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Marx und Marxismus - Referat



Aufgabe 1
Über Marx und den Marxismus
Ursprünglich stammt Karl Marx aus einer einflussreichen, jüdischen Familie, jedoch konvertierte der Vater (und damit auch die Kinder) noch in Karls Kindheit zum Protestantismus. Der Vater bot ihm eine ausführliche Bildung, zum Beispiel lernte Karl Marx bereits als Kind die bedeutenden Philosophen kennen. Als überdurchschnittlich begabter Schüler begann er 1835 ein Jurastudium in Bonn. Ab 1836 studierte er in Berlin, hauptsächlich Philosophie. Ab 1841 und im folg­en­den Jahr war er Redakteur der Rheinischen Zeit­ung. In dieser Zeit kam er zum ersten Mal mit der so­zialen Fra­ge in Kon­takt. Er hatte in dieser Zeit außerdem zum ersten Mal Probleme mit der Zensur und der Obrigkeit. Nachdem er bis dahin die Zensur wirkungsvoll um­gan­gen war, muss er die Tätigkeit 1843 aufgeben da die Zeitung verboten wurde.
1843-45 siedelt Marx in das liberale Frankreich über, wo er an der Herausgabe der deutsch-französischen Jahrbücher teilnahm, eine Sammlung aller progressiven Kräfte der damaligen Zeit. 1845 wurde er aus Frankreich auf Druck der preußischen Regierung ausgewiesen. Marx siedelte nach Brüssel über, wo er Friedrich Engels kennen lernt und kommunistische Kongresse in London besucht. 1849 ging er wieder nach Paris, wo er erneut ausgewiesen wurde und siedelte dann nach London über. 1860 las Marx die Darwins Evolutionstheorie und fand seine Ansicht darin wieder. Schließlich starb er 14.3.1883.
Marx ist Begründer des wissenschaftlichen Sozialismus, welcher von zahlreichen anderen philosophischen Strömungen beeinflusst ist, unter anderem von Feuerbachs Religionskritik, Radikalismus und Positivismus sowie Georg Wilhelm Friedrich Hegel und verschiedenen französischen Ideen und Philosophen.
Seine Theorie der Marxismus besagt folgendes:
Menschen gehen in ihrem Leben soziale und damit ökonomische Bindungen ein. Die sozialen, gesellschaftlichen, juristischen, politischen und sogar religiösen Verhältnisse werden durch die ökonomische Verhältnisse bestimmt, also zum Beispiel durch die Produktionsverhältnisse und die Stellung des Menschen in Diesen. Das Bewusstsein wird also durch das Sein bestimmt.
Durch den Erwerb neuer Produktionsverhältnisse verändern sich die Verhältnisse in denen die Menschen leben. Da diese für das ideologische Umfeld bestimmend sind, in denen der Mensch lebt, verändern sich diese durch den ökonomischen Wandel ebenfalls und sind somit treibende Kräfte in der Geschichte.
Die Veränderung der Gesellschaft vollzieht sich also ökonomischer Basis, welche mit dem dann veralteten juristischen, ideologischen, gesellschaftlichen und religiösen Aufbau in Konflikt gerät, was sich in Klassenkämpfen äußert. Dadurch, dass immer weniger Menschen immer größere Anteile des Kapitals besitzen und das Proletariat dadurch wächst, wird er Druck auf der das kapitalistische System immer stärker, bis es schließlich zum Umsturz kommt. Nun wird das Eigentum an den Produktionsmitteln kollektiv, die Gesellschaft sozialistisch, der Staat, der nur dem Klasseninteresse dient wird abgeschafft und es kommt zur Vereinigung aller Produzenten.
Diese Gesellschaftliche Entwicklung kommt von selbst, wenn es die Ver­hält­nisse for­dern und kann nicht herbeigeführt werden, sondern die Ten­denz dahin kann höch­stens be­schleu­nigt werden.

Aufgabe 2
Die Bearbeitung einer bekannten Quelle
M1
Die Kritik der Religion sei Basis jeder Kritik und sei im wesentlichen abgeschlossen (Z.1+2).
Es sei offensichtlich, dass es nutzlos sei in und durch Religion nach höherem zu suchen (Z.2-7).
Die Grundlage der Religionskritik sei, dass der Mensch die Religion selbst erschafft, wenn er sich selbst „noch nicht erworben oder schon wieder verloren hat“. Der Mensch nutze die Religion um sich die Welt zu erklären, um Moral für für sich zu Nutzen und sich zu trösten und sich zu rechtfertigen. Die Religion sei daher ein Ausdruck des Elends. Die Religion werde außerdem vom Staat genutzt um sich die Welt falsch darzustellen, da das System falsch ist.
Wenn man gegen die Religion kämpfen würde, so kämpfe man also gegen diese falsche Weltordnung und -sicht (Z.8-23).
Die Kritik der Religion solle die Religion als Illusion der Realität zerstören, damit die Realität geändert werden kann. Wenn nun der Lebenssinn im Diesseits begründet liege, so ist es auch die Kritik von Religion und Theologie auf Recht und Politik bezogen, da diese eigentlich für die Religion verantwortlich sind bzw. von der Religion gestützt werden.
Das höchste Ziel des Menschen müsse es nun sein das Leben der Menschen zu verbessern.

M2
Feuerbach zeige die weltlichen Grundlagen der Religion auf und löse sie damit auf. Jedoch müsse man bedenken, dass die Widersprüche und Zerrissenheit der Welt für die Religion verantwortlich sei. Daher müssten diese verstanden und aufgelöst werden. Nachdem also z.B. entdeckt worden sei, dass die heilige Familie auf die weltliche Familie zurückgehe, müsse erste zerstört werden (4.).
Feuerbach suche das religiöse Wesen des Menschen im Menschen selbst. In Wirklichkeit basiere dieses jedoch auf der Gesellschaft. Feuerbach, der darauf nicht näher eingehe, bzw. dies nicht erkenne, sei daher gezwungen das vermeintliche innere religiöse Wesen des Menschen zu analysieren (6+7).
Alle Mysterien würden auf die Praxis zurückgehen (8.).
Es komme darauf an, die Welt nicht nur zu interpretieren, wie dies die Philosophen taten, sondern sie zu verändern (11.).

Aufgabe 3
Vergleichen Sie Marx und Feuerbachs Religionskritik
In den Grundlagen der Religionskritik sind Marx und Feuerbach der selben Meinung: Der Mensch habe erkannt oder werde erkenne, dass Religion nur die Spiegelung seines Selbst sei. Die Religion würde nur dazu dienen, dem Menschen zu helfen sich die Welt zu erklären, dass Gerechtigkeit
wenigstens scheinbar hergestellt werde z.B. durch das letzte Gericht, dazu dienen den Menschen zu trösten und seine Handlungen zu rechtfertigen (Zeile 13-16). Sie wird also von all denen in Anspruch genommen denen dies fehlt, z.B. wenn ihnen Ungerechtigkeit widerfahren ist, die sie auf Erden (z.B. durch eine schwächere Position) nicht mehr rächen können, wenn sie Trost bedürfen u.ä.
Im Gegensatz zu Feuerbach zieht Marx daraus jedoch Schlüsse in Hinsicht auf Politik, Gesellschaft und Staat. Marx überträgt Urteile, die Feuerbach für das Individuum fällt, auf einen Teil der Gesellschaft. Durch die Religion täusche der Mensch nicht sich selbst, wie es Feuerbach behaupte, sondern er werde getäuscht. Wenn der Mensch sich von dieser Täuschung freimache, werde er sich auch von den Fesseln der Sklaverei befreien können, die Konsequent sei der Umsturz des Systems (nicht nur politisch sondern auch gesellschaftlich).

Aufgabe 4
Wie sieht Marx die Religion
Nach Marx dient die Re­ligion dem Menschen dazu, sich die Welt zur erklä­ren, Gerech­tigkeit wenigstens schein­bar herzustellen z.B. durch das letzte Gericht, dient dazu den Menschen zu trösten und seine Handlungen zu rechtfertigen (Zeile 13-16). Sie wird also von all denen in Anspruch genommen denen dies fehlt, bzw. die sich in einer allgemein schwächeren Position befinden und der Illusion der Religion bedürfen.
Gleichzeitig diene die Religion dem Staat dazu, das falsche System zu erhalten, indem die Arbeiter sich auf die Illusion der Religion stützen und somit keine Veränderungen auf Erden anstreben.
Somit besagt also der der Vergleich der Religion mit „Opium fürs Volk“, dass die Herrschenden dies dem Menschen etwas geben, um seine Schmerzen zu lindern, um ihn damit ruhig zu halten. Außerdem hat er mit „Opium“ ein Wort mit negativer Chornotation gewählt (da Opium ein Rauschgift ist und abhängig macht, das Leben nach ihm ausrichtet und auf Dauer schädigt) um dem Leser ein negatives Bild der Religion zu vermitteln.

Aufgabe 5
Wie bewerten sie den Marxismus?
Marx Theorie ist als solche sehr interessant, jedoch wird meine Auseinandersetzung mit ihr relativ kurz bleiben, da sie meiner Meinung nach sehr eindeutig abzulehnen ist.
Marx geht von der Annahme aus, dass Religion als solche Überholt sei und alles Übersinnliche nur aus der Schwäche des Menschen und seiner Suche nach höherem entstanden ist (Zeile 3-7). Er führt außerdem aus, aus welchen Gründen genau sich der Mensch Religion geschaffen hat (Zeile 4-23). Die Frage nach Gottes Existenz ist bisher als solche jedoch nicht geklärt, bisher scheint es sich als Meinung durchgesetzt zu haben, dass die Existenz Gottes weder zu beweisen noch zu widerlegen ist. Somit steht Marx Theorie auf tönernen Füßen, da bereits ihre Basis, ob Gott tatsächlich nicht existiert, unsicher ist. Die Frage nach Gott bleibt damit also eine Sache des Glaubens.
Marx hat mit dieser Theorie eine weitere Alternative zum Glauben an Gott geschaffen. Dies schließt Gott aber natürlich nicht aus, denn die Entdeckung einer zweiten Möglichkeit führt natürlich nicht dazu, dass die erste Möglichkeit ausgeschlossen werden kann, sondern höchstens, dass die erste Möglichkeit relativiert wird, wenn die zweite Möglichkeit wahrscheinlicher erscheint. Dies ist aber wiederum eine Frage der Einschätzung und des persönlichen Glaubens, in der sich jeder Mensch selbst entscheiden muss.
Auch wenn Marx eine Möglichkeit liefert, wie Religionen entstanden sein könnten, bedeutet dass nicht, dass alle Religionen wirklich weltlichen Ursprungs sind. Es könnten auch nur einige Religionen weltlichen Ursprungs sein oder sogar aus einer anderen über­natür­lich­en Quelle stam­men (wie zum Beispiel das Christentum von ei­nem Widersacher Allahs oder umgekehrt).
Als wissenschaftliche These ist die marxistische Theorie zur Religion durch den fehlenden Gottesbeweis bereits mangelhaft, da eine Theorie nach modernen, wissenschaftlichen Maßstäben immer beweis- oder widerlegbar sein muss. Doch auch als Theorie für das persönliche Leben finde ich sie problematisch, da, wenn hier ein Vergleich mit seinen anderen Arbeiten erlaubt ist, der unaufhaltsame Prozess des Zusammenbruchs des Kapitalismus noch nicht eingetreten ist, es noch keine Welt­arbeiter­revolution gab und der Kom­munismus noch nicht das weltweit herrschende System ist und die derzeitige Situation noch nicht einmal den Anschein erweckt, als würde dies in näherer Zukunft geschehen. Sollte dies eintreten, werde ich meine Ablehnung der marxistischen Theorien gegenüber noch einmal überdenken, bis dahin werde ich weiter beim Christentum verbleiben, mit dem ich bereits positive Erfahrungen gemacht habe.




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