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Mendelsche Regeln - Referat



Die mendelschen Regeln haben ihren Namen von Gregor Mendel, der als Entdecker der Vererbungslehre gilt.

Er war Augustinermönch in Brünn, studierte in Wien Naturgeschichte und Physik und wurde später Lehrer der Klosterschule in Brünn.

Im Klostergarten von Brünn begann er in den 1860er Jahren systematische Untersuchungen an Erbsenpflanzen durchzuführen. Diese hatte er erwählt, da sie erstens sehr pflegeleicht sind und sehr viele Früchte tragen.

Hier gewann er erste Eindrücke, wie bestimmte Erbanlagen auf ihre Nachkommen vererbt werden.

Er erkannte Gesetzmäßigkeiten, welche die 3 Mendelschen Regeln bilden:

1. Mendelsche Regel: Die Uniformitätsregel
Mendel kreuzte 2 reinrassige Erbenblüten, im Beispiel hier weiße Blüten mit roten Blüten. Das Ergebnis aus solchen Kreuzungen egal welcher Rasse heißt übrigens „F1 Generation“ oder auch „Tochtergeneration.“

Bei diesem Experiment war die Tochtergeneration rot. Warum? Theoretisch hätte das Ergebnis doch rosa sein müssen? Nein, genau hier liegt die Gesetzmäßigkeit der Uniformitätsregel. Die „dominante“ Farbe setzt sich durch. Sie ist dominant der weißen gegenüber. Das die weiße Erbinformation sich nicht durchgesetzt hat, wird als „rezessiv“ bezeichnet. Daher spricht man von einem „dominant-rezessivem“ Erbgang.

Bedeutet also: Wenn reinrassige Individuen wie eben hier rotblühende und weißblühende Pflanzen gekreuzt werden, haben alle Mitglieder der ersten Folgegeneration eine Erbanlage, also ein Gen für rot, und das andere für weiß erhalten. Es setzt sich aber nur das rote Gen durch, das weiß bleibt im Hintergrund.

Es gibt auch noch den „intermediären Erbgang“, bei diesem verhält es sich so:

Es werden wieder weiße und rote Blüten gekreuzt, beispielsweise bei der Wunderblume „Mirabilis jalapa“ und es kommen rosafarbene Blüten heraus. Auch beim intermediären Erbgang sind die Ergebnisse immer die gleichen.

Dann gibt es noch den „kodominanten Erbgang“, hier bilden die Mitglieder der Tochtergeneration, oder F1 Generation die Merkmale der Eltern separat aus. Beispiel hierfür ist die Blutgruppe „AB“, wenn ein Elternteil A und das andere B hat.

2. Mendelsche Regel: Die Spaltungsregel
Die nächste Generation wird die F2 Generation, also die Enkel. Wie verhält es sich hier mit der Vererbung? Die F1 Generation wird wieder gekreuzt und es entsteht die F2 Generation. Beim dominant-rezessivem Erbgang ergibt sich folgendes: Die F1 Generation hat die Erbinformationen „weiß“ und „Rot“ in sich. Nun kann Information „Rot-Rot“ vererbt werden, die nächste Generation ist also „rot“. Es kann aber auch „weiß-rot“ vererbt werden, dann entsteht wieder rot, da rot ja dominant ist.

Wird allerdings jetzt „weiß-weiß“ vererbt, entsteht weiß.
Ergo: Ist es eine dominant-rezessive Vererbung, wird ein Viertel der F2 Individuen reinerbig sein mit rezessiven Erbanlagen und zeigen
die entsprechende Ausprägung ihrer Merkmale. Die anderen 3 Viertel zeigen eine Ausprägung reinerbiger Individuen mit 2 dominanten Erbanlagen. Diese 3 Viertel setzen sich zusammen aus einem Viertel reinerbigen Individuen und 2 Viertel mischerbigen Individuen.

Ist es nun eine intermediäre Vererbung, verhält es sich wieder dementsprechend:
Die F1 Generation hat die Erbinformationen weiß und rot. Die folgende Generation, also die F2 Generation kann nun weiß, rot oder rosa aussehen. Es kommt wieder auf die Erbinformation an. Kommt von beiden Teilen die Information rot, wird auch die Enkelgeneration (F2) rot sein. Wenn nun aber rot und weiß vererbt wird, wird im intermediären Erbgang rosa herauskommen. Wenn nun aber 2 x weiß vererbt wird, kann wieder nur weiß herauskommen.

3. Mendelsche Regel: Die Unabhängigkeitsregel
Werden reinerbige Individuen gekreuzt, die sich in 2 oder gar mehr Merkmalen unterscheiden, also polyhybrid sind, werden die Erb Merkmale der F2 Generation unabhängig voneinander aufgespalten.
Beispiel: Mendel kreuzte Pflanzen mit runden und gelben Früchten mit grünen und eckigen Früchten.

Hier bestätigte sich erst mal wieder die Uniformitätsregel: Es kamen runde und gelbe Früchte heraus. Allerdings kreuzte er diese untereinander erneut für die F2 Generation und es entstanden sowohl eckige gelbe Früchte, als auch runde grüne Früchte.
Kreuzt man also 2 Rassen, die sich in mehreren Merkmalen unterscheiden, werden die Erbanlagen unabhängig voneinander vererbt. Die Erbanlagen werden also neu kombiniert.

Hier noch ein paar wichtige Begriffe zu den Mendelschen Regeln:
Gen-Merkmale = Allel oder Allele
Gleiche Gene = reinerbig, oder auch homozygot
Genmerkmale (Allele), die immer ausgeprägt werden = dominant
Genmerkmale (Allele), die sich nur im homozygoten Zustand ausprägen = rezessiv



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