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Natürliche Verhütungsmethoden - Referat










Index

- Natürlihce Verhütungsmethoden
- Das Knaus-Ogino-Roulette – Die Kalendermethode
- Die Temperatur-Methode
- Die Billings-Methode
- Symptothermale- Methode
- Das wichtigste auf einen Blick



Natürliche Verhütungsmethoden


Es gibt eine Verhütungsmethode, gegen die weder der Vatikan, noch das Bundesfamilienministerium, weder die Weltgesundheitsorganisation noch die Frauenbewegung etwas haben.
Diese Methode ist älter als die Pille. Dazu sagen manche Mediziner, sie sei fast genau so wirkungsvoll, jedoch wenden nur gerade mal rund 4% der Paare diese Methode an.

Die erwähnte Methode heißt kurz NFP. Das bedeutet Natürliche Familienplanung.
Hierbei versucht man möglichst genau herauszufinden, wann im Zyklus der Frau die fruchtbaren Tage liegen. Somit kann man gezielt bestimmen, wann man verhüten muss und wann nicht, um nicht schwanger - oder gezielt schwanger zu werden.
Die NFP ist eine Kombination aus verschiedenen Methoden. Einmal der Kalendermethode – auch Knaus-Ogino-Roulette genannt -, der Temperatur-Methode und der Billings-Methode (der Schleimbeobachtung).













Das Knaus-Ogino-Roulette – Die Kalendermethode:

Diese Methode wurde in den 30iger Jahren von zwei Forschern, dem österreichischen Gynäkologen Hubert Knaus und dem japanischen Professor Kyusako Ogino, entdeckt. (Die Forscher hatten das Phänomen unabhängig voneinander und einer Distanz von über 10000km ohne sich zu kennen entdeckt.)

Laut Knaus, er ging von einem 28-Tage-Zyklus aus, liegt der optimale Zeitpunkt für eine Befruchtung zwischen dem 12. und 14. Zyklustag nach Beginn der Periode. Das bedeutet, dass wenn ein Paar während dieser drei Tage kein Verkehr haben, eine Schwangerschaft ausgeschlossen wäre. Der japanische Professor kam zu ähnlichen Ergebnissen.
Theoretisch wäre dagegen nichts zu sagen, jedoch kommt man heute in der Praxis zu anderen Ergebnissen.
Die Menstruation kommt bei einer Frau nicht immer regelmäßig und der Zyklus dauert auch nicht immer genau 28 Tage. Folglich birgt die alleinige Anwendung der Kalendermethode ein hohes Risiko, ungewollt schwanger zu werden.







Kalendermethode






Die Temperatur-Methode

Bei dieser Methode wird davon ausgegangen, dass die morgendliche Körpertemperatur der Frau ein bis zwei Tage nach der Ausstoßung des reifen Eis aus dem Eierstock, dem Eisprung, also während der fruchtbaren Zeit, um zwei bis drei Zehntel ansteigt.
Dies bedeutet dann also, dass nach drei Tagen Paare bis zur nächsten Regelblutung wieder miteinander schlafen können. Allerdings sind das nur zehn bis elf Tage je Zyklus. Während den anderen Tagen ist Geschlechtsverkehr strikt verboten, wenn man sicher gehen will, dass man nicht schwanger wird.
Wenn ein Paar sich genau an die Regeln hält, ist die Temperatur-Methode sehr sicher. Der Pearl-Index (Zahl der Schwangerschaften, wenn hundert Frauen ein Jahr lang mit einer bestimmten Methode verhüten) liegt hierbei bei eins. Dabei handelt es sich leider nur um einen theoretischen Wert.

Um die genaue Entwicklung der Temperatur während des Zyklus festzustellen, wird meist auf einem Kurvenblatt (bekommt man beim Frauenarzt oder in Beratungsstellen wie z. B. Pro Familia) für jeden Tag Werte eingetragen und mit den Werten des Vortags verbunden. Dadurch ergibt sich über den ganzen Zyklus eine Kurve.

Es kann schon mal Temperatursprünge geben, die nichts mit dem Eisprung zu tun haben. Das erschwert die Interpretation der Kurve. Für solche Temperatursprünge kann es viele Gründe geben, u. a. ein Fest, eine kurze Nacht, oder aber auch einfach Ärger mit der Schwiegermutter. Meist sinken diese Werte aber wieder schnell.
Aus solchen Gründen sollten besondere Tagesvorkommnisse ebenfalls auf das Kurvenblatt eingetragen werden. So fällt es leichter „Temperatur-Ausreißer“ zu identifizieren.
Wenn aber an drei aufeinander folgenden Tagen eine erhöhte Temperatur vorliegt, so hat mit großer Wahrscheinlichkeit ein Eisprung stattgefunden. Nach weiteren drei bis fünf Tagen dann, kann ein Paar wieder unbesorgt miteinander schlafen.
Wichtig bei der Temperatur- Methode ist, dass man die Temperatur stets zur gleichen Zeit und an derselben Stelle während des Zyklus misst. (Gemessen werden kann im Mund, im After oder aber auch in der Scheide.)
Während der Nachtruhe pendelt sich die Temperatur ein und die möglichen Unterscheide zum Vortag sind am deutlichsten sichtbar. Allerdings kann allzu langer Schlaf die Messergebnisse ebenfalls verfälschen.



In der heutigen Zeit gibt es mittlerweile Computer, die das Messen erleichtern. An dem Thermometer ist ein Mini-Rechner angeschlossen, der die Temperaturen speichert und mit den des vorherigen Tages vergleicht. Bei manchen Geräten leuchtet an den fruchtbaren Tagen ein rotes Lämpchen an den unfruchtbaren Tagen ein grünes. Hochmoderne wecken die Frau jeden morgen zur selben Zeit. Ein solches Gerät bietet aber nicht mehr wie ein gut geführtes Kurvenblatt und
somit sollte man sich die Anschaffung gut überlegen.

Mit dieser Methode ist es zwar möglich das Ende der fruchtbaren Zeit festzustellen, aber nicht den Beginn!
Daher hat ein Forscher-Ehepaar in den 50iger Jahren eine weitere Methode ausgearbeitet






Temperatur-Methode











Die Billings-Methode

Dass man an der Beschaffenheit des Schleims aus der Scheide feststellen kann, ob man fruchtbar oder unfruchtbar ist, wussten schon die Naturvölker. Das Forscher-Ehepaar John und Evelyn Billings haben herausgefunden, dass die verschiedenen Drüsen des Gebärmutterhalses (Zervix) einen speziellen Schleim produzieren, der je nach Art des einwirkenden Hormons die Gebärmutter wie einen Pfropf verstopfen lässt (unfruchtbare Phase) oder winzige Kanäle bilden, durch die die männlichen Samenzellen eindringen können (fruchtbare Phase)
Zu Beginn des Zyklus fühlt sich der Scheideneingang meist trocken an und es kann kein Zervix- Schleim gesehen oder gefühlt werden. Einige Tage vor dem Eisprung fühlt sich der Scheideneingang dann feucht an. Dann kann der Schleim auch auf dem Toilettenpapier gesehen und gefühlt werden.

Nach dem Eisprung wird der Schleim dick und klebrig, dadurch können die Spermien nicht durchdringen. Vor dem Eisprung wird der Schleim elastisch und ziehbar, d.h., er lässt sich zwischen zwei Fingern zu einem Faden ziehen. Nun haben die „gefährlichen Tage“ begonnen, welche nach vier bis fünf Tagen wieder Enden. Während dieser Zeit sollte man keinen (ungeschützten) Geschlechtsverkehr haben und auch drei bis fünf Tage danach nicht. Der Eisprung passiert genau dann, wenn der Schleim am flüssigsten und ziehbar ist, oder einen Tag vor- oder nachher.

Wenn also ein Paar nur durch die bloße Beobachtung des Zervix- Schleims verhüten, geht es ein hohes Risiko ein. Man hat nämlich auch bei dieser Methode andere Ergebnisse herausgefunden, auch wenn das Ehepaar eine hohe Sicherheit nachgewiesen hatte. Der Pearl-Index liegt ihr zwischen 15 und 25.
Gründe dafür sind, dass die Schleimproduktion jeder Frau anders ist. Manche Frauen spüren währen ihrem Zyklus keine großen Veränderungen, andere jedoch stark. Ebenfalls sieht die Samenflüssigkeit ähnlich aus, wie der eiweißartige Zervix- Schleim. Dadurch kann es zu Fehlinterpretationen kommen. Außerdem ist es eine Frau nicht gewohnt, täglich ihre Geschlechtsorgane zu untersuchen.
Es kann außerdem zu Störungen bei der Beobachtung des Schleims kommen, wenn z. B. eine vaginale Infektion mit Ausfluss vorliegt.


Ziehbarer Zervix
Die Kombination dieser Methoden ergibt die
Symptothermale- Methode

Diese Verhütungsmethode bezieht sich auf die Körperzeichen der Frau während des Zyklus.
Die Basis der NFP ist „das Bewusstwerden der eigenen Fruchtbarkeit und die Bereitschaf zur Zeitweisen Enthaltsamkeit“.
Paare, die damit verhüten, führen eine ganz normale Temperaturkurve, mit der sie feststellen, wann der Eisprung stattgefunden hat. Wann also die „sicheren“ Tage sind. Die Frau beobachtet hierbei zusätzlich ihre Zervixabsonderung und trägt ihre Beschaffenheit in eine dafür vorgesehene Spalte des Kurvenblatts. Wichtig hierbei ist, dass man immer die gleichen Begriffe verwendet um richtig beurteilen zu können, in welcher Phase man sich gerade befindet. An der Konsistenz des Schleims erkennt die Frau, ob sie fruchtbar ist oder nicht. Sie kennt also die sicheren Tage vor dem Eisprung.

Diese Kombination aus Selbstbeobachtung stellt besondere Anforderungen an das Paar. Am Anfang der Benutzung dieser Methode muss man sich konsequent und intensiv damit beschäftigen und einarbeiten. Es wird ein hohes Maß an Disziplin und ausgeprägtem Körpergefühl gefordert, die Kennzeichen richtig deuten lernen zu können.

Es gilt aber auf jedem fall, dass wenn sich ein Paar auf diese Methode geeinigt hat, und es ihm auch gelingt, dies in der Praxis durchzuhalten, eine sichere Verhütungsmethode zur Verfügung steht, welches zudem keine Nebenwirkungen mit sich bringt und an die Sicherheit der Pille heranreicht.









Das wichtigste auf einen Blick

Methode Wirkung/
Anwendung Vorteile Nachteile/ mögl. Nebenwirkungen Für wen geeignet? Preis Sicherheit
Natürliche Methode der Familienplanung
(NFP) ► Ermittlung der fruchtbaren Tage, bestehend aus Temperaturmessung u. Schleimbeobachtung

►Analyse der Daten

►Interpretation muss erlernt werden (Kurse, Beratungsstellen, Bücher)

►tägl. Temperaturmessung u. Schleimbeobachtung ►kein Eingriff in Körpergeschehen

►Möglichkeit zur Selbsterfahrung und Körperbeobachtung
► Lernphase ist aufwändig

► regelmäßige Enthaltsamkeit od. andere Verhütungsmethode erforderlich
Frauen,…
…die eine natürliche Alternative suchen

…die Lust haben, ihren Körper kennen zu lernen

…mit geregeltem Lebensrhythmus

…die auf Spontaneität verzichten können

…bei denen der Partner mit verantwortlich ist ►kostenlos

►evtl. Kosten für einen Kurs Relativ sicher




























Quellennachweise


• Zeitschrift Eltern

• Sichergehen- Verhütung für sie und ihn vom der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

• http://www.netdoktor.de/Gesund-Leben/Verhuetung/Wissen/Natuerliche-Verhuetung-Uebersi-3975.html

• http://www.eesom.com/go/2BTEGQQP356ZQAJ9WXX7ZMRS8Z7PSP5E


• www.google.de/images



Dieses Referat wurde eingesandt vom User: miana_beauty




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