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Magersucht - 8.Version - Referat



Magersucht


Anders als früher machen sich heute die meisten Menschen keine Sorgen mehr darüber, ob genug Nahrung vorhanden ist. Im Gegenteil: Viele haben Angst, zu viel zu essen und dick zu werden. Sie beobachten, kontrollieren und zügeln ihr Essverhalten ständig.
Verantwortlich dafür ist nicht immer das Streben nach Gesundheit, sondern sehr häufig ein übertriebenes Schlankheitsideal. Jeden Tag sehen wir in den Medien Mode Models die eine perfekte Figur haben, die Medien lassen uns glauben dass nur schlanke, magere Menschen schön sind und anerkannt werden.
Wer immer denkt er müsste auch so dünn sein und beim kleinsten Kilo zu viel auf der Waage in Panik kommt sollte aufpassen, denn jede Diät kann der Beginn einer Essstörung sein!


Der BMI:
Der Body-Mass-Index beschreibt das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße und gibt damit erste Hinweise, ob eine Essstörung wie Untergewicht oder Fettleibigkeit vorliegt.

Kategorie BMI-Wert
Starkes Untergewicht < 16
Mäßiges Untergewicht 16-17
Leichtes Untergewicht 17- 18,5
Normales Gewicht 18,5 - 25
Übergewicht 25 - 30
Adipositas(Fettleibigkeit) Grad 1 30 - 35
Adipositas Grad 2 35 - 40
Adipositas Grad 3 Über 40

Den BMI-Wert berechnet man: Körpergewicht ÷ Körpergröße²

Magersucht:

Definition:
Magersucht wird auch Pubertätsmagersucht, Anorexie, Anorexia nervosa oder Anorexia mentalis genannt. Übersetzt heißt Anorexia Appetitverlust oder Appetitverminderung. Nervosa steht dafür, dass es sich um ein seelisches Problem handelt.

Betroffene Personen:
Die Häufigkeit der Magersucht hat in den letzten Jahren in den Industrieländern zugenommen. Hauptsächlich betroffen sind junge Frauen zwischen 15 und 25 Jahren. Das weibliche Geschlecht ist deutlich häufiger von einer Magersucht betroffen als das männliche. Das Verhältnis zwischen Mädchen und Jungen beträgt 11:1. Sehr Interessant ist, dass öfters Mädchen aus der Mittel- oder Oberschicht betroffen sind. Man geht davon aus, dass Mädchen, die eine besonders enge Mutter-Kind- Beziehung erfahren haben, häufiger betroffen sind.

Wie kommt es zu einer Magersucht?
Bei der Entstehung einer Magersucht sind immer mehrere Faktoren beteiligt: Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper, Änderung der Lebenssituation, starker Druck durch Schule oder anderen Dinge, starkes Gefühl von Verlassenheit, Traumen wie z.B sexuellen Missbrauch, Verlusterfahrung oder auch psychische Belastungen. Es kann auch durch Hänseleien wegen nicht perfekter Figur sein oder Vorbilder aus Zeitschriften und Medien. Im Buch „Dann bin ich eben weg“ von Christine Fehér wird auch sichtbar dass das Mädchen nur abnehmen möchte weil ihr ihre Lieblingsjeans nicht mehr passt und weil ihre beste Freundin viel dünner ist als sie und ihre Freundin ein großes Vorbild für das Mädchen ist.
Auch die körperlichen Veränderungen sind dafür verantwortlich. In der Pubertät wird bei Mädchen bis zu 25 % mehr Fett aufgenommen. Da die Pubertät immer früher einsetzt, kann es passieren, dass die Mädchen, die noch Kinder sind, mit ihrer plötzlichen Körperveränderung nicht zurechtkommen. Das sah man auch bei unserer Umfrage die wir von den Klassenstufen 8-10 gemacht haben wurde insgesamt 203 Schüler gefragt davon waren 100 Schüler Mädchen es kam heraus das die Mehrzahl der Mädchen über eine Diät nachdenken oder gleichaltrige kennen die Magersüchtig sind.
Das alles sind Faktoren aus dem körperlichen, psychischen und sozialen Bereich, die gemeinsam eine Magersucht auslösen können. Das Zusammenwirken der verschiedenen Faktoren nennt man „Bio-Psycho-Soziales Modell“.


Körperliche Symptome:
Die Betroffenen liegen 15 - 20 % unter ihrem ehemaligen Körpergewicht. Sie Hungern, machen übermäßig viel Sport und nehmen oftmals auch noch Abführmittel zu sich damit die Gewichtsabnahme noch schneller Erfolgt. Die Bauchdecke ist stark eingefallen, Rippen- und Beckenknochen stehen hervor.
Magersüchtige hungern auch dann noch weiter, wenn die Folgen schon sichtbar sind, das heißt auch wenn die Haare matt werden und ausfallen, wenn die Haut trocken und schuppig wird und immer mehr an Elastizität verliert bis irgendwann blaurote Verfärbungen auf der Haut entstehen. Ebenso ist die Busenentwicklung rückläufig und die Menstruation bleibt
aus. Bei zunehmender Magersucht verlangsamt sich der Herzschlag und die Atmung. Die Körpertemperatur sinkt und die Betroffenen Frieren sehr stark. Das Frieren ist eine Energiesparmaßnahme des Organismus. Auch wenn Magersüchtige zu Beginn der Krankheit noch übermäßig viel Sport treiben, kommt irgendwann der Punkt, an dem die Muskeln so geschwächt sind, dass Treppensteigen zu einer großen Anstrengung wird. Der Blutdruck fällt mit dem Krankheitsverlauf immer mehr, man wird müde. Auch der Stoffwechsel gerät soweit aus dem Gleichgewicht, dass es bis zum Tod führen kann.


Psychische Symptome:
Das deutlichste Merkmal ist die große Freude an der Gewichtsabnahme und die mangelnde Krankheitseinsicht. Magersüchtige leiden unter einem ständigen Hungergefühl, dass aber niemand mitbekommen darf. Dieses Hungergefühl verschafft ihnen Befriedigung, es zeigt den Betroffenen, dass sie sich ihren eigenen Gesetzen entsprechend richtig verhalten haben. Im Buch liegt das Mädchen nachts im Bett und hört ihren Magen knurren das machte sie glücklich und sie dachte sie hat alles richtig gemacht. Für manche sind Hunger- oder Völlegefühl die einzigen Gefühle, die sie überhaupt noch empfinden.
Dass die Gedanken des Betroffenen von morgens bis abends ausschließlich um Essen kreisen darf niemand wissen. Auch wenn sie ihre Gewichtsziele erreicht haben können sie ihrem Hungergefühl nicht nachgeben und hungern weiter. Die Vorstellung einer Gewichtszunahme versetzt sie in Panik. Die Vorstellung auf der Waage zu stehen und nur ein paar Gramm zugenommen zu haben ist für sie Unvorstellbar. Hungern und sich Bewegen werden zum alleinigen Lebensinhalt. Sie verlieren immer mehr den Kontakt zu anderen Menschen weil es ihnen nur noch um das Essen geht alles andere wird ihnen immer mehr egal. Sie sind nur in dem Moment glücklich in dem sie denken alles richtig gemacht zu haben, also Sport zu treiben und am besten gar nichts zu essen, was im Buch sehr deutlich sichtbar wird. Die meisten Betroffenen leiden an einer Körperschemastörung. Sie nehmen sich trotz ihres starken Untergewichts als zu dick wahr und denken sie müssen noch mehr abnehmen obwohl sie schon völlig abgemagert sind.


Therapie:
Häufig versuchen die Betroffenen die Krankheit zu vertuschen und geheim zu halten, erst nach langer Zeit des Ausbruchs suchen sie Hilfe auf. Die Therapie findet meist in einer Klinik statt, da zunächst das Essverhalten verändert werden muss um eine weitere Verschlechterung des Gesundheitszustand zu vermeiden. Das Essverhalten wird normalisiert durch:
1) Ausreichende Kalorienmenge, um das Gewicht zu halten.
2) Verteilung auf fünf Mahlzeiten täglich.
3) Ausgewogene Zusammensetzung aus Fett, Eiweiß, Kohlehydraten und Ballaststoffen.
4) Auch bisher vermiedene Lebensmittel werden ohne Angst gegessen.
Die Betroffenen müssen erst wieder lernen richtig mit ihren Gefühlen umzugehen und sie angemessen auszudrücken. Oft gibt es auch Gruppentherapien in denen sich die Betroffenen mit Personen mit denselben Problemen austauschen können. Da Magersucht sowohl ein körperliches als auch ein seelischen Problem ist sollte bei der Therapie nicht nur ein Arzt mitwirken sondern es sollten auch Psychotherapeuten hin zu gezogen werden.





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