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Olympia - Referat



Sport Klausur Olympia und Nationalsozialismus

4. Leibesübungen, Wettkampf, Spiel und Sport im alten Griechenland:

Rezeption des Sports in der griechischen Antike:
Warum hatte Sport in der griechischen Antike eine so herausgehobene Rolle im „Sport bei den Völkern der alten Welt“?
Ein Grund dafür ist das Bild, das sich die Menschen im neuzeitlichen Europa von den Griechen gemacht haben.
Im 17. Jahrhundert gab es noch einen Prinzipienstreit, ob und wie die Kultur der „Alten“ für die „Moderne“ als Vorbild genommen werden könne. Spätestens im 18. Jahrhundert gab es für die Verfechter einer neuen Kultur des Körpers in Europa keinen Zweifel mehr, dass die antike Gymnastik ein Ideal verkörperte, das man auch in Zukunft anstreben wollte.
Das Ideal der harmonischen Einheit, der Balance körperlicher und geistig-seelischer Kräfte sowie sittlich-moralischer Werte.
Kalokagathie war das griechische Wort für diese Bewegung.

Gymnastik und Turnen in der Tradition der alten Griechen:
1793 Buch erschienen: Verglich, wie die „Alten“ Griechen ihre Gymnastik betrieben haben, sagte jedoch, dass für die Gegenwart nicht alles nützlich ist. Autor schwärmte von der Erziehung der alten Griechen. (Leibes orientiert, harmonische Erziehung)
„Heiligen Spiele“ in Olympia, alle Griechen kamen zur Götterehrung und um Wettkämpfe auszutragen.

„Gymnastik für die Jugend“ soll nicht nur Vorlage für „deutsche Gymnastik“ sein, sondern ein weltweites Modell der Bildung und Erziehung.
Das 19. Jahrhundert ist das „Zeitalter des Nationalismus“. „Turnphilologen“ betonten die Nähe des deutschen, nationalen Turnens zum antiken Vorbild.

Agonistik und Gymnastik:
Die philologischen und philosophischen Arbeiten von Friedrich Nietzsches zeigten ein unterschiedliches Griechenbild. Den Grund für die Höhe und Überlegenheit der griechischen Kultur sah er vielmehr in der Betonung des kriegerischen und grausamen Charakters der alten Griechen. Sinnbildlich stand dafür die Rolle des Kampfs und Wettkampfs in der griechischen Welt, die „Agonalität“ der Griechen.
Wettkampf wird als Lebensgrund angesehen, da dadurch der Ehrgeiz und die Konkurrenz zwischen den Griechen in Gang gesetzt wurde. Durch das Bestreben, besser zu sein als andere, kam es zu Fortschritten in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur.
Agonistik, Athletik und Gymnastik:
Die griechische Antike umfasst mehr als 2500 Jahre. In dieser Zeit hat sich der „Sport“ der alten Griechen immer wieder verändert. Trotzdem konnten sich spezifische Formen von körperlichen Übungen und Wettkämpfen herausbilden, die für die Gegenwart besonders wichtig sind. Diesen Formen wurden die Begriffe „Agonstik“, „Athletik“ und „Gymnastik“ zugeordnet, welche als Bezeichnung für die Kultur der Leibesübungen und Wettkämpfe stehen.
Athletik: Mit Athletik wird der Sport bezeichnet, der von den Athleten als Teilnehmern an einem gymnischen Agon ausgeübt wurde.
„Agone“: sind die Wettkämpfe. Sie fanden im Rahmen von Götterfesten statt.
Gymnische Agone: Waren die Übungen und Wettkämpfe, die in Olympia ausgetragen wurden.
Lauf bzw. verschiedene Arten des Laufes
Waffenlauf
Ring- und Boxkampf
Allkampf
Speerwurf
Wurf mit dem Diskus
Weitsprung
Fünfkampf (Speerwurf, Diskus, Weitsprung, Lauf, Ringkampf
Hippische Agone: Wettkämpfe und Wettrennen, die mit Pferden und Wagen oder als Reitwettbewerbe ausgetragen wurden.
Musikalische, literarische und künstlerische Agone:

Olympia war das Zentrum der gymnischen Agone.



Gymnastik: Ein Athlet zeichnete sich durch langes, anstrengendes und mühsames Training aus. Dieses Training bestand aus körperlichen Übungen, der Gymnastik. Das Wort setzt sich aus den Wörtern üben und nackt zusammen, weil die Athleten meistens nackt oder nur mit einem Lendenschutz bekleidet waren. Zum Training gehören auch eine besondere Ernährung und die Hygiene. Einreiben und Massieren des Körpers mit Öl. In der griechischen Antike (5.-4. Jh. V. Chr.) wurde die Gymnastik als Mittel der Erziehung, zur Vorbereitung auf den Kriegsdienst und der Heilkunde angesehen.
Ort für die Gymnastik war das Gymnasion.
Wettkämpfe wurden zuerst auf der „Agora“ ausgetragen, später im Stadion.
„Agonistik“: Mit dem Begriff wird das Wettkampfwesen in der antiken griechischen Kultur insgesamt bezeichnet.

Wer waren die alten Griechen?:

Das Königtum wurde in den meisten griechischen Staaten durch die Adelsherrschaft verdrängt, es bildete sich der Gemeindestaat der Polis. Sparta und Athen waren die wichtigsten Polisgründungen auf dem Festland.
Sparta 800 v. Chr. / Athen 600 v. Chr.
Sparta besiegte Athen in einem Krieg und wurde Herrscher. Die Herrschaft beruhte auf seiner militärischen Stärke, Sparta war ein Militärstaat. In Athen hingegen setzte sich die Herrschaft des Volkes (Demokratie) durch.
Verschiedene Erziehung!!
Den Göttern wurden an Kultorten Opfer dargebracht und sie wurden bei allen wichtigen Fragen der Lebensführung um Rat gefragt. Delphi war der Ort, an dem die Götter durch ein Orakel zu den Menschen sprachen. Iphitos (König) fragte die Götter ob er alle Griechen für ein Fest nach Olympia einladen sollte, diese bestätigten dies. Olympia entwickelte sich schließlich zu dem Ort, an dem vorwiegend athletische Wettkämpfe ausgetragen wurden und die Götter geehrt wurden.


Leibesübungen, Athletik und Agonstik bei Homer:
Homer nennt in seiner schriftlichen Quelle praktisch alle Leibesübungen, Wettkämpfe und athletischen Disziplinen.
Homers Motto, die Sinnperspektive, die die gesamte agonistische, athletische und gymnastische Kultur prägte:
„Immer der erste zu sein und überlegen den anderen.“ Der Sieg war das Wichtigste am athletischen Wettkampf, nicht die Teilnahme. Ein Sieg bedeutete höchsten Triumph, eine Niederlage größte Schmach.
Leichenspiele wurden veranstaltet, um Gefallene zu ehren. Wagenrennen, Faustkampf, Ringkampf, Lauf, Diskus und Speerwerfen.
Wagenrennen war der wichtigste Agon, außerdem waren die Preise hier wertvoller. Eine Frau für den Haushalt und ein „Dreifuß“
Die athletischen Wettkämpfe waren dafür da, die Menschen für den Krieg zu üben und vorzubereiten.

Ursprünge des Sports im Totenkult:
Totenkulte: Sollten die Seelen der Toten besänftigen und mit den Lebenden versöhnt werden.
Totenkult: direkte, unmittelbare Menschenopfer
Totenkult: Zweikampf auf Leben und Tod
Totenkult: Athletischer Wettkampf ist eine zivilisierte Form, da die Niederlage als „kleiner Tod“ angesehen wird, der Kampf jedoch nicht mehr um Tod und Leben ging.

Odysseus am Hof der Phäaken und Ithaka:
Aus der Geschichte geht hervor, dass nicht nur der agonale Sport, also Wettkampf und Preise, betrieben wurde, sondern ebenfalls Spiele und Tänze zur Unterhaltung, aus Anlass eines Besuchs und zu Ehren eines Gastes aufgeführt wurden.

Körperliche Erziehung bei den alten Griechen:
Körperliche Fähigkeiten und Fertigkeiten, körperliche Fitness und physische Stärke hatten bei den Griechen einen großen Stellenwert. Ein Herrscher ohne diese war undenkbar. Ebenfalls müssen sie Klugheit, List und Schläue besitzen und die Unterstützung der Götter bekommen.
Um dies alles zu lernen und zu üben, diente die Erziehung.





2 Modelle der Erziehung:
Totalitäre Erziehung in Sparta: Sparta war ein Kriegerstaat, dessen Vorrangstellung sich allein mit kriegerischen Mitteln und roher Gewalt durchsetzte. Sie waren in der Unterzahl zum Rest der Bevölkerung, deshalb mussten sie wachsam sein. Nicht der einzelne Held war das Ziel der Erziehung, sondern der tapfere, namenlose Soldat. Sie wollten keine Helden auswählen, sondern die gesamte Stadt zu Helden erziehen, die für ihren Staat bereit sind zu sterben.
Es war alles recht, was dem Staat nützte, weshalb die spartanische Jugend auch zur Verstellung, zur Lüge und zum Diebstahl angeleitet wurde, wenn es dem Staat Macht verlieh.
Die Spartanische Erziehung war im Kern eine Erziehung zum Soldaten, mit kriegerischen, militärischen Tugenden. Somit die körperliche Ausbildung und Abhärtung und Gehorsam.
Spartaner waren wichtig für Olympia, denn sie waren sehr erfolgreich und 2 wichtige Neuerungen sind auf sie zurück zu führen. Nacktheit und Öl beim Ringkampf.
Die Erziehung zur Demokratie (Athen): Athletische Übungen, Wettkämpfe und Gymnastik sind für die Kräftigung des Körpers. Die Preise sind zwar so gesehen nichts wert, jedoch erlangen sie durch einen Sieg an Ruhm. Durch die Übungen und den Ehrgeiz hat die Stadt die besten Bürger.
Lauf, Wurf, Ringen und Boxen ist für die Abhärtung, Schmerzen auszuhalten, Widerstandsfähigkeit, außerdem ist es eine gute Übung für den Ernstfall.
Die Jugend wir so zu tüchtigen Hütern der Stadt und sie dadurch in Freiheit leben können, da sie die Feinde bezwingen.
Außerdem ein Mittel gegen Langeweile und es hält die Jugend von frevlerischem Tun ab.
Kalokagathie ist eine Vorstellung von Erziehung: „die Tatsache, ein schöner und guter Mensch zu sein“. Dies ist jedoch nur eine Idealvorstellung und wurde nicht erreicht.


Olympia
Coubertin:
Als Vorbild für die modernen, neuzeitlichen Olympischen Spiele waren die Olympien in der Antike. Zumindest trifft dies auf Pierre de Coubertin zu, der als Begründer der modernen Spiele gilt, ihm war jedoch bewusst, dass die antiken Olympien in ihrer Form in der Gegenwart nicht wiederbelebt werden können.

In Wirklichkeit haben die heutigen Spiele nicht viel mit den alten zu tun, denn sie galten als Fest für den olympischen Zeus. Die Spiele wurden mit äußerster Härte, Brutalität und Ernsthaftigkeit ausgetragen, trotzdem gab es einen Unterschied zwischen einem Wettkampf und einem Kampf im Krieg.
Olympia war zuerst ein Kultort, an dem Opfer dargebracht wurden, später dann ein Heiligtum, das Zeus geweiht war. Ihm zu Ehren wurden auch die Wettkämpfe ausgerichtet.


Die panhellenischen Agone
Seit dem 5 Jh. V. Chr. Veranstaltete jede griechische Stadt Agone. Die Athleten planten ihre Reisen so, dass sie auf möglichst vielen, auf jeden Fall aber auf den wichtigsten Agonen, (panhellenischen Agone) teilnehmen konnten. Die 1000-jährige Geschichte der Olympien war jedoch immer sehr stark von politischen Ereignissen und sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen geprägt.
Trotzdem vielen die Olympien in diesem Zeitraum nicht einmal aus.
Als Preis gab es keine materiellen Dinge, sondern nur symbolische, wie z.B. einen Kranz vom wilden Ölbaum. Dieses Götterfest war jedoch so bedeutend, dass die Sieger auch materiell ausgesorgt hatten.
Der offizielle Beginn der Olympien lässt sich auf das Jahr 776 v. Chr. Datieren. Hier gab es nur einen Wettkampf, den Stadionlauf über 192 Metern.
Ruhm und Mythos Olympias
Besonders war noch, dass bei diesen Agonen für die Hin- und Rückreise eine Waffenruhe vereinbart wurde,
die, von Ausnahmen abgesehen, auch eingehalten wurde. Dies galt jedoch nur für das Territorium, auf dem das Fest stattfand, und den Teilnehmern und Besuchern. Sparta wurde für gewisse Zeit ausgeschlossen, da sie die Waffenruhe 420 v. Chr. Brachen.
Es gab auch Wettkämpfe für Mädchen, diese wurden jedoch zu anderen Jahreszeit veranstaltet, im Namen der Hera. Nur Laufwettbewerbe


Der Kultort Olympia

Das athletische Programm
Zuerst nur eine Disziplin, Lauf über die Strecke eines Stadions (192m), 14 Olympiaden lang. Danach Doppellauf über 2 Stadionstrecken und 6 Olympiaden später Langstreckenlauf 10-20 Stadien.
Alle anderen Disziplinen kamen erst später, manche wurden hinzugefügt und wieder aufgegeben.
4 Jh. V. Chr. Startschranken, um Unregelmäßigkeiten zu vermeiden.
Ab der 18. Olympiade Fünfkampf (Diskus, Weitsprung, Speerwurf, Lauf, Ringkampf)
Weitsprung wurde mit Sprunggewichten, Hanteln ausgeführt.

Nationalsozialismus

Weimarer Republik als zu NS-Zeit und Sport:
Der erste Weltkrieg unterbrach die Ausdehnung, des Sport und Turnlebens. Die Weimarer Republik brachte jedoch einen Höhepunkt für die Turn- und Sportbewegung.
Turn- und Sportbewegung zerrissen in Turnen und Sport und bürgerlichen Sport und Arbeitersport.
Versucht, eine Sportidee zu formulieren: Anlehnung an die olympischen Spiele, Kampfgeist, Dienst an der Gemeinschaft, Kraft und Stärke. Ebenfalls als Mittel genutzt, um die im Weltkrieg verloren gegangenen Wehrkräfte wiederherzustellen.
3 Stunden Schulsport

Das Heranzüchten kerngesunder Körper:
1933 gab es einen Einschnitt in das sportliche Leben in Deutschland.
1933-1945 kam es zu einer Umkehrung des bisherigen Sinnes von Bewegung, Turnen, Spiel und Sport.


Zusammenhänge zwischen alten Turn- und Sportkonzepten und dem politischen Programm der Nationalsozialisten:
Studenten waren gegen den Weimarer Staat Nationalsozialisten Mehrheit bei den Studentenschaftswahlen.
Turner und Sportler wollten Deutschland ebenfalls wieder zu „innerer und äußerer Stärke“ emporführen. Dank der Weimarer Republik hatten sie zwar schon: steuerliche Vergünstigungen, 3 Sportstunden, neue moderne Sportstätten usw. Sie haben sich jedoch durch ein wiedererstarktes Deutschland eine noch größere Rolle erhofft. Die Erziehungsgrundsätze, die Hitler in „Mein Kampf“ formuliert, stimmen auf den ersten Blick mit den Wünschen der Turner und Sportler überein, jedoch nicht im Kern.
Hitlers wichtigste Erziehungsziele: „Gehorsam und Opferbereitschaft“
Wichtiger als das „bloße Einpumpen von Wissen“ ist „das Heranzüchten kerngesunder Körper“, so Hitler. Viele Sportlehrer stimmten zu. Außerdem konnte man so die Schwäche und Erniedrigung Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg überwinden.
Turnen und Sport haben einen keineswegs geringen Anteil an der Machtentfaltung der Nationalsozialisten. (Fehlverhalten, um mehr Anerkennung und Einfluss zu bekommen)
Arbeitersportverbände aufgelöst etc.

Selbstgleichschaltung der Deutschen Turnerschaft:
Mit der Selbstgleichschaltung ist gemeint, dass die DT sich von ganz allein den Nationalsozialisten „gleichschaltete“, um die ersten zu sein, die sich der „nationalen Erhebung“ zur Verfügung stellten.
Neuendorff, „Führer“ der Deutschen Turnerschaft, beschloss als oberstes Ziel die Wehrhaftigkeit und verkündete, dass die DT eine „Vollarisierung“ durchführen müsse.
Im Endeffekt konnte Hitler und wollte Hitler nichts mit ihnen anfangen.
Dies änderte sich, als Hitler 1933 auf ein Sportsfest in Stuttgart eingeladen wurde. Er hielt eine Rede und merkte, welche propagandistischen Möglichkeiten ein großes Sportfest mit begeisterten und meist jungen Teilnehmern bieten konnte.
Somit Unterstützung der NS, Sportler nahmen dafür Ausschluss der Juden und Führungsprinzip in Kauf.

In Wirklichkeit wurde damit jedoch der Sinn von Turnen und Sport in sein Gegenteil gewendet. Die Nationalsozialisten waren nicht sportsfreundlich, denn sie verbanden mit Turnen und Sport nicht das gleiche wie die Sportler: Sich frei in Verein treffen zu können und selbstverantwortlich Spiel und Sport betreiben zu können.
Hitler, Göring und Goebbels waren alle unsportlich und hatten keine Beziehung zum Sport.
Das individuelle Leistungsstreben, das für den Sport und den sportlichen Wettkampf eine zentrale Bedeutung hatte, war mit der NS-Ideologie unvereinbar.

Die Olympischen Spiele von 1936 – Berlin
Die NS hielten von dem Internationalismus des Sports nichts. Erst als sie merken, wie sehr man das Prestige des NS-Regimes in der Welt durch die Olympischen Spiele erhöhen könnte, förderten sie mit allen Mitteln die ersten Olympischen Spiele auf deutschem Boden.

Coubertins Worte „den Frieden zu festigen wie Krieg vorzubereiten“ passen sehr gut. Die OS 36 zeigten der ganzen Welt ein olympisches Friedensfest, welches Deutschland als Land darstellte, das Frieden mit allen und Sport treiben wollte.

In Wirklichkeit haben die Spiele die kriegerischen Absichten verschleiert und sich durch die Spiele für den Krieg gerüstet.

Vorgeschichte und Planung:
Ersten 2 Olympiaden nach 1. Weltkrieg war Deutschland ausgeschlossen.
Dann 2 Deutsche im IOC
1931 Entscheidung, Olympia in Berlin
Gefahr, dass Olympia in Berlin platzt, da die NS die politischen Wahlen gewannen.


Idee der Nationalisten nicht im Einklang mit Olympia
Gleichheit, Demokratie, Frieden, Internationalismus unvereinbar mit Militarismus, Chauvinismus, Rassismus und Antisemitismus
Die NS-Presse setzte sich ungemein gegen die Spiele ein und tat alles, um sie zu verhindern, bis zu dem Punkt, an dem Diem und Lewald Hitler und den Rest von der ungeheuren Propagandawirkung der Spiele zu überzeugen.

Der Film, der 36 gedreht wurde, wurde zu einem Musterbeispiel nationalsozialistischer Propaganda-Filmkunst.

Die Propagandawirkung der Spiele:

Hitler und Goebbels setzten auf die Wirkung nach außen, der Weltöffentlichkeit, und nach innen, der Bevölkerung in Deutschland. Durch Olympia wollten sie die Friedensliebe demonstrieren und zeigen wie gastfreundlich und friedlich die Deutschen sind. In Wahrheit sollten sie die eigentlichen kriegerischen Ziele verschleiern. Das 2. Ziel war die Demonstration der Stärke und Leistungsfähigkeit des Regimes. Sie wollten zeigen, dass die deutschen Sportler keine Schwäche zeigen und wollten, dass sie möglichst als Sieger bei den Wettkämpfen abschnitten. Diese Ideologie der „Herrenrasse“ wurde jedoch durch ausländische hervorragende Sportler wie Jessie Owens widerlegt.

Nach innen wollten sie dem Volk zeigen, welche Macht der Staat hat und sie nicht isoliert waren, wie es zum Teil in der Weimarer Republik vorkam.

„Friedenspropaganda und Tarnung der Aufrüstung“ und „Erziehung zum Kampf“ und „Umwandlung der Volksgemeinschaft zur Wehrgemeinschaft.“





Boykottversuche gegen die Nazi-Spiele:
Die Propagandaziele der NS sind klar zu erkennen, jedoch standen diesen Propagandazwecken erhebliche Hindernisse im Weg, das größte zu nennende ist die Olympische Idee selbst.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) repräsentiert und garantiert die Unabhängigkeit der olympischen Bewegung und der Olympischen Spiele. Sie werden an eine Stadt vergeben und das Staatsoberhaupt durfte selbst nichts mitbestimmen. Coubertin wollte so verhindern, dass die Spiele für nationalistische Interessen einzelner Staaten missbraucht werden. Sie durften nicht rassistisch, diskriminierend sein.
Als Lösung für dieses Problem versicherten die Deutschen einfach immer wieder, sie würden die Regeln einhalten.
Somit gab es 2 Ebenen, auf denen geplant wurde. Auf der oberflächlichen Ebene täuschten sie das IOC und die Welt und auf der tiefstrukturierten planten sie die gezielte Veränderung der Deutung der Olympischen Ziele.

Zur Boykottbewegung kam es in den USA durch die Frage, ob jüdische Sportler teilnehmen. Viele Amerikaner fanden die Diskriminierung jüdischer und farbiger Sportler abweisend und verlangten, dass die amerikanischen Sportler zuhause blieben. Sie forderten die Einhaltung der Grundsätze, Rassengleichheit, Menschenwürde.
Hitler dachte nicht daran, die Juden an den Spielen teilnehmen zu lassen. Sie wurden schon vollkommen aus allem ausgeschlossen.
Die Boykottbewegung brach jedoch zusammen, weil Diem und Lewald die olympischen Freunde immer wieder beruhigen konnten, zweitens an dem Verhalten des IOC und zuletzt an bestimmten Sportfunktionären in den USA, die massiv gegen die Boykottbestrebung vorgingen.

So gesehen hatten die Amerikaner jedoch vollkommen Recht, denn der Rassismus war ein klarer Verstoß gegen die olympische Idee.





Olympische Symbolik Berlin 1936:

Olympische Symbole: Eröffnungs- und Schlussfeiern, Siegerehrungen, olympische Eid, olympische Gruß, olympische Fahne, olympische Flamme, olympische Hymne/Fanfare.

Durch die deutsche Organisation gab es viele Erneuerungen
Umdeutung des Grußes, als Frankreich einmarschierte
Olympische Fanfare normal beim Hissen der Olympiafahne, diesmal jedoch als der Führer ins Stadion kam
Hakenkreuzfahne als Nationalfahne
Hakenkreuzfahne war allgegenwärtig, Olympischen Ringe nicht
Fackellauf wurde erfunden
Sieger erhielten zu ihrer Medaille Eichenlaub und Eichenbäumchen

Diese Umdeutung der Symbolik machte aus Olympia kein Friedensfest, mit Freundschaft und Völkerverständigung, sondern ein nationalsozialistischen Opfer- und Totenkult.


Nationalsozialistische Leibeserziehung:

Hitler spricht in „Mein Kampf“ von einer neuen, harten, kampfbetonten, soldatischen Erziehung. Die Alten sind verbraucht, feige, sentimental, die Jugend jedoch soll gewalttätig, herrisch, unerschrocken, grausam sein. Sie müssen Schmerzen ertragen und dürfen nicht Schwach sein.
Er will keine intellektuelle Erziehung, mit Wissen verdirbt man sich die Jugend. Beherrschung sollen sie lernen und die Todesfurcht besiegen.

Einige Sport- und Turnlehrer fanden das gut (Kampfgeist, Mut, Spiellust, Kraft, Stärke)

Jedoch hat diese Erziehung nichts mehr mit den humanistischen Leibesübungen und des Turnens zu tun.

„Die Schwachen werden untergehen, die Starken werden siegen.“

Turnen Gymnastik Sport als Leibesübungen wurden ihrer Macht als Erziehungsweisen enthoben.


Totale Leibeserziehung:
Es ging darum, die Jugend in jeder Altersklasse zu kontrollieren, sie durften keine Freiräume haben, so wurden auch bürgerliche Nischen wie Familie und oder Vereine zerstört bzw. unter den Einfluss der NSDAP gebracht werden.
Sie werden so lange von Parteien, SA, Wehrmacht hin und her geschoben, damit sie nicht mehr rückfällig werden, ihr ganzes Leben nicht frei.

Unter Erziehung versteht man hier die totale Manipulation jedes Einzelnen.
Schule, Erziehung in der Schule und die Leibeserziehung waren der NSDAP unterworfen.

Sportstunden in der Schule erhöht, Boxen eingeführt, Fußball,



Erzwungene Einheit und bitteres Ende:

Die Turner und Sportler hatten sich lange Zeit von den NS blenden lassen und am Ende war es zu spät, sich zu wehren und Widerstand zu leisten.

1935 wurde die DT gezwungen, sich selbst aufzulösen, die anderen Verbände folgten. So wurde dann ein neuer Verbund für alle Leibesübungen gegründet, der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen (DRL).
Mit den neuen Verordnungen waren die meisten unzufrieden und sie versuchten, die alten Verbände zusammen zu halten, um einen Teil der alten Strukturen zu erhalten.






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