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Logos,Piktogramme,Bilderschriften - Referat



LOGOS, PIKTROGRAMME, BILDERSCHRIFTEN...

1. Von Zeichen umgeben
Kinder erwerben zunächst die Bildersprache, bevor sie den nächsten Schritt tun, um die Schriftsprache zu erlernen.
Sie treten in die Phase des wahrnehmenden Interpretierens ein. Das heißt, dass Kinder im Alter von 3-6 Jahren wahrnehmend Interpretationsfähig sind und die Zeichen von Schemata als eine Art des Lesens erkennen, sie erfassen ebenfalls optische sinnbelegte Bilder. Auf gut deutsch übersetzt: Bilder erfassen, mit Auge und geistig-verbal belegen können.
Sie verfügen über die Wiedererkennungsfähigkeit von Schriftzügen und Symbolen, die sie aus ihrem Alltag erschließen können.
Kinder können auf die in ihrer Umgebung auftauchende Logos eingehen, indem sie parallel dazu Beziehungen herstellen.
Die Piktogramme (Kulturabhängige Zeichen) zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich durch die unmittelbare Umwelt prägen lassen.
Gerade Kinder wollen sich mit diesen Sachen auseinandersetzen, um somit den Sinn/ Hintergrund zu begreifen.

2. Zeichen entdecken und erforschen
Bei der Zeichenentdeckung signalisieren die Kinder das Interesse an Schreiben und Lesen. Bietet man den Kindern möglichst viele Erfahrungen im Bereich Symbolen und Bildern, so kann sich dieses positiv auf die spätere Entwicklung des Schreiben und Lesenlernprozesses auswirken.

3. Eigene Zeichensysteme entwickeln
Die Kindertagesstätten benutzen Zeichensysteme in ihrem Alltag, um den Kindern Symbole für:
- Örtlichkeiten ( Toilette, Küche, Gruppe, Nutzungsräume...)
- Tätigkeiten im Tagesablauf (Morgenkreis, Frühstück, Angebote, Freispiel, Abschlusskreis...)
- Feiern (Weihnachten, Geburtstag, (Schulanfänger-)Abschied...)
- Essen (Essenplan mit ClipArts versehen)
- Musikmachen/Singen (Noten zeigen, welche Instrumente liegen in welchem Regal...)
- Projektarbeit (in dem Eingang des Kindergartens ist ein Aushang mit beispielsweise der Überschrift: Wir erkunden die Länder die uns umgeben! Darunter könnte ein Bild sein Deutschland und seinen Nachbarländern...)
- Gesprächsrunden/ Kinderkonferenzen (Türschild „Bitte nicht stören!“ Symbolisiert durch eine Fotographie in dem alle Kinder im Kreis sitzen und in der Tür eine Erzieherin, aus der anderen Gruppe, steht. Dieses könnte man durchstreichen...)
Dieses dient den Kindern dazu, dass sie die Tagesstruktur einsehen können und ihnen zur Orientierung verhilft.
Die Kinder besitzen in den Kindergärten (KIGA) und Kindertagesstätten (KITA) ebenfalls Fächer und Umkleideplätze an denen Zeichen angebracht sind. Diese werden mit der Schriftsprache vervollständigt.
Somit wird die Integration der eigenen Persönlichkeit gewährleistet, gibt dem Kind zusätzlichen Raum und dient zur Anwesenheitskontrolle für die Erzieher.
In dieser Zeit entwickeln die Kinder ein starkes Interesse an Hinweis- und Warncharakter (Symbolen). Dadurch können Rollenspiele resultieren (nach oder ohne Anleitung des Erziehers).


4. Noten – das Geheimnis schwarzer Punkte
Noten sind wichtig für das schriftliche Feststellen von Tönen. Eine Partitur zeigt das erlebte in Noten schriftlich.
Dieses gibt die Möglichkeit sich mit den verschiedenen Noten und- bestandteilen auseinander zusetzen.
Die Notenschrift gibt Aufschluss über den Verlauf
eines Musikstückes; jedoch lässt diese eigene Interpretationen zu.
Die Kinder können ebenso eine Entdeckung vollziehen von ihnen meist unbekannten Notenköpfen, Punkten, Balken und Fähnchen sowie dem Notenschlüssel.

5. Braileschrift- Zeichen mit den Fingerspitzen lesen
Die Schriftsprache wurde um das 19.Jahrhundert von Louis Braille entwickelt. Dieses ist eine internationale anerkannte/ gültige Blindenschrift.
Diese Zeichensprache lässt sich als ein ertastbares System von Punkten beschreiben.
Die eigene Herstellung von solchen Zeichen oder ertastbaren Buchstaben kann man mit einer Nadel oder Stanzer und einem Stück Papier nachmachen. Dieses ist auch in der Erprobung im Kindergarten/ Kindertagesstätte eine Umsetzungsmöglichkeit.

6. Bilderschriften alter Kulturen
Das Malen von Bildern erfolgt vor der Bilderschrift, die wiederum vor dem Schreiben von Texten erlernt wird.
Auch die Hygroglyphenschrift lässt sich mit unserem Alphabet vergleichen, da die Hieroglyphen aus 24 verschiedenen Zeichen bestehen.
Beispiel zur praktischen Umsetzung: Die Kinder einer Gruppe können je nach Entwicklungstand Ihren Namen oder andere Begrifflichkeiten mit Hilfe einer Hieroglyphenschrittabelle oder Maya-Symbolen niederschreiben.

7. Experimentieren mit Bliss-Symbolen
Wie man schon erkennen kann enthält die Art dieser Verständigungsmethode den Namen des Entwicklers: Charles Bliss. Dieses Verständigungsmittel ist für Menschen die kaum oder gar nicht mehr sprechen können.
Diese Methode ist eine graphische Darstellung der gemeinten Wörter. Die Symbole sind leicht gehalten, so dass es ein Kind aus dem Kiga / Kita nachzeichnen kann.
Es gibt Bücher für Kinder in denen der Textanteil, Bilder und dir Bliss-Symbolik angewandt werden, der Text sagt aus, dass Kinder dadurch ein ganzheitlicheres Leseerlebnis durchlaufen können. Die Wirkung dieses Bücher wird als sehr reizvoll dargestellt.

8. Schriftzeichen unterschiedlicher Kulturkreise
Die chinesische, japanische und asiatischen Schriften und Zahlenreihen bewirken bei den Kindern einen großen Aufforderungscharakter.

Dieses Referat wurde eingesandt vom User: tatlibela



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