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Papierveredelung - Referat



Papierveredelung

Warum Papierveredelung?
Man veredelt ein Papier in erster Linie, um dessen Wert zu steigern. Es kann dabei aber auch um Schutz gehen oder darum, ein Papier für seine spätere Funktion brauchbar zu machen(Man könnte zum Beispiel niemals in eine Tüte aus Zeitungspapier Milch füllen). Ein unveredeltes Papier (wie zum Beispiel Zeitungspapier), ist nicht wasser- oder schmutzfest, ist ohne jegliche Akzentsetzung recht langweilig und ist weder stabil noch belastbar.

Welche Arten von Veredelung gibt es?

1. Kaschierung

a) Verfahren und Zweck
Bei der Kaschierung wird auf das Papier einseitig ein Material (meist Folie)
aufgebracht. Dies tut man nicht nur, um ihm Glanz zu verleihen und die Farbbrillanz,
Strukturen und Details hervorzuheben, sondern auch, um es dadurch vor
Schmutz oder Feuchtigkeit zu schützen.
Die Folie wird mit Kaschiermittel (Wachs, Leim, Lack) auf dem Papier fixiert.

b) Anwendungsbereiche
- Buchumschläge
- Buchbezüge
- Stadtpläne
- Speisekarten

2. Strukturprägung

Die Strukturprägung (auch Gaufrieren genannt) ist die Prägung des kaschierten Papierprodukts, um eine bestimmte Oberflächenstruktur zu erlangen. Das Gaufrieren wird auf einem Kalander, einer Maschine mit mehreren beheizten Stahlwalzen, vorgenommen. Beim Gaufrieren besteht eine der Walzen aus Stahl, diese ist graviert, trägt also ein Muster und wird beheizt. Die andere Walze ist mit einer weicheren Oberfläche aus Gummi oder Stoff versehen. Um die Prägung dauerhaft zu machen, wird die Stahlwalze erhitzt und, je nach Material, mit mehr oder weniger großem Druck gegen die Gummiwalze gepresst. Die Ware wird zwischen den Walzen durchgeführt und erhält dadurch das Muster bzw. die Struktur der gravierten Stahlwalze aufgeprägt. Je nach Temperatur und Druck können unterschiedliche Ergebnisse erzielt werden. Dabei gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel erhält man mit einer Glanzfolie (nicht geprägt) eine glatte und glänzende Oberfläche. Weitere Varianten wären das Granulat (angeraute, leicht Matte Oberfläche), die Mattfolie (matte, nicht glänzende Oberfläche) oder die Polyleinfolie (gerippte Oberfläche). Durch Strukturprägung lassen sich Farbbilder vertiefen, Brillanz erzeugen oder ein dezenter Samtcharakter erzielen.

3. Lackierung

a) Verfahren und Zweck
Der Lack wird mit einer UV-Hochleistungslampe auf das Papier aufgestrahlt.
Partielle UV-Lackierung setzt Akzente im Druckbild, das Spiel mit Licht
und Schatten bringt Nuancen zum Vorschein, die auf den ersten Blick verborgen sind.
Besonders wirkungsvoll: der Kontrast von hochglänzend lackierten Details zu einem matt kaschierten Untergrund!
Eine praktische Anwendung der partiellen UV-Lackierung besteht im Aussparen etwa von Klebestellen oder Adressfeldern innerhalb lackierter Oberflächen.

b) Anwendungsbereiche
- Zeitschriften
- Prospekte
- Kataloge
- Kartenspiele
- Bücher
- Schutzumschläge

4. Prägefoliendruck

a) Verfahren und Zweck
Im Prägefoliendruck wird eine dünne Folie im Hochdruckverfahren auf das Papier übertragen. Die Übertragung erfolgt durch Druck und Wärme. Auch Silberfolien, metallisierende Farben oder hologrammähnliche Beschichtungen lassen sich durch Heißfolienprägung in das Produkt integrieren. Die Kombination mit Folienkaschierungen, Lackierungen oder hochwertigen Bedruckstoffen eröffnet unzählige Gestaltungsmöglichkeiten. Dreidimensionale Strukturen verleihen dem Produkt Lebendigkeit und Exklusivität. Sie lassen sich durch ein- oder mehrstufige Hoch- bzw. Tiefprägung schaffen.

b) Anwendungsbereiche
- Buchumschläge
- Verpackungen
- Prospekte
- Taschenbücher
- Etiketten

5. Einsiegelung

a) Verfahren und Zweck
Polyester-Einsiegelung - auch Laminierung genannt – stellt die modernste Form der Druckveredelung dar. Es ist ein spezielles Durchlaufverfahren, in dem unter Druck- und Wärmeeinwirkung ein doppelseitiger vollflächiger Verbund zwischen Druckbogen und Polyesterfolien erzielt wird. Das Papier wird vor Schmutz und Feuchtigkeit geschützt und erhält Stabilität.

b) Anwendungsbereiche
- Landkarten
- Poster
- Bedienungsanleitungen
- Mitgliedsausweise
- Taschenkalender
- Kataloginhalte
- Speisekarten
- Plakate
- Visitenkarten
- Lesezeichen

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: Leni



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