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Rhesusfaktor - Referat



Rhesusfaktor

Der Erfolg einer Bluttransfusion hängt nicht nur von den Blutgruppen ab, sondern auch der Rhesusfaktor spielt dabei eine wichtige Rolle. Der Rhesusfaktor heißt so, weil er erstmal in 1940 von Karl Landsteiner beim Rhesusaffen entdeckt wurde.

Der Rhesusfaktor wird auch Antigen D genannt und ist ein Bestandteil der Zellmembran der Erythrozyten, genau wie die unterschiedlichen Blutgruppen auch. Dieses Molekül ist ein chemisches Merkmal, welches vererbt wird. Der Rhesus-Faktor kommt pro Erythrozyt ungefähr 20 000 Mal vor. Entweder man besitzt es oder eben nicht. Auf der Welt ist ca. 85% der Bevölkerung Rhesus-positiv (d.h., dass diese Personen dieses Molekül besitzen) und folglich nur 15% Rhesus-negativ.

Der Rhesusfaktor wirkt wie Antigene. Antigene sind Stoffe, welche zur Bildung von Antikörpern anregen. Der Körper bildet Antikörper gegen das, was er selbst nicht besitzt. So bildet eine Person mit Blutgruppe A, welche die Antigene B hat, Antikörper gegen die B-Blutgruppe.

Gelingt bei einer Bluttransfusion Rhesus-positiv-Blut in die Blutbahn eines Rhesus-negativ-Menschen, so bildet der Körper spezielle Antikörper (Anti-Rhesus-Stoffe), welche dann mit den Rhesusfaktoren auf den fremden Blutkörperchen agglutinieren (verklumpen) werden. Diese Antikörper bleiben anschließend dauerhaft im Blut erhalten, weshalb eine zweite Bluttransfusion mit Rhesus-positivem Blut ausgeschlossen ist, da der betroffene Mensch sonst sterben würde.

Problematisch wird es auch bei einer Schwangerschaft, wenn die Mutter Rhesus-negativ und das Kind Rhesus-positiv ist. Während der Schwangerschaft kann es vorkommen, dass die Placenta brüchig wird und Blut des Kindes im Kreislauf der Rhesus-negativen Mutter gelingt, wo dann Antikörper gebildet werden. Falls bei der zweiten Schwangerschaft das Kind dann ebenfalls Rhesus-positiv ist, passieren die Antikörper die Placenta und zerstören so die Blutkörperchen des Kindes und es stirbt. Mittlerweile hat man Möglichkeiten gefunden, die Mutter zu desensibilisieren.

Die Vererbung des Rhesusfaktors erfolgt nach den Mendelschen Regeln und es handelt sich um eine dominant-rezessive Vererbung.
Dieses Referat wurde eingesandt vom User: Mai_Pen_Rai




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