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Muskulatur - Referat



Muskulatur:
Wenn wir nicht gerade liegen, dann erfordert jede unserer Haltungen und Bewegungen die Betätigung von Muskeln. Allein die Augenmuskeln bewegen sich über 100 000 Mal am Tag Zum Stirnrunzeln sind über 40 Muskeln erforderlich, zum Lächeln dagegen nur 17.
Immer sind die Sinnesorgane, die Nerven und das Gehirn daran beteiligt, wenn wir unsere Muskeln betätigen. Das Gehirn reagiert auf Sinneseindrücke und gibt entsprechend Anweisungen, wie wir unsere Muskeln einsetzen müssen. Ermöglicht wird dieses Zusammenspiel durch ein Nerven-Netzwerk, das vom Gehirn aus über das Rückenmark zu den Muskeln führt. Manche dieser Faserbündel arbeiten aber auch unwillkürlich: Die Organmuskulatur ist ununterbrochen in Aktion, ohne dass wir sie bewusst steuern können.
Es gibt 2 Arten von Muskulatur:

Willkürlich quergestreifte Muskulatur Unwillkürliche glatte Muskulatur




 Quergestreifte Muskulatur
Die Skelettmuskulatur ist quergestreift. Sie setzt sich aus zahlreichen einzelnen Muskeln zusammen. Jeder Muskel besteht aus einer großen Anzahl Muskelfasern, die feine schlauchartige Gebilde darstellen.
Die einzelnen Muskelfasern werden durch lockeres Bindegewebe, das Nerven und Blutgefäße führt, zusammengefasst, so dass kleine Bündel entstehen. Der Muskel setzt gewöhnlich nicht selbst am Knochen an, sondern geht an seinen Enden in die Sehne über, die meistens an der Knochenhaut ansetzen; an manchen Stellen sind die Sehnenfasern im Knochen eingelassen. Daneben gibt es noch Muskeln, die an Gelenkkapseln oder an der Haut ansetzen.
Die Aufgabe der Skelettmuskulatur besteht darin, Körperbewegungen durchzuführen, wobei die einzelnen Teile des Knochengerüstes in sinnvoller Weise gegeneinander bewegt werden. Die Bewegungen der Knochen werden durch die Verkürzungen der Muskeln ausgeführt, denen ein Erregungsreiz vom Zentralnervensystem zugeleitet wird.
Bewegungen kommen durch das aufeinander abgestimmte Zusammenarbeiten mehrerer Muskeln zustande, die durch das Zentralnervensystem gesteuert werden. Einzelne Muskeln führen dabei vorwiegend die Bewegung, andere gleichzeitig die Haltung eines Körperteils durch Fixierung der Gelenke aus (Bewegungs- und Halteaufgabe).




Herzmuskulatur:

Der Herzmuskel (Myocard) arbeitet unwillkürlich, also ohne unser bewusstes Zutun.
Er zieht sich ungefähr 70mal in der Minute zusammen. Wie die willkürliche Muskulatur besteht auch dieser Muskel aus quergestreiften Muskelfaserbündeln, die hier aber kreuzweise angeordnet sind. Durch diese Mischung von Eigenschaften beider Muskelarten besitzt das Herz seine einmalige Ausdauer und Kraft. Es arbeitet unter der Kontrolle des autonomen Nervensystems.

 Glatte Muskulatur



Die glatte Muskulatur der Eingeweide arbeitet unwillkürlich, unterliegt also nicht unserer Steuerung. Sie verursacht beispielsweise die Darmbewegungen, die bei der Verdauung der Nahrung eine Rolle spielen.
Die glatte Muskulatur
besteht aus langen, spindelartigen Zellen, die locker angeordnet sind und sie dadurch beweglich machen. Diesem Zweck dienen auch kleinste Eiweißfasern, die in den Zellen eingelagert sind: Aktin- und Myosinfilamente.
Glatte Muskulatur kommt überall dort zum Einsatz, wo Spannung über längere Zeit aufrechterhalten werden muss. Deshalb sorgen glatte Muskelzellen, auch als Eingeweidemuskulatur bezeichnet, für Peristaltik in Magen, Darm und Harnwegen sowie die Blutdruckregulation. Sie richten außerdem die Härchen auf der Haut auf, um eine "Gänsehaut" zu erzeugen. Darüber hinaus können glatte Muskelzellen Kollagen und andere Fasern aufbauen und abgeben.

6. MUSKELTRAINING

Die Muskeln sind Organe, deren Leistungsfähigkeit durch Training und Arbeitsbelastung beträchtlich gesteigert werden kann.

Sportliche Belastungen veranlassen die betroffenen leistungsbestimmenden Organsysteme zu funktionellen und strukturellen Umstellungen. Sportliches Training reicht um seine Muskeln zu trainieren
Leistungsfaktoren aus biologischer Sicht.
• Anzahl der motorischen Einheiten
• Erregungsfrequenz
• Energieversorgung
• Vordehnung des Muskels
• Ansatzwinkel der Sehne am Knochen
• Faserstruktur
• inter- und intramuskuläre Koordination
• Motivation

Körperliches Training verringert den Energiebedarfs des Muskels, weil der Bewegungsablauf durch das Üben eingeschliffen wird. Es kommt zu einer inneren Koordination d.h. Muskeln können sich gleichzeitig zusammenziehen, wodurch auch der Muskel größere Kräfte aufbringen kann.

Weiters werden vorhandene Muskelfasern verstärkt und durch Teilung der Muskelzellen werden neue Muskelfasern gebildet -> Muskeln definieren sich.

Gleichzeitig erhöht sich im Muskel die Zahl der haarfeinen Blutgefäße (Kapillare), die das sauerstoffhaltige Blut heranführen. Zusätzlich enthält das Blut vermehrt Eiweiß, das zum Aufbau eines Muskels notwendig ist.

Schließlich lernen die Muskel durch regelmäßiges Training, größere Mengen von Stoffwechselprodukten, wie Milchsäure, ohne Schmerz zu ertragen und schnell abzubauen

Die Muskeln passen sich den unterschiedlichsten Belastungen unterschiedlich an. Wobei ein Marathonläufer ziemlich dünn ausgeprägte Muskelfasern hat, die hauptsächlich aus slow- twitch Fasern bestehen. Im Gegensatz dazu ein Sprinter, der vermehrt fast- twitch Fasern besitzt.

Insgesamt machen die 656 Muskeln die wir haben 40 % des Körpergewichts aus und sind damit weitaus schwerer als das Skelett mit 12%





Dieses Referat wurde eingesandt vom User: piaschatzi




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