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Recycling von Kunststoffen - Referat



Recycling von Kunststoffen
Kunststoffe kaum natürlich abbaubar- weitgehend beständig gegen Sauerstoff, Licht, Wasser und Mikroorganismen
- Einbau von hydrolisierbaren oder Licht absorbierenden Gruppen ermöglicht bei einigen Polymeren Abbau zu kleineren Rückständen
- 50% der 2,5 Mio. Tonnen Kunststoffabfälle (pro Jahr)  Deponie
o kostengünstigste Methode
o jedoch Grundwasserverschmutzung durch enthaltene Zusatzstoffe der Polymere
o stofflicher und energetischer Wert der Abfallprodukte geht verloren
- beste Art der Kunststoffabfallverwertung  Rückführung in Produktionsprozess
o gelingt bei ~0,5 Mio. Tonnen
- Wiederholtes Recyceln führt zu Qualitätsverlust ( Nutzungskaskade)
- Aufarbeitung zu einem Werkstoff geringerer Qualität  Downcyceln
o Daher oft Mischen von sortenreinem & recycelten Kunststoff

Recyclingverfahren

- Vor Recyceln stets Sortieren notwendig (zerkleinern, reinigen, trocknen)
o Sortierung nach Dichte oder elektrostatisch
o Einfache Zuordnung durch Symbole, Zahlen und Strichcodes
- Einteilung in Thermoplaste, Duromere und Elastomere
-Thermoplaste sehr gut recyclebar (Grundvoraussetzung: Sortenreinheit)
- Werkstoffliches Widerverwerten:
Es wird Regranulat gewonnen. Die Polymerstruktur bleibt erhalten. Der Kunststoff muss eine hohe Reinheit und Qualität besitzen. Die Kosten für das Regranulat sind etwa doppelt so hoch wie bei Neu-Kunststoffen.
- Energetisches Wiederverwerten(thermische Wiederverwerten)
Die Kunststoffe werden zur Energiegewinnung verbrannt. Dieses Verfahren ist laut Verpackungsverordnung für etwa ein Drittel der Kunststoffverpackungen erlaubt.
- Rohstoffliche Recycelmethoden:
Die Kunststoffe werden durch verschiedene Technologien und Rückgewinnung der petrochemischen Rohstoffe in ihre Ausgangsformen aufgespalten. Hier besteht auch die Preisfrage zwischen Erdöl und Recyclingöl.
-Hydrierung
 Verflüssigung der Kunststoffe (gereinigten Kunststoffteile in einem Hochdruck-Säulenreaktor(150 -250 bar) unter Wasserstoffzugabe auf etwa 480°C erhitzen) synthetisches Rohöl(aliphatenreich) und brennbare Gase als Endprodukte
- Synthesegaserzeugung
 Bei 800°C und Zugabe von Sauerstoff und Wasserdampf  Entstehung eines brennbares Gemischs aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff
- BASF-Verfahren
 Kunststoffe im Vakuum bei etwa 300°C durch teilweise Aufspaltung ihrer Moleküle gecrackt (to crack = zersprengen). Entstehung eins Gemischs aus Kohlenwasserstoffen und Gasen
- Reduktionsverfahren im Stahlwerk
 Verfahren zum rohstofflichen Recyceln von Thermoplasten, Duroplasten und Elastomeren (Einblasen des Kunststoffs in die 2000°C heiße Schmelze am Fuße des Hochofens)
 für die Reduktion des Eisenerzes erforderlichen Gase entstehen
- Pyrolyse
 Kunststoffe werden bei 500 – 900 °C unter Sauerstoffabschluss verschwelt

- Weitere Möglichkeiten: Solvolyse(Entstehung niedermolekularer Stoffe) und Glykolyse(Aufbereitung von Polyurethanabfällen)



Dieses Referat wurde eingesandt vom User: CrazyElfe




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