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Musik - Analyse (Orpheus & Eurydike) - Referat



MUSIK: ANALYSE ORPHEUS & EURYDIKE
In dem folgenden Text werde ich ein Teilstück aus der Oper „Orpheus und Eurydike“ von Takt 143 bis Takt 165 analysieren, sowie auf folgende Dinge eingehen:

STRUKTUR
Das Recitativ lässt sich inhaltlich, sowie Musikalisch in folgende Teile auftrennen:
Takt 143 – 151: Orpheus erzählt über den Herrscher der Unterwelt und seinen „finsteren Plan“ alles ins „Reich der Schatten“ zu ziehen, wie zum Beispiel Eurydike. Er ist durch die Grausamkeit der Schattenwelt in einer Art Trance.

Takt 151 – 159: Orpheus spricht im zweiten Teil wie er Eurydike beraubt wurde durch die Unterwelt („ihr habt zerstört die Quelle meiner Freuden“). Er erwähnt das er noch Hoffnung hat, dass ihre Schönheit nicht durch die Unterwelt zerstört wurde und sie somit noch zurückgeholt werden kann („der Zauber ihrer Schönheit, vor vorgräßlichem Geschick hat nicht er sie bewahrt“).

Takt 160 – 165: Voller Hoffnung ergriffen bereitet Orpheus sich auf den Abstieg in die Unterwelt bereit. Dabei ist er erfüllt von positiven Glücksgefühlen. Wie euphorisiert spricht Orpheus über den Abstieg in die Unterwelt und den Sieg den er mit Kühnheit und Mut vollziehen will. Auch sagt er das er sich nicht von der Gier der Unterwelt beeinflussen lässt. („euer Gier will ich widerstehen“).

WORT – TON BEZUG
Das Recitativ wird sehr schnell eingeleitet und beginnt mit einer sehr schnellen Begleitung, die durch die Spielweise auf ein dramatisch/spannendes Ereignis schließen lässt. Orpheus spricht von Takt 143 bis 151 von dem „finsteren Plan“ der Unterwelt, das durch die Dramatik in Gesang, sowie in der schnellen Begleitung unterstrichen wird. Der Zuhörer kann dem Redefluss Orpheus kaum folgen, somit wird der Ernst der Lage noch einmal durch die Musik unterstrichen. Das schnelle auf und ab gehen in der Musikalischen Begleitung gibt dem Zuhörer ein dramatisches Gefühl. Durch die Klänge wird eine Spannung erzeugt die sich erst im folgenden Teil beruhigen kann. Ab Takt 151 ändert sich die Begleitung und wird sehr langsam. Dafür findet deutlich mehr Gesang statt. Orpheus spricht vom Takt 151 – 159 über den Verlust von Eurydike und klagt somit ihr nach. Der Gesang ist erst sehr schnell und durch die langsam gespielte, tragende Musik wird die Trauer unterstrichen. Der schnelle Wechsel von der unruhigen Begleitung zum langsamen wird so in mitten von Takt 150 vorgenommen das der Gefühlszustand von Orpheus auf einen Sinneswandel im Gemüt schließen lässt. Die „Klage“ die jetzt ergriffen wird gibt dem Zuhörer jetzt eine gewisse Traurigkeit. Gegen Ende des zweiten Teils Takt 154 -157 kommt dann jedoch Hoffnung auf und Orpheus stellt die Frage ob die Schönheit (hier: Eurydike) der Hölle widerstanden hat. Auch das langsame steigen in der Begleitung suggeriert aufkeimende Hoffnung. In Takt 158 – 159 spricht Orpheus dann davon sie aus der Unterwelt zu holen („noch heut wird sie mein Raub“). Diese Aussage wird Musikalisch besonders deutlich, da hier in Takt 157 eine dramatische Pause gelassen wird die de Zuhörer aufhorchen lassen. In Takt 159 endet der zweite Teil mit einer sehr schnellen und langsam sinkenden Begleitung die in den dritten und letzten
Teil des Recitativos einleitet. Diese erneute Änderung von einer langsamen Begleitung zu einer schnellen in Takt 159 lässt abermals auf eine Gefühlsänderung auf Seiten Orpheus spüren. Der dritte Teil geht von Takt 160 bis Takt 165. Die Begleitung wird wieder schnell und aufregend. Inhaltlich geht es jetzt um die vollständige Hoffnung Eurydike aus der Unterwelt zu retten und zurückzuholen. Dabei ist Orpheus euphorisiert und voller Drang die Aufgabe zu bestehen. All dies wird durch die schnelle und dramatisch euphorisierende Begleitung unterstützt. Der Gesang ist im dritten Teil sehr schnell und voller Tatendrang durch den dem Zuhörer Spannung gegeben wird. Diese Spannung hält bis zum Ende des Recitativos an und lässt dem Zuhörer keine Atempause, da die Begleitung mit dem Gesang sowie auch inhaltlich mitnimmt und mitreißt. Das Recitativ endet prompt ohne Musikalisch eingeleitetes Ende.

VERWENDETE STILMITTEL
Die im Recitativ verwendeten Stilmittel unterstreichen den Gesang und den Inhalt des Teilstückes. Zum einen wird am Anfang durch einen kurzen Dreiklang das Recitativ eingeleitet. Für den ganzen Takt bleibt Musik aus und der Sänger singt kurz ohne Begleitung (Takt 143). Dies erzeugt eine gewisse Spannung. Auch bei Takt 150 stoppt die schnelle Begleitung in der Mitte des Taktes. Sie endet abermals mit einem Dreiklang und leitet den langsamen zweiten Teil ein. In Takt 159 wird auch durch einen rapiden Anstieg der Geschwindigkeit Hoffnung suggeriert und gibt dem Hörer ein Gefühl von Spannung. Das Ganze wird durch den folgenden Gesang nur noch weiter unterstützt der durch dramatisch klingende Töne dem ganzen den letzten Schliff gibt.

BESONDERHEITEN
In dem Recitativ wechselt die Geschwindigkeit der Begleitung und des Gesangs abwechselnd. In Teil eins ist es eine schnelle Begleitung und ein langsamerer Gesang. Im zweiten Teil ändert sich die Begleitung zum langsamen hin, währenddessen der Gesang etwas schneller wird. Im letzten Teil drei ändert sich die Begleitung wieder ins schnelle und die Geschwindigkeit des Gesangs wird etwas langsamer. All diese Besonderheiten unterstreichen den Inhalt des Recitativos.




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