Prozess geprüft wird, ob sie womöglich null und nichtig war. Wird eine Ehe für nichtig erklärt verfährt man, als ob diese Ehe niemals bestanden hätte.
Eine Ehe kann annulliert werden, wenn ein Formfehler vorlag oder wenn einer der Partner keinen wirklichen
Willen zur Ehe hatte.
Nach einer Annullierung steht einer Heirat mit einem neuen Partner nichts im Wege.
Eine weitere Möglichkeit ist die Auflösung einer an sich gültigen Ehe. Zum Beispiel
wenn ein Paar sich kirchlich trauen ließ, doch danach nie sexuell zusammenkam. Oder
wenn es in der Ehe zwischen einem Getauften und einem Ungetauften über religiöse
Fragen andauernd Streit gibt.

Die Urfassung des Jesuswortes zum Thema Scheidung und Wiederheirat besagt: Wer seine Frau entlässt und eine andere
heiratet, bricht die Ehe. Und wer eine Entlassene heiratet, bricht ebenfalls die Ehe. Wenn eine verheiratete Frau ein ständiges Verhältnis mit einem andern hat,
dann – davon war die Urkirche überzeugt – würde es auch Jesus dem Mann nicht
zumuten, brav die Ehe mit ihr fortzuführen.
Vor demNotar mag Scheidung in Ordnung sein. Vor Gott ist sie nicht in Ordnung! Ehescheidungist Ehebruch, erklärt Jesus.
Niemand ist wegen einer Scheidung
von den Sakramenten ausgeschlossen. Geschiedene dürfen zur hl. Kommunion gehen, Paten sein usw. Es gelten hier keinerlei kirchenrechtliche Einschränkungen.


Die österreichischen Regelungen in Bezug auf die Ehe scheinen vielleicht hart. Doch icht möchte euch zeigen, wie die Scheidung in anderen Religionen gehandhabt wird.
Das islamische Recht (die Scharia) sah früher bei Ehebruch zwingend die Steinigung vor. Heute wurde diese Regelung abgeschafft, doch leider wird es vereinzelt immer noch praktiziert. Die Wiederverheiratung ist jedoch erwünscht.
Letztes Jahr gab es einen Fall in Frankfurt, wobei sich eine marokkanische Frau nicht von ihrem Mann scheiden lassen durfte. Sie wurde von ihm misshandelt. Das Gericht verbot die Scheidung, da die Eheleute nach dem Koran lebten. Laut Koran darf ein Mann seine ungehorsame Frau züchtigen. Mit dieser Begründung lehnte eine Familienrichterin den Scheidungsantrag ab.
Bei den Juden kann die Scheidung nur vom Mann ausgehen. Früher stand im jüdischen Gesetz auf Ehebruch die Todesstrafe. Doch auch diese Aussage ist veraltet und heute nicht mehr aktiv.




Manche Kinder erleben die Trennung ihrer Eltern wie eine Erlösung. Für andere beginnt anschließend eine Leidenszeit, die das ganze Leben prägt. Jugendliche finden im Durchschnitt zwei Jahre nach der Scheidung ihrer Eltern wieder zur Normalität zurück. Manchmal sei die Trennung der Eltern für Kinder auch eine Entlastung. Vor allem dann, wenn sie endlich nicht mehr den jahrelangen Streitereien ausgesetzt seien.
Die Scheidungen des Jahres 2005 betrafen 14.740 Minderjährige. Es ist ein Irrglaube, dass jeder Mensch einmal über die Scheidung der Eltern hinwegkommen muss. Es gibt viele Erwachsene, die heute noch an der Scheidung ihrer Eltern leiden. Die am sogenannten Syndrom der Elternentfremdung ( PAS) leiden. Das ist eine Form des Kindesmissbrauchs.
PAS ist eine Störung im Kindesalter, die fast ausschließlich im Zusammenhang mit Sorgerechtsstreitigkeiten auftritt. Die Störung äußert sich hauptsächlich in einer Ablehnungshaltung des Kindes gegenüber einem Elternteil.

Ich möchte euch nun einen Beitrag zeigen, indem ein an PAS Erkrankter von seinen Erfahrungen erzählt. Er ist 42 Jahre alt und leidet bis heute noch unter der Scheidung seiner Eltern

http://erwachsene-scheidungskinder.blogspot.com/2007/07/pas-elternentfremdung.html





Dieses Referat wurde eingesandt vom User: freak_on_a_leash123




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