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Meritokratie - Referat



1. Wortherkunft:
Meritokratie:
- Meritum= lateinisch "Verdienst"
- Kratein= grichisch "herrschen"

2. Begriffserklärung:
- Herrschaftsordnung
- Auswahl der Amtsträger (Herrscher) aufgrund von „Leistung“ bzw. „besonderer Verdienste“
- im Idealfall nimmt jedes Mitglied der Gesellschaft eine „verdiente“ Position ein
- kann in Staaten sowie auf politische oder wirtschaftliche Organisationen angewendet werden
- auch: Regierungsform, die Kompetenz und formelle Ausbildung betont
- Entgegenstellung: Egalitarismus
- Michael Young implizierte den Begriff

3. Michael Young:
"Ihrem Selbstverständnis nach sind moderne Gesellschaften Arbeits-, Leistungs- und Wettbewerbsgesellschaften (McClelland 1961). Jeder einzelne soll seines Glückes Schmied sein und sollte im Prinzip jede gesellschaftliche Stellung bekleiden können – Begabung, Leistung und Erfolg vorausgesetzt. Ein, wenn nicht der zentrale Mechanismus, um diese mirakulöse* Mobilität möglich zu machen, ist Chancengleichheit. Die Chancengleichheit soll den Zugang zur Welt der Bildung und des Berufs öffnen, in Wettbewerbsprozessen faire Spielregeln und Verhältnisse garantieren und dafür sorgen, dass die Besten die höchste Position der Gesellschaft bekleiden." - Michael Young

- 1958- Michael Young: Satire "Rise of the Meritocracy" ( Es lebe die Ungleichheit: Auf dem Wege zur Meritokratie)
- Beschreibung einer utopischen meritokratischen Gesellschaft
- Bestimmung der gesellschaftliche Position des Einzelnen durch Intelligenz (gemessen durch den Intelligenzquotienten) und Einsatz
- Entwicklung zur elitären Gesellschaft, deren Führer sich über der breiten Masse stehend sehen und letztlich gewaltsam abgesetzt werden

4. Egalitarismus
- egalitäre Gesellschaft (franz.: égalité aus lat.: aequalitas „die Gleichheit“)
- alle Mitglieder haben den gleichen Zugang zu den Ressourcen (Nahrungsmittel, Güter, Land usw.)
- „Herrschaftslosigkeit"
- sozialer Status des Einzelnen ist von seinen Fähigkeiten und seinem Willen und von seinem Alter oder seinem Geschlecht abhängig
- politische und soziale Gleichheit
- Individueller Besitz und Eigentum sind nur nachrangige Werte

5. Anwendung meritokratischer Prinzipien:
- keine völlig meritokratisch organisierte Gesellschaft
- Viele moderne Regierungsformen betonen den Vorrang formaler Ausbildung und fachlicher Kompetenz bei Verleihung von Ämtern
- politischen Entscheidungsprozess: Bewertung durch Fachleute
- militärische Organisationen: Leistungsprinzip zur Festlegung der Befehlshierarchie
- Historisches Beispiel:chinesische Beamtenprüfung





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