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Morphin - Referat



Geschichte
Schon in der Antike wusste man, dass der getrocknete Saft aus dem Schlafmohn (Opium) betäubend wirkt. Dennoch benötigte man genauere Analysen, da gleiche Mengen oftmals verschiedene Wirkungen erzielten. Erst 1804 gelang es dem deutschen Apothekergehilfen Friedrich Wilhelm Sertürner Morphin von Opium zu isolieren. Er nannte es damals „Morphium“, nach Morpheus, dem griechischen Gott der Träume. Im amerikanischen Sezessionskrieg (1861 - 1865) wurden viele Verwundete mit Morphin behandelt. Als nach der Genesung immer noch nach dem Schmerzmittel verlangt wurde, stellte man fest, dass es abhängig machen kann.

Sucht
Da Morphin eine illegale Droge ist und nur unter strenger Aufsicht des Arztes verschrieben werden kann, ist es relativ schwer an das Schmerzmittel „ranzukommen“. 30mg Morphintabletten kosten ungefähr 3,- €, aber wenn Opiate auf dem Schwarzmarkt verkauft werden, ist es zu 99% Heroin und kein Morphin. Die Gefahr bei dem Schmerzmittel ist, dass man sich daran gewöhnt. Daraufhin benötigt man höhere Dosen für den gleichen Effekt. Es ist jedoch höchst ungewöhnlich, an den Folgen des Konsums zu sterben. Meistens sieht man den Betroffenen die Abhängigkeit gar nicht an. Die größte Gefahr der Droge ist dieselbe wie beim Heroin; die Qualität auf dem Schwarzmarkt. Nicht selten passiert es, dass gefährliche Substanzen beigemischt werden. Wenn man Morphin wieder absetzten will, ist es wichtig dass man dies in kleinen Schritten tut. Am wichtigsten ist jedoch das Erkenntnis seiner Sucht und dass man sich Hilfe holt!

Pro
• Hebt die Stimmungslage
• Betäubt Schmerzen
• Schaltet das Bewusstsein nicht völlig aus
• Unterdrückt Hustenreiz
• Gut erforscht
• Viele verschiedene Zubereitungen möglich (Galenik)

Kontra
• Brechreiz
• Juckreiz
• Kann süchtig machen
• Pupillenverengung
• Manchmal Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, Wahnvorstellungen, Verdauungsstörungen, Schwitzen
• Verstopfungen


Herstellung
Morphin wird aus Schlafmohn gewonnen. Dieser wird vor allem in Asien, Mittel- und Südamerika angebaut. Kurz bevor die Kapseln der Blume reif sind, werden sie mit einem Messer angeritzt. Daraufhin tritt der Milchsaft heraus. Man lässt diesen Saft dann eintrocknen und schabt ihn am nächsten Tag ab. Das Morphin muss dann noch vom Rohopium getrennt werden. Klatschmohn kann übrigens nicht zur Herstellung von Morphin benutzt werden!

Wirkung
Fast überall in unserem Körper befinden sich Opioid-Rezeptoren. Die größte Dichte weisen wir im Thalamus, dem größten Teil des Zwischenhirns, auf. Wenn man Morphin zu sich nimmt, werden diese Rezeptoren erregt und die Schmerzwahrnehmung wird verhindert. Außerdem kann es auch die Schmerzempfindlichkeit der Nervenenden herabsetzen und so die Weiterleitung des Schmerzes blockieren. Wenn man Morphin gespritzt bekommt, tritt die Höchstwirkung schon nach fünf bis zehn Minuten ein und hält drei bis vier Stunden an. Bei Retardtabletten und –kapseln (Arzneistoff wird verlangsamt freigesetzt) kann die Wirkung sogar bis zu 12 Stunden anhalten.




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