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Naturkatastrophen - Referat



Naturkatastrophen

Wenn eine Veränderung der Erdoberfläche oder der Atmosphäre natürlich entsteht, spricht man von einer Naturkatastrophe. Sie hat auf Lebewesen und deren Umgebung verheerende Auswirkungen. Ein spektakuläres Naturereignis (beispielsweise ein Gletscherabbruch auf Grönland) genügt also nicht, zu einer Naturkatastrophe zu werden, sondern, ist immer abhängig von verschiedenen Komponenten (wie z.B. Klimaveränderung).
Wenn hingegen Menschen die Verursacher der Katastrophe sind, spricht man von einer Umweltkatastrophe. Kriege, Bürgerkriege und bewaffnete Konflikte werden ebenfalls nicht zu den Naturkatastrophen gezählt.
Der Zeitraum, in dem die Veränderungen stattfinden, reicht von Sekunden bis zu Jahren.
Sogar die Hopi-Indianer haben uns schon vor vielen, vielen Jahren die Naturkatastrophen
prophezeit, die in den letzen Jahren bei uns immer häufiger auftreten.

Einteilung verschiedener Naturkatastrophen

Endogene/tektonische Ursachen
• Erdbeben und Seebeben
• Vulkanausbrüche mit Lavafluss, Vulkaneinstürze, Vulkanexplosionen
• Tsunamis (durch Seebeben hervorgerufene Flutwellen)
• Gletscherlauf (auch gravitatorische Ursachen)
Gravitatorische Ursachen, Massenbewegungen
• Erdrutsche, Lawinen, Bergstürze, Muren
• Steinschlag
• Meteoriteneinschläge
• Gletscherlauf (auch endogene/tektonische Ursachen)
Sonstige Ursachen und Wetterkatastrophen
• Strudel
• Heuschreckeneinfall
• Termitenbefall
• Ungeziefer
• Vorkommen bestimmter Krankheiten (z. B. Malaria)
• Stürme und Unwetter (Hurrikans)




Katastrophenstatistik
Es ereigneten sich zwischen 1900 und 2003 insgesamt 9195 größere Katastrophen mit jeweils mindestens 10 Toten. Davon hatten Wetterkatastrophen mit 57 % den höchsten Anteil, keine 20 % waren geologischen Ursprungs (Vulkanausbrüche, Erdbeben), wie auch die in die geologische Kategorie gezählten Tsunamis; der Rest waren biologische Katastrophen (Seuchen und Plagen). Ab 2003 gibt es jährlich verheerende Naturkatastrophen, wie aus der nachfolgenden Statistik herausgeht und uns zum Nachdenken anregen sollte!
Liste historischer Katastrophen:
Datum Katastrophe Ergebnis
1628 v. Chr.
Gewaltiger Vulkanausbruch auf der Insel Thera (Santorini), Griechenland

425 v. Chr.
Durch ein Erdbeben vor Griechenland wird Euböa zu einer Insel.

17
Ephesus, Kleinasien, wird durch ein Erdbeben vollkommen zerstört.
24. August 79
Ausbruch des Vesuv
Zerstörung von Pompeji und Herculaneum, 2.000 Tote
17. Februar 1164
Sturmflut an der Nordsee
Beginn der Entstehung des Jadebusens

16. Januar 1219
Erste Marcellusflut. Sturmflut an der Nordsee
etwa 36.000 Tote
15. Januar 1362
Zweite Marcellusflut ("Grote Mandränke"). Untergang des Ortes Rungholt zusammen mit sieben anderen Kirchspielen in der Edomsharde (Uthlande). Entstehung der ersten Halligen.
Mindestens 7.600 Tote. (Gesamte Nordseeküste: laut den Chroniken 100.000 Tote.)
1556
ein Erdbeben zerstört große Teile der Provinz Shaanxi, China,
etwa 800.000 Tote
1693
ein Erdbeben erschüttert die Insel Sizilien, Italien
etwa 60.000 Tote
31. Dezember 1703
Erdbeben bei Tokio Zerstörung von Odawara, Tokio und anderer Städte, etwa 150.000 Tote
1. November 1755
Erdbeben bei Lissabon
Zerstörung von Lissabon, 60.000 Tote
27. Augusta 1883
Ausbruch des Krakatau
sprengt zwei Drittel der Insel mit Flutwelle, 20.000 Tote
1896
Seebeben mit Flutwelle vor der Saraiko-Küste, Japan
zerstörte Fischerdörfer, viele Tote
8. September 1900
Der Galveston Hurrikan von 1900 zerstört die texanische Stadt
Galveston. etwa 8.000 Tote
16. Dezember 1902
Ein Erdbeben der Stärke 6,4 in Turkestan
etwa 4.500 Tote
28. Dezember 1908
Erdbeben in Messina bis Kalabrien, Italien
etwa 83.000 Tote
16. Dezember 1920
Ein Erdbeben der Stärke 8,6 erschüttert die Provinz Gansu in China
rund 200.000 Tote
1. September 1922
Erdbeben in der Sagamibucht
Zerstörung von Tokyo u. Yokohama, 150.000 Tote.- Das Kwanto-Beben, das Tokyo und Yokohama zerstörte, ist nach der am stärksten betroffenen Provinz Kwanto benannt, hatte sein Epizentrum aber in der Sagamibucht. Es fand am 1.9.1923 statt (1.9.22 ist irrtümlich!).
1. September 1923
Erdbeben in der Region Kanto, Japan
143.000 Tote
August 1931
Überschwemmungen des Jangtse in China
circa 1,4 Millionen Tote
5. Oktober 1948
Erdbeben der Stärke 7,3 in Aschgabat, Turkmenistan
rund 110.000 Tote
7. September 1955
Überschwemmungen in Indien
etwa 45 Millionen Menschen obdachlos
29. Februar 1960
Erdbeben der Stärke an 5,7 an der Atlantikküste in Marrokko
etwa 12.000 Tote
Von 1965 bis 1967
Eine dreijährige Dürreperiode verheerte Indien
rund 1,5 Millionen Menschen starben
15. August 1968
Erdbeben auf Celebes
etwa 68.200 Tote
November 1970
Wirbelstürme (Zyklone) und Flutwellen in Bengalen
etwa 300.000 Tote
August 1975
Brand in der Lüneburger Heide
bisher größter Waldbrand in der Bundesrepublik Deutschland

4. Februar 1976
Erdbeben der Stärke 7,5 in Guatemala
rund 22.770 Tote
27./28. Juli 1976
Erdbeben der Stärke 7,5 in Tangshan, 150 km südlich von Peking, China
etwa 655.000 Tote, offiziell: 255.000 Tote
16. September 1978
Erdbeben der Stärke 7,7 im Iran
rund 25.000 Tote
19.09. 1985
Erdbeben der Stärke 8,1 in Mexiko-Stadt
etwa 6.000 Tote (offizielle Zahlen)
7. Dezember 1988
Erdbeben der Stärke 7,0 im Nordwesten Armeniens
etwa 25.000 Tote
20. Juni 1990
Erdbeben der Stärke 7,7 im Iran
40.000 bis 50.000 Tote
April 1991
Zyklon in Bangladesch
etwa 139.000 Tote
2. September 1992
Erdbeben der Stärke 7 120 Km vor Pazifikküste, Nicaragua
etwa 180 Tote
30. September 1993
Erdbeben der Stärke 6,2 im Südwesten Indiens
bis zu 30.000 Tote
16. Januar 1995
Erdbeben in Kōbe, Japan
mehr als 6.000 Tote, über 400.000 Verletzte, Rekordsachschäden bis 100 Milliarden Dollar
17. August 1999
Erdbeben der Stärke 7,4 in der Türkei bei Izmit
17.840 Tote
26. Januar 2001
Erdbeben der Stärke 7,9 in Gujarat, Indien
Tote offiziell: 17.110, Schätzungen: mehr als 50.000
Juli/August 2003
Hitzewelle/Brände in Europa etwa 20.000 Tote
26. Dezember 2003
Erdbeben der Stärke 6,6 in Bam, Iran
etwa 43.000 Tote
26. Dezember 2004
Erdbeben im Indischen Ozean vor der Insel Sumatra der Stärke 9,0 (9,3) mit verheerenden Auswirkungen durch Tsunamis selbst noch in Nordostafrika
über 232.000 Tote (Schätzung)
28. August 2005
Der Hurrikan Katrina wütet in den Küstenregionen des Golfes von Mexiko. Dämmbrüchen in New Orleans überfluten ca. 80 % der Stadt.
Schätzungsweise über 1.000 Tote
8. Oktober 2005
Erdbeben in Indien und Pakistan.
Schätzungsweise über 300.000 Tote

Erdbeben

Als Erdbeben wird die Erschütterung der Erde bezeichnet. Dies ist die Folge eines plötzlichen, meist nur wenige Sekunden andauernden Bruches des die Erdkruste aufbauenden Gesteins und der dadurch freigesetzten Energie, die sich in Form von seismischen Wellen durch die Erde ausbreitet. Der Ort des Bruches wird auch Erdbebenherd genannt und dessen Position in der Tiefe als Hypozentrum bezeichnet. Die zur Darstellung in Landkarten verwendete Projektion des Herdes auf die Erdoberfläche wird Epizentrum genannt.

Die Wissenschaft, die sich mit Erdbeben befasst, heißt Seismologie. Erdbeben sind Naturereignisse, aber wenn dabei jemand zu Schaden kommt nennt man sie Naturkatastrophen.


Entstehung von Erdbeben
Erdbeben entstehen durch dynamische Prozesse der Erde. Die scheinbar feste Erdkruste ist ein fragiles Platenmosaik. Vergleichbar mit dicht aneinander gedrängten Eisschollen, treiben die relativ leichten Kontinentalplatten auf der zähflüssigen Asthenosphäre. Diese Platten bewegen sich nur um wenige Zentimeter pro Jahr. An den Rändern kollidierender Platten entstehen die meisten Erdbeben.
Nach einer weit verbreiteten Theorie kommt es insbesondere an den Plattengrenzen, wo sich verschiedene Platten auseinander (Spreizungszone), aufeinander zu (Kollisionszone) oder aneinander vorbei (Transformverwerfung) bewegen, zum Aufbau gewaltiger Spannungen innerhalb des Gesteins, wenn sich die Platten in ihrer Bewegung verhaken und verkanten. Wird die Scherfestigkeit der Gesteine überschritten, entladen sich dann plötzlich diese Spannungen durch ruckartige Bewegungen der Erdkruste (tektonische Beben). Die dabei freigesetzte Energie kann die einer Wasserstoffbombe um das Hundertfache übertreffen. Da die aufgebaute Spannung nicht auf die unmittelbare Nähe der Plattengrenze beschränkt ist, kann der Entlastungsbruch in seltenen Fällen auch im Inneren der Platte auftreten, wenn das Krustengestein eine Schwächezone aufweist. Eine Voraussetzung für das Auftreten von Erdbeben ist demnach das Vorhandensein spröden, bruchfähigen Gesteins. Die Temperatur nimmt im Erdinneren jedoch stetig zu, wodurch das Gestein mit zunehmender Tiefe immer weniger spröde reagiert und schließlich deformierbar wird. Erdbeben sind daher meist auf die obere Schicht der Erdkruste beschränkt (siehe Hypozentrum). Manchmal lassen sich Beben bis in Tiefen von bis zu 700 km lokalisieren.
Bei Erdbeben verschieben sich die tektonischen Platten, aber vielleicht ist das die Folge einer anderen, bisher unbekannten Ursache, und liegt nicht an gewaltigen Spannungen in den Platten, die sich über lange Zeit hinweg aufbauen. Infolge der Gezeiten arbeiten die Platten, was einen Aufbau von statischen Spannungen behindern würde. Erkenntnisse über die Ursache von Erdbeben könnten sich zukünftig aus einem Zusammenhang zwischen Erdbeben und dem Erdmagnetfeld ergeben.
Erdbeben können ferner z.B. durch den Aufstieg von Magma unterhalb von Vulkanen ausgelöst werden oder auch durch Förderung von z.B. Erdgas, da die Druckveränderung wiederum auch die Spannungsverhältnisse im Gestein beeinflusst. Weiter können Erdbeben auch durch einstürzende unterirdische Hohlräume im Bergbau entstehen (Gebirgsschlag). Zitat der Hopi-Indiander: Alles was wir unserer Erde zuviel entnehmen, (z.B. Erdgas, Uran etc.)wird sich einmal rächen.
Erdbeben erzeugen verschiedene Typen von Erdbebenwellen, die sich durch die ganze Erde ausbreiten und von Seismographen (bzw. Seismometern) überall auf der Erde aufgezeichnet werden können. Pro Jahr werden weltweit rund 150.000 „fühlbare“ Erdbeben registriert. Aber nur 100 davon richten Schäden an. Wie zum Beispiel das schwere Erdbeben am 26.Dezember 2003 in der iranischen Stadt Bam. Die meisten Lehmziegelbauten der Oasenstadt waren den Erdstößen mit der Stärke 6,6 nicht gewachsen. Mehr als 43.000 Menschen wurden getötet, fast ebenso viele verletzt. Starke Erdbeben können die Erdoberfläche mitunter einige Meter weit aufreißen.
Durch unterseeische Erdbeben, bei der Eruption ozeanischer Vulkane oder durch unterseeische Erdrutsche können so genannte Tsunamis ausgelöst werden. Das ist dann möglich, wenn die vertikale Bewegung der Erdplatten mindestens vier Meter beträgt und die Erdstöße eine gewisse Stärke auf der Richterskala erreichen. Durch die plötzliche vertikale Verlagerung großer Teile des Ozeanbodens entstehen Wellen, die sich mit Geschwindigkeiten von bis zu 800 Kilometer pro Stunde fortbewegen. Auf dem offenen Meer sind Tsunamis kaum wahrnehmbar, gelangt die Welle jedoch in flacheres Wasser, kann sich der Wellenberg auf bis zu 100 Meter Höhe erheben. Am häufigsten entstehen Tsunamis im Pazifik. Deshalb besitzen die an den Pazifik angrenzenden Staaten ein Tsunami-Frühwarnsystem. Hätte es dieses Frühwarnsystem auch auf der Insel Sumatra gegeben, wäre der Tsunami am 26. Dezember 2004 nicht mit ca. 232.000
Toten zur traurigen Bilanz geworden.
Bestimmung der Erdbebenstärke
Die Erdbebenstärke wird anhand der makroseismischen Intensitätsskala EMS-98 und der Europäischen Makroseismischen Skala (Grünthal, 1998) bestimmt. Die folgende Darstellung ist verkürzt:
• I: Nicht fühlbar
• II: Kaum bemerkbar, nur sehr vereinzelt von ruhenden Personen wahrgenommen.
• III: Schwach, von wenigen Personen in Gebäuden wahrgenommen. Ruhende Personen fühlen ein leichtes Schwingen oder Erschüttern.
• IV: Deutlich, im Freien vereinzelt, in Gebäuden von vielen Personen wahrgenommen. Einige Schlafende erwachen. Geschirr und Fenster klirren, Türen klappern.
• V Stark, im Freien von wenigen, in Gebäuden von den meisten Personen wahrgenommen. Viele Schlafende erwachen. Wenige werden verängstigt. Gebäude werden insgesamt erschüttert. Hängende Gegenstände pendeln stark, kleine Gegenstände werden verschoben. Türen und Fenster schlagen auf oder zu.
• VI: Leichte Gebäudeschäden, viele Personen erschrecken und flüchten ins Freie. Einige Gegenstände fallen um. An vielen Häusern, vornehmlich in schlechterem Zustand, entstehen leichte Schäden wie feine Mauerrisse und das Abfallen von z. B. kleinen Verputzteilen.
• VII: Gebäudeschäden, die meisten Personen erschrecken und flüchten ins Freie. Möbel werden verschoben. Gegenstände fallen in großen Mengen aus Regalen. An vielen Häusern solider Bauart treten mäßige Schäden auf (kleine Mauerrisse, Abfall von Putz, Herabfallen von Schornsteinteilen). Vornehmlich Gebäude in schlechterem Zustand zeigen größere Mauerrisse und Einsturz von Zwischenwänden.
• VIII: Schwere Gebäudeschäden, viele Personen verlieren das Gleichgewicht. An vielen Gebäuden einfacher Bausubstanz treten schwere Schäden auf; d.h. Giebelteile und Dachgesimse stürzen ein. Einige Gebäude sehr einfacher Bauart stürzen ein.
• IX Zerstörend, allgemeine Panik unter den Betroffenen. Sogar gut gebaute gewöhnliche Bauten zeigen sehr schwere Schäden und teilweisen Einsturz tragender Bauteile. Viele schwächere Bauten stürzen ein.
• X: Sehr zerstörend, viele gut gebaute Häuser werden zerstört oder erleiden schwere Beschädigungen.
• XI: Verwüstend, die meisten Bauwerke, selbst einige mit gutem erdbebengerechtem Konstruktionsentwurf und -ausführung, werden zerstört.
• XII: Vollständige Verwüstung, kein von Menschenhand geschaffenes Bauwerk hält stand.
Erdbeben in Österreich:
Beben bis zur Stärke 7 treten in Österreich im Schnitt alle 15 Jahre auf. Sie ereignen sich
vor allem entlang aktiver Störungszonen wie im Wiener Becken, der Mur-Mürz-Furche, im Inntal und Teilen von West- und Oberkärnten.
Vulkanausbruch
Die bekannteste Form des Vulkanismus ist der Vulkanausbruch. Hierbei werden die im Magma gelösten Gase freigesetzt und dringen in röhrenförmigen Schloten oder in Spalten durch die Lithosphäre aus, wobei sie flüssige und feste Magmabestandteile und Ganggesteinsbrocken mitreißen.
Ausbrüche sind besonders explosiv und gefährlich, durch die Überhitzung von Grund- und oder Meerwässern, die über der Magmenkammer des Vulkans ausgelöst werden. Sie können schlagartig kubikkilometergroße Gesteinsmassen in die Luft sprengen. Oft entsteht dabei die Caldera, ein charakteristisch geformter weiter Krater. Wird die Caldera geflutet, bildet sich ein Kratersee. Im Jahr 1883 in Indonesien war ein solcher explosiver Ausbruch des Krakatau. Die Reste der Caldera liegen heute als Inselring um eine Kraterlagune angeordnet im Meer. Solche Ausbrüche rufen auch Flutwellen, Tsunamis, hervor, die auf tausende von Kilometern wirken.
Gefährlich sind auch pyroklastische Ausbrüche, bei denen sich heiße Glut- und Aschewolken mit großer Geschwindigkeit lawinenartig hangabwärts bewegen und dabei alles mitreissen und unter sich begraben. Die berüchtigten Ausbrüche des Vesuv im Jahr 79 und des Mt. Pelée 1902 fallen unter diese Kategorie. Jeweils Tausende von Menschen wurden in kürzester Zeit von pyroklastischen Strömen überrascht und getötet.
Ebenso gefährlich sind Lahare, die im schlimmsten Fall über viele Kilometer einen bis zu 5 m hohen Schlammstrom bilden, der sich mit einer Geschwindigkeit bis zu 100 km/h fortwälzen kann.
Derzeit aktive Vulkane sind zum Beispiel: Ätna auf Sizilien, Mount St.Helens in Washington und Vulkan Kileuea auf Hawaii.
Wirbelsturm
Mit dem Begriff Wirbelsturm werden verschiedene Windsysteme mit einer vertikalen Drehachse in Zusammenhang gebracht. Der Begriff ist jedoch nicht genau definierbar, da sie sich in ihrer Entstehung, ihrer Struktur und in ihrer Größe deutlich voneinander unterscheiden. Wegen der gemeinsamen Bezeichnung kommt es häufig zu Verwechslungen. Eine genaue Unterscheidung ist hier sehr wichtig:
• Tropischer Wirbelsturm (auch tropischer Zyklon, Tropical Cyclone)
o Hurrikan: Nordatlantik, Nordpazifik östlich der Datumsgrenze und der Südpazifik östlich von 160°O
o Taifun: Nordpazifik westlich der Datumsgrenze
o tropischer Zyklon: Bezeichnung im Indischen Ozean und allen anderen Gebieten
• Tiefdruckgebiet (Sturmtief) in gemäßigten Breiten
• Großtrombe: Tornado
• Kleintrombe: Staubteufel
Hurrikan
Ein tropischer Wirbelsturm wird als Hurrikan bezeichnet, wenn er sich im Atlantik, in der Karibik, im Nordpazifik östlich der Datumsgrenze oder im Südpazifik östlich von 160° O entwickelt. Das Wort Hurrikan kommt ursprünglich aus dem Indianischen und bedeutet so viel wie „Gott des Windes“ (siehe auch Huracan).
Für tropische Wirbelstürme werden auch andere Namen wie z.B. Zyklon (Indien), Taifun (im westlichen Pazifik) oder tropical cyclone (Australien)verwendet; der gelegentlich anzutreffende Begriff Willy Willy bezeichnet eine Kleintrombe und keinen tropischen Wirbelsturm.
Ein tropischer Wirbelsturm wird zum Hurrikan, wenn die Windgeschwindigkeit Orkanstärke erreicht (das entspricht mehr als 118 km/h oder Windstärke 12 auf der Beaufort-Skala). Sie können sich im Durchmesser bis zu 1000 Kilometer ausdehnen. An einem Tag produziert ein Hurrikan der Stärke „Ritas“ so viel Energie, dass der Strombedarf der USA für ein Jahr gedeckt werden könnte. Hurrikane entstehen in der Zeit von Mai bis Dezember, die meisten zwischen Juli und September. Die offizielle Saison dauert vom 1. Juni bis zum 30. November.
Eine große Gefahr stellen die hohen Windgeschwindigkeiten, Wellen und schwere Niederschläge dar. Den höchsten materiellen Schaden richtete im August 2005 der Hurrikan Katrina mit etwa 125 Milliarden Dollar (100 Milliarden Euro) an, der mit Windgeschwindigkeiten von 250 bis 300 km/h über Florida, Louisiana (besonders der Großraum New Orleans), Mississippi, Alabama und Tennessee hinweg zog und über tausend Opfer forderte. Im Zentrum des Hurrikans ist es in einem Bereich von 10 bis 60 Kilometer nahezu windstill. Der Grund: die gigantischen Fliehkräfte. Katrina tobte auf über 233.000 Quadratkilometern; dies entspricht fast der Fläche Großbritanniens. Rund 350.000 Häuser wurden zerstört.
Der stärkste bis dato gemessene Hurrikan war Wilma, welcher als erster innerhalb weniger Stunden von einem Tropensturm (113 km/h, 18. Oktober 2005) zu einem Hurrikan der Kategorie 5 (282 km/h, 19. Oktober 2005) heraufgestuft wurde. Mit 882 Millibar herrschte im Zentrum Wilmas der niedrigste Luftdruck, der jemals auf dem Atlantik gemessen wurde. 2005 war ein Hurrikan-Rekordjahr.
Entstehungsweise und Lebenszyklus
Hurrikane entstehen grundsätzlich über dem Meer bei einer Wassertemperatur von über 27°C und in einer Tiefe bis 60 m reichen. Wenn ein gleichmäßiges Temperaturgefälle zu großen Höhen hin ein bestimmtes Maß übersteigt, kann sich ein tropischer Wirbelsturm ausbilden. Das Wasser verdunstet in großen Mengen und der spezifisch leichtere Wasserdampf steigt in große Höhen auf, wo sich durch Kondensation große Gewitterwolken ausbilden.
Über der warmen Meeresoberfläche entsteht durch die aufsteigenden Luftmassen ein Unterdruck, aus der Umgebung strömt Luft mit einem hohen Wasserdampf nach. Es bildet sich ein „Kamin“, in dem diese Luftmassen gesammelt nach oben steigen, während die hohen Wassertemperaturen ständig „Nahrung“ liefern. Die aufsteigenden Luftmassen werden durch die Corioliskraft in Rotation versetzt, ein großflächiger Wirbel entsteht.

Wichtige Voraussetzungen für die Sturmbildung sind:
1. Das Meer muss eine Oberflächentemperatur von mindestens 26 Grad und die Luft eine gleichmäßige Temperaturabnahme zu großen Höhen hin aufweisen (bei sehr starker Temperaturabnahme, die das Aufsteigen der feuchtwarmen Luft begünstigt, können niedrigere Wassertemperaturen ausreichen; siehe auch Hurrikan Vince).
2. Das betroffene Gebiet gleichmäßiger Bedingungen muss ausgedehnt sein, damit sich der bewegende Wirbelsturm über längere Zeit durch die Wasserdampfbildung aufbauen und genug Energie bis zur Stärke eines Hurrikans sammeln kann.
3. Der Abstand vom Äquator muss groß genug sein (mindestens 5 Breitengrade oder 550km), da nur dann die Corioliskraft ausgeprägt genug ist, um den aufsteigenden Luftmassen die typische Drehung zu geben.
4. Es darf keine große vertikale Windscherung auftreten, das heißt, dass zur Entstehung eines Hurrikans der Höhenwind mit ähnlicher Stärke und aus der gleichen Richtung wehen muss wie der Bodenwind. Ist dies nicht der Fall bekommen die aufsteigenden Winde eine Schräglage und der Mechanismus des Sturms kann nicht mehr funktionieren.
5. Der Sturm braucht einen Nucleus, aus dem er sich aufbauen kann, zum Beispiel ein außertropisches Tief.
Kerry Emanuel(MIT) schreibt im News: „Die Klimaerwärmung ist schuld.“
Lawinen
Der weiße Tod! Sie donnern mit 350 km/h zu Tal., bewegen Hunderttausende Kubikmeter Schnee und Geröll und reißen jährlich hunderte Menschen in den Tod (Tendenz steigend).Pro Jahr gehen in den großen Gebirgen der Erde über eine Million Lawinen ab. Die Sachschäden gehen in die Milliarden. In Österreich liegen 5.800 Siedlungsareale in ausgewiesenen lawinengefährdeten Gebieten. Pro Jahr sterben durchschnittlich 26 Österreicher durch den weißen Tod.
Lawinen werden ausgelöst durch:
.) Triebschnee an Bergkanten. Heftige Schneefälle gepaart mit starkem Wind, türmen an Berggraten Schneewächten auf. Lösen sie sich, entstehen Lawinen.
.) Sträflicher Leichtsinn. 90% aller Lawinen werden von Skifahrern und Snowboardern ausgelöst – meist, weil sie die gesicherten Pisten verlassen. Bei rasanten Schwüngen muss die Schneedecke das Fünffache des Körpergewichts tragen.
.) Klimawandel als Verstärker. Die globale Erwärmung führt vor allem in den Nordalpen zu mehr winterlichen Starkniederschlägen – und damit zu erhöhter Lawinengefahr.
.) Tieffliegen des Flugzeugs. Zwar ist widerlegt, dass schon lautes Klatschen Lawinen Lawinen auslösen kann. Aber tief fliegende Flugzeuge können sehr wohl ein Schneebrett loslösen.
Die 3 unterschiedlichen Arten der Lawinen:
1.) Staublawinen – tödliche Wolken. Sie werden auch gern mit Hurrikans verglichen, denn Staublawinen donnern mit bis zu 350 km/h zu Tal und schieben eine Druckwelle vor sich her, die alles niedermäht, was sich ihr in den Weg stellt
2.) Fließlawinen – eine nasse Sache. Sie gehen vor allem im Frühjahr bei matschigem Schnee ab. Wenn bei Tauwetter der Schnee rund um die Felsen schmilzt, verliert er seine Haftung und fließt buchstäblich ins Tal.
3.) Schneebrett – häufigste Lawine. Sie reißt an einer scharf verlaufenden Kante ab, die Initialbruch genannt wird. Die ganze Schneemasse gleitet wie auf einer Rutschbahn über die darunter liegende Schneeschicht mit bis zu 80 km/h zu Tal.

Dies waren nur einige Beispiele der verschiedenen Arten von Naturkatastrophen.


Quellen: News, „Unser Ende ist euer Untergang“ (Hopi-Indianer, Alex Buschenreiter)
Wikipedia (Internet)

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: IRaynD




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